Zurück in der Erfolgsspur
5 min readDie 2. Frauen können sich nach zuletzt drei Niederlagen gegen Spitzenteams endlich wieder über einen Sieg freuen und schlagen den VfL Wahrenholz verdient mit 2:0. Die letztjährige Toptorjägerin Christiane Sturm rückte ins Tor und hielt den Kasten sauber, das Toreschießen übernahmen dafür Lena Krüger mit einem herrlichen Traum-Freistoßtreffer und Alysha Jakubowski nach cleverer Vorlage von Stürmerin Lilly Schröder. Und so konnte sich das Team von Trainer Sebastian Thies über den vierten Sieg der Landesliga-Saison freuen.
Eintracht-Coach Sebastian Thies entschied sich für folgende Aufstellung: Christiane Sturm (TW) – Lotta Bierschwall, Dilara Esen, Lena Krüger (80. Charlotte Mattuschek) – Alysha Jakubowski (87. Heidi Hilscher), Aileen Willeke, Lisa-Marie Naujoks (C), Josephine Michler (46. Lenja Kastner), Svenja Lemke (60. Lilly Schröder) – Melina Melzig (85. Katharina Zimmermann), Dilara Gruschka

Kurz nach Spielbeginn versuchte es Aileen Willeke aus der zweiten Reihe, knallte die Kugel aber rechts am Tor vorbei. Einige Minuten danach wurde es auf der anderen Seite erstmals nach einer Ecke gefährlich, doch noch bevor Christiane Sturm im Tor der Löwinnen eingreifen musste, klärte Lena Krüger. Zehn Minuten später spritzte Melina Melzig bei einem Rückpass dazwischen und rannte auch an der Torfrau vorbei, kam aus extrem spitzem Winkel aber nicht mehr zum Abschluss, die Gäste konnten die Situation wenig später bereinigen.
Im direkten Gegenzug reagierte die Abwehrkette nach einem langen Ball zu spät und die Gäste-Stürmerin eilte dem Ball im Laufduell mit der aus dem Strafraum stürmenden Christiane Sturm hinterher. Das Sprintduell ging ohne Siegerin aus, die beiden Beteiligten kamen gleichzeitig am Ball an, rannten sich nach einem Pressschlag gegenseitig über den Haufen und blieben liegen, während das Spielgerät knapp am Tor vorbei trudelte. Zum Glück konnten sowohl BTSV-Torfrau Christiane Sturm als auch ihre Gegenspielerin weitermachen. Fünf Minuten später tauchte Sturm bei einem Schuss aus 19 Metern rechtzeitig ab und fischte die Kugel aus der rechten Ecke.

Kurz darauf leitete Torfrau Sturm die nächste Chance der Blau-Gelben mit einem langen Ball ein. Dilara Gruschka entwischte der letzten Verteidigerin und wollte sich den Ball mit dem Kopf an der Gäste-Torhüterin vorbeilegen, doch die brachte noch entscheidend die Fingerspitzen an die Kugel und hatte den Ball anschließend sicher. Kurz vor der Halbzeit rutschte eine Flanke der Gäste durch den Löwinnen-Strafraum. Am zweiten Pfosten kam eine VfL-Akteurin mit einem langen Bein an den Ball, bugsierte die Kugel aber links am Tor vorbei.
Dann war Halbzeit. Es war bis dahin ein ausgeglichenes Spiel ohne viele Highlights. Immer wieder schlichen sich Ungenauigkeiten in den Spielaufbau der Löwinnen, die dadurch einige aussichtsreiche Ansätze nicht nutzen konnten. Trainer Sebastian Thies brachte Lenja Kastner für Josephine Michler.

Kurz nach Wiederanpfiff war dann Christiane Sturm gefragt, die einen Freistoß aus dem rechten Winkel fischte und im Nachfassen sicher hatte. Zwei Zeigerumdrehungen später steckte Dilara Gruschka auf Melina Melzig durch, die aus 14 Metern per Volley abzog, ihren Versuch aber zu zentral platzierte. Nur eine Minute danach suchte Melzig mit einer Flanke vom linken Strafraumeck die einlaufende Lenja Kastner, die das Leder nur knapp verpasste. Wenige Augenblicke später bekam Aileen Willeke nach einem Jakubowski-Einwurf die Gelegenheit aus 14 Metern, schoss den Ball aus 14 Metern aber zu zentral in die Arme der Torfrau.
Etwa eine Stunde war gespielt, als es Freistoß für die Löwinnen gab. In Abwesenheit von der Spezialistin für direkte Freistöße aus der Distanz, Leandra Hampe-Michels, legte sich Lena Krüger den Ball zurecht. Und die zeigte, dass das Talent für Freistoßtore auch in ihren Füßen schlummerte! Der Ball zischte von der linken Außenlinie die etwa 25 Metern bis zum Tor und schlug unhaltbar im rechten Winkel ein: Traumtor! Die aus der U17 aufgerückt Verteidigerin verschwand kurz darauf in einer Jubeltraube ihrer Mitspielerinnen: die Führung für die Eintracht, das 1:0!

Fünf Minuten später ging Lisa-Marie Naujoks nach einer Ecke von Alysha Jakubowski volles Risiko, die Kapitänin nahm die Flanke per Volley direkt, drosch das Leder aber Richtung Tierheim. Zehn Minuten später versuchte sie es aus der zweiten Reihe, dieses Mal fehlte bedeutend weniger, doch der Ball flog links am Tor vorbei. Eine Zeigerumdrehung danach legte sich Lena Krüger den Ball in beinahe identischer Position wie beim 1:0 zurecht. Die Torfrau rechnete anscheinend mit einem ähnlichen Versuch und positionierte sich weit im rechten Eck, doch Krüger visierte die kurze Ecke an und überraschte die Torfrau damit gehörig, die verzweifelt in Richtung freies Eck hechtete, doch der Ball zappelte nur im Außennetz.
Doch keine 60 Sekunden später schallte erlösender Jubel über den Kunstrasenplatz am Biberweg. Lilly Schröder kam 18 Meter vor dem Tor an den Ball und schaltete blitzschnell. Die Stürmerin steckte mustergültig auf Schienenspielerin Alysha Jakubowski durch, die ihren Körper klasse zwischen Ball und Gegenspielerin brachte, in den Strafraum eindrang und aus 13 Metern abzog. Die Torhüterin kam zwar noch mit den Fingerspitzen an die Kugel, war am Ende aber machtlos, das Ding war drin! Das war die Vorentscheidung und das 2:0 für den BTSV!

Zwei Minuten danach brach Melina Melzig über rechts in den Strafraum und suchte aus spitzem Winkel den Abschluss, der Ball rauschte knapp am linken Pfosten vorbei. Bereits in der Nachspielzeit schraubte sich Dilara Gruschka nach einer Ecke von Lenja Kastner in die Luft und erwischte den Ball lehrbuchmäßig mit dem Kopf. Ihr Kopfball flog aber hauchzart über den Querbalken. Wenige Augenblicke später kombinierten sich die Löwinnen herrlich in den gegnerischen Strafraum. Über Lenja Kastner und Lilly Schröder kam der Ball zu Dilara Gruschka, die aus zwölf Metern aber nicht an der Torfrau vorbeikam.
Dann war Schluss! Die Löwinnen schlagen den VfL Wahrenholz verdient und waren vor allem in der zweiten Halbzeit klar überlegen. Ein Traumtor von Lena Krüger leitete den Sieg ein, ehe Alysha Jakubowski den Deckel drauf machte. Weiter geht es für die Löwinnen am Derby-Sonntag. Dann geht es um 11 Uhr beim 1. FC Wolfsburg um die nächsten Punkte. Mehr Bilder zum Spiel findet ihr hier.
Bis dahin
Euer Kivi
