Vier Formate für Eintracht – eine Adresse für Fans.

Testspiel-Festung Eintracht-Stadion

6 min read

Die Eintracht bleibt auf heimischen Plätzen unbezwingbar, zumindest in Testspielen. Auch gegen den Tabellenzweiten der 3. Liga, dem FC Energie Cottbus, gelang der Mannschaft von Daniel Scherning ein Sieg. Mit 4:2 wurde die Generalprobe erfolgreich gestaltet. Für die Blau-Gelben trafen Marvin Rittmüller, Johan Gómez und natürlich Rayan Philippe, der wieder einmal einen Doppelpack schürte. Auch das zweite Testspiel fand ohne Zuschauer statt. Da der Drittligist aus der Lausitz einen Stream stellte, konnten die Eintracht-Fans die Partie, die über zweimal 45 Minuten und einmal 30 Minuten ausgetragen wurde, aber dennoch verfolgen.

Eintracht-Coach Daniel Scherning entschied sich für folgende Aufstellung: Leon Herdes (TW, 91. Lennart Schulze Kökelsum) – Robert Ivanov (67. Paul Jaeckel), Ermin Bičakčić (C,67. Kevin Ehlers), Jannis Nikolaou (67. Phil-Louis Kunze) – Sven Köhler (67. Robin Krauße) – Marvin Rittmüller (46. Sanoussy Ba), Lino Tempelmann (67. Max Marie), Fabio Kaufmann (67. Leonard Laatsch, 91. Jona Borsum), Fabio di Michele Sánchez (76. Leon Bell Bell) – Rayan Philippe (76. Christian Conteh), Levente Szabó (46. Johan Gómez)

Kurz nach Anpfiff versuchten es die Gäste aus der Ferne, Herdes packte bei dem harmlosen Distanzschuss aber sicher zu. Auf der anderen Seite bugsierte Szabó eine etwas zu lang gewordene Ecke von Philippe zu Robert Ivanov, der aus 16 Metern aber geblockt wurde, da waren fünf Minuten gespielt. Vier Minuten danach drang Engelhardt in den Löwen-Strafraum ein und zog aus 14 Metern ab, Leon Herdes hielt die Kugel im Nachfassen fest. Dann trat Lino Tempelmann erstmals in Erscheinung und köpfte eine Flanke von Fabio di Michele Sánchez aus elf Metern knapp über den Querbalken. Kurz darauf brachte die Schalke-Leihgabe den Ball vom linken Strafraumeck in die Gefahrenzone, Jannis Nikolaou verlängerte den Ball an den rechten Pfosten. Anschließend klärten die Gäste. Die Anfangsviertelstunde war gerade vorbei, als Tempelmann links in den Strafraum schickte. Die Flanke des Franzosen nahm Marvin Rittmüller am rechten Eck des Fünf-Meter-Raums volley und versenkte die Kugel im linken Eck. Das 1:0 für den BTSV!

Im Gegenzug bekamen die Löwen eine Situation nicht geklärt, doch am Ende blockte Kapitän Ermin Bičakčić in höchster Not. In der 26. Spielminute schnappte sich Tempelmann im Strafraum den Ball, zog aus leicht spitzem Winkel aber etwas überhastet ab und jagte das Spielgerät über den Kasten. Drei Minuten später eroberte Kaufmann 30 Meter vor dem Tor den Ball und setzte sofort Levente Szabó in Szene, der die Kugel vom linken Strafraumrand in die Mitte gab. Dort klärten die Gäste gerade noch vorm einschussbereiten Philippe. Die anschließende Ecke brachte nichts ein.

Etwas mehr als eine halbe Stunde war gespielt, als Fabio Kaufmann einen Ball am gegnerischen Strafraum abfing. Über Sven Köhler kam der Ball zu Marvin Rittmüller, der vom rechten Strafraumrand den Abschluss suchte, den Ball aber klar über die Latte jagte. Im Gegenzug kam Copado im Strafraum zum Schuss, aber Jannis Nikolaou konnte blocken. Der Nachschuss der Gäste aus 25 Metern sauste über den Kasten. Fünf Minuten vor der ersten Pause unterlief den Gästen ein folgenschwerer Fehlpass. Ein Rückpass wurde zur perfekten Vorlage für Rayan Philippe, der Energie-Keeper Bethke umkurvte und ins leere Tor einschob. Das 2:0 für die Braunschweiger Eintracht!
Die Gäste versuchten es wenig später über Borgmann aus der zweiten Reihe, verfehlten das Tor von Leon Herdes aber um einige Meter.

Dann war Halbzeit! Die Eintracht führte verdient, auch wenn beim 2:0 etwas Glück dabei war. Gegen den Tabellenzweiten der 3. Liga hatten sich die Löwen mehrfach in aussichtsreiche Situationen gespielt, vor allem der Führungstreffer war herrlich herausgespielt. Daniel Scherning tauschte doppelt: Für die zuletzt angeschlagenen Marvin Rittmüller und Levente Szabó kamen Sanoussy Ba und Johan Gómez.

Kurz nach Wiederanpfiff marschierte nach einer starken Kombination Fabio Kaufmann über die rechte Seite, seine Hereingabe bekam Philippe nicht perfekt unter Kontrolle und scheiterte mit dem schwächeren rechten frei vor dem Tor an Bethke. Wenig später zogen die Gäste aus 20 Metern ab, doch erneut fehlte ein gutes Stück zum Tor. Nach einer Ringeinlage gab es Freistoß für die Löwen vom rechten Strafraumrand. Lino Tempelmann servierte etwas schwierig für Sven Köhler, der den Ball zu ungefährlich Richtung Tor köpfte, leichte Beute für den Keeper der Gäste.

Etwas mehr als zehn Minuten waren gespielt, als Pelivan für die Gäste zu viel Platz hatte und den Ball etwas über 20 Metern aus halblinker Position in den rechten Knick schlenzte. Nichts zu machen für Leon Herdes, der Anschlusstreffer zum 2:1.
Etwa zehn Minuten später verschenkten die Löwen eine Ecke. Diese schlugen die Cottbuser in die Gefahrenzone, wo Engelhardt deutlich höher als Nikolaou stieg und in die lange Ecke einköpfte. Der Ausgleich für den Drittligisten.
20 Minuten vor dem Ende des zweiten Durchgangs spielte Johan Gómez einen überragenden tödlichen Pass aus der eigenen Hälfte und überrumpelte damit die Abwehr der Gäste. Rayan Philippe kam 25 Meter vor dem Tor vor dem grätschenden Energie-Schlussmann an den Ball, umkurvte diesen erneut und schob zum erneuten Führungstreffer ins leere Tor: das 3:2!

Fast im direkten Gegenzug brach Copado über rechts in den Strafraum und zog aus leicht spitzem Winkel ab, sein Flachschuss zischte knapp links am Tor vorbei. Etwas mehr als zehn Minuten waren noch zu spielen, als Max Marie auf der linken Seite Christian Conteh Richtung Strafraum schickte. Der nahm den Kopf hoch und bediente wenige Meter vor dem Tor Johan Gómez, der das Leder mit dem ersten Kontakt klasse verarbeitete und mit dem zweiten Kontakt eiskalt vollstreckte. Das 4:2 für die Löwen!

Nach einem Ballverlust von Robin Krauße ging es wenig später schnell, doch der Abschluss der Gäste aus halbrechter Position zehn Meter vor dem Tor flog ein Stück am Kasten vorbei. Ein langer Ball von Bell Bell leitete die nächste Szene ein. Etwas glücklich blieb Johan Gómez am Ball und setzte dann stark Christian Conteh Szene, der aus 14 Metern abzog, denn Ball aber nicht perfekt traf, sodass der Schlussmann parieren konnte. Auf der anderen Seite tauchte Erik Engelhardt frei vor Leon Herdes auf, scheiterte aus spitzem Winkel aber gleich zweimal im direkten Duell am stark reagierenden 17-jährigen Löwen-Schlussmann.

Dann war auch der zweite Durchgang vorbei. Nach dem unnötigen Ausgleich stellten die Blau-Gelben schnell den alten Abstand wieder her und hatten sich die erneute Führung anschließend auch verdient. Doch die Löwen konnten sich auch bei Leon Herdes bedanken, der kurz vor dem zweiten Pausenpfiff den Anschlusstreffer verhinderte. Für die letzten 30 Minuten kamen für Leonard Laatsch und Leon Herdes Jona Borsum und Lennart Schulze Kökelsum in die Partie

Kurz nach Wiederanpfiff musste Schulze Kökelsum auch gleich eingreifen und fing einen Schuss von der Strafraumkante ab. Der anschließende lange Abschlag des Löwen-Keepers überwand die Abwehrkette und Johan Gómez bracht frei durch. Sein Querpass landete im zweiten Versuch bei Christian Conteh, der ins leere Tor einschob, aber in der verbotenen Zone gestanden hatte: Abseits. Eine Minute später schickte Max Marie Christian Conteh auf die Reise, der Johan Gómez im Strafraum bediente. Doch der US-Amerikaner kam aus zehn Metern nicht am gegnerischen Torwart vorbei. Kurz darauf bracht Leon Bell Bell mit einer Einzelaktion in den Strafraum, verfehlte das Tor mit einem Flachschuss aus leicht spitzem Winkel aber klar.

Einige Minuten danach marschierte Leon Bell Bell Richtung Strafraum, übersah den besser postierten Christian Conteh und zog aus 18 Metern ab, doch sein Schuss flog mehrere Meter über die Latte. Das Spiel plätscherte dem Ende entgegen, viel passierte in den letzten Minuten nicht. Drei Minuten vor dem Ende setzte Max Marie mit einem Steckpass Jona Borsum in Szene, der aus spitzem Winkel nicht am Torwart vorbeikam. Zudem ging die Fahne hoch: Abseits. In den letzten Sekunden spielte Jona Borsum die Kugel herrlich in den Lauf von Leon Bell Bell, der völlig freie Bahn hatte, aber viel zu viel Tempo rausnahm und doch noch eingeholt wurde. Von der Strafraumkante scheiterte der linke Schienenspieler am Torwart der Cottbuser. Im Gegenzug versuchten es die Lausitzer von der Mittellinie, doch da fehlten gleich einige Meter zum Torerfolg.

Dann war Schluss! Die Eintracht gewinnt die Generalprobe am Ende absolut verdient mit 4:2 gegen den Tabellenzweiten der 3. Liga. Nun heißt es, den Schwung mitnehmen und endlich wieder Punkte sammeln im Kampf um den Klassenerhalt. Die erste Chance dazu gibt es am kommenden Samstag. Dann empfängt der BTSV den FC Schalke 04 im Eintracht-Stadion. Anstoß ist um 13 Uhr.

Bis dahin

Euer Kivi

Kommentar verfassen

Entdecken Sie mehr von

Jetzt abonnieren, um weiterzulesen und auf das gesamte Archiv zuzugreifen.

Weiterlesen