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Raus aus dem Kreispokal

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3:5, das klingt nach Elfmeterschießen, war es am Donnerstagabend aber nicht. Die 3. Herren liefern sich mit dem LFC Braunschweig ein packendes Pokal-Duell, müssen sich am Ende aber geschlagen geben. Bereits früh in der Partie gingen die Gäste mit einem Traumtor in Führung, trotz guter Gelegenheiten wollte den Löwen bis zum Pausenpfiff der Ausgleichstreffer nicht gelingen. Doch wenige Minuten nach Wiederanpfiff hämmerte Rami Hamo einen Traumfreistoß in den linken Knick. Zehn Minuten später gingen die Gäste nach einer zu simplen Flanke erneut in Führung und erhöhten kurz darauf nach einem Chipball. Fast im direkten Gegenzug sorgte Kevin Vierra für den Anschlusstreffer, doch nur wenige Minuten später stellte der LFC nach einer Freistoßflanke den alten Abstand wieder her. Nach einem Konter erhöhten die Gäste erneut, Innenverteidiger Pascal Lau erzielte vor 80 Zuschauern mit einer Volley-Direktabnahme nach einer Ecke den 3:5-Endstand.

Vor Anpfiff ging es zum Grillstand. Für 2,50 Euro gab es eine Bratwurst, die sehr nah an die Perfektion kam. Eine 9,5/10 von mir!

Eintracht-Coach Dominik Paetzold entschied sich für folgende Aufstellung: Paul Süßenbach (TW, C) – Michel Fehlker, Ronald Frank (72. Thure Logard), Pascal Lau, Nils Terbrack (80. Justin Miks) – Tristan Halfe (90. Mario Klaus), Rami Hamo (67. Marvin Carl), Max Reinholz, Marvin Schultz, Robin Hermann (60. Valentino Ehbrecht) – Kevin Vierra

Die Gäste hatten bereits nach wenigen Augenblicken die erste dicke Gelegenheit und tauchten nach einem Steckpass frei vor BTSV-Schlussmann Paul Süßenbach auf, der Schuss mit der Pike ging aber weit am Tor vorbei. Auf der anderen Seite eroberte Rami Hamo 25 Meter vor dem Tor den Ball und setzte mit einem Fernschuss das erste Zeichen, knallte die Kugel aber links am Tor vorbei. Wenige Augenblicke später erzwang Tristan Halfe einen Pressschlag mit dem Gäste-Keeper. Der Ball fiel vor die Füße von Marvin Schultz, der zehn Meter vor dem scheinbar leeren Tor sofort abzog. Doch ein Abwehrspieler schmiss sich noch dazwischen und fälschte den Schuss genau in die Arme des Torwarts ab. Im direkten Gegenzug zogen die Gäste von der linken Seite nach innen und der Schuss des LFC-Akteurs aus 18 Metern schlug haargenau im rechten Knick ein. Ein echtes Traumtor zur Gästeführung, das 0:1.

Kurz darauf kam Rami Hamo nach einer Ecke von Marvin Schultz zum Schuss, ein Verteidiger konnte aber noch vor der Linie klären. Anschließend flachte die Partie etwas ab. Die Blau-Gelben waren zwar am Drücker, Abschlussgelegenheiten blieben aber erstmal aus, bis sich Rami Hamo einen Freistoß zurechtlegte. Aus 19 Metern zirkelte der Mittelfeldspieler die Kugel über die Mauer, traf aber nur das Außennetz. Da hatten nur Zentimeter gefehlt! Zwei Zeigerumdrehungen später eroberte Tristan Halfe das Leder am Strafraumrand und setzte Kevin Vierra in Szene, der aus 14 Metern nicht am Gäste-Keeper vorbeikam. Die Kugel prallte zu Halfe, der aus zehn Metern eigentlich eine völlig freie Schussbahn hatte, sich das Spielgerät aber etwas zu umständlich auf den linken Fuß legte und anschließend geblockt wurde.

Zehn Minuten später zog Halfe von seiner rechten Seite nach innen und suchte den Abschluss: knapp am rechten Pfosten vorbei. Kurz vor der Pause war Kevin Vierra nach einem Steckpass frei durch, legte sich den Ball am Torwart vorbei und wurde umgenietet. Der Ball trudelte knapp am Tor vorbei, einen Elfmeter gab es nicht. Allerdings war Vierra auch aus eine deutlichen Abseitsposition gestartet, sodass der Schiri hier gleich zweimal falsch lag. Vierra konnte zum Glück weitermachen.

Dann war Halbzeit. Die Blau-Gelben waren nach dem frühen Rückstand die aktivere Mannschaft, hatten sich für mehrere gute Gelegenheiten aber noch nicht belohnen können. Ohne Wechsel ging es in den zweiten Durchgang.

Dort konnte sich Paul Süßenbach dann endlich mal auszeichnen: Der Löwen-Schlussmann pflückte einen Fernschuss souverän aus der Luft. Wenige Minuten waren nach Wiederanpfiff gespielt, als sich Zauberfuß Rami Hamo den nächsten Freistoß zurechtlegte. Und dieses Mal machte er es aus 18 Metern Torentfernung perfekt. Der Ball zischte unhaltbar in den linken Knick: das zweite Traumtor des Tages und der Ausgleich zum 1:1!

Kurz darauf unterbrach der Schiedsrichter das Spiel wegen einer Kopfverletzung und gab dem Eintracht-Spieler, der mehrfach auf den angeschlagen am Boden liegenden Spieler hingewiesen hatte, die gelbe Karte. Anschließend ging es mit einem Freistoß für die Gäste weiter. Diese fragliche Standardchance landete am linken Innenpfosten und sprang von dort zurück ins Feld, anschließend konnte die Eintracht klären. Auf der anderen Seite strich ein Freistoß von Pascal Lau aus etwa 35 Metern knapp über den Querbalken. Da hatte der Schlussmann nur hoffnungsvoll hinterhergeschaut. Doch fast im direkten Gegenzug verteidigten die Löwen zu halbherzig. Eine vermeidbare Flanke von der rechten Seite konnte nicht verhindert werden und in der Mitte stand die Nummer 92 völlig frei und köpfte aus kurzer Distanz ungestört zur erneuten Gäste-Führung ein: 1:2, das ging viel zu einfach.

Ein paar Minuten danach kam es noch dicker für die Blau-Gelben: Ein Chipball überrumpelte die Abwehrkette, die Nummer 17 brach frei durch und vollstreckte aus halblinker Position zum 1:3. Doch dieses Mal hatte der BTSV die schnelle Antwort parat. Tristan Halfe verlängerte einen weiten Abschlag von Paul Süßenbach in den Lauf von Kevin Vierra, der im perfekten Moment gestartet war. Der Stürmer hatte freie Bahn und spitzelte das Leder mit viel Gefühl am Gäste-Keeper vorbei zum Anschlusstreffer, nur noch 2:3!

Beinahe hätte Marvin Carl den Biberweg zwei Zeigerumdrehungen später den Biberweg so richtig zum Kochen gebracht, als er nach einer herrlichen Kombination aus 15 Metern zum Abschluss kam. Doch der Torhüter kratzte die Kugel mit den Fingerspitzen noch aus dem rechten Winkel. Vier Minuten später waren die Löwen bei einem Freistoß von der linken Seite unaufmerksam und bekamen die Ausführung nicht rechtzeitig mit. So konnte die Nummer 18 die Freistoßflanke ungestört ins Tor bugsieren. Der alte Abstand war wieder hergestellt: 2:4.

Kurz darauf sorgte eine Unaufmerksamkeit des Schiedsrichters beinahe für das nächste Tor. Der Unparteiische gab einem LFC-Akteur genau in dem Moment die Erlaubnis, das Spielfeld wieder zu betreten, als Valentino Ehbrecht über die Außenbahn mit dem Ball am draußen wartenden Spieler vorbeilief und völlig überrumpelt den Ball verlor. Ein Steilpass reichte aus und der Gäste-Stürmer stand frei vor Paul Süßenbach. Doch die Kugel prallte von der Latte an den Pfosten und wieder aus dem Tor heraus. Eine Zeigerumdrehung später kam Kevin Vierra nach einer Freistoßflanke zum Kopfball, platzierte seinen Versuch aber etwas zu zentral. Im Gegenzug rutschte ein Steckpass durch und zwei LFC-Spieler liefen alleine auf Paul Süßenbach zu. Beim folgenden Querpass roch es zwar etwas nach Abseits, aber das Tor zählte, nachdem der Ball ins leere Tor gestoßen worden war. 2:5, das war nun deutlich zu hoch.

Kurz darauf wurde es absolut kurios. Der Gäste-Keeper interpretierte eine Geste des Schiedsrichters als „Abstoß“, doch das Spiel lief weiter und als sich der Torwart den Ball zum „Abstoß“ auf den Boden legte, schaltete Kevin Vierra schnell und sprintete los. Der Torwart nahm die Kugel vor Schreck wieder auf, das darf er nicht und der Schiedsrichter entschied richtigerweise auf indirekten Freistoß. Doch er gab den Freistoß sofort frei. Die Abwehr wusste zu dem Zeitpunkt noch nicht, wo hinten und vorne war und Kevin Vierra legte die Kugel sofort für seine Mitspieler ab, doch die waren genauso verdutzt wie die Gegner und so trudelte der Ball durch den Strafraum, bis ein Verteidiger klären konnte. Doch die Blau-Gelben sollten noch einmal treffen: Marvin Schultz servierte eine Ecke auf den zweiten Pfosten, dort kam Pascal Lau angerauscht und nahm das Leder aus der Luft volley und brachte die Kugel im Tor unter: 3:5.

Quasi direkt danach war Schluss, spannend sollte es also nicht mehr werden. Die Gäste waren am Ende die effektivere Mannschaft, denn das Chancenverhältnis und die Spielanteile waren mindestens ausgeglichen. Für die 3. Herren geht es am Sonntag weiter, dann geht die Reise zum SV Rühme. Anstoß ist um 14 Uhr. Mehr Bilder zum Spiel findet ihr hier.

Bis dahin

Euer Kivi

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