Niederlage im letzten Saisonspiel
5 min readDie U17 verliert ihr letztes Saisonspiel und muss sich gegen Tennis Borussia Berlin mit 1:3 geschlagen geben. Nachdem die Gäste, die die Saison auf dem zweiten Tabellenplatz beenden, mit Ablauf der Anfangsviertelstunde in Führung gegangen waren, hatte Milan Gryglewski einen Fehler der Berliner ausgenutzt und aus 40 Metern zum Ausgleich getroffen. Doch es waren die Gäste, die anschließend besser aus der Kabine kamen und die jungen Löwen leisteten sich deutlich zu viele Unaufmerksamkeiten. Die Einladungen wurden dann auch irgendwann von den Berlinern genutzt, die somit noch zwei Tore erzielten und ihren zweiten Tabellenplatz und Nichtabstieg sicherten. Die U17 kann bekanntlich nicht absteigen und landet auf einem akzeptablen vierten Tabellenplatz. Allerdings spielt keine Herrenmannschaften der Staffelkonkurrenz oberhalb der 3. Liga.
U17-Coach Kosta Rodrigues entschied sich für folgende Aufstellung: Patrick Büttner (TW, 72. Lowis Tetzlaff) – Niklas Kästner (72. Lennard Baum), Jakin Abdaoui, Julian Paul, Lasse Noster (C) – Dominik Söllner (54. Aron Polatschek), Felix Themba Krebs (63. Jonathan Holinka), Besian Bytyqi, Mika Ketzscher – Milan Gryglewski, Matti Schröder

Etwas mehr als fünf Minuten waren gespielt, als der Schiedsrichter-Assistent nach einem Steilpass eine Abseitsstellung von guten drei Meter übersah. So waren die Gäste erstmals frei durch, umkurvten Patrick Büttner und zogen aus leicht spitzem Winkel ab. Doch Niklas Kästner war durchgelaufen und grätschte den Ball ins Toraus. Eine starke Rettungstat! Zwei Minuten später nahm Torwart Büttner einen harmlosen Flachschuss aus der zweiten Reihe locker auf. Die Anfangsviertelstunde war gerade abgelaufen, als die Gäste eine eigentlich völlig harmlose Ecke in den Löwen-Strafraum schlugen, doch dort sensten gleich mehrere Blau-Gelbe am Ball vorbei, sodass dieser durch den gesamten Strafraum hoppelte. Am zweiten Pfosten stand dann die Nummer 22, die aus kurzer Distanz nur noch einschieben musste. Das 0:1 für die Berliner.
Zehn Minuten später fand Milan Gryglewski mit einer Flanke aus dem linken Halbfeld Dominik Söllner, der das schwierig zu nehmende Leder aber nicht aufs Tor drücken konnte. Ein paar Minuten danach strich ein Fernschuss von Mika Ketzscher über die Latte. Wenige Augenblicke später steckte Milan Gryglewski auf Dominik Söllner durch, der im allerletzten Moment am Abschluss gehindert wurde. Die anschließende Ecke spielte Besian Bytyqi flach auf Mika Ketzscher, der vom linken Strafraumeck die lange Ecke anvisierte, doch seinen Schlenzer köpfte ein Verteidiger noch von der Linie, da wäre der Torwart machtlos gewesen.

Wieder servierte Besian Bytyqi, dieses Mal per direkter Flanke in den Strafraum. Am zweiten Pfosten stand Lasse Noster ziemlich frei, doch die Flanke war ein Stück zu hoch, sodass der Kapitän den Ball nicht richtig drücken konnte und klar über den Kasten köpfte. Nach dem anschließenden Abstoß leisteten sich die Gäste einen kapitalen Ballverlust, Milan Gryglewski schaltete fast von der Mittellinie blitzschnell und schlug die Kugel hoch aufs Tor. Der weit aufgerückte Gäste-Keeper eilte zurück und brachte die Hand noch an den Ball, konnte den Einschlag aber nicht verhindern. Der Ausgleich aus gut 40 Metern, das 1:1!
Kurz darauf setzten sich die jungen Löwen am gegnerischen Strafraum fest und spielten sich den Ball wie beim Handball hin und her, rund eine Minute lang, ehe Felix Themba Krebs aus 16 Metern abzog, aber geblockt wurde.
Dann war Halbzeit. Die U17 hatte Probleme, sich richtig gute Chancen und so hat es Gryglewski halt einfach mal aus der Ferne gemacht. Aber gerade in den letzten Minuten hatten die Blau-Gelben gut zurück ins Spiel gefunden. Dementsprechend verzichtete Kosta Rodrigues auf Wechsel.

Doch die Berliner kamen besser aus der Kabine als die jungen Löwen. Nach einem langen Ball sorgte ein Missverständnis zwischen Julian Paul und Torwart Patrick Büttner dafür, dass ein Berliner noch an den Ball kam und aufs leere Tor schießen konnte. Jakin Abdaoui sprintete durch und grätschte den Ball mit großem Einsatz noch von der Linie. Die anschließende Ecke klärten die Blau-Gelben zu kurz und so nahm ein Berliner die Kugel am Strafraumrand volley, der Schuss zischte knapp am rechten Pfosten vorbei. Fünf Minuten waren im zweiten Durchgang gespielt, als eine simple Halbfeldflanke die Blau-Gelbe Abwehrkette völlig überrumpelte und so tauchte die Nummer 26 alleine vor dem Tor auf und vollstreckte eiskalt. Der erneute Rückstand, das 1:2.
Ein paar Minuten danach versuchte es Mika Ketzscher bei einem direkten Freistoß vom linken Strafraumeck direkt, setzte den Ball aber deutlich über den Kasten. Zwei Zeigerumdrehungen später schlug Matti Schröder das Spielgerät von der rechten Seite vors Tor, wo Lasse Noster hauchzart am Ball vorbei flog. Mitte der zweiten Halbzeit schauten die jungen Löwen bei einer Flanke von der rechten Seite nur zu. Ungestört lässt es sich bekanntlich gut flanken und so landete der Ball am zweiten Pfosten bei der Nummer 9, die völlig frei stand und in die linke Ecke köpfte. Das war ganz schwach verteidigt, das 1:3.

Anschließend passierte lange wenig. Der Eintracht gelang offensiv wenig, die Gäste drängten nicht mehr ganz so sehr auf das nächste Tor. Zwischenzeitlich hatte Kosta Rodrigues mit Lowis Tetzlaff einen neuen Torwart gebracht, der fünf Minuten vor dem Ende erstmals gefordert wurde. Nach einer kurz ausgeführten Ecke flog die Flanke zum Elfmeterpunkt, wo ein Berliner recht wenig gestört wurde und wuchtig aufs Tor köpfte, doch Tetzlaff verhinderte mit einem starken Reflex den vierten Gegentreffer. In der letzten Spielminute steckte Milan Gryglewski auf Jonathan Holinka durch, der an seinem Gegenspieler vorbeizog, alleine vor dem Tor aber am stark reagierenden Torwart scheiterte. Der Ball prallte zu Mika Ketzscher, dessen Nachschuss der Torwart ebenfalls parierte. Doch der Ball war immer noch heiß und landete erneut bei Ketzscher, der vom Keeper zu Boden gerissen wurde. Statt Strafstoß gab es eine Ecke.

Aus dieser entstand keine Gefahr und dann war Schluss. Die Saison endet für die U17 mit einer Niederlage. Wie bei allen Blau-Gelben Nachwuchsmannschaften eine Saison mit Höhen und Tiefen. Man muss den jungen Löwen aber zugutehalten, dass sie in der vergangenen Saison noch Niedersachsen-Liga oder sogar Landesliga gespielt haben oder eben aus der U15 aufgerückt sind und von 70 Minuten Spielzeit auf 90 Minuten Spielzeit umsteigen mussten. Mehr Bilder zum Spiel findet ihr hier.
Bis dahin
Euer Kivi
