Vier Formate für Eintracht – eine Adresse für Fans.

Niederlage in letzter Minute

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Die 2. Herren zeigen gegen das Spitzenteam der Liga, den SSV Vorsfelde, eine super Leistung, verlieren aber in der achten Minuten Nachspielzeit dennoch mit 2:3. Die Blau-Gelben ließen trotz langer Unterzahl wenig zu, die Gäste nutzten ihre wenigen Chancen aber effektiv. Sympathiepunkte konnten die Wolfsburger mit ihrem Auftritt im NLZ aber wirklich nicht sammeln. Die Tore der Zwoten erzielten Christian Ebeling und Jan Schenk. Nach dem Montagsspiel steht die 2. Herrenmannschaft auf dem sechsten Tabellenplatz der Landesliga Braunschweig.

Am Montagnachmittag empfingen die Löwen im NLZ den Tabellenführer der Landesliga Braunschweig, den SSV Vorsfelde. Nach 14 Spielen standen die Wolfsburger mit 13 Siegen und einem Remis souverän an der Tabellenspitze. Etwa 167 Zuschauer waren da um zu sehen, ob die Blau-Gelben nach drei Siegen in Folge weiter erfolgreich bleiben können.

Löwen-Trainer Marcus Danner entschied sich für folgende Aufstellung: Lennart Schulze Kökelsum (TW), Lukas Hungier, Robin Dybizbanski (46. Armagan Kücük), Damir Vrancic, Nils Gehde, Jona Renner, Emil Kischka, Jan Schenk, Christian Ebeling (67. Luca-Alexander Wagner), Ibrahim Diallo (80. Jonas Wand), Leander Petry

Die Blau-Gelben setzten sich sofort vorne fest. Eine Freistoßflanke von Vrancic wurde noch zur Ecke geklärt. Diese trat Jona Renner in den Strafraum. Die SSV-Abwehr klärte zu kurz, sodass Lukas Hungier den Ball zurück in den Strafraum bringen konnte. Dort reagierte Christian Ebeling am schnellsten und bugsierte das Leder zur frühen Führung über die Linie! Die Gäste waren erstmal geschockt und fanden offensiv überhaupt nicht statt. Vier Minuten nach der Führung ließ Schenk einen Ball clever durch, konnte sich im Laufduell gegen den letzten Verteidiger aber nicht entscheidend durchsetzen. Fünf Minuten danach wurden die Gäste erstmals in der Offensive aktiv, nach einem Standard. Der Freistoß von der rechten Seite wurde verlängert und klatschte an den Pfosten. Damir Vrancic schlug den freien Ball aus dem Strafraum. Etwa zehn Minuten danach waren wieder die Löwen dran: Eine Flanke von Schenk kam auf den ersten Pfosten, wo Jona Renner am Tor vorbei köpfte.

Kur darauf schlug Emil Kischka einen Freistoß in die Gefahrenzone, der gegnerische Keeper hatte aber aufgepasst und fing die Flanke ab. Augenblicke später kombinierte die Eintracht sich herrlich vors Tor. Christian Ebeling hatte nur noch den gegnerischen Torwart vor sich, wurde aber wegen einer Abseitsstellung zurück gepfiffen. Eine Minute später machte Leander Petry Meter und legte auf die linke Seite. Von dort flankte Vrancic den Ball vors Tor, doch der Torwart fing die Kugel vor dem einschussbereiten Ebeling ab. Wenig später spielte Robin Dybizbanski einen schnellen Doppelpass mit Leander Petry, seine anschließende Flanke wurde aber zur Ecke geklärt. Diese trat erneut Jona Renner und fand Christian Ebeling, der den Ball mit dem Kopf in Richtung Tor brachte. Bevor ein Blau-Gelber das Spielgerät entscheidend über die Linie drücken konnte, klärte ein Vorsfelder klar vor der Linie.

Nicht ganz fünf Minuten danach ging Leander Petry über rechts zur Grundlinie und schlug eine Flanke. Diese stoppte ein Abwehrspieler der Gäste klar mit dem weit ausgestreckten Arm im Strafraum. Eigentlich eine ganz klare Sache, zumal es auf der Seite des Assistenten geschah. Dennoch gab es zur großen Verwunderung der Eintrachtspieler und -fans keinen Strafstoß. Jan Schenk bekam Gelb wegen Meckerns, was an sich nicht so schlimm ist, allerdings hatten die Gäste sich ebenfalls schon mehrfach ziemlich heftig beschwert und waren ohne Verwarnung und sogar ohne Ermahnung davon gekommen. Die Eintracht sah also für das erste Vergehen sofort gelb. Hier fehlte mir eine klare Linie des Schiedsrichters, was sich auch noch später zeigen sollte.

Fünf Minuten später wurde die Elfmeterszene noch ärgerlicher. Bei einem Foulspiel tat sich Nils Gehde weh und musste kurz draußen behandelt werden. Somit waren die Blau-Gelben kurzfristig in Unterzahl. Der anschließende Freistoß flog in den Strafraum und ein Vorsfelder nickte ein, der ärgerliche Ausgleich mit dem ersten Schuss aufs Tor der Gäste. Zudem Ganz kurz vor der Pause.

Dass die Vorsfelder die kurzer Überzahl so konsequent ausnutzten, war zur Pause schon mal ärgerlich. Zudem war es für mich nervig, wie der Schiedsrichter die ständigen Provokationen der Gäste gänzlich unkommentiert ließ, während Vergehen der Löwen sehr konsequent geahndet wurden.

Auch im zweiten Durchgang kamen die Gäste vorerst einfach nicht zu Abschlussmöglichkeiten. Und so war es der zur Pause eingewechselte Armagan Kücük, der nach einem tollen Dribbling die erste Chance einleitete. Die U19-Leihgabe legte zu Jan Schenk quer, der aus etwa 18 Metern knapp übers Tor schoss. Nach fast einer Stunde kam die „Spitzenmannschaft“ der Liga auch mal wieder zum Abschluss: Der Abschluss vom Strafraumrand nach einem Konter ging aber doch klar über den Querbalken.

Fünf Minuten später zog die Zwote einen schnellen Angriff auf. Christian Ebeling legte links rüber auf Ibrahim Diallo, der in den Strafraum eindrang und einen Haken schlug. Dabei wurde er von den Füßen geholt und dieses Mal gab der Schiedsrichter auch den Elfmeter. Jan Schenk legte sich den Ball zurecht, visierte mit einem kraftvollen Schuss die linke Seite an. Der Torwart hatte das geahnt und parierte. Doch die Fahne des Assistenten ging hoch, der Gäste-Schlussmann hatte seine Linie zu früh verlassen. Somit wurde der Elfmeter also wiederholt. Wieder zielte Schenk nach links, wieder sprang der Torwart nach links, dieses Mal kam er aber nicht an die Kugel, die erneute Führung! Leider mussten sich alle, die es mit Blau-Gelb hielten, nur wenige Sekunden nach dem 2:1 ärgern, denn der bereits verwarnte Schenk jubelte etwas zu provokant in Richtung des Vorsfelder Torwarts und musste mit Gelb-Rot vom Platz.

Das zwischenzeitliche 2:1 durch Jan Schenk

In Unterzahl zogen sich die Löwen etwas zurück, die Vorsfelder kamen aber vorerst nicht gefährlich zum Abschluss. Wenige Minuten nach der Führung leitete Lennart Schulze Kökelsum mit einem tollen schnellen Abstoß einen Konter ein. Leander Petry versuchte es von rechts mit einer Flanke, aber der Schlussmann der Gäste war da und fing die Kugel ab. Bis in die letzten Minuten der regulären Spielzeit gelang den Gästen in der Offensive nicht viel, die Löwen-Abwehr stand gut. Und so brauchte es eine Einladung der Eintracht, damit Vorsfelde gefährlich werden konnte. Jonas Wand rutschte unglücklich weg und bugsierte so den Ball vor den eigenen Strafraum genau zum Gegenspieler. Der hatte dann etwas zu viel Zeit und zog aus etwa 20 Metern einfach mal ab. In der linken Ecke schlug der Ball ein, der zweite Schuss aufs Tor war somit ebenfalls drin, der erneute Ausgleich.

Nun schalteten die Einträchtler wieder den Vorwärtsgang ein. Einen Kischka-Freistoß erwischte Vrancic mit dem Kopf, brachte den Ball aber zu zentral aufs Tor, sichere Beute für den SSV-Keeper. Drei Minuten später marschierte Kücük über die linke Außenbahn und zog nach innen. Aus etwa 14 Metern kam Kücük zum Abschluss, aber brachte den Ball nicht am Keeper vorbei. Wenig später zeigte der Schiedsrichter sieben Minuten Nachspielzeit an. In dieser Nachspielzeit klärten die Gäste einen Kischka-Freistoß, doch Gehde durfte im zweiten Versuch flanken. Der Ball rutschte zu Armagan Kücük durch, der den SSV-Schlussmann aus kurzer Distanz nicht überwinden konnte.

Die Nachspielzeit war bereits abgelaufen, als die Löwen nach einer Balleroberung zum Konter ansetzen wollten. Doch Vrancic wurde klar unfair von den Beinen geholt, ein Foulspiel wie aus dem Lehrbuch. Doch der Schiedsrichter ließ weiterspielen, der SSV kam trotz abgelaufener Nachspielzeit zu einem letzten Abschluss aus etwa 18 Metern zentral vor dem Tor: Der Ball schlug unten rechts ein und gleich danach war Schluss.

Eine sehr ärgerliche Niederlage bei nur drei richtigen Schüssen aufs Tor durch die Gäste. Zudem der nicht gegebene Handelfmeter und das klare Foul direkt vor dem 2:3. Dennoch eine tolle Leistung der Löwen, die gegen den Tabellenführer trotz 40-Minütiger Unterzahl mithielten und sogar Chancen auf das späte Führungstor hatten. Am Ende nutzten die Gäste ihre wenigen Chancen einfach effektiver. Für die 2. Herren geht es am kommenden Sonntag zeitgleich mit den Profis weiter. Dann geht die Reise zu BV Germania Wolfenbüttel.

Bis dahin

Euer Kivi

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