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Auswärtssieg zum Abschluss

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Die U19 holt im letzten Vorrundenspiel der Nachwuchs-Liga den ersten Auswärtssieg! Beim SV Werder Bremen gelang den jungen Löwen ein sehr frühes uns zwei sehr späte Tore. Bastian Redecker war es, der bereits in der ersten Spielminute zur Führung traf. Anschließend übernahmen die Bremer das Zepter und drehten die Partie noch vor dem Halbzeitpfiff. Nach dem Seitenwechsel kamen die Blau-Gelben gut rein, doch dann wurden die Gastgeber erneut stärker, verpassten es aber, vor knapp 100 Zuschauern für die Vorentscheidung zu sorgen. So führte eine clevere Einzelaktion von Luca Gille zum Ausgleich, ehe Ali Altay kurz darauf den Strafstoß raus, den Mads Runge zum späten Siegtreffer verwandeln sollte.

U19-Coach Niklas Bahr entschied sich für folgende Aufstellung: Leon Herdes (TW) – Mads Runge, Jonah Funk (C), Marvin Hounkpati – Bastian Redecker (90. Jakin Abdaoui), Sebastian Dabrowski (75. Luca Gille), Abdel Awali (75. Luca Perri), Jan Strauß – Mika Ketzscher (46. Lasse Noster), Ben Fuchs (75. Milan Gryglewski), Ali Altay

Bei den Gastgebern stand mit Calvin Seidler ein ehemaliger Eintracht-NLZ-Spieler im Tor. Trainer der Bremer ist mit Cedric Makiadi ein bekannter Name. Das NLZ der Bremer befindet sich derzeit im Umbau und so gab es einiges Ungewöhnliches zu sehen auf dem ziemlich neu wirkenden Kunstrasen. Dort waren die Linien tatsächlich nicht im Rasen eingearbeitet, sondern abgekreidet. Kabinen direkt am Platz gab es nicht, stattdessen nahmen die Akteure für die letzten Vorbereitungen in einer Mischung aus Container und Kabine Platz. Die jungen Löwen hatten Anstoß und ehe die Grün-Weißen so richtig an den Ball kamen, jubelten die objektiv natürlich deutlichen schöneren Farben bereits. Keine volle Minute war gespielt, als Ali Altay die Kugel nach einem langen Ball von Mads Runge aus der eigenen Hälfte mit dem Kopf über die Abwehrkette verlängerte. Bastian Redecker nutzte sein Tempo und war seinen Verfolgern davongelaufen. Alleine vor dem Keeper blieb der Toptorjäger der jungen Löwen eiskalt und vollstreckte per Flachschuss zur ganz frühen Führung! Das 1:0 für den BTSV!

Das brachte die Gastgeber allerdings so gar nicht aus dem Tritt, die sofort die Kontrolle übernahmen und das Geschehen eigentlich durchgehend an den Braunschweiger Strafraum verlagerten. Nach einer Ecke prallte die Kugel wenig später vor die Füße eines Bremers, der von der Strafraumkante völlig frei zum Abschluss kam, aber klar links neben das Tor schoss. Drei Minuten nach dem 1:0 zog ein SVW-Akteur von der rechten Seite nach innen, sein Schuss aus 16 Metern hatte Leon Herdes aber sicher in den Händen. Etwas mehr als fünf Minuten waren gespielt, als die jungen Löwen von einem Freistoßtrick am linken Strafraumrand überrumpelt wurden. So folgte aus 15 Metern ein gefährlicher Abschluss, den Marvin Hounkpati noch von der Linie kratzte. Die Szene blieb aber heiß, der Nachschuss aus 18 Metern flog aber weit am Tor vorbei. Die Partie war weiterhin erst zehn Minuten alt, als die Gastgeber von der linken Seite unbedrängt flanken konnten. Elf Meter vor dem Tor stand die Nummer 21 genauso frei, nahm den Ball mit der Brust an und traf im Fallen gegen den chancenlosen Leon Herdes zum 1:1-Ausgleich.

Das hatte sich angebahnt. Doch jetzt drängten erstmal die jungen Löwen auf den erneuten Führungstreffer: Sebastian Dabrowski löffelte den Ball in den Laufweg von Jan Strauß, der über links in den Strafraum eindringen konnte, aus leicht spitzem Winkel aber etwas zu zentral zielte. Der Bremer Schlussmann packte sicher zu. Zwei Zeigerumdrehungen später steckte Mika Ketzscher auf Ali Altay durch, der im Laufduell mit dem Keeper einen halben Schritt zu spät kam. Auf der anderen Seite fälschte Marvin Hounkpati eine scharfe Hereingabe aufs eigene Tor ab, Leon Herdes tauchte blitzschnell ab und verhinderte den Rückstand. Eine Viertelstunde vor der Pause war der Löwen-Schlussmann dann aber machtlos. Nach einem zu riskanten Pass nahe dem eigenen Strafraum spritzen die Bremer dazwischen und brachen frei durch. Die Nummer 24 ließ Herdes keine Chance und drosch das Leder unter die Latte, 1:2.

Ein paar Minuten danach setzte Mika Ketzscher links im Strafraum Jan Strauß in Szene, der aus spitzem Winkel nur das Außennetz traf. Zwei Minuten später steckte Jan Strauß auf Ben Fuchs durch, der einen Gegenspieler aussteigen ließ und den Keeper mit einem Flachschuss überwinden konnte. Doch die Fahne des Assistenten ging hoch: Abseits. Wenige Augenblicke später köpfte Fuchs eine Freistoßflanke von Mika Ketzscher am Tor vorbei. Kurz vor dem Pausenpfiff kamen die Gastgeber von der linken Seite zu einer Flanke. Auf dem Elfmeterpunkt legte ein Bremer mit der Brust zu seinem Mitspieler ab, der aus 15 Metern völlig frei zum Abschluss kam. Die Kugel sauste haarscharf über den Querbalken.

Dann war Halbzeit. Nach dem Blitzstart hatten sich die Gastgeber am Strafraum der Blau-Gelben festgesetzt und nicht unverdient den Ausgleich erzielt. Gerade als sich die jungen Löwen in die Partie zurückgekämpft hatten, entstand der Rückstand aus einem vermeidbaren Ballverlust. Bei einem Sieg würde die Eintracht den letzten Tabellenplatz mit dem Blumenthaler SV tauschen. Das war ein klares Ziel und auch erkennbar im Bereich des Möglichen. Trainer Niklas Bahr brachte Lasse Noster für Mika Ketzscher in die Partie.

Beinahe wären die Pläne kurz nach Wiederanpfiff wieder über den Haufen geworfen worden. Nach einer Flanke von der rechten Seite war Leon Herdes bereits geschlagen, der Bremer musste eigentlich nur noch aus drei Metern ins auf der linken Seite leere Tor köpfen, schaffte es aber tatsächlich, die Latte zu treffen. Auf der anderen Seite setzte sich Bastian Redecker auf engem Raum gegen drei Gegenspieler durch, marschierte Richtung Strafraum und zog aus 22 Metern ab, sein Fernschuss flog aber deutlich links am Tor vorbei. Fünf Minuten waren im zweiten Durchgang gespielt, als Jan Strauß am linken Strafraumeck an den Ball kam und mit einer butterweichen Flanke Abdel Awali bediente. Der streichelte die Kugel mit dem ersten Kontakt am Torwart vorbei, doch das Spielgerät klatsche an den rechten Innenpfosten und prallte von dort in die Arme des Bremer Schlussmanns.

Zwei Zeigerumdrehungen danach konterten die jungen Löwen mit einer vier gegen zwei Überzahl. Doch der Pass von Ben Fuchs auf den durchstartenden Ali Altay kam etwas zu spät, sodass der Stürmer bei der Ballabgabe im Abseits stand. Wenige Augenblicke später konnte Jan Strauß über die linke Seite zur Grundlinie vordringen und spielte den Ball in den Rückraum. Dort ließ Abdel Awali clever zum völlig freien Bastian Redecker durch, der die Kugel aus 14 Metern per Direktabnahme deutlich über den Querbalken ballerte. Vier Minuten danach legte Lasse Noster eine Freistoßflanke von Abdel Awali quer. Ben Fuchs kam wenige Meter vor dem Tor an den Ball, suchte eine Lücke zum Abschluss, wurde dann aber doch geblockt.

Dann wurden die Gastgeber wieder stärker. Die Blau-Gelben hatten es erstmal verpasst, ihre starke Phase in Tore umzumünzen. Wieder war es ein Ballverlust am eigenen Strafraum, der für Gefahr sorgte. Ein Steckpass reichte aus und ein Bremer tauchte alleine vor Leon Herdes auf, doch der blieb lange stehen und wurde im direkten Duell Sieger. Ein paar Minuten danach rutschte ein Pass durch die Blau-Gelbe Abwehrkette, doch erneut zeichnete sich Leon Herdes im direkten Duell mit dem Stürmer durch eine tolle Parade aus. Aber die Szene blieb heiß und die jungen Löwen schmissen sich in jeden Zweikampf. Gleich dreimal blockten die Blau-Gelben in höchster Not, ehe Sebastian Dabrowski einen Freistoß rausholte. Kurz darauf hatten die Einträchtler dann aber gehörig Glück. Ein SVW-Akteur tanzte nach einer Flanke gleich drei Blau-Gelbe aus, hatte sieben Meter vor dem Tor nur noch Leon Herdes vor sich, schob die Kugel aber denkbar knapp links am Tor vorbei.

Eine Zeigerumdrehung danach kam ein Bremer in stark abseitsverdächtiger Position an den Ball, doch die Fahne des Assistenten blieb unten und so war wieder nur noch Leon Herdes da, um die Vorentscheidung zu verhindern. Wieder machte es der Löwen-Schlussmann klasse und verhinderte im Duell mit dem Stürmer das dritte Gegentor. Für die Schlussviertelstunde brachte Trainer Niklas Bahr mit Luca Gille, Milan Gryglewski und Luca Perri frischen Wind. Und das sollte sich lohnen. Denn nur fünf Minuten später sollte sich die das Anrennen von Luca Gille lohnen. Der Mittelfeldspieler ließ am gegnerischen Strafraum nicht locker und eroberte mit tollem Einsatz das Spielgerät vom letzten Mann. Gille wurde zwar gehalten, lief aber weiter und hatte freie Bahn. Alleine vor dem Schlussmann blieb er eiskalt und vollstreckte in die linke untere Ecke. Das hatte sich in den letzten Minuten nicht unbedingt angedeutet. Eine tolle Aktion von Luca Gille zum Ausgleich! Das 2:2!

Im direkten Gegenzug hielt ein Bremer den Kopf in einen eigentlich harmlosen Fernschuss und machte das Leder so nochmal richtig scharf. Doch die Kugel flog knapp am rechten Pfosten vorbei. Fünf Minuten waren noch zu spielen, als Ali Altay über die linke Seite in den Strafraum eindringen konnte. Dort wurde er leicht, aber sehr deutlich geschubst und ging zu Boden. Der Schiedsrichter überlegte kurz und zeigte dann auf den Punkt: Strafstoß! Clever vom Braunschweiger Stürmer und wirklich dämlich von seinem Gegenspieler. Regeltechnisch völlig richtig, bei so einem Pfiff gegen uns hätte ich mich aber ziemlich aufgeregt. Das tat auch Werder-Coach Makiadi, der dafür den Gelben Karton sah. Es dauerte wirklich lange, bis Mads Runge dann endlich schießen durfte. Der Innenverteidiger visierte die linke Ecke an und der Bremer Schlussmann sprang nach links. Das Ding war drin! Bereits der dritte Strafstoßtreffer für Runge und die späte Führung! Das 3:2 für die Braunschweiger Eintracht!

Jetzt rannten die Gastgeber an, doch die nächste Chance hatten die jungen Löwen: Jakin Abdaoui eroberte tief in der gegnerischen Hälfte den Ball. Über Mila Gryglewski kam die Kugel zu Ali Altay, der im Strafraum stark bedrängt wurde, aber dennoch zum Abschluss kam. Sein Schuss aus zwölf Metern strich knapp über die Latte hinweg.

Lange Nachspielzeit gab es nicht und kurz darauf war Schluss! Mit dem ersten Auswärtssieg der Vorrunde springt die U19 am letzten Spieltag noch auf den Vorletzten Platz ihrer Staffel. Ein Sieg mit einigen Guten Aktionen, etwas Glück und gegen viele Widerstände. Nach zwölf Spielen haben die jungen Löwen so zwar die drittmeisten Tore erzielt, da es aber auch die zweitmeisten Gegentore setzte, ist der vorletzte Platz dann doch irgendwie passend. Das bedeutet auch im diesen Jahr die B-Liga in der Hauptrunde. Wie die Staffel dann aussieht, steht derzeit noch nicht fest. Mehr Bilder zum Spiel findet ihr hier.

Tore: 0:1 (1. Spielminute, Bastian Redecker), 1:1 (10. Spielminute, Tim Teschke), 2:1 (31. Spielminute, Tomas Collevecchio), 2:2 (80. Spielminute, Luca Gille), 2:3 (87. Spielminute, Mads Runge)

Somit ist das Pflichtspieljahr für die jungen Löwen beendet. Ich wünsche Frohe Festtage und einen guten Rutsch, wir sehen uns 2026 wieder.

Euer Kivi

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