Remis in Hastenbeck

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Am gestrigen Donnerstag ging es für unsere Oberliga-Damenmannschaft weiter in der Staffelsiegerrunde für die Oberliga Niedersachsen Ost. Das vom NFV Qualifizierungs-Ungetüm für das Aufstiegsendspiel für die Ostmannschaften ist eigentlich nur zum Kopfschütteln. Während die Eintracht erst eine Qualifikationsrunde mit Hin- und Rückrunde (12 Spiele) spielen muss um dann eine Staffelsiegerrunde mit einfacher Runde (6 Spiele) zu spielen, spielen die West-Teams eine einfache normale Liga aus (16 Spiele). Die beiden Siegerteams aus Ost und West treten dann in einem Endspiel um den Aufstieg in die Regionalliga an.

Gestern ging es zum Auswärtsspiel beim SV Hastenbeck. Gegen die drei besten Teams aus der anderen Quali-Runde müssen die Löwinnen auswärts ran. Die Gastgeberinnen aus Hameln spielten mit 26 Punkten aus 14 Spielen eine durchaus starke Quali-Runde. Eintracht trat etwas ersatzgeschwächt an, Lyn Meyer fehlt nach Verletzung schon die ganze Saison. Zudem fehlten in Hastenbeck die drei Torschützinnen vom Spiel gegen Nele Effinghausen, Ronja Riemer und Franziska Knopp.

Die Bratwurst wurde getestet und für gut befunden. Gleichmäßig gegrillt, heiß und eine gute Größe für 2€. Dafür gibt es 9/10 Punkten von mir.

Die schmackhafte Bratwurst

Trainer Lukas Ebeling schickte folgende Löwinnen auf den ramponierten Rasen: Lisa Kelm (TW) – Cindy Kaufmann, Franziska Unzeitig, Michelle Bröckel, Antonia Farr – Caren Holzenkamp, Lisa-Marie Naujoks – Viktoria Wiedermann (C, 46. Lena Ahl), Jolie Just, Chantal Isabell Münch (88. Carolin Helmerding) – Dorothea Prießnitz

Auf Rasen mit Kreisklassen-Niveau taten sich die Löwinnen schwer. Die Gastgeberinnen um Ex-Bundesligaspielerin Bianca Lity spielten zudem intensives und sehr hohes Pressing. Viele großgewachsene und sehr robuste Spielerinnen machten den Blau-Gelben den Spielaufbau schwer, in der Körperlichkeit war man in vielen Zweikämpfen einfach unterlegen. Der SVH versuchte es oft über Flanken oder wuchtige Schüsse aus der Distanz. Bereits nach wenigen gespielten Sekunden wurde es erstmals gefährlich: Aus kurzer Distanz kam der Abschluss, Lisa Kelm konnte mit starkem Einsatz den Einschlag gerade noch verhindern.

Franziska Unzeitig trat die Freistöße

Fünf Minuten später kamen die Gastgeberinnen zu einer Riesen-Kopfballchance doch die Heim-Stürmerin köpfte ihre eigene Mitspielerin an, die zudem noch im Abseits stand. Erneut fünf Minuten später zischte ein Abschluss aus 16m knapp am Löwen-Tor vorbei. Ein Blau-Gelbes Bein war nicht dran, trotzdem gab es Ecke, die zum Glück nichts einbrachte. Im fünf Minuten Takt ging es weiter: Etwas mehr als eine Viertelstunde war gespielt, als die Nummer neun von Hastenbeck vom linken Strafraumeck abzog und das Spielgerät in die linke obere Ecke setzte, keine Abwehrchance für Kelm, 1:0 für Hastenbeck.

Dadurch wurden die Löwinnen offensichtlich etwas wachgerüttelt, denn nun waren sie deutlich besser im Spiel. Nach einem geklärten Freistoß kam Jolie Just etwa 25m vor dem Tor an den Ball und drosch den Ball aufs Gehäuse. Der Ball strich knapp über den Querbalken. Etwa eine halbe Stunde war gespielt, als Franziska Unzeitig einen Freistoß aus 25m von der linken Seite aufs Tor zog. Die Torfrau hatte anscheinend mit einer Flanke gerechnet und konnte den Einschlag in der Tormitte nicht mehr verhindern. Nun wurden die Gastgeberinnen wieder aktiver.

Die schnelle Münch im Dribbling

Nur wenige Minuten nach dem Ausgleich kam Hastenbeck aus kürzester Distanz zum Abschluss, irgendwie schaffte die Stürmerin es aber den Ball übers Tor zu schießen. Wenige Augenblicke später flog ein Kopfball ein gutes Stück am von Lisa Kelm bewachten Tor vorbei. Kurz darauf durfte sich die Eintracht-Torhüterin auszeichnen, als sie einen strammen Fernschuss mit einer tollen Flugeinlage sicher festhielt. Fast direkt im Anschluss wurde Antonia Farr im eigenen Strafraum zu Boden gecheckt, die sonst eher kleinliche Schiedsrichterin ließ aber weiterspielen und die Stürmerin konnte alleine auf Lisa Kelm zulaufen, die aber Siegerin blieb und sich den Ball im Nachfassen sicherte. Kurz darauf flog ein Distanzschuss knapp am Tor der Löwinnen vorbei. In der letzten Aktion fälschte ein Blau-Gelbes Bein eine Ecke aufs eigene Tor ab, wieder reagierte Kelm klasse und mit vereinten Kräften wurde die Situation bereinigt.

Eintracht hatte in Halbzeit eins ebenfalls einige Offensivaktionen, doch immer wieder scheiterten aussichtsreiche Angriffe am entscheidenden Pass oder an Problemen mit dem holprigen Rasen. So konnten sich die Blau-Gelben vor allem bei Lisa Kelm und dem ein oder anderen Abwehrbein bedanken, dass es noch 1:1 stand.

In die zweite Halbzeit starteten die Löwinnen stark und bestimmten erstmal das Spiel. Nicht ganz zehn Minuten waren gespielt als die schnelle Münch einen steilen Ball erlief und aus 15m abzog. Die Torhüterin riss ihre Hände hoch und verhinderte den Führungstreffer. Einige Minuten später packte Caren Holzenkamp einen Zuckerpass aus und schickte wieder Münch auf die Reise, die im allerletzten Moment noch geblockt werden konnte. Doch die Szene war noch nicht vorbei. Holzenkamp bekam den Ball zurück und legte den Ball zurück in den 16er zu Dorothea Prießnitz, die sofort den Abschluss suchte. Die Torfrau klärte zur Ecke, die bei der schussstarken Just landete, der Abschluss aus der zweiten Reihe dieses Mal aber nicht gefährlich wurde.

Antonia Farr im Kopfballduell

Nun kam Hastenbeck wieder. Plötzlich war eine Stürmerin ziemlich frei und schoss von der Strafraumkante. Der Ball knallte an die Latte, Lisa Kelm sicherte den Abpraller bevor es zu einem Nachschuss kommen konnte. Wenige später kamen die Gastgeberinnen zu einem kraftvollen Abschluss aus spitzem Winkel, im Nachfassen hatte Kelm den Ball sicher. Dann konterten die Blau-Gelben: Münch marschierte und ließ gleich mehrere Gegenspielerinnen hinter sich, gab in die Mitte und fand Prießnitz, deren Schuss geblockt wurde. Nach etwa 25 Minuten flog eine gefährliche Ecke in den 16er von Hastenbeck, die große Mühe hatten, den Ball aus dem Strafraum zu befördern. Unzeitig schnappte sich den Ball und zog ab, sichere Beute für die Torhüterin. Wenig später kam Unzeitig erneut aus der Entfernung zum Abschluss, ihr Volley rauschte aber am Tor vorbei. In dieser Phase kamen die Löwinnen immer wieder gefährlich ins letzte Drittel, doch sehr häufig scheiterte genau der Pass, der die Situationen richtig gefährlich gemacht hätte.

Eine Viertelstunde vor dem Ende köpfte Prießnitz die Kugel in den Lauf von Müch, deren Volley-Abschluss ein Stück am Tor vorbei ging. Kurz vor Schluss musste Lisa Kelm nochmal zeigen, was sie kann. Gleich zwei gefährliche Abschlüsse im Strafraum parierte sie und hielt wenig später einen Schuss aus größerer Entfernung sicher fest.

In den Zweikämpfen ging es ordentlich zur Sache

Dann war Schluss, ein Dämpfer im Rennen um Platz 1, aber eine starke kämpferische Leistung gegen unangenehme und robuste Gegner aus Hastenbeck. Beide Teams verpassten es, eine ihrer Chancen zum Siegtreffer zu nutzen, somit gab es eine Punkteteilung. Bereits am Samstag müssen die Löwinnen erneut spielen, dann geht es im NFV-Pokal zum FC Geestland an die Nordsee. Am ersten Mai geht es am Biberweg gegen den TSV Bemerode wieder um Punkte.

Bis dahin

Euer Kivi

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