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Die letzte Punkteteilung

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Die U19 trennt sich im letzten Saison-Spiel mit 2:2 von Schlusslicht Holstein Kiel. Gegen den Nachwuchs des Erstligisten kamen die jungen Löwen vor 70 Zuschauern überhaupt nicht gut in die Partie und hatten kurz vor der Pause Glück, dass sie nur mit einem Tor zurücklagen. So konnte Luca Gille die starke Vorarbeit von Bastian Redecker nutzen und donnerte den Ball zum Ausgleich ins Netz. Doch auch nach dem Seitenwechsel kamen die Blau-Gelben schlecht aus der Kabine und fingen sich den erneuten Rückstand ein. Viele Chancen auf beiden Seiten später war es Toptorjäger Bastian Redecker, der nach einer Kombination über Torwart Laurin Peters, Aurel Gega und Jan Strauß zum 2:2-Endstand traf. Damit beendet die U19 die Hauptrunde in der B-Liga auf dem dritten Tabellenplatz hinter den Nachwuchs-Teams der Oberligisten Blumenthaler SV und Berliner AK.

U19-Coach Ken Reichel entschied sich für folgende Aufstellung: Laurin Peters (TW) – Ole Backfisch (C), Ben Fuchs, Leo Klipphahn (63. Mika Gehring), Marvin Hounkpati – Jan Strauß, Luca Gille (63. Aurel Gega), Niklas Gambke, Bastian Redecker – Sebastian Dabrowski – Arda Aksac

Fünf Minuten waren gespielt, als die Gäste nach einer Ecke frei zum Kopfball kamen, doch die Kugel flog am Tor vorbei. In der Anfangsviertelstunde konnten sich die jungen Löwen kaum befreien, immer wieder tauchten die Kieler gefährlich am Eintracht-Strafraum auf, immer wieder kamen die Blau-Gelben einen Schritt zu spät. So auch bei einem Konter nach einer eigenen Ecke. Niemand störte den ballführenden Spieler, der den Ball seelenruhig Richtung Strafraum trug und auf die flinke Nummer 29 durchsteckte. Völlig frei tauchte diese vor Laurin Peters auf und ließ dem Löwen-Torwart mit einem Lupfer keine Chance. Das 0:1 für das Schlusslicht.

Im Gegenzug rutschte eine Flanke von Arda Aksac etwas glücklich zu Jan Strauß durch, der für einen kontrollierten Abschluss aber zu überrascht war. Von seinem Oberschenkel prallte der Ball in die Arme des Keepers. Kurz darauf leisteten sich die jungen Löwen einen Ballverlust im Mittelkreis, der Kieler zog aus 45 Metern sofort ab und der aufgerückte Laurin Peters konnte nur zuschauen, wie der Ball Zentimeter über die Latte sauste. Eine Zeigerumdrehung später kamen die Gäste nach einem langen Einwurf aus acht Metern frei zum Kopfball, Peters packte aber sicher zu. Auf der anderen Seite nahm Luca Gille eine Flanke von Jan Strauß artistisch per Seitfallzieher direkt, knallte das Leder aber über die Latte.

Fünf Minuten danach verloren die jungen Löwen gleich dreimal hintereinander den Ball am eigenen Strafraum, der folgende Abschluss aus 16 Metern zischte denkbar knapp rechts am Tor vorbei. Aus dem folgenden Abstoß bauten die Löwen eigentlich sehr besonnen auf, doch ein Rückpass auf Torwart Laurin Peters ging völlig daneben und wurde zur perfekten Vorlage für einen Kieler, der Peters umkurvte, aus spitzem Winkel den Ball aber nicht im leeren Tor unterbringen konnte. Vom rechten Außenpfosten prallte der Ball ins Toraus. Kurz darauf verloren gleich mehrere Löwen bei einer unzureichend geklärten Halbfeldflanke die Orientierung, sodass Kiel aus sechs Metern frei zum Kopfball kommen konnte. Laurin Peters packte aber sicher zu.

Zehn Minuten vor der Pause eroberte Jan Strauß tief in der gegnerischen Hälfte den Ball und drang in den Strafraum ein, dort legte er den Ball in den Rückraum, wo Luca Gille die Kugel direkt nahm. Eine starke Parade des Gäste-Keepers verhinderte, dass das Spielgerät in der rechten Ecke einschlug. Zwei Zeigerumdrehungen danach schickte Marvin Hounkpati auf der linken Seite Bastian Redecker in die Tiefe, der mit einem schnellen Antritt seinen Gegenspieler stehen ließ und zur Grundlinie marschierte. Von dort spielte er den Ball flach vors Tor, wo gleich mehrere Mitspieler den Ball verpassten. Die Kugel rutschte durch bis in den halbrechten Strafraumbereich. Das hatte Luca Gille gerochen und kam mit viel Schwung zum Geschehen, nahm den Ball direkt und donnerte das Leder in die Maschen. Der Ausgleich, das 1:1!

Im direkten Gegenzug kamen die Gäste 14 Meter vor dem Tor völlig frei zum Abschluss, jagten die Kugel aus spitzem Winkel aber deutlich vorbei. Eine Minute vor der Pause setzte Bastian Redecker auf der linken Seite Marvin Hounkpati in Szene, der mit einer starken Bewegung an seinem Gegenspieler vorbeiging und in den Strafraum zog. Seinen Querpass erwischte Arda Aksac acht Meter vor dem Tor, bugsierte die Kugel aber genau auf den Torwart, der parieren konnte. Der Ball prallte zu Jan Strauß, des aus 15 Metern abzog. Noch vor der Linie rettete ein Verteidiger für seinen bereits geschlagenen Torhüter. Wenige Augenblicke später schlug Ben Fuchs den Ball weit in den Strafraum. Sebastian Dabrowski legte per Kopf quer zu Arda Aksac, der den Ball ins Tor schon. Aber die Fahne des Assistenten war oben: Abseits.

Dann war Halbzeit. Nach wirklich schwachen 30 Minuten kamen die jungen Löwen zurück in die Partie und hatten sich durch mehrere gute Chancen den Ausgleich erarbeitet. Dennoch fiel es den Blau-Gelbe immer wieder schwer, in der Defensive rechtzeitig Zugriff zu bekommen und in die Zweikämpfe zu kommen. Zu oft hatte das Schlusslicht zu viel Platz. Bei nur zwei Feldspielern auf der Bank verzichtete Trainer Ken Reichel wenig überraschend vorerst auf Wechsel.

Im zweiten Durchgang hatten die Blau-Gelben die erste Torchance: Luca Gille fing einen Pass ab und steckte sofort auf Jan Strauß durch, der im allerletzten Moment beim Abschluss gestört wurde und den Ball aus zehn Metern knapp links vorbeischoss. Im direkten Gegenzug ging es nach einem Einwurf zu schnell für die jungen Löwen. Bei einem langen Ball schaltete alle Verteidiger ab, doch ein Kieler rannte hinterher und konnte vom linken Strafraumrand unbedrängt flanken. In der Mitte stand die Nummer 23 völlig frei, scheiterte per Kopf aus kurzer Distanz am überragend reagierenden Laurin Peters, drückte den Abpraller dann aber über die Linie. Das ging viel zu einfach. Der erneute Rückstand, das 1:2.

Daraus gelernt hatten die jungen Löwen offenbar nicht, denn nur wenige Minuten danach segelte eine lange Flanke von der Mittellinie in den Strafraum der Eintracht. Dort bewegte sich keiner in Blau-Gelb zum Ball und am zweiten Pfosten hatte ein Kieler meterweit Platz, scheiterte aus spitzem Winkel aber am stark parierenden Laurin Peters. Die nachfolgende bekamen die jungen Löwen nicht geklärt, sodass Kiel aus 14 Metern zum Abschluss kam. Den Volley-Schuss konnte Laurin Peters gerade noch über die Latte lenken. Auf der anderen Seite machte Arda Aksac eine Ecke von Marvin Hounkpati wieder scharf und fand fünf Meter vor dem Tor Leo Klipphahn, der das Leder auf die rechte Ecke köpfte.

Auf der Linie rettete ein Verteidiger für seinen bereits geschlagenen Torwart. Aus der Szene entwickelte sich ein Konter, bei dem die Kieler zu zweit vor Laurin Peters auftauchten. Zum Glück für die Reichel-Elf übersah der ballführende Spieler seinen besser postierten Mitspieler und knallte die Kugel aus leicht spitzem Winkel deutlich über den Querbalken. Nun reagierte Trainer Ken Reichen und brachte Mika Gehring und Aurel Gega für den Torschützen Luca Gille und Innenverteidiger Leo Klipphahn. Ein paar Minuten danach klärten die Kieler eine Aksac-Ecke vor die Füße von Ole Backfisch, de aus 18 Metern sofort abzog, das Leder aber weit über den Kasten prügelte.

Im direkten Gegenzug brachen die Störche über die linke Seite bis zur Grundlinie durch und flankten den Ball scharf vors Tor. Ben Fuchs bugsierte die Kugel zwei Meter vor dem Tor irgendwie über die Latte und klärte somit zur Ecke. Vier Minuten später überrannte Bastian Redecker mit Ball gleich vier Gegenspieler und brach in den Strafraum. Sein Schuss aus halblinker Position, 14 Meter vor dem Tor, geriet aber zu zentral, der Torwart packte sicher zu. Zehn Minuten waren noch zu spielen, als Aurel Gega einen langen Befreiungsschlag von Schlussmann Peters überragend festmachte und sich dann mit einem tollen Dribbling gegen zwei Gegenspieler durchsetzte. Sein Pass landete auf dem Elfmeterpunkt bei Jan Strauß, der zwei Verteidiger auf sich zog und im perfekten querlegte, sodass Bastian Redecker links vor dem Tor keine Mühe hatte, die Kugel in die untere linke Ecke zu knallen. Das war richtig stark gemacht, der Ausgleich zum 2:2!

Drei Minuten später setzte Aurel Gega mit einem herrlichen Diagonalpass Jan Strauß in Szene, der im Strafraum etwas Platz hatte, aus leicht spitzem Winkel aber an der kurzen Ecke vorbeischoss. Eine Zeigerumdrehung danach ersprintete Bastian Redecker einen scheinbar verlorenen Ball und zog mit einem sehenswerten Dribbling an mehreren Gegenspielern vorbei. Im Strafraum entschied sich der Toptorjäger dann gegen einen Schuss und suchte mit einem Pass Sebastian Dabrowski, doch der Pass geriet ein Stück zu weit. Auf der anderen Seite verhinderte Aurel Gega mit einer Monster-Grätsche die Mega-Chance der Gäste.

Die reguläre Spielzeit war bereits abgelaufen, als Niklas Gambke einen Pass abfing und sofort Bastian Redecker durch die Gasse schickte. Dieser rannte seinen Verfolgern davon, hatte freie Bahn und versuchte den Schlussmann zu umkurven. Doch der ging volles Risiko und schnappte sich mit einem riskanten Hechtsprung den Ball. Eine Minute später köpfte Sebastian Dabrowski den Ball zu Bastian Redecker, der mit einem schnellen Antritt in den Strafraum zog und aus leicht spitzem Winkel freie Schussbahn hatte, doch der Keeper parierte den Schuss aufs kurze Eck. Der Ball prallte zu Sebastian Dabrowski, der vor seinem Gegenspieler an den Ball kam und zu Boden ging. Doch statt Elfmeter gab es Gelb wegen einer angeblichen Schwalbe. Besonders verwirrend war, dass der Schiedsrichter eine deutlich klarere Schwalbe der Gäste nicht mit einer Gelben Karte bedacht hatte.

Wenige Augenblicke später spielte Bastian Redecker auf der rechten Seite einen schnellen Doppelpass mit Jan Strauß und überrannte seinen Gegenspieler. Sein Schuss aus leicht spitzem Winkel landete in den Armen des Torwarts. Eine Minute danach klärten die Kieler eine Flanke von Mika Gehring zu Sebastian Dabrowski, der es vom linken Strafraumeck mit einem Schlenzer versuchte. Die Kugel strich hauzart über den rechten Winkel. Auf der anderen Seite blieben die jungen Löwen bei einem langen Ball plötzlich stehen, obwohl es sehr deutlich kein Abseits war. Laurin Peters bestätigte seine starke Tagesform und parierte den Schuss aus spitzem Winkel stark. Die anschließende Ecke legten die Gäste per Kopf nochmal quer und kamen somit aus kurzer Distanz freizum Kopfball, doch Laurin Peters brachte die Fingerspitzen an den Ball und lenkte das Leder noch über die Latte.

Direkt danach war Schluss. Beide Teams hatten dicke Chancen auf den Siegtreffer liegen gelassen. Am Ende hätte ein Sieg oder eine Niederlage für beide Teams aber auch keine Veränderungen mehr in der Tabelle bewirkt. So beenden die jungen Löwen eine ereignisreiche Saison auf dem dritten Tabellenplatz, allerdings hinter den Nachwuchs-Teams von zwei Oberligisten. Mehr Bilder zum Spiel findet ihr hier.

Tore: 0:1 (13. Spielminute, Younes Zöllner), 1:1 (37. Spielminute, Luca Gille), 1:2 (48. Spielminute, Kian Tack), 2:2 (80. Spielminute, Bastian Redecker)

Bis dahin

Euer Kivi

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