Der doppelte Ebeling

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Im dritten Spiel der noch jungen Landesligasaison treten unsere 2. Herren zum dritten Mal auswärts an. Dabei mussten die Löwen eine weite Strecke zurücklegen, denn es ging zum TSV Landolfshausen/Seulingen. Etwa 125km Fahrtstrecke galt es zu überwinden. Die Zwote kam durch die Verkehrsverhältnisse etwas verspätet an, sodass der Anstoß auf 15.20 Uhr verlegt wurde. Die Gastgeber starteten denkbar schlecht in die Saison und verloren alle ihrer ersten drei Spiele.

Da ich am Mittag bereits selber gegrillt hatte, war der Bratwurstbedarf gedeckt. Allerdings gab es Waffeln für 1,50€. Diese war wirklich ok, aber auch nichts besonderes. Eine etwas überdurchschnittliche Waffel halt. 7,5/10 von mir.

Löwen-Trainer Marcus Danner schenkte folgenden Löwen das vertrauen: Lennart Schulze Kökelsum (TW), Jonas Wand, Robin Dybizbanski, Damir Vrancic, Nils Gehde, Hendrik Neumann (C), Jan Schenk (60. Lukas Hungier), Jona Renner (85. Boubacar Barry), Moritz Hindermann (60. Doruk Ince Tugrul), Emil Kischka (90. Leander Petry), Christian Ebeling (85. Berkay-Osman Altin)

Den ersten Torschuss hatten die Gastgeber und zwar sofort. Direkt vom Anstoßpunkt prügelte die großgewachsene Nummer 12 den Ball aufs Tor. Keeper Schulze Kökelsum stand zum einen eigentlich nicht besonders weit vor seinem Kasten, zum anderen flog der Ball gute 10-15 Meter am Tor vorbei. Den ersten Abschluss für die Eintracht hatte der umtriebige Jona Renner, der aus 17 Metern von halblinks flach abzog. Der Torwart tauchte ab und parierte die Kugel. Nur Augenblicke später wurde eine gefährliche Hereingabe von Damir Vrancic im letzten Moment durch die Heim-Abwehr geklärt. Die anschließende Ecke prallte zu Hendrik Neumann der aus 17 Metern zentral vor dem Tor volley abzog: Knapp drüber. Wenig später schlug Nils Gehde, der heute in der Innenverteidigung auflief, einen sehenswerten langen Ball in den Lauf von Christian Ebeling. Da jedoch ein Abwehrspieler noch minimal an den Flugball kam, konnte unser Torjäger den Ball um Haaresbreite nicht mehr erreichen. Fünf Minuten später bediente Vrancic zentral vor dem Tor Jan Schenk, der aus 20 Metern einfach mal abzog, den Kasten aber um ein Stück verfehlte.

Dann brachen die Gastgeber über rechts in den Strafraum ein und kamen relativ frei zum Abschluss. Schulze Kökelsum entschärfte den Schuss aus etwas spitzem Winkel aber äußerst souverän. Eine Minute später hatte der Löwen-Schlussmann bei einem Fernschuss aus großer Entfernung noch weniger Probleme. Auf der anderen Seite probierte es Vrancic aus 20m und verfehlte nur knapp. Kurz darauf kombinierten die Löwen sich über Schenk und Renner zur nächsten Chance, doch Emil Kischka donnerte den Ball über den Querbalken. Wenig später konterten die Hausherren, die schwierig zu nehmende Flanke bugsierte der TSV-Stürmer dann aber doch klar am Tor vorbei. Danach waren wieder die Löwen dran: Eine Dybizbanski-Flanke nahm Renner per Volley, wieder drüber. Kurz darauf marschierte Kischka über die linke Grundlinie in den 16er, sein Querpass wurde geblockt, doch der Abpraller landete bei Hindermann, der aus wenigen Metern den Abschluss suchte, aber ebenfalls geblockt wurde.

Robin Dybizbanski auf seiner rechten Außenbahn

Etwa eine halbe Stunde war gespielt, als Damir Vrancic sich einen Freistoß in aussichtsreicher Position zurecht legte. Der ehemalige Bundesligaspieler visierte die lange Ecke an. Den Aufsetzer hatte der Keeper im Nachfassen sicher. Fünf Minuten später verletzte sich ein Spieler der Hausherren unglücklich in einem Zweikampf und musste ausgewechselt werden, Gute Besserung! Kurz nach dem Wechsel kam Ebeling am Strafraumrand an den Ball und zog sofort aus der Drehung ab. Der Ball rutschte knapp am Pfosten vorbei. Wenige Minuten später leisteten sich die Blau-Gelben einen haarsträubenden Ballverlust im Aufbauspiel, ein Pass und der Stürmer hatte nur noch Schulze Kökelsum vor sich und wollte diesen umkurven. Das ließ der Eintracht-Keeper aber nicht mit sich machen und sicherte sich mit einem Hechtsprung das Spielgerät. Nur eine Zeigerumdrehung später verloren die Löwen in der gegnerischen Hälfte den Ball. Ein Heim-Stürmer versuchte es aus der eigenen Hälfte, sein Schuss kam aber nicht mal im Strafraum an, keine Gefahr fürs Löwen-Tor.

Danach war Halbzeit. Die Blau-Gelben fast durchgehend in Ballbesitz, der TSV Landolfshausen/Seulingen fast durchgehend mit sieben bis neun Mann dicht vorm eigenen Strafraum. Dennoch erspielten sich die Löwen Abschlussmöglichkeiten, versuchten es aber vielleicht ein paar Mal zu oft aus der Distanz. Die Gastgeber setzten voll auf Konter und Standards und strahlten dadurch bei Gelegenheit auch Gefahr aus. Die spielbestimmende Mannschaft war aber ganz klar die Eintracht.

In der zweiten Halbzeit übernahm die Zwote sofort wieder das Kommando. Moritz Hindermann schlug eine brandgefährliche Flanke, doch im letzten Moment fing der Keeper die Flanke mit einem Hechtsprung ab. Christian Ebeling hätte nur noch den Schädel hinhalten müssen. Wenig später war es dann soweit: Emil Kischka behauptete zentral vor dem 16er den Ball und steckte im richtigen Moment auf Christian Ebeling durch, der alleine vor dem Schlussmann ganz cool blieb und zum verdienten 0:1 einschob. Fünf Minuten später schlug Schenk eine Flanke an den zweiten Pfosten. Dort gewann Jona Renner das Kopfballduell und visierte die kurze Ecke an, konnte den Torwart aber nicht überwinden. Nur eine Minute später versuchte es Jan Schenk aus 20 Metern, sein Flachschuss war dann aber doch etwas zu ungefährlich.

Damir Vrancic zeigte einige starke Pässe

Der nächste Angriff landete wieder im Tor: Von der rechten Seite kombinierten sich die Löwen über Ebeling und Renner in den Strafraum, wo Schenk aus linker Position zum Abschluss kam, aber nur den langen Pfosten traf. Christian Ebeling stand goldrichtig und drückte das Leder über die Linie, 0:2: Doppelpack! Nur drei Minuten später setzte Renner Ince Tugrul in Szene, der vom rechten Strafraumeck knapp an der langen Ecke vorbeischlenzte. Dann waren mal wieder die Gastgeber dran. Eine Freistoßflanke von der rechten Seite wurde länger und länger, niemand kam an den Ball, der schlussendlich gegen den Pfosten prallte und geklärt wurde. Im Gegenzug setzten sich die Löwen am gegnerischen Strafraum fest. Zwei Flanken rutschten durch, blieben aber jeweils im Besitz der Eintracht. Im dritten Versuch fand Ince Tugrul dann Christian Ebeling, dessen Versuch aus kurzer Distanz aber geblockt wurde.

Wenig später versuchte der Torjäger nach Renner-Vorlage aus 18 Metern, sein Flachschuss stellte den Schlussmann der Gastgeber aber vor keine entscheidenden Probleme. Dann wurde mal einer der vielen weiten Einwürfe der Hausherren gefährlich. Dieser wurde per Kopf verlängert und auch das zweite Kopfballduell entschieden die Gastgeber für sich, doch der Ball flog etwa einen Meter über das Tor. Wenig später setzte sich Jona Renner mit einem tollen Dribbling durch und chippte den Ball zu Christian Ebeling, der vom Strafraumrand volley abzog und den Keeper zu einer tollen Parade zwang. Fünf Minuten danach verpasste der Schlussmann der Gastgeber eine Flanke, Christian Ebeling hatte darauf spekuliert und kam mit einem langen Bein noch an das Spielgerät, das denkbar knapp auf der falschen Seite des Pfostens vorbei ins Toraus kullerte.

Blau-Gelber Torjubel

Danach plätscherte die Partie etwas dem Ende entgegen, bis die Gastgeber noch einmal in den Strafraum dringen und von halblinks abschließen konnten. Lennart Schulze Kökelsum war bereits aus dem Tor geeilt und parierte erneut klasse. Auf der anderen Seite zog Boubacar Barry nach einem Vrancic-Flugball aus etwa 22m ab, verfehlte sein Ziel aber deutlich. Den letzten Abschluss der Partie hatte der TSV Landolfshausen/Seulingen, der ungefährliche Distanzschuss war aber kein Problem für Schulze Kökelsum.

Dann war Schluss! Ein hochverdienter Sieg, der auch noch höher ausfallen hätte können. Die Löwen ließen zudem selten etwas zu und wenn doch, war Lennart Schulze Kökelsum da, der sich über eine weiße Weste freuen durfte. Das erste Heimspiel der Saison ist am Mittwoch, den 07.09. gegen den VfL Wahrenholz. Anstoß in der Rheingoldarena ist um 19 Uhr.

Bis Dahin

Euer Kivi

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