Weihnachtliches Remis
6 min readDie U17 vom Gesamtverein testete kurz vor Weihnachten gegen die JFV 37 Göttingen. Die Gäste stehen in der Südstaffel der Landesliga auf dem dritten Tabellenplatz. Am Ende einer ausgeglichenen ersten Halbzeit stand es zum Pausenpfiff 0:0. Nach dem Seitenwechsel gingen die Göttinger per Doppelschlag früh 0:2 in Führung, doch die jungen Löwen hatten eine ebenso schnelle Antwort in Führung und hatten zwei Minuten später per Doppelschlag auf 2:2 gestellt. Die Tor für die Blau-Gelben hatten Dinel Zrnic und Finn Giere erzielt. Da beiden Teams kein weiterer Treffer gelingen wollte, blieb es beim 2:2-Unentschieden.
U17-Coach Sajmir Zaimi entschied sich für folgende Aufstellung: Vito Evola (TW), Adrian Erdogan, Mohamad Alnajjar, Enzo Zaimi (C), Ahmed Ali, Emir Yildiri, Emir Devran, Finley Kötz, Ibrahim Ahmad, Arman Kavakli, Finn Giere
Es durfte laufend gewechselt werden, auf der Bank nahmen zunächst Platz: Leon Gerkens (TW), Niko Lendrat, Harun Nurdogan, Guiseppe Philipps, Medalion Thaqi, Dinel Zrnic, Nimon Ferizaj

Den ersten Abschluss hatten die Gastgeber, der Fernschuss aus der zweiten Reihe zischte aber über die Latte. Etwa fünf Minuten waren gespielt, als ein Steckpass der Göttinger über links in den Strafraum rutschte, doch Vito Evola blieb beim Schuss aus spitzem Winkel Sieger im direkten Duell mit dem Stürmer, anschließend konnten die Blau-Gelben klären. Auf der anderen Seite schickte Ibrahim Ahmad auf der rechten Seite Ahmed Ali zur Grundlinie. Der spielte die Kugel zurück in den Rückraum, wo Guiseppe Philipps aus 16 Metern sofort abzog. Sein Schuss flog links am Tor vorbei.
Kurz darauf fing Arman Kavakli tief in der gegnerischen Hälfte einen Pass ab und schickte sofort Guiseppe Philipps auf die Reise, der im Laufduell mit dem Torwart einen Schritt zu spät kam. Fünf Minuten später startete Emir Yildiri bei einem langen Ball aus der eigenen Hälfte im perfekten Moment, kam mit dem Kopf etwa 20 Metern vor dem Tor vor dem Schlussmann an den Ball und wurde anschließend vom Gäste-Keeper umgerammt. Dieser spielte nicht den Ball und traf nur Yildirir, der zu Boden ging und liegen blieb. Das Leder wäre sogar beinahe über die Linie getrudelt, ein Abwehrspieler klärte aber noch rechtzeitig. Einen Freistoß gab es tatsächlich nicht. Zehn Minuten später setzte Emir Yildirir auf der linken Seite Mohamad Alnajjar in Szene, dessen Flanke sich beinahe ins Tor senkte, aber dann doch ein Stück über den Querbalken rauschte.

Zwei Zeigerumdrehungen später klärten die Gäste eine Flanke von Ahmed Ali vor die Füße von Enzo Zaimi, der die Kugel aus 19 Meter per Volley-Direktabnahme nahm, den Ball aber klar über den Kasten jagte. Auf der anderen Seite rutschte ein Steckpass über links in den Strafraum, wieder parierte Vito Evola im direkten Duell mit dem Stürmer klasse, konnte aber nicht verhindern, dass der Prall zum Gäste-Kapitän prallte, der aus zehn Metern aufs leere Tor aber tatsächlich nur das Lattenkreuz traf. Fünf Minuten vor der Pause geriet ein Fernschuss von Finley Kötz zur unfreiwilligen Vorlage für Ahmed Ali, der die Kugel alleine vor dem Tor aber nicht kontrollieren konnte. Von seinem Fuß prallte das Spielgerät zu Emir Yildirir, der aus spitzem Winkel ebenfalls freie Bahn hatte, seinen Flachschuss parierte der Göttinger Torwart aber zur Ecke. Diese brachte nichts ein.
Dann war Halbzeit. In einem ausgeglichenen Spiel hatten beide Teams aussichtsreiche Gelegenheiten liegen lassen. Sonst wirkte der Kick eher wie ein Testspiel in der Sommervorbereitung. Beide Trainer konnten wohl nicht ganz zufrieden sein, aber um viel geht es in einem Testspiel Ende Dezember eben auch nicht.

Die jungen Löwen kamen nicht gut aus der Kabine. Sofort zeigten sich die Gäste gefährlich und die Blau-Gelben leisteten sich haarsträubende Ballverluste. So auch nur eine Minute nach Wiederanpfiff: Am eigenen Strafraum schenkten die Einträchtler den Ball her, beim folgenden Flachschuss aus 14 Metern tauchte Leon Gerkens aber ab und hielt das Spielgerät fest. Doch nur wenige Augenblicke danach bekamen die Blau-Gelben eine Flanke von der rechten Seite einfach nicht geklärt, sodass Göttingen aus 14 Metern zum Abschluss kam und den Ball in der rechten Ecke versenkte, das 0:1.
Nur zwei Minuten später zog ein JFV-Akteur aus der zweiten Reihe ab. Leon Gerkens konnte den strammen Fernschuss zwar parieren, aber nicht festhalten. Von seinen Abwehrspielern war niemand durchgelaufen, aber dafür ein lila gekleideter Stürmer, der den Abpraller aus spitzem Winkel unter die Latte nagelte. Das 0:2, keine fünf Minuten waren im zweiten Durchgang gespielt.
Das hatte die jungen Löwen aber wachgeküsst. Wenige Sekunden nach dem Anstoß setzte Niko Lendrat im gegnerischen Strafraum gut nach und eroberte das Spielgerät zurück. Im Fallen stieß er die Kugel am Torwart vorbei und zu Dinel Zrnic, der das Leder aus zehn Metern in der unteren rechten Ecke vom leeren Tor unterbrachte. Nur noch 1:2!
Wieder dauerte es nur wenige Sekunden nach dem Anstoß, ehe die Blau-Gelben den Ball zurückerobert hatten. Am Strafraumrand traf Ahmed Ali den Ball beim Querpass auf Finn Giere eigentlich gar nicht richtig, doch genau dadurch rutschte der Ball durch. Alleine vor dem Tor behielt Giere die Nerven und donnerte die Kugel aus 13 Metern in den rechten Knick. Der blitzschnelle Doppelschlag und der Ausgleich, 2:2!

Beinahe hätte die Eintracht noch einen draufgesetzt, denn nur eine Zeigerumdrehung danach luchste Ahmed Ali dem letzten Verteidiger den Ball ab, bei seinem Schuss aus 15 Metern kam sein Gegenspieler aber noch mit der Schuhspitze an den Ball und verhinderte die Löwen-Führung. Die anschließende Ecke von Finley Kötz drehte sich beinahe direkt ins Tor, doch mit den Fingerspitzen lenkte der Gäste-Keeper den Ball noch über den Querbalken. Dennoch gab es Abstoß und das brachte Eintracht-Trainer Zaimi so in Rage, dass er vom Schiedsrichter mit einer Gelben Karte bedacht wurde. Anschließend beruhigte er sich nicht und hatte Glück, dass es der bis auf wenige Ausnahmen völlig souveräne Schiedsrichter mit Worten statt einer Gelb-Roten regelte.
Fünf Minuten später versuchte es Finley Kötz einfach mal aus etwa 24 Metern und es fehlte auch nich viel bei seinem Fernschuss aus halblinker Position. Hauchzart rauschte die Kugel am rechten Pfosten vorbei ins Toraus. Auf der anderen Seite brachen die Gäste mit zwei Mann gegen einen Verteidiger durch, doch Nimon Ferziaj machte es klasse und bereinigte die Situation als letzter Mann mit einer überragenden Grätsche. Bei dem folgenden Einwurf ließen sich die Göttinger extrem viel Zeit und wechselten trotz Ansprache des Schiedsrichters sogar noch den Einwerfer. Folgerichtig gab es Gelb für das Zeitspiel. Kurios bei einem Testspiel.

Kurz darauf zog ein JFV-Akteur aus der zweiten Reihe ab, im Nachfassen hatte Leon Gerkens das Leder aber sicher. Zehn Minuten waren noch zu spielen, als Finn Giere am rechten Strafraumrand auftauchte, nach innen zog und sich mit einem Haken Platz zum Abschluss verschaffte. Sein Schuss aus 16 Metern wäre auch unter der Latte eingeschlagen, aber der Göttinger Schlussmann riss die Pranke hoch und lenkte das Leder über den Kasten. Die anschließende Ecke servierte Emir Yildirir auf den zweiten Pfosten. Dort tauchte Nimon Ferizaj völlig frei auf, köpfte das Spielgerät aus sechs Metern aber über den Querbalken. Kurz vor Ablauf der regulären Spielzeit erwischte Harun Nurdogan eine Yildirir-Ecke am ersten Pfosten mit dem Kopf, verlängerte den Ball aber nur ins Außennetz.
Dann war Schluss! Kurz vor Weihnachten gab es im letzten Test dieses Jahr keinen Sieger, es blieb beim 2:2. Und damit ist das Fußballjahr 2025 am Biberweg auch beendet. Weiter geht es im Januar mit den ersten Testspielen der Gesamtverein-Teams unserer Braunschweiger Eintracht. Wir werden berichten! Mehr Bilder vom Spiel gibt es hier.

Bis dahin
Euer Kivi
