Vier Formate für Eintracht – eine Adresse für Fans.

Es bleibt spannend

6 min read

Die Löwen verpassen den dritten Sieg in Serie und verlieren gegen den Halbfinalisten des DFB-Pokals Fortuna Düsseldorf mit 2:0. Eine Niederlage gegen einen starken Gegner, die aufgrund der gezeigten Leistung nicht unverdient war. Nachdem man früh in der Partie gute Chancen liegen gelassen hatte, wurden die Gastgeber immer überlegener und so hatte sich der Führungstreffer kurz vor der Pause durchaus angebahnt. Nach dem Seitenwechsel bekamen die Hausherren durch den VAR einen Handelfmeter zugesprochen, bereits der siebte Strafstoß gegen die Eintracht in dieser Saison. Und auch der siebte Versuch vom Punkt saß. Das war dann auch die frühe Vorentscheidung vor 52.000 Zuschauern, denn den Blau-Gelben gelang offensiv anschließend wenig, sodass Düsseldorf einen Gang zurückschalten konnte und das Spiel einigermaßen souverän über die Zeit brachte.

Von den 5.500 kostenlos verteilten Karten hatten nicht alle den Weg in den trotzdem gut gefüllten Gästeblock geschafft, dieser war dennoch sehr gut gefüllt und lautstark unterwegs. Vor dem Spiel gab es eine Bratwurst für 3,90 Euro. Die Wurst an sich war noch durchschnittlich, das Brötchen hingegen sehr gut. So gibt es von mir 7/10.

Eintracht-Coach Daniel Scherning entschied sich für folgende Aufstellung: Thorben Hoffmann (TW) – Marvin Rittmüller, Robert Ivanov, Saulo Decarli, Hasan Kuruçay (75. Anthony Ujah), Anton Donkor – Fabio Kaufmann (62. Niklas Tauer), Robin Krauße (C, 75. Youssef Amyn), Þórir Helgason (62. Hampus Finndell) – Rayan Philippe, Florian Krüger (62. Johan Gómez)

Die Gastgeber drückten von Beginn an, nach wenigen Minuten verpasste Vermeij gleich zwei Flanken nur knapp. Den ersten Torabschluss hatte aber die Eintracht und der war auch durchaus gefährlich. Über Krüger und Donkor kam der Ball zu Rayan Philippe, der aus 20 Metern wuchtig abzog. Doch Kastenmeier im Tor der Fortuna konnte zur Ecke parieren. Die anschließende Ecke köpfte Ivanov am Tor vorbei. Die Anfangsviertelstunde war gerade abgelaufen, als Krüger mit einem langen Steilpass Marvin Rittmüller auf die Reise schickte. Der schnelle Rechtsverteidiger hatte eigentlich freie Bahn, versuchte aber einen Haken zu schlagen, statt seinen Tempovorteil zu nutzen und stolperte dabei in Fortuna-Abwehrspieler Siebert hinein. Drei Minuten später folgte die nächste Löwen-Chance: Kaufmann bediente aus dem rechten Halbfeld Anton Donkor, der im Strafraum zum Abschluss kam, aus spitzem Winkel an Kastenmeier scheiterte. Bei der anschließenden Ecke wurde Decarlis Kopfball zu Fabio Kaufmann abgefälscht, dessen Volley-Direktabnahme rechts am Tor vorbei flog.

Auf der anderen Seite brach Klaus über rechts in den Eintracht-Strafraum, seine scharfe Hereingabe klärte die Eintracht-Defensive in höchster Not. Zwei Zeigerumdrehungen später kombinierten sich die Gastgeber über Zimmermann, Klaus und Appelkamp in den Löwenstrafraum. Nach dem letzten Querpass musste der völlig allein gelassene Vermeij eigentlich nur noch einschieben, säbelte aber am Ball vorbei. Ganz schlecht verteidigt und großes Glück für die Blau-Gelben. Kurz darauf ballerte Klaus aus der zweiten Reihe klar drüber. Düsseldorf spielte nun ein echtes Powerplay und kam immer wieder über die Außenbahnen in den Strafraum. Immer wieder zischten gefährliche, scharfe und meist flache Hereingaben in die Gefahrenzone. Die Kugel prallte irgendwann vor die Füße von Appelkamp, der aus 14 Metern geblockt wurde. Kurz darauf trat Klaus böse auf das Bein von Helgason und war mit gelb noch gut bedient, dafür gab es auch schon mal einen Platzverweis.

Etwas mehr als eine halbe Stunde war gespielt, als Oberdorf den Ball aus der zweiten Reihe klar über den Kasten von Thorben Hoffmann jagte. Danach ging der Spielfluss etwas verloren, bis einige Minuten später wieder die Eintracht vor dem gegnerischen Tor auftauchte. Eine Flanke von der linken Seite landete beim völlig frei stehenden Florian Krüger, der das Leder aus wenigen Metern rechts am Tor vorbei drückte. Vier Minuten danach musste Thorben Hoffmann sein ganzes Können zeigen, um eine brandgefährliche Flanke von Tzolis noch mit der Faust zu erwischen. Die Faustabwehr des Löwen-Keepers landete ausgerechnete auf dem Kopf von Klaus, prallte vom Schädel des Fortunen aber über den Kasten. Kurz vor der Pause fiel dann aber doch noch der Führungstreffer für die Gastgeber: Siebert bediente Iyoha, der sich gegen Rittmüller durchsetzen konnte und den Ball von der linken Seite in die Mitte schlug. Dort verlängerten gleich zwei Fortunen unabsichtlich zu Klaus, der aus zehn Metern per Volley abschließen konnte. Die Kugel schlug unhaltbar im Netz ein, 1:0 für die Fortuna aus Düsseldorf.

Die Löwen drängten auf den schnellen Ausgleich: Erst verpasste Philippe eine Donkor-Flanke knapp, dann übersah Rittmüller die Möglichkeit zu Fabio Kaufmann abzulegen und flankte ebenfalls. Florian Krüger konnte sich aber kurz vor dem Tor nicht im Kopfballduell durchsetzen, Anton Donkor konnte den Abpraller nicht kontrollieren und stolperte das Spielgerät ins Toraus.

Dann war Halbzeit. Der Treffer der Hausherren hatte sich etwas angedeutet, die Eintracht hatte zuvor aber auch gute Chancen liegengelassen. Es schien also noch etwas drin zu sein in der Partie. Daniel Scherning schickte seine Mannschaft unverändert in die zweite Halbzeit.

Ein paar Minuten nach Wiederanpfiff versuchte es Iyoha aus der Distanz, platzierte seinen Schuss aber genau in die Arme von Thorben Hoffmann. Kurz darauf bekamen die Gastgeber nach VAR-Überprüfung einen Strafstoß zugesprochen. Florian Krüger hatte einen Kopfball an den Arm bekommen. Es gab den bereits siebten Strafstoß gegen die Eintracht in dieser Saison, kein Team hat mehr verursacht. Und auch der siebte Versuch vom Punkt zappelte im Netz. Tzolis knallte den Ball in den linken Knick. In der letzten Saison hatten die Löwen kein einziges Elfmetertor kassiert, nun bereits das siebte. Das 2:0 für die Hausherren.

Danach kam erstmal nichts mehr von der Eintracht. Daniel Scherning nahm einen Dreifach-Wechsel vor. Hampus Finndell, Johan Gómez und Niklas Tauer kamen für Þórir Helgason, Florian Krüger und Fabio Kaufmann. Den ersten Abschluss danach hatten aber die Fortunen: Appelkamp schoss aus 20 Metern nur knapp über den Querbalken. Auf der anderen Seite wurde Gómez geblockt, der Ball landete bei Marvin Rittmüller der sofort abzog. Ein Abwehrspieler fälschte zur Ecke ab, diese brachte allerdings nichts ein. Ein paar Minuten danach zog Scherning auch Wechsel vier und fünf und brachte Anthony Ujah und Youssef Amyn für Hasan Kuruçay und Robin Krauße.

Kurz darauf bediente Ujah auf der rechten Außenbahn Johan Gómez, der nach innen zog und vom rechten Strafraumeck den Abschluss suchte. Kastenmeier lenkte den Ball mit den Fingerspitzen ins Toraus. Die folgende Ecke wurde nicht gefährlich. Fünf Minuten vor Ende der regulären Spielzeit zog Amyn über rechts in den Strafraum und knallte das Leder aus leicht spitzem Winkel an den rechten Pfosten. Die Nachspielzeit hatte bereits begonnen, als Johan Gómez gegen drei Gegenspieler eine Lücke zum Abschluss fand, Kastenmeier hielt den Flachschuss aus spitzem Winkel aber fest.

Dann war Schluss. Das erste Mal seit Mitte Februar bleiben die Löwen bei einem Auswärtsspiel ohne eigenes Tor und müssen die bereits 16. Niederlage der Saison einstecken. Damit steht die Eintracht wieder auf dem Relegationsplatz und muss im Derby auch aus tabellarischen Gründen unbedingt siegen. Das Niedersachsen-Derby ist also ebenso doppelt wichtig wie auch in der vergangenen Saison. Anstoß ist am Sonntag um 13.30 Uhr, ich bin mir aber sicher, dass das bereits in euren Kalender steht.

Bis dahin

Euer Kivi

1 thought on “Es bleibt spannend

  1. Tobsüchtiger Tobsuchtsanfall , was fällt denen ein schon wieder zu verlieren?

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