Tag 2 im Trainingslager
3 min readAm zweiten Tag im Trainingslager in St. Johann in Tirol konnten die mitgereisten Anhänger gleich zwei Trainingseinheiten beobachten. Dabei hielt sich das Wetter und die Blau-Gelben blieben trocken, von den schweißtreibenden Übungen mal abgesehen. Was bei der Eintracht und bei mir heute so los war, erfahrt ihr im Bericht direkt aus Tirol. Viel Spaß beim Lesen!

Nach einem kleinen Frühstück vom örtlichen Bäcker ging es zur Vormittagseinheit im Koasastadion. Nach kurzem Aufwärmen mit Bergpanorama ging es auf kleinem Feld und Mini-Tore ordentlich zur Sache. Im Vollsprint wurden nach erreichtem Ziel die Teams gewechselt und lautstark die Mitspieler bejubelt und angefeuert.

Anschließend ging es auf das große Feld, zumindest fast. In einer Hälfte übten die Löwen gleichzeitig das von Trainer Heiner Backhaus intensive Pressing und den daraus beeinflussten Spielaufbau auf der anderen Seite. Immer wieder unterbrach der neue Coach, um Anmerkungen auf Deutsch und Englisch zu geben. Aus vielen verschiedenen Situationen starteten die Löwen die Übungen: Mal aus einem Einwurf oder Abstoß, dann schoss Backhaus den Ball zu einem zufälligen Spieler. Dabei wurde es oft eng und intensiv, die Einträchtler schenkten ihren Mitspielern nichts. Nachdem die Blau-Gelben einige Varianten durchgespielt hatten, war die Trainingseinheit nach etwa 90 Minuten vorbei.

Für mich ging es zwischen den Einheiten ins Freibad. Dank der Gästekarte war der Eintritt sogar frei. Trotz tollem Wetter war dieses für einen Samstagmittag überraschend leer und so konnte man sich die Plätze aussuchen und jedes Becken problemlos testen. Die Wassertemperatur war fast etwas zu warm, sorgte aber dennoch für eine herrliche Abkühlung. Im Anschluss holte ich mir wieder zwei Eiskugeln beim gestern für sehr gut befundenen Eiswagen. Dieses Mal Stracciatella und Haselnuss.

Dann war es schon wieder Zeit für das Nachmittags-Training. Der angekündigte Regen machte doch noch eine Biege um St. Johann in Tirol. Dafür traf ein neues Gesicht ein. Gerade als ich mich mit Lars Rücker von der Braunschweiger Zeitung und Studio Blau-Gelb über die ungewöhnliche Maßnahme, nur zwei Torhüter mitzunehmen, unterhielt, spazierte David Richter auf den Trainingsplatz. Der Torwart stand in der vergangenen Rückrunde für den SV Sandhausen im Tor und erlebte das, wovon die Eintracht verschont blieb: der Abstieg. Als Probespieler wird Richter in den kommenden Tagen genau unter die Lupe genommen, vielleicht ist Richter der Richtige für die zweite oder dritte Torwartposition.

Wieder gab es ein kurzes Aufwärmen, anschließend gewannen die Löwen bei einer Passübung Ballgefühl. Die Gegner waren aber auch nur gelbe Plastik-Verteidiger. Für die letzte Übung des Tages ging es dann aufs ganze Feld. Team Orange mit Thorben Hoffmann gegen Team Blau mit Marko Rajkovacic. Und da wurde ein Problem offensichtlich, dass der Weggang von Rayan Philippe noch schwerer zu beheben macht: das Toreschießen. Denn trotz einiger aussichtsreicher Szenen gelang keiner der beiden Teams ein Tor. Darüber hinaus verschoss Levente Szabó einen Strafstoß.
So ging es nach dem 0:0 im Elfmeterschießen darum, den Sieger zu ermitteln. Levente Szabó jagte den ersten Elfmeter an die Latte, anschließend verschossen mehrere Spieler auf beiden Seiten, sodass Team Blau Elferkiller Marko Rajkovacic feiern konnte.

Ein Teil der mitgereisten Fans verabredete sich in einem Lokal in der Nähe der Bergbahn. Für mich gab es eine gemischte Grillplatte. Diese war wirklich klasse. Besonders interessant: Das Grillfleisch würde im Außenbereich vor den eigenen Augen gegrillt. Und so ging es wenig später mit prall gefülltem Bauch zurück in die Ferienwohnung. In den nächsten Tagen werden wir wohl nicht ganz so viel Glück mit dem Wetter haben und müssen hoffen, dass uns der gastgebende Verein, der SK, die überdachte Tribüne aufschließt.

Bis dahin
Euer Kivi
