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Christian Ebeling rettet den Tag

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Es sah schon nach einer Nullnummer in der Rheingoldarena aus, als Torjäger Christian Ebeling für Abwehrchef Hendrik Neumann in die Partie kam. In einem wenig begeisternden Spiel hatten sowohl die Löwen als auch die Gäste, der BSC Acosta, Chancen liegen gelassen. Dabei hatten vor allem die Einträchtler eine ganze Menge guter Gelegenheiten nicht verwerten können, sodass das 0:0 bis dahin durchaus ärgerlich war. Doch Christian “Torfabrik” Ebeling hatte nach seiner langen Pause Torhunger und traf bei seinem Kurzeinsatz in der Schlussphase gleich zweimal ins gegnerische Netz. Somit fanden die 2. Herren nach der ersten Liga-Niederlage in diesem Jahr sofort wieder zurück in die Erfolgsspur. Der dennoch verdiente 2:0-Sieg der Blau-Gelben bedeutete zudem den quasi sicheren Abstieg des Stadtrivalen.

Trainer Marcus Danner entschied sich in seinem vorletzten Heimspiel für folgende Aufstellung: Lennart Schulze Kökelsum (TW) – Robin Dybizbanski (78. Doruk Ince Tugrul), Berkay-Osman Altin, Hendrik Neumann (C, 85. Christian Ebeling), Jonas Wand – Leander Petry (29. Moritz Hindermann), Ensar Maloku (46. Justin Hoya), Damir Vrancic, Ibrahim Diallo – Jan Schenk, Nils Gehde

Nach ein paar Minuten Abtasten kamen die Blau-Gelben das erste Mal gefährlich in den Strafraum der Gäste, doch Petrys flache Flanke wurde gerade noch vor dem einschussbereiten Jan Schenk geklärt. Nur eine Minute später spielte Berkay-Osman Altin einen herausragenden Pass über die BSC-Abwehrkette. Schenk war perfekt gestartet und konnte rechts in den Strafraum eindringen. Links waren gleich zwei Mitspieler mitgelaufen, doch der Querpass von Schenk landete in den Armen des aufmerksamen Torhüters. Fünf Minuten später wurde eine Diallo-Flanke geblockt, doch Damir Vrancic schnappte sich das Leder und tanzte an vier Gegenspielern vorbei. Doch sein Abschluss aus spitzem Winkel wurde dann doch noch geblockt. Kurz darauf fand Vrancic mit einem Diagonalball Nils Gehde am rechten Strafraumrand, doch auch dessen Hereingabe fand keinen Mitspieler. Die Zwote kam hier immer wieder an den Strafraumrand, danach klappte aber wenig.

Ein paar Minuten später leitete Ibrahim Diallo mit einem tollen Sprint den ersten Schuss aufs Tor der Partie ein. Nach einer Ecke der Gäste setzte sich der flinke Linksfuß geschickt durch und spielte den Ball gefühlvoll durch die Schnittstelle in den Lauf von Leander Petry, der alleine aufs Tor zulief, aber mit seinem Abschluss nicht am stark reagierenden Torwart vorbeikam. Anschließend folgten drei wirklich schwache Ecken der Blau-Gelben. Die dritte landete über Umwege bei Vrancic, der es nun aus dem Spiel heraus mit einer Flanke versuchte. Ein Acosta-Spieler klärte vor die Füße von Hendrik Neumann, der aus 22 Metern am Tor vorbeischoss. Kurz darauf tauchte Ibrahim Diallo am linken Strafraumrand auf und fand mit seinem Querpass Nils Gehde, der im letzten Moment entscheidend gestört wurde und so den Ball neben das Tor platzierte. Dann kamen auch mal die Gäste vors Tor, als ein Steilpass plötzlich durchrutschte. Doch Lennart Schulze Kökelsum stürmte aus seinem Kasten und begrub das Spielgerät unter seinem Körper. Nur wenig später leisteten sich die Löwen am eigenen Strafraumrand einen haarsträubenden Ballverlust. Doch wieder war Eintracht-Keeper Schulze Kökelsum zuerst am Ball und verhinderte die Mega-Chance.

Auf der anderen Seite erzwangen auch die Einträchtler einen Ballverlust. Nils Gehde sah, dass der Schlussmann weit vor dem eigenen Kasten stand und versuchte es aus 40 Metern einfach mal. Der Ball ging aber rechts am Tor vorbei. Im direkten Gegenzug kam ein Querpass vom BSC im Strafraum, beim folgenden Abschluss traf der Acosta-Akteur den Ball aber nicht gut uns Schulze Kökelsum packte sicher zu. Zwei Minuten danach kam der Ball irgendwie erneut zum BSC und plötzlich stand ein Spieler alleine vor Lennart Schulze Kökelsum, konnte den BTSV-Schlussmann aus 16 Metern aber nicht überwinden. Schulze Kökelsum parierte mit einer starken Fußabwehr. Danach passierte einige Minuten lang nichts, bis Jan Schenk von rechts nach innen zog und vom rechten Strafraumeck auf die lange Ecke schlenzte. Der Ball drehte sich etwas zu sehr Richtung Tormitte, sodass der Torwart der Gäste die Kugel festhalten konnte. In der letzten Minute der ersten Halbzeit hatte Robin Dybizbanski auf der rechten Seite viel Platz und schlug eine maßgeschneiderte Flanke auf den Kopf von Nils Gehde, der das Leder an den rechten Pfosten schädelte.

Dann war Halbzeit. Weiterhin gelang den Blau-Gelben im letzten Drittel nicht viel, Chancen für die Führung hatten aber beide Teams. Die Gäste profitierten dabei vor allem von gefährlichen Ballverlusten der Zwoten. Ohne die beiden bisherigen Top-Torjäger Emil Kischka und Christian Ebeling fehlte es vielleicht auch etwas an Durchschlagskraft für die Blau-Gelben.

Im zweiten Durchgang passierte einige Zeit wirklich nichts. Das Spiel plätscherte zwischen den Strafräumen vor sich hin. Es war bereits fast eine Viertelstunde im zweiten Durchgang gespielt, als Nils Gehde einen langen Ball von Hendrik Neumann klasse im ersten Kontakt verarbeitete und dadurch ganz viel Platz hatte. Über halblinks drang Gehde in den Strafraum ein, traf aus leicht spitzem Winkel aber nur das Außennetz. Im direkten Gegenzug kamen die Gäste über rechts in den Eintracht-Strafraum, Lennart Schulze Kökelsum konnte den Schuss aus spitzem Winkel aber parieren. Fünf Minuten später schickte Robin Dybizbanski mit einem schnellen Einwurf Jan Schenk in den Strafraum, dessen Hereingabe zur Ecke geklärt wurde. Aus dieser entwickelte sich ein gefährlicher Konter, den Dybizbanski mit einer starken Grätsche unterband. Kurz darauf brach Jonas Wand über links in den Strafraum, traf aus zehn Metern aber nur das Außennetz. Der nächste Abschluss kam von Robin Dybizbanski, der aus der zweiten Reihe leicht abgefälscht rechts vorbeischoss.

In den letzten 20 Minuten der Partie erhöhten die Blau-Gelben den Druck und ließen eine Angriffswelle nach der anderen auf das Acosta-Tor zurollen. Oft scheiterten vielversprechende Angriffe aber an ungenauen Pässen oder unsauberen Ballannahmen. Dann steckte Nils Gehde im richtigen Moment auf Jan Schenk durch, der halblinks in den 16er eindringen konnte und alleine vor dem Torwart auftauchte, der mit einer tollen Parade abwehren konnte. Der Ball prallte zu Damir Vrancic, der den Abpraller aber nicht aufs Tor drücken konnte. Zwei Minuten später wurde eine Schenk-Ecke zu Nils Gehde abgewehrt, der vom Strafraumrand volley abzog. Der Ball wurde abgefälscht und ging knapp vorbei. Die anschließende Ecke wurde geklärt, kam langem Ball aber gleich wieder zurück. Nils Gehde verlängerte per Kopf in den Lauf von Hendrik Neumann, der das Leder direkt aus der Luft nahm, die Kugel aber rechts am Tor vorbei bugsierte. Nur eine Zeigerumdrehung später schlug Gehde eine Flanke von der linken Seite auf den Elfmeterpunkt, wo Jan Schenk unbedrängt köpfen konnte, das Spielgerät aber zu zentral platzierte. Nur wenige Augenblicke danach spielte Jan Schenk den Ball auf die linke Seite, wo Jonas Wand in den Strafraum ziehen konnte und zum Abschluss kam. Sein Schuss wurde abgefälscht und landete im Außennetz.

Das Spiel befand sich bereits eindeutig in der Schlussphase, als Doruk Ince Tugrul eine Flanke auf den zweiten Pfosten schlug. Dort setzte sich Jan Schenk im Luftduell durch und köpfte den Ball aufs Tor. Doch da kam die Kugel nicht an, denn sie prallte gegen eine weit vom Körper gestreckte Hand eines Abwehrspielers. Klare Sache: Strafstoß! Der nur eine Minute vorher eingewechselte Christian Ebeling schnappte sich das Spielgerät und platzierte es auf dem Elfmeterpunkt. Der Torjäger lief an und visierte die rechte Ecke an, der Torhüter sprang nach links, drin war das Ding! Die späte Führung für die Löwen und der erste Treffer für Ebeling nach seinem Comeback. 1:0 für die Zwote!
Doch damit war der Torhunger von Ebeling noch nicht gestillt. Die Nachspielzeit hatte gerade begonnen, als Jan Schenk links im Strafraum den Ball behauptete und flach in die Gefahrenzone spielte. Dort stand Christian Ebeling goldrichtig und drückte das Leder aus kurzer Distanz in Torjägermanier über die Linie. Der ganz späte Doppelpack und die Entscheidung im Stadtduell, das 2:0! Damit zog Ebeling im Rennen um den “Blau-Gelben Schuh” wieder an Emil Kischka vorbei. Beinahe hätten die Löwen noch einen weiteren Treffer draufgesetzt, als Christian Ebeling einen Seitenwechsel geschickt durchließ und damit Moritz Hindermann auf den Plan rief, der links in den Strafraum eindringen konnte, mit seinem wuchtigen Abschluss aber nicht am Keeper vorbeikam.

Dann war Schluss! Die Zwote gewinnt erneut und hält Verfolger Nörten-Hardenberg somit weiter auf Distanz. Trotz eines Spiels mit vielen Ungenauigkeiten ein verdienter Sieg durch das Plus an klaren Chancen. Weiter geht es für die Löwen am kommenden Sonntag beim bereits aufgestiegenen Tabellenführer SSV Vorsfelde. Anstoß im Drömlingstadion ist um 15 Uhr. Mehr Bilder zum heutigen Spiel findet ihr im Flickr-Album.

Bis dahin

Euer Kivi

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