Aufstieg!
7 min readDie 2. Frauen steigen spektakulär in die Landesliga auf! Gegen den direkten Konkurrenten und Verfolger FC Groß Döhren brauchte es am Sonntagvormittag einen Sieg, um vorzeitig den Aufstieg in die Landesliga klarzumachen. Und die Löwinnen durften nach einem spektakulären 8:4-Sieg über die Gäste den hochverdienten Aufstieg in die 5. Liga feiern. Bereits nach wenigen Minuten traf Toptorjägerin Christiane Sturm zur frühen Führung. Auch durch den überraschenden Ausgleich ließen sich die Blau-Gelben nicht aus der Fassung bringen. Ein Doppelpack von Lisa-Marie Naujoks, ein Tor von Dilara Gruschka und ein weiterer Treffer von Christiane Sturm stellten bereits zur Pause alle Zeichen auf Sieg. Als Leandra Hampe-Michels nach Wiederanpfiff aus der zweiten Reihe zum 6:1 traf, schien der Aufstieg bereits in trockenen Tüchern, doch nach drei schnellen Gegentoren stand es plötzlich nur noch 6:4. Jegliche Zweifel beseitigte Lilly Schröder kurz vor Schluss und traf zum umjubelten 7:4. Mannschaftskapitänin Leandra Hampe-Michels legte kurz darauf sogar noch zum 8:4 nach. Mit dem Abpfiff brach erneut großer Jubel am Biberweg aus: die 2. Frauen werden als Meisterinnen der Bezirksligastaffel Nord/Mitte in der nächsten Saison in der Landesliga antreten!
Das Meister-Trainerduo Marvin Maniora und Sebastian Thies entschied sich für folgende Aufstellung: Darleen Hermanski (TW) – Alysha Jakubowski, Alina Schiedung, Dilara Esen, Lotta Bierschwall – Lisa-Marie Naujoks, Aileen Willeke, Leandra Hampe-Michels (C) – Dilara Gruschka, Svenja Lemke – Christiane Sturm
Es wurde laufend gewechselt, auf der Bank nahmen zunächst Platz: Josephine Michler, Anna Eeten, Deike Hicken, Marie Brunner, Lilly Schröder
Und gleich der erste Angriff sorgte für Riesenjubel bei den über 100 Zuschauern: Alysha Jakubowski eroberte knapp vor dem Strafraum den Ball und steckte sofort auf Christiane Sturm durch, die von mehreren Gegenspielerinnen beackert wurde, aber trotzdem eiskalt vollstreckte. 1:0 für die Löwinnen nach nicht einmal drei Minuten!

Zwei Minuten später marschierte Jakubowski über ihre rechte Seite und schlug den Ball scharf auf den ersten Pfosten, doch die Torfrau fing die Kugel vor der einschussbereiten Dilara Gruschka ab. Kurz darauf löffelte Aileen Willeke das Spielgerät aus 20 Metern im hohen Bogen aufs Tor. Die Kugel senkte sich wie ein Stein und wäre genau unter der Latte eingeschlagen, doch die Torhüterin verhinderte das 2:0 mit den Fingerspitzen. Eine Zeigerumdrehung danach setze Alina Schiedung clever Alysha Jakubowski in Szene, die zur Grundlinie ging und in der Mitte Christiane Sturm fand. Deren Direktabnahme parierte die Torhüterin der Gäste erneut stark und war auch bei dem Nachschuss von Aileen Willeke aus 20 Metern zur Stelle und parierte zur Ecke.
Eine Minute später legte Svenja Lemke einen langen Ball stark in den Lauf von Christiane Sturm, die ihrer Verfolgerin davonzulaufen schien, auf der Strafraumkante aber getroffen wurde und zu Boden ging. Doch für den Schiedsrichter war das zu wenig für einen Pfiff, bitter für die Löwinnen. Anschließend verteidigten die Gäste besser und kamen einige Minuten später zur ersten Torchance und die war auch gleich drin. Eigentlich war die Flanke misslungen, doch nach einem Missverständnis fabrizierten die Löwinnen ein Eigentor. Ohne Torschuss der Gäste stand es plötzlich 1:1.

Im direkten Gegenzug zog Christiane Sturm mit langen Schritten unaufhaltsam in den Strafraum der Gäste, wurde erneut am Fuß getroffen, ließ sich davon aber nicht beirren und zog aus 13 Metern ab, doch erneut reagierte die Torhüterin stark und parierte den Flachschuss mit einer Fußabwehr. Wenige Minuten nach dem Ausgleich gab es Strafstoß für die Blau-Gelben. Leandra Hampe-Michels hatte eine punktgenaue Halbfeldflanke auf Dilara Gruschka geschlagen, die das Leder elegant aus der Luft nahm und dann klar gestoßen wurde. Aus elf Metern ließ sich Lisa-Marie Naujoks die Chance nicht nehmen und traf mit einem platzierten Schuss in die linke untere Ecke zur erneuten Führung und das war mehr als verdient: 2:1 für die Braunschweiger Eintracht!
Auf der anderen Seite zischte ein Schuss von der Strafraumkante knapp am Tor von Darleen Hermanski vorbei. Fünf Minuten vor der Pause war dann Eintracht-Zeit! Alina Schiedung tanzte auf der rechten Außenbahn gleich drei Gegenspielerinnen fast schon brasilianisch aus, legte sich den Ball dann weit vor, sodass die Gäste bereits abschalteten. Doch die Defensivspezialistin fand noch eine Portion Extra-Turbo im Tank und kratzte den Ball von der Grundlinie weg. Die Flanke landete am Strafraumrand bei Lisa-Marie Naujoks, die aus 20 Metern volles Risiko ging, das Leder direkt nahm und unhaltbar ins linke Eck nagelte. 3:1 für die Löwinnen!

Doch damit nicht genug! Die Gäste taumelten und die Blau-Gelben nutzten das eiskalt aus: Wieder war es eine Balleroberung von Alysha Jakubowski, die den Angriff einleitete. Die Außenverteidigerin bediente sofort Dilara Gruschka, die sich am linken Strafraumrand mit einem Haken Platz verschaffte und mit einem herrlichen Schlenzer aus 19 Metern ins rechte Eck traf. 4:1 für die Eintracht!
Aber noch war nicht Schluss und Lisa-Marie Naujoks hatte noch einen Geistesblitz in der Hinterhand: Mit einem genialen Pass durch die Schnittstelle überrumpelte sie die komplette Abwehr. Christiane Sturm hatte mitgedacht und war im perfekten Moment gestartet. Nur noch die Torhüterin vor sich, umkurvte sie diese geschickt und schob ins leere Tor ein: 5:1!
Das war dann auch der Halbzeitstand, denn kurz darauf beendete der Schiedsrichter den ersten Durchgang. Eine absolut verdiente Führung, die erst in den letzten Minuten ihre verdiente Höhe erreichte. Die Stimmung am Biberweg war gelöst, denn den Gästen war immer noch kein einziger Schuss aufs Tor von Darleen Hermanski gelungen und die Überlegenheit der Löwinnen gegen den Tabellenzweiten war riesig. Dementsprechend verzichtete das Trainerteam vorerst auf Wechsel und schickte die Löwinnen unverändert in die zweite Hälfte.

Kurz nach Wiederanpfiff versuchten es Lisa-Marie Naujoks und Leandra Hampe Michels jeweils aus der zweiten Reihe, allerdings ballerten beide die Kugel knapp links am Tor vorbei. Etwas mehr als zehn Minuten waren gespielt, als sich die Löwinnen nach einem Einwurf am gegnerischen Strafraum festsetzten. Über Dilara Gruschka spielte einen Doppelpass mit Svenja Lemke, über Lisa-Marie Naujoks kam das Leder zu Aileen Willeke, die für Leandra Hampe-Michels ablegte. Die Kapitänin zog aus 22 Metern aus dem Stand ab und donnerte das Spielgerät in den rechten Winkel. Was für ein Tor, absolut unhaltbar! Damir war das halbe Dutzend voll, 6:1 für die Eintracht!
Dann folgten sechs Minuten, die doch noch für Spannung sorgen sollten. Erst brach plötzlich die Nummer 8 frei durch und überlupfte Darleen Hermanski zum 6:2, nur eine Minute später blockten die Gäste einen Befreiungsschlag, erneut war es die 8, die dieses Mal ins leere Tor einschob. Fünf Minuten später brach der Tabellenzweite über halblinks zum Strafraumrand, die Nummer 7 konnte unbedrängt schießen und knallte das Leder in den linken Knick, nur noch 6:4, die Gäste schnupperten plötzlich an der Sensation! Vier Tore mit drei Schüssen aufs Tor, das ist mal Effektivität! Kurz darauf verhinderte Darleen Hermanski Schlimmeres und lenkte einen wuchtigen Schuss vom Strafraumrand mit einer tollen Parade über die Latte. Im Gegenzug legte Svenja Lemke zu Leandra Hampe-Michels ab, die einen echten Gewaltschuss losließ, doch dieses Mal parierte die Torfrau zur Ecke.

Die anschließende Ecke servierte die Kapitänin auf den zweiten Pfosten, wo Lisa-Marie Naujoks die Kugel knapp am Tor vorbeidrückte. Im direkten Gegenzug rutschte ein langer Ball durch, doch Darleen Hermanski behielt im direkten Duell mit der Stürmerin die Oberhand und parierte herausragend zur Ecke. Diese köpften die Gäste knapp am Tor vorbei. Fünf Minuten später drehte sich Leandra Hampe-Michels nach einem Einwurf von Svenja Lemke mit einem Kontakt elegant um ihre Gegenspielerin herum und zog per Volley aus 14 Metern ab: hauchzart über den Querbalken.
Fünf Minuten waren noch zu spielen, als Christiane Sturm den Ball an der Mittellinie aus der Luft und aus der Drehung volley in den Lauf von Lilly Schröder schlug, die ihren Verfolgerinnen davon rannte, den Ball einmal aufprallen ließ und aus 14 Metern mit dem Außenrist gegen die Laufrichtung der Torfrau in die lange Ecke streichelte. Riesenjubel am Biberweg, das war die Vorentscheidung, da war der Aufstieg: 7:4!
Doch damit nicht genug: Kurz vor Ablauf der regulären Spielzeit prallte Leandra Hampe-Michels ein Klärungsversuch der Gäste vor die Füße. Die Kapitänin sah, dass sie etwas Platz hatte und donnerte die Kugel aus 22 Metern, erneut aus dem Stand, unhaltbar ins rechte Eck. Das zwölfte Tor des Tages, das achte für die Löwinnen und das zweite für Leandra Hampe-Michels: 8:4!

Das war auch der Endstand, denn Darleen Hermanski parierte nochmal einen gefährlichen Schuss von der Strafraumkante zur Ecke und dann war Schluss! Die Löwinnen streiften sich die Aufstiegsshirts über und großer Jubel waberte über den Biberweg. Der so verdiente Aufstieg war Realität, die 2. Frauen spielen in der nächsten Saison in der Landesliga! Herzlichen Glückwunsch, Löwinnen!
Ein Spiel steht für die Meisterinnen noch an, am kommenden Sonntag geht es zum BSC Acosta. Anstoß ist um 11 Uhr. Mehr Bilder zum Spiel findet ihr hier.
Bis dahin
Euer Kivi
