Remis bei der Generalprobe
4 min readDie Löwinnen testeten im letzten Testspiel vor dem Start in die Oberliga gegen die U17 vom VfL Wolfsburg. Gegen die professionell aufgestellten Gäste hielten die Blau-Gelben gut mit und kamen nach einem zwischenzeitlichen 0:2-Rückstand eindrucksvoll zurück. Ronja Riemer glich mit einem schnellen Doppelpack aus, ehe Neuzugang Maya Andresen nach dem erneuten Rückstand die späte Antwort parat hatte und wenige Minuten vor Schluss zum 3:3 traf. In Abwesenheit von einigen Stammspielerinnen konnte Trainer Simon Wintgen also die letzten Rückschlüsse für den Liga-Auftakt in der kommenden Woche ziehen.
Eintracht-Coach Simon Wintgen entschied sich für folgende Aufstellung: Johanna Bogon (TW) – Lea Eggers (75. Maya Andresen), Antonia Farr, Lena Ahl, Carolin Helmerding (C, 62. Celina Klebe) – Jill-Lina Lange, Melisa Bal, Neele Wunsch, Julia Meißner – Celina Klebe (46. Ronja Riemer), Maya Andresen (46. Anna Srock)

Es dauerte eine Viertelstunde, bis es das erste Mal halbwegs gefährlich wurde. Eine Eintracht-Ecke wurde aus dem Gewühl aufs Tor geköpft, aber noch vor der Linie geklärt. Erst nach der Trinkpause brachten die jungen Gäste die Eintracht-Abwehr durcheinander. Antonia Farr klärte eine flache Hereingabe in höchster Not, die Löwinnen konnten sich aber nicht endgültig befreien und so kam der VfL wenig später von der Strafraumkante zum Abschluss. Die Kugel schlug genau im linken Knick ein, nichts zu machen für BTSV-Torfrau Johanna Bogon, das 0:1.
Im direkten Gegenzug machte es Celina Klebe beinahe genauso gut, doch ihr Schuss aus 16 Metern klatschte nur an die Latte. Vier Minuten nach dem 0:1 rutschte ein langer Ball durch die Eintracht-Abwehrkette. Johanna Bogon verließ ihren Strafraum, verlor das Laufduell gegen die VfL-Akteurin aber, die aus spitzem Winkel auf 0:2 erhöhte.
Kurz vor der Pause luchste Maya Andresen der letzten Verteidigerin der Gäste den Ball ab und hatte freie Bahn. Die neu aus Hillerse gekommene Stürmerin zog wohl etwas zu früh ab, ihren Schuss aus 18 Metern parierte die Torhüterin zur Seite.

Dann war Halbzeit. Die Löwinnen hatten ihren Gegnerinnen zweimal zu oft zu viel Platz gegeben und einige aussichtsreiche Angriffe nicht gut zuende gespielt. Dennoch hielten die Blau-Gelben gut mit. Die U17 vom VfL hatte zuletzt immerhin den TSV Barmke mit 3:5 geschlagen. Zum Seitenwechsel tauschte Simon Wintgen zweimal und brachte damit alle verfügbaren Optionen von der Bank in die Partie, denn diese war heute dünn besetzt. Ronja Riemer und die aus der U17 aufgerückte Anna Srock kamen für Maya Andresen und Celina Klebe in die Partie.
Zehn Minuten waren im zweiten Durchgang gespielt, als Anna Srock mit einem schnellen Einwurf für Gefahr sorgte. Jill-Lina Lange tankte sich über die rechte Grundlinie in den Strafraum und hatte den Kopf oben. So sah die schnelle Offensivspielerin, dass Ronja Riemer am zweiten Pfosten völlig frei stand und bereitete mustergültig vor. Riemer drückte das Leder aus kurzer Distanz ins untere linke Eck, der Anschlusstreffer zum 1:2!
Doch damit nicht genug! Nur knappe fünf Minuten später spritzte Riemer bei einem Rückpass auf die Torfrau dazwischen und zog aus spitzem Winkel sofort ab. Der Ball schlug im verlassenen Kasten ein. Der Doppelpack für die zur Pause eingewechselte Riemer und das 2:2!

Kurz darauf versuchte es Ronja Riemer erneut und legte sich einen Freistoß aus 22 Metern zurecht. Doch der Hattrick war der langjährigen Eintracht-Spielerin nicht vergönnt, die Kugel flog links am Tor vorbei. Ein paar Minuten danach marschierte Jill-Lina Lange mit langen Schritten in Richtung Strafraum und versuchte es aus etwa 22 Metern mit dem Außenrist, verfehlte das Ziel aber klar. Eine Viertelstunde vor dem Ende kamen die Gäste dann mal wieder gefährlich im Löwinnen-Strafraum zum Abschluss. Johanna Bogon parierte den Flachschuss von der halbrechten Seite zwar, den freien Ball bugsierte eine VfL-Spielerin aber im Nachschuss über die Linie. der erneute Rückstand, 2:3.
Vier Minuten später kam Ronja Riemer nach einem Querschläger der Gäste von halblinks per Volley zum Abschluss, platzierte ihren Versuch aber zu zentral. Auf der anderen Seite fischte Johanna Bogon einen Flachschuss aus 17 Metern aus der rechten Ecke. Eine Zeigerumdrehung später setzte Neele Wunsch nach toller Balleroberung Ronja Riemer in Szene, deren Flanke sich gefährlich Richtung Tor drehte, aber doch knapp am Kasten vorbei ging. Keine Fünf Minuten waren mehr zu spielen, als sich Maya Andresen im gegnerischen Strafraum das Spielgerät schnappte und die Kugel aus 15 Metern unter die Latte donnerte. der späte Ausgleich, das 3:3!
Eine Zeigerumdrehung schickte Innenverteidigerin Antonia Farr nach einem eindrucksvollen Offensivlauf Ronja Riemer ins Laufduell mit der Torfrau. Es kam zu einem Pressschlag, aus dem allerdings keine Gefahr entstand.

Dann war Schluss! Die Löwinnen spielen in ihrem letzten Testspiel in der Sommervorbereitung 3:3 und wiesen schonmal nach, dass sie auch mit Rückständen klarkommen. Am Sonntag in der kommenden Woche geht es dann endlich los. Im ersten Oberliga-Spiel der neuen Saison ist der MTV Barum zu Gast. Anstoß ist um 14 Uhr. Mehr Bilder zum Spiel findet ihr hier.
Bis dahin
Euer Kivi
