450 Minuten ohne Tor
5 min readDie Eintracht schafft es im fünften Spiel in Folge nicht, ein Tor zu erzielen und zeigt gegen den FC Schalke 04 erneut eine erschreckend schwache Offensiv-Leistung. Dafür hielten die Löwen mal wieder die Null. Beide Teams blieben somit ohne eigenen Treffer, es gab das dritte 0:0 der Saison für die Mannschaft von Trainer Daniel Scherning. Vor über 22.000 Zuschauern gelang den Blau-Gelben nur ein einziger Schuss aufs Tor und das in der zwölften Spielminute. In den 78 regulären Minuten danach hatten die Eintracht-Fans nur noch einmal den Torschrei auf den Lippen, doch der Schuss von Rayan Philippe von der Mittellinie flog knapp über den Kasten. Nach einer Roten Karte für Jannis Nikolaou hatten die Löwen in Unterzahl leidenschaftlich verteidigt, in der einen oder anderen Szene aber auch das Glück des Tüchtigen, dass den Schalkern nicht der Siegtreffer gelingen sollte.
Eintracht-Coach Daniel Scherning entschied sich für folgende Aufstellung: Marko Johansson (TW) – Robert Ivanov (79. Paul Jaeckel), Ermin Bičakčić (C), Jannis Nikolaou (67. Rot) – Marvin Rittmüller (58. Max Marie), Lino Tempelmann, Sven Köhler (71. Kevin Ehlers), Fabio di Michele Sánchez – Fabio Kaufmann, Rayan Philippe (79. Robin Krauße), Levente Szabó (71. Johan Gómez)

Den ersten Abschluss hatten die Gäste aus Gelsenkirchen, Murkin schoss aus halblinker Position vom Strafraumrand aber ein gutes Stück rechts am Tor vorbei. Zehn Minuten waren gespielt, als der BTSV zum ersten Mal ein offensives Mini-Zeichen setzte. Nach einer Kaufmann-Flanke kam Levente Szabó aus zehn Metern zu Kopfball, köpfte das Leder aber auch gute fünf Meter am Tor vorbei. Etwas besser sah es zwei Zeigerumdrehungen später aus, als die Löwen es über Schalke-Leihgabe Lino Tempelmann, Marvin Rittmüller und Fabio Kaufmann schnell machten. Die folgende Flanke landete erneut bei Levente Szabó, der aus zehn Metern ziemlich ungestört köpften konnte, die Kugel aber genau in die Arme von S04-Keeper Heekeren beförderte. Dieser griff sicher zu.
Anschließend passierte einige Minuten überhaupt nichts. Eine Viertelstunde vor der Pause jagte Karaman den Ball aus der zweiten Reihe aber deutlich über den Querbalken. Zehn Minuten danach prallte der Ball am Strafraumrand vor die Füße von Lino Tempelmann, der das Spielgerät bei seiner Direktabnahme nicht richtig traf und dadurch weit am Tor vorbeischoss.
Dann war Halbzeit. Schwere Kost für alle Fans, neutrale Zuschauer hatten zumindest vor dem Fernseher vermutlich schon auf die Konferenz umgeschaltet. Der Eintracht fiel wie auch schon vor der Winterpause wenig ein, um für Gefahr vor dem gegnerischen Tor zu sorgen. Levente Szabó produzierte bei seinem Comeback nach Verletzung aus zwei aussichtsreichen Kopfballsituationen keine wirkliche Gefahr. Die Gäste waren hingegen sogar ganz ohne Schuss aufs Tor vom angeschlagenen Marko Johansson geblieben. Unverändert ging es in den zweiten Durchgang.

Kurz nach Wiederanpfiff kam Sylla gefährlich zum Abschluss, der abgefälscht knapp vorbei ging. Aber der Assistent hatte die Fahne oben: Abseits. Kurz darauf versuchte es Bulut aus dem Rückraum, traf die Kugel aber glücklicherweise nicht perfekt und knallte das Leder Richtung Eckfahne. Zehn Minuten waren im zweiten Durchgang gespielt, als Aydin am Strafraumrand zu viel Platz hatte und mit einem Schlenzer die rechte Ecke anvisierte. Doch Marko Johansson parierte den ersten Schuss auf seinen Kasten souverän. Sekunden vor der Meisterminute rutschte ein Steilpass durch und plötzlich hatte Sylla frei durch. Jannis Nikolaou rannte hinterher und sah als einzige Möglichkeit die Notbremse. Nikolaou brachte Sylla kurz vor dem Strafraum zu Fall, ganz klare Sache: Rote Karte.
Mindestens 20 Minuten Unterzahl bedeutete das für die Mannschaft von Trainer Daniel Scherning. Zusätzlich gab es Freistoß für Schalke aus 17 Metern zentral vor dem Tor. Die Gäste entschieden sich für eine ungewöhnliche Variante. Zwei Spieler liefen als Täuschungsmanöver über den Ball, anschließend passierte erst mal nichts, ehe Seguin einige Sekunden später doch noch zur Ausführung anlief, die Kugel aber drei Meter über den Kasten zirkelte.

Fünf Minuten später kam Sylla aus sechs Metern zum Kopfball, schädelte das Spielgerät aber deutlich am Tor von Marko Johansson vorbei. Drei Minuten später lenkte Johansson einen Fernschuss von Murkin ins Toraus, der Schuss wäre aber wohl auch so am Tor vorbeigegangen. Etwas mehr als zehn Minuten vor Ende der regulären Spielzeit musste Kapitän Ermin Bičakčić in höchster Not retten. Karaman zog aus kurzer Distanz ab, doch der Bosnier blockte mit einer überragenden Grätsche und verhinderte damit vermutlich den Gegentreffer. Und dann wäre es beinahe passiert. Rayan Philippe fing einen Ball im Mittelfeld ab und versuchte es dann aus der eigenen Hälfte einfach mal direkt. Der weit aufgerückte Schalke-Keeper Heekeren wäre chancenlos gewesen, doch die Kugel senkte sich etwas zu spät und flog knapp über die Latte.
Dann kam wieder Schalke: Wieder war es Sylla, der nach zwei Flanken erst klar vorbei köpfte und eine Minute später aus kurzer Distanz freistehend zum Kopfball kam, wieder beförderte der Gäste-Stürmer die Kugel am Tor vorbei. Die Nachspielzeit hatte gerade begonnen, als Ermin Bičakčić nach einer Flanke im letzten Moment stören konnte und so verhinderte, dass Karaman aus kurzer Distanz zum Abschluss kam. Auch die Nachspielzeit war bereits abgelaufen, als Schalke noch ein letztes Mal zum Abschluss kam: Hamache versuchte es aus 19 Metern mit einem Schlenzer, der Ball segelte auf den rechten Knick zu, doch landete nur auf dem Tordach. Kollektives Durchatmen im Eintracht-Stadion.

Dann war Schluss! Aufgrund des großen Drucks der Gäste nach der Roten Karte ist die Eintracht mit dem Punkt gut bedient. Doch offensiv war das mal wieder viel zu wenig. Siebeneinhalb Stunden sind die Löwen nun ohne Tor, heute hatte sich die Elf von Daniel Scherning auch keinen Treffer verdient. Eine Defensivleistung, die Hoffnung macht und eine Offensivleistung, die die Sorgen aus der Hinrunde bestätigen. Und so wartet die Eintracht seit sechs Spielen auf einen Sieg. Und die braucht es dringend, denn der Abstand zum ersten Nicht-Abstieges. Am kommenden Freitag bietet sich die Gelegenheit, den ersten Auswärtssieg der Saison einzufahren. Um 18.30 Uhr treten die Löwen beim 1. FC Magdeburg an.
Bis dahin
Euer Kivi

Der eine Satz am Ende ist nicht vollständig, da fehlt das der Abstand auf den ersten Nicht-Abstiegsplatz 5 Punkte beträgt. Naja ist aber auch egal, wie so alles bei dieser „Mannschaft“ im Moment!