Niederlage im ersten Trainingslager-Testspiel
4 min readDie Eintracht verliert ihr erstes Testspiel im Trainingslager gegen den FC Winterthur mit 0:1. Gegen den Erstligisten aus der Schweiz waren die Löwen ebenbürtig, kassierten allerdings direkt nach Wiederanpfiff ein unnötiges Gegentor. Dieses konnte die Scherning-Elf nicht mehr ausgleichen. Gegner Winterthur ist bereits zwei Wochen weiter mit der Vorbereitung, das bestätigten die Eindrücke im Stadion vom österreichischen Fünftligisten SK Jenbach auch. Knapp 100 Eintracht-Fans sorgten immer wieder für tolle Stimmung, einige Dutzend davon vom FC Schwülper, deren Jugend-Ferienlager in der Nähe den Besuch beim Eintracht-Testspiel ermöglichte.
Und so sah ich einige hundert Kilometer entfernt von der Heimat viele bekannte Gesichter, denn der Gifhorner Verein, dessen 1. Herren in der kürzlich abgelaufenen Saison aus der Bezirksliga abstiegen, ist mein Heimatverein. Die mehrere Dutzend Jugendliche und Eltern hatten sich zudem größtenteils in Eintracht-Schale geworfen und hüllten die Tribüne mit den weiteren angereisten Eintracht-Fans in die schönsten Vereinsfarben der Welt.
Aufgrund der guten Restaurants war der Hunger in der Halbzeitpause nicht so große und so fiel die Entscheidung auf ein Knoblauchstangerl für 2 Euro. Quasi ein Baguette mit Knoblauchpaste gefüllt und etwas Salz oben drauf. Super lecker! 9/10 von mir!

Eintracht-Coach Daniel Scherning entschied sich im ersten Durchgang für folgende Aufstellung: Tino Casali (TW) – Robert Ivanov, Ermin Bičakčić (C), Leon Suzuki – Youssef Amyn, Max Marie, Johan Gómez, Fabio di Michele Sánchez – Sidi Sané, Levente Szabó
Die erste gefährliche Szene hatten die Löwen: Sven Köhler schickte Youssef Amyn zur Grundlinie, dessen Flanke bei Sidi Sané landete. Dieser hatte eigentlich eine aussichtsreiche Schussposition, entschied sich aber dennoch für den Querpass, dieser wurde allerdings von den Schweizern geklärt. Kurz darauf versuchte es Max Marie bei einem Freistoß aus 22 Metern direkt, setzte seinen Schuss aber etwas zu hoch an. Auf der anderen Seite legte der Erstligist eine flache Hereingabe nochmal an den Strafraumrand ab, der folgende Schuss aus 15 Metern zischte über den Querbalken.

Zwei Zeigerumdrehungen später leitete Youssef Amyn einen Flugball mit der Brust in den Lauf von Johan Gómez weiter. Dieser löffelte die Kugel in die Gefahrenzone, wo sich Sidi Sané mit etwas Glück durchsetzte, anschließend aber aus sechs Metern freistehend am Schweizer Torwart. Einige Minuten danach wurde Gómez aus 14 Metern geblockt. Fünf Minuten später bediente Gómez mit einem cleveren Pass Max Marie, der nochmal einen Haken schlug, aus etwa 19 Metern aber geblockt wurde. Wenige Augenblicke später verpasste Fabio di Michele Sánchez eine Halbfeldflanke von Robert Ivanov nur knapp.
Fünf Minuten vor der Pause hielt Sidi Sané einen Steilpass mit einem eindrucksvollen Sprint noch im Spiel. Über mehrere Stationen kam die Kugel zu Youssef Amyn, der seinen Gegenspieler mit einer tollen Bewegung abschüttelte und das Spielgerät in den Rückraum ablegte. Max Marie nahm den Ball aus 15 Metern direkt, ballerte das Leder aber weit über die Latte. Kurz darauf segelte eine Marie-Ecke beinahe direkt ins Tor, zudem verpasste Ivanov die Kugel am zweiten Pfosten nur knapp. Zweimal knapp ist am Ende aber dennoch kein Tor.
Und so ging es torlos in die Kabinen, denn kurz darauf pfiff der Schiedsrichter zur Pause. Die Löwen hatten leichte Vorteile und die besseren Chancen, die Schweizer hatten durch schnelle Gegenstöße aber auch immer wieder Gefahr ausgestrahlt.

Daniel Scherning wechselte zum Seitenwechsel komplett durch und entschied sich für folgende Aufstellung:
Justin Duda (TW) – Jona Borsum, Kevin Ehlers, Jannis Nikolaou (C) – Maksym Tytarenko, Fabio Kaufmann, Robin Krauße, Sidney Raebiger, Anderson Lucoqui – Rayan Philippe, Luis Hartwig
Der zweite Durchgang begann mit einem folgenschweren Fehlpass. Nur wenige Sekunden nach dem Anstoß verloren die Löwen völlig unnötig die Kugel und der FC Winterthur machte es blitzschnell. Boubacar Fofana zog aus 14 Metern ab, die Kugel wurde leicht abgefälscht und Justin Duda war bereits nach knappen 20 Sekunden Einsatzzeit zum ersten Mal machtlos und geschlagen, die Kugel schlug im rechten Eck ein, das 0:1 für die Schweizer.

Zehn Minuten später köpften die Schweizer eine abgefälschte Flanke knapp am Tor vorbei. Danach gewannen die Löwen die Spielkontrolle zurück und waren deutlich überlegen, klare Chancen waren aber vorerst Mangelware, bis Fabio Kaufmann super antizipierte, einen Pass abfing und sofort auf Probespieler Luis Hartwig durchsteckte. Dieser zog aus 17 Metern ab. Leicht abgefälscht zischte die Kugel knapp am Tor vorbei, eine Ecke gab es allerdings nicht. Kurz darauf zog Anderson Lucoqui mit viel Tempo und Platz in den Strafraum, ließ sich aber nach einer minimalen Berührung des Gegenspielers fallen. Einen Strafstoß gab es dafür zurecht nicht.
Ein paar Minuten danach ballerte Fabio Kaufmann aus der zweiten Reihe klar am Tor vorbei, ebenso wenig später Maksym Tytarenko. Eine Viertelstunde vor dem Ende setzte Rayan Philippe mustergültig Luis Hartwig in Szene, der sich um seinen Gegenspieler drehte, das Tor aus 13 Metern aber verfehlte. Die reguläre Spielzeit war fast abgelaufen, als Fabio Kaufmann von Sidney Raebiger bedient wurde. Doch der Deutsch-Italiener mit dem Moderations-Talent platzierte seinen Drehschuss rechts am Tor vorbei.

Dann war Schluss! Die Eintracht verliert zum ersten Mal in der aktuellen Saisonvorbereitung ein Testspiel. Ein Unentschieden wäre das gerechtere Ergebnis gewesen, am Ende geht es bei einem Testspiel aber eher um den ersten Teil des Wortes: „Test“. Nun heißt es für das Trainerteam, die Partie zu analysieren und im nächsten Test am Freitagnachmittag die nächsten Schritte zu gehen. Dann geht es um 15 Uhr in Schwaz gegen den FC Basel. Mehr Bilder zum Spiel findet ihr hier.
Bis dahin
Euer Kivi

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