Vier Formate für Eintracht – eine Adresse für Fans.

Tore: Fehlanzeige

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Gegen die beste Offensive der Liga verteidigen die Löwen diszipliniert, können ihre eigenen Chancen aber ebenfalls nicht in einen Treffer umwandeln. So steht nach der Partie ein 0:0, das durchaus in Ordnung geht. Ein weiterer Punkt, der auf das Konto gegen den Abstieg geht. Die Eintracht ist in der 2. Bundesliga somit sieben Spiele in Folge ungeschlagen und blieb wie zuletzt in Magdeburg ohne Gegentor.

Löwen-Trainer Michael Schiele entschied sich für folgende Aufstellung: Jasmin Fejzic – Maurice Multhaup, Danilo Wiebe, Filip Benkovic, Michael Schultz, Anton Donkor (85. Saulo Decarli) – Keita Endo (78. Immanuel Pherai), Jannis Nikolaou (65. Niko Kijewski), Bryan Henning – Fabio Kaufmann (65. Lion Lauberbach), Anthony Ujah (78. Luc Ihorst)

Michael Schiele im Interview vor dem Spiel

Die erste Offensivaktion kam von den Gästen, doch Müllers Versuch aus der zweiten Reihe wurde zur Ecke abgeblockt. Wenig später wurde es auf der anderen Seite kurios: Kaufmann setzte sich über rechts stark gegen Hoffmeier durch und gab in die Mitte, fand aber keinen Mitspieler. Da Heuer aber seinen Mitspieler anschoss, flipperte der Ball zu Endo, der aus kurzer Distanz abziehen konnte. Den zentralen Schuss parierte Huth, doch jetzt prallte der Ball zu Donkor, der mit seinem schwächeren Rechten abzog und aus zehn Metern den linken Pfosten traf. Von da prallte der Ball irgendwie zurück zu Kaufmann, der die Kugel aus spitzem Winkel über das Tor drosch. Was für eine Szene!

Fast hätte der SC Paderborn das Liegenlassen dieser Szene umgehend bestraft. Der Ball prallte zu Srbeny, der auf den völlig ungedeckten Leipertz durchsteckte, der nur noch Fejzic vor sich hatte, aber flach rechts am Tor vorbei schob. Direkt danach beruhigte sich die Partie aber. Erst zehn Minuten später folgte ein nennenswerter Abschluss und es wurde artistisch: Kaufmanns langen Einwurf nahm Ujah per Fallrückzieher, von Heuers Rücken prallte der Ball ein Stück am Tor vorbei. Im Gegenzug versuchte es Srbeny mit einem Schlenzer von halblinks, deutlich vorbei. Dann kam wieder die Eintracht: Henning brach über rechts durch und legte flach auf den lauernden Ujah. Im letzten Moment kam noch ein Paderborner dazwischen und klärte. Zwei Minuten später köpfte Ujah eine Halbfeldflanke von Henning aufs Tordach, befand sich aber ohnehin im Abseits.

Fünf Minuten später war es Kaufmann, der sich rechts robust durchsetzte und viel Platz zum Flanken hatte. Die flache Hereingabe landete aber beim Gegner. Nur eine Zeigerumdrehung später marschierte Endo zentral vorm 16er aufs Tor zu und zog ansatzlos aus etwa 25 Meter einfach mal ab. Etwa einen Meter links am Tor vorbei. Etwa eine halbe Stunde war gespielt, als Schultz mit viel Anlauf und beiden Beinen in einen Zweikampf an der Mittellinie ging und Gegenspieler Leipertz von hinten umtrat. Nach einer Rudelbildung gab es den gelben Karton für den Innenverteidiger. Über eine andere Kartenfarbe hätten wir uns hier kaum beschweren können. Die Paderborner blieben aber wach und konzentriert: Nach einer Justvan-Flanke „klärte“ Wiebe direkt vors eigene Tor in die Füße von Leipertz. Dieser knallte den Ball aus wenigen Metern aber weit über den Querbalken. Im Gegenzug fand Multhaup mit einer Flanke Endo, dessen Kopfball aber zu ungefährlich war.

Ehrenrunde nach Abpfiff

Wenige Minuten später marschierte Donkor über seine linke Seite und legte den Ball clever an den Strafraumrand, wo Ujah das Spielgerät kontrollieren konnte. Statt auf den völlig blanken Kaufmann zu legen, zog der Stürmer aber selbst ab. Sein Versuch aus etwa 16 Metern geriet aber zu zentral und war nicht besonders hart geschossen, viel zu harmlos um Huth vor Probleme zu stellen. Kurz darauf war es wieder Donkor, der über rechts Tempo machte. Seine Hereingabe klärte Hoffmeier nur knapp über den eigenen Querbalken. Und auch die Ecke wurde gefährlich: Aus kurzer Distanz schraubte Ujah sich hoch und köpfte die Kugel knapp drüber.

Dann war Halbzeit. Nach den großen Chancen beider Teams zu Beginn gab es zwar mehrere Abschlüsse auf beiden Seiten, so richtig gefährlich wurde aber kein Versuch. Die Löwen hielten die beste Offensive der Liga im großen und Ganzen gut vom eigenen Tor entfernt und lauerten auf Konter.

Der erste Abschluss im zweiten Durchgang gehörte den Gästen, deren mitgereiste Fans zur Feier des Wiederanpfiffes ordentlich Pyro gezündet hatten, also wie eigentlich jeder Gastverein. Hoffmeiers Versuch aus spitzem Winkel war aber überhaupt kein Problem für Jasmin Fejzic, der somit auch mal richtig eingreifen durfte. Kurz darauf köpfte Platte eine Ecke aufs Tordach. In dieser Phase schnürten die Gäste die Löwen am eigenen Strafraum ein, ohne aber zwingend gefährlich zu werden. Wenig später verzog Obermair aus der zweiten Reihe knapp. Danach beruhigte sich das Spiel aber wieder und Chancen wurden zur Mangelware.

Wir sind alle Braunschweiger Jungs!

Multhaup versuchte es mal von der rechten Seite, sein Flachschuss war aber leichte Beute für Huth. Kurz darauf versuchte es Henning nach einem von Nikolaou verlängerten Kaufmann-Einwurf. Sein Fernschuss ging aber mehrere Meter am Tor vorbei. Als die Schlussphase begann, konterten die Blau-Gelben dann mal: Donkor legte den Ball in den Lauf von Ihorst und wurde abgeräumt, doch das Spiel lief weiter. Ihorst lief bis zum Strafraum und spielte den Ball in die Mitte. Dort nahm Lauberbach das Leder stark an, brauchte dann aber etwas zu lange und Müller konnte klären. Zwei Minuten später probierte es der eingewechselte Pherai vom linken Strafraumeck, doch der Ball ging eher Richtung Eckfahne als aufs Tor.

Wieder nur kurz danach machte der junge Niederländer es aber deutlich besser und bediente im richtigen Moment den startenden Lauberbach, der sich die Kugel mit einem Kontakt weit vorlegte. Mit dem schwächeren Rechten kam er dann unter starker Bedrängnis von Heuer nicht mehr richtig zum Abschluss, holte aber eine Ecke raus. Und die wurde auch gefährlich: Schultz kam links vom Tor ziemlich frei zum Kopfball, beförderte das Spielgerät aber auch ziemlich weit daneben. In der dreiminütigen Nachspielzeit erarbeiteten sich die Löwen eine weitere Ecke und wieder wurde es gefährlich: Benkovic stieg am höchsten und beförderte das Leder auch Richtung Tor, doch Conteh konnte klar vor der Linie auf Kosten eines erneuten Eckballs klären. Dieser wurde aber nicht gefährlich.

Die Mannschaft nach dem Spiel vor der Südkurve

Und wenig später war Schluss! Eine zweite Halbzeit mit wenigen wirklich gefährlichen Situationen und insgesamt ein gerechtes Remis. Somit bleiben die Löwen im siebten Spiel in Folge ungeschlagen, verpassen aber den vierten Heimsieg in Folge.

Bis dahin

Euer Kivi

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