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Auf einem Abstiegsplatz in die Winterpause

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Die 3. Herren müssen nach dem Spiel gegen die 3. Herren der Freien Turner zum zehnten Mal in eine Niederlage hinnehmen. Bereits nach wenigen Augenblicken lagen die Blau-Gelben, trotz einiger überragender Paraden von BTSV-Schlussmann Paul Süßenbach folgten bis zur 30. Minute zwei weitere Gegentreffer. Doch durch einen direkt verwandelten Freistoß von Rami Hamo und einem satten Schuss von Marvin Schultz kamen die Löwen noch vor der Pause auf 2:3 ran. Aber auch im zweiten Durchgang gab es ein frühes Gegentor für die Petzold-Elf. Top-Torjäger Kevin Vierra sorgte mit dem 3:4 nochmal für richtig Spannung, doch die Schlussoffensive der Eintracht wurde nicht belohnt. Damit stehen die 3. Herren zur Winterpause auf dem vorletzten Platz, einem direkten Abstiegsplatz.

Eintracht-Coach Dominik Petzold entschied sich für folgende Aufstellung: Paul Süßenbach (TW) – Thure Lohgard (67. Raoal Sadek), Ronald Frank, Marvin Carl, Nils Terbrack – Marcel Sutter, Valentino Ehbrecht, Rami Hamo (60. Tristan Halfe), Max Reinholz, Marvin Schultz – Michel Slowik (60. Kevin Vierra)

Das Spiel lief erst wenige Sekunden, als sich die Blau-Gelben einen Ballverlust im Aufbauspiel leisteten. Die Gäste machten es ganz schnell und kamen durch die Nummer 19 aus 22 Metern zum Abschluss. Die Kugel setzte einmal auf und schlug im linken Eck ein. Der ganz frühe Rückstand, das 0:1 für die freien Turner.
Ein paar Minuten darauf sorgte der nächste Ballverlust nah am eigenen Strafraum für Gefahr. Nach einem Steckpass war Torwart Paul Süßenbach auf sich alleine gestellt, blieb im direkten Duell mit dem Stürmer aber Sieger. Nicht ganz zwei Zeigerumdrehungen danach tauchte nach einem Steckpass erneut ein Turner-Akteur frei vor Süßenbach auf und versuchte es aus leicht spitzem Winkel mit einem Lupfer. Doch der Eintracht-Schlussmann machte sich lang, kam mit den Fingerspitzen noch an den Ball und verhinderte das 0:2.

Kurz darauf verloren die Blau-Gelben erneut den Ball am eigenen Strafraum, doch wieder parierte Paul Süßenbach nach einem Querpass im direkten Duell mit dem Stürmer überragend. Beim Nachschuss war der Torwart dann machtlos, aber Ronald Frank grätschte den Ball noch vor der Linie weg. Auf der anderen Seite meldeten sich die Löwen mit einem Fernschuss von Rami Hamo mal in der Offensive an, doch sein Versuch geriet sehr harmlos. Sofort wurde es wieder vor dem Löwen-Tor gefährlich. Nach einem Steckpass hieß es erneut „Turner-Stürmer gegen Paul Süßenbach“. Dieses Mal prallte die Kugel vom rechten Innenpfosten zurück ins Feld, anschließend konnten die Blau-Gelben klären.

Eine Zeigerumdrehung später versuchte es Rami Hamo mit einem flachen Freistoß aus 19 Metern, der Gäste-Keeper konnte aber parieren. Kurz darauf fing Rami Hamo einen Pass der Gäste ab und steckte sofort auf Michel Slowik durch, der aus spitzem Winkel nicht am Torwart vorbeikam. Im direkten Gegenzug hebelte ein langer Ball die gesamte Abwehrkette der Eintracht aus, sodass zwei Turner-Spieler alleine auf Paul Süßenbach zuliefen. Dieser wurde mit einem Querpass aus dem Spiel genommen und die Kugel rollte nach einem Schuss der Nummer 12 ins leere Tor. Das 0:2 für die Gäste.

Keine Minute später trafen die Turner nach einem Steckpass aus klarer Abseitsposition. Dies hatte der Schiedsrichter übersehen, doch die Gäste gaben die Abseitsstellung zu und der Schiedsrichter nahm das Tor zurück. Sehr fair! Beinahe hätten die 3. Herren draus direkt Kapital geschlagen. Nur wenige Sekunden nach dem Abseitsfreistoß erlief Marvin Schultz einen langen Ball und zog aus leicht spitzem Winkel ab. Sein Schuss wurde ans Außennetz abgefälscht. Eine Zeigerumdrehung später bugsierten die Turner eine Hamo-Flanke aufs eigene Tor, doch für den bereits geschlagenen Torwart rettete der rechte Pfosten. Eine Viertelstunde vor der Pause pennte die Löwen-Defensive dann komplett. Nach einem langen Ball konnten die Gäste den Ball im Strafraum direkt aus der Luft querlegen und plötzlich stand die Nummer 19 völlig frei vor dem Tor. Paul Süßenbach hatte keine Abwehrchance, das 0:3 für die Gäste.

Nun wollte die Eintracht im Spiel bleiben. Der Versuch von Michel Slowik aus halblinker Position, 19 Meter vor dem Tor, geriet aber zu zentral. Wenige Minuten vor dem Halbzeitpfiff war es dann mal wieder so weit. Freistoßspezialist Rami Hamo zirkelte einen Freistoß aus 20 Metern genau unter die Latte. Das haben wir in dieser Saison schon ein paar gesehen und war auch dieses Mal wieder wunderschön! Nur noch 1:3!

Beinahe hätten die Blau-Gelben ihre Aufholjagd ganz schnell selbst beendet: Ein Rückpass geriet völlig daneben und wurde zur perfekten Vorlage für die Gäste, doch auf Paul Süßenbach war heute Verlass, der BTSV-Schlussmann reagierte erneut überragend und bleib abermals Sieger im direkten Duell mit dem Stürmer. Mit Ablauf der regulären Spielzeit spritzte Marvin Schultz beim Aufbauspiel der Turner dazwischen und donnerte das Leder aus 19 Metern in den rechten Knick. Das zweite richtig schöne Tor, nur noch 2:3!

Damit ging es auch in die Pause. Mit dem Spielstand konnten die Blau-Gelben hervorragend leben, hatten sie doch gleich eine Vielzahl an Riesenchancen für die Gäste zugelassen. Doch dank Torwart Paul Süßenbach blieb es bei drei Gegentreffern und durch den Doppelschlag kurz vor der Pause war nun wieder alles drin. Trainer Dominik Petzold schickte seine Mannschaft ohne Veränderungen zurück auf den Platz.

Doch wie auch in der ersten Halbzeit setzte es quasi sofort ein Gegentor und wieder war es aus der zweiten Reihe. Knapp zwei Minuten waren gespielt, als der Nummer 18 die Kugel 23 Meter vor dem Tor vor die Füße fiel. Der folgende Fernschuss schlug unhaltbar im rechten Winkel ein. Ein echtes Traumtor und ein Tiefschlag für die Löwen, die sich viel vorgenommen hatten für den zweiten Durchgang: 2:4.

Viel fehlte nicht bei der Antwort der Blau-Gelben: Nach einem langen Ball war Marvin Schultz vor dem Torwart am Ball, bugsierte die Kugel aber knapp über den Kasten. Im Gegenzug brachen die Gäste nach einem Steckpass frei durch. 40 Meter lief der Stürmer alleine auf Paul Süßenbach zu und versuchte den Eintracht-Keeper zu umkurven, doch der reagierte ebenso stark wie blitzschnell und schnappte sich durch ein schnelles Abtauchten das Spielgerät. Zehn Minuten später leitete Marvin Schultz einen Abschlag von Paul Süßenbach im ersten Kontakt weiter auf den eingewechselten Kevin Vierra, der den gegnerischen Schlussmann im direkten Duell nicht überwinden konnte.

Nur wenige Augenblicke später nahm Vierra eine Halbfeldflanke von Marcel Sutter direkt aus der Luft, bugsierte die Kugel aber knapp rechts am Tor vorbei. Kurz darauf rutschte ein langer Ball von Paul Süßenbach bis in den gegnerischen Strafraum, wo die Löwen mehrmals aus gefährlichen Positionen zum Abschluss kamen, aber jeweils geblockt wurden. 20 Minuten waren noch zu spielen, als Tristan Halfe den Ball für Max Reinholz ablegte, der aus 19 Metern sofort abzog. Leicht abgefälscht zischte das Spielgerät knapp über den Querbalken. Aus der Ecke entstand ein Einwurf, den Marvin Carl schnell und weit ausführte. Über Umwege kam die Kugel zu Kevin Vierra, der sich mit einem eleganten Haken super gegen seinen Gegenspieler durchsetzte und das Leder aus halblinker Position in die lange Ecke spitzelte. Nun war es wieder richtig spannend, nur noch 3:4!

Jetzt rannten die Blau-Gelben noch einmal richtig an. Nur eine Minute später schickte Marvin Schultz mit einem feinen Pass Raoal Sadek zur rechten Grundlinie. Dessen Flanke drückte Tristan Halfe aus kürzester Distanz aufs Tor, doch die Schuhspitze eines Verteidigers verhinderte den Ausgleich und fälschte die Kugel ins Toraus ab. Im Anschluss an die Ecke kam Max Reinholz aus 16 Metern halbrechts zum Abschluss, traf aber nur das Außennetz. Es war mittlerweile ein Spiel auf ein Tor, in der Schlussphase kamen die Löwen aber nicht mehr entscheidend zum Abschluss. Mit Ablauf der regulären Spielzeit wurde es aber nochmal knifflig. Nach einer Freistoßflanke von Marvin Schulz kam Nils Terbrack im Strafraum vor dem Verteidiger am Ball und wurde von diesem dann klar am Bein getroffen. Terbrack ging zu Boden, einen Strafstoß gab es aber nicht. Glück für die Gäste.

Kurz darauf war Schluss, der Schiedsrichter verzichtete tatsächlich komplett auf Nachspielzeit. Die 3. Herren erzielten zum ersten Mal seit Mitte September mehr als zwei Tore, doch da es wieder einmal zu viele Gegentore setzte, war es am Ende die zehnte Niederlage in Folge. So steht man vor der Winterpause auf dem vorletzten Platz, einem Abstiegsplatz. Mehr Bilder zum Spiel findet ihr hier.

Bis dahin

Euer Kivi

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