Vier Formate für Eintracht – eine Adresse für Fans.

Gruselige Nullnummer

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Die Eintracht zeigt einige Tage nach Halloween ein gruseliges Negativ-Spektakel. Vor über 21.000 Zuschauern gab es im Eintracht-Stadion für beide Seiten wenig, was Freude bereitete. Beide Teams brachten zusammen nur drei Abschlüsse auf die gegnerischen Tore. Einen Sieger hatte der müde Kick wirklich nicht verdient. Gegen einen schwachen Gast ließ die Kornetka-Elf somit zum wiederholten Mal gegen Abstiegskonkurrenz Punkte liegen. Es liegt viel Arbeit vor den Blau-Gelben in der nun anstehenden Länderspielpause.

Eintracht-Coach Lars Kornetka entschied sich für folgende Aufstellung: Thorben Hoffmann (TW, C) – Mehmet Aydin (70. Tristan Wagner), Kevin Ehlers, Lukas Frenkert, Fabio di Michele Sánchez – Florian Flick, Max Marie – Aaron Opoku, Robin Heußer (70. Junior Zé), Yann Sturm – Jovan Mijatovic (46. Jan Urbich)

Fußballspieler beider Teams stehen nach dem 0:0 im Eintracht-Stadion auf dem Spielfeld, während die Anzeigetafel den Endstand zeigt.

Dabei begann die Partie durchaus vielversprechend. Wenige Sekunden waren gespielt, als Aaron Opoku tief in der gegnerischen Hälfte den Ball eroberte und Max Marie im Strafraum bediente. Dessen Schuss aus zehn Metern wurde aber geblockt. Zwei Zeigerumdrehungen später steckte Marie stark auf Jovan Mijatovic durch. Der Stürmer kam halblinks auf der Strafraumkante zum Abschluss, sein Versuch geriet aber zu zentral, um wirklich gefährlich zu werden. Die Löwen drückten hier weiter auf den frühen Führungstreffer. Bereits vier Mal war der Eintracht ein Treffer in der Anfangsviertelstunde gelungen.

Acht Minuten waren gespielt, als der Ball nach einem Standard vor die Füße von Mehmet Aydin fiel. Der Rechtsverteidiger zog aus der zweiten Reihe ab, sein wuchtiger Fernschuss wurde aber geblockt. Eine Minute später versuchte es Aaron Opoku aus ähnlicher Position, sein Abschluss flog aber über den Kasten der Gäste. Zwei Zeigerumdrehungen danach zog Opoku im Strafraum aus spitzem Winkel ab, wurde aber zur Ecke geblockt. Nach der anschließenden Ecke fand Max Marie zwar den Kopf von Kevin Ehlers, der das Leder aber nicht aufs Tor drücken konnte. Über Umwege kam der Ball zu Fabio di Michele Sánchez, dessen Fernschuss weit am Tor vorbeiflog.

Fußballspieler von Eintracht Braunschweig und Energie Cottbus stehen während des Spiels am Spielfeldrand.

Beinahe hätte sich die mangelnde Chancenverwertung noch in der Anfangsviertelstunde gerächt: Kinsombi zog ohne große Gegenwehr zum Strafraum und suchte aus 19 Metern den Abschluss. Thorben Hoffmann war bereits geschlagen, doch die Kugel klatschte nur an den rechten Pfosten. Anschließend konnten die Löwen klären. Nun kamen die Gäste in die Partie. Nur wenige Minuten später tauchte Hannemann im Strafraum auf, seinen Schuss konnte Kevin Ehlers aber blocken.

Nach einer mehrminütigen Druckphase der Gäste, in der die Eintracht keine weiteren Abschlüsse zuließ, war es wieder Aaron Opoku, der für die nächste Torchance sorgte. Der Flügelspieler tauchte gefährlich im Strafraum auf, schlug aber einen Haken zu viel und blieb am Gegenspieler hängen. Kurz darauf verlängerte Kevin Ehlers einen Einwurf zu Max Marie, der aus 14 Metern zum Abschluss kam, das Leder aber nicht voll traf. So flog die Kugel links am Tor vorbei. Zehn Minuten vor der Pause legte sich Energie-Schlussmann Lotka beinahe eine harmlose Flanke selbst ins Tor, als der Ball ihm aus der Hand rutschte, die Kugel landete aber nur im Außennetz. Fünf Minuten später landete der Ball über Umwege bei Butler, der das Löwen-Tor aus 17 Metern klar verfehlte.

Dann war Halbzeit. Nach druckvollem Beginn verflachte die Partie. Wirklich klare Chancen hatte es auf beiden Seiten nur sehr selten gegeben. Richtig knapp wurde es einzig beim Pfostentreffer der Gäste, sonst waren die Tormänner weniger gefordert als bei einer Torschussübung des Schlusslichts in der 2. Braunschweiger Kreisklasse. Trainer Lars Kornetka reagierte und brachte Jan Urbich für Jovan Mijatovic.

Eintracht-Braunschweig-Spieler in gelben Trikots verabschieden sich nach dem Spiel von den Zuschauern im Stadion.

Wieder starteten die Löwen druckvoll. Jan Urbich chippte das Leder in den Lauf von Aaron Opoku, doch Gäste-Schlussmann Lotka war einen Schritt eher am Ball und klärte mit einer Faust. Kurz darauf ließ sich ein Energie-Verteidiger im Laufduell mit Aaron Opoku plump fallen. Der Schiedsrichter fiel drauf rein, wertete die Situation als Foulspiel und nahm den Blau-Gelben so eine klare Torchance. Eine Zeigerumdrehung später prallte eine Opoku-Flanke hin und her. Jan Urbich setzte nach, kam aus kurzer Distanz aber nicht zum Abschluss. Der Schiedsrichter hatte allerdings ohnehin erneut ein Foulspiel erkannt.

Anschließend übernahmen die Gäste etwas die Spielkontrolle. Dabei entstanden in wenigen Minuten ein paar Abschlüsse, die Löwen blockten aber jedes Mal. So dauerte es bis zur 79. Spielminute bis zum nächsten Abschluss. Nach einem Einwurf von Fabio di Michele Sánchez setzte Jan Urbich zum Fallrückzieher an, konnte das Leder aber nicht Richtung Tor bringen. Fünf Minuten später steckte Yann Sturm auf Aaron Opoku durch. Innenverteidiger Manu kam noch dazwischen, beförderte das Leder aber aufs eigene Tor. Torwart Lotka rettete zur Ecke. Diese brachte aber nichts ein. Im Gegenzug packte Thorben Hoffmann bei einem harmlosen Flachschuss aus der zweiten Reihe sicher zu. Es gab eine Nachspielzeit von einer Minute. Da ein Löwe in dieser sogar noch unnötig liegen blieb und eine Unterbrechung verursachte, konnte diese nicht genutzt werden.

Fußballspieler von Eintracht Braunschweig und Energie Cottbus stehen nach dem Spiel mit Schiedsrichtern auf dem Rasen.

Dann war Schluss. Ein Spiel, das immer unansehnlicher wurde und in den letzten 40 Minuten nach Wiederanpfiff keine ernsthaft gefährliche Torchance sah. Am vergangenen Wochenende sah ich ein 0:0 zwischen der Zweitvertretung vom SV Querum und der SKG Dibbesdorf. Da hatte man mehr Spaß beim Zusehen. Heute war das viel zu wenig und wenn man so wenig gegen einen doch recht schwachen Gegner zustande bringt, muss man sich nicht wundern, wenn man auch im fünften Jahr eins der schwächsten Teams der Liga ist. Die Realität heißt mal wieder „Abstiegskampf“. Immerhin ist man seit vier Heimspielen ungeschlagen und seit drei Heimspielen ohne Gegentor.

Zwei Spieler von Eintracht Braunschweig stehen enttäuscht auf dem Spielfeld vor dem Tor, während Zuschauer auf den Tribünen sitzen.

Bis dahin: Genießt die Länderspielpause!

Euer Kivi

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