Vier Formate für Eintracht – eine Adresse für Fans.

Das Auswärtsgesicht des Grauens

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Die Eintracht zeigt ihr bekanntes Gesicht und verliert wieder einmal ein Auswärtsspiel. 15 zweitligataugliche Minuten und ein Tor von Aaron Opoku reichten wenig überraschend nicht für Zählbares. Wieder mal wurden die leiderprobten mitgereisten Fans enttäuscht. Vor über 25.000 Zuschauern setzte es eine verdiente 3:1-Niederlage gegen Arminia Bielefeld. Aus den letzten 107 Auswärtsspielen in der 2. Bundesliga holte die Eintracht ganze 16 Siege.

Für 7,70 Euro gab es eine Mantaplatte. Sieht ähnlich aus wie bei uns, liegt wohl daran, dass es die gleiche Catering-Firma ist. Etwas komisch war, dass die ordentliche Bratwurst nur in fünf sehr große Stücke geschnitten war. Gut, wenn man eine große Klappe hat. 7,5/10 von mir.

Eintracht-Coach Lars Kornetka entschied sich für folgende Aufstellung: Thorben Hoffmann (TW, C) – Mehmet Aydin, Kevin Ehlers, Andi Hoti (46. Lukas Frenkert), Fabio di Michele Sánchez – Florian Flick (80. Tristan Wagner), Max Marie – Junior Zé (46. Robin Heußer), Yann Sturm, Aaron Opoku (77. Sidi Sané) – Jan Urbich (46. Jovan Mijatovic)

Die Eintracht wurde von den Gastgebern von Beginn an unter Druck gesetzt und konnte sich kaum befreien. Selbst die Befreiungsschläge landeten meist nur wenige Meter vor dem Strafraum in den Füßen der Bielefelder. Die erste Halbchance hatten aber die Löwen. Nach einem Konter über Aaron Opoku kam Yann Sturm am Strafraumrand allerdings nicht zum Abschluss. Diesen hatten die Gastgeber kurz darauf auf der anderen Seite. Nach einer Hereingabe blockte Flick den ersten Versuch von Wörl zu kurz, sodass Jensen aus 17 Metern viel Platz zum Abschluss hatte. Doch dieses Mal hielt Florian Flick den Kopf rein und verhinderte, dass Thorben Hoffmann eingreifen musste.

Die Spieler der Eintracht laufen nach dem Spiel enttäuscht über den Platz in gelben Trikots, während das Trainerteam am Rand steht.

Ein paar Minuten danach verloren die Löwen den Ball leichtfertig am eigenen Strafraum. Grodowski zog zu einfach an Florian Flick vorbei und bediente im Strafraum Rochelt, der zu lange zögerte, sodass Kevin Ehlers in letzter Sekunde blocken konnte. Im Gegenzug hatten auch die Blau-Gelben ihren ersten Abschluss. Nach einer Seitenverlagerung von Max Marie tankte sich Ja Urbich über rechts in den Strafraum und legte das Leder in den Rückraum. Dort kam Yann Sturm aus 15 Metern zum Abschluss, sein Schuss wurde zur Ecke abgefälscht. Die fällige Ecke landete über Umwege bei Fabio di Michele Sánchez, der aus der zweiten Reihe abzog, aber geblockt wurde.

Auf der anderen Seite wurde es im zweiten Anlauf nach einem Eckball gefährlich, da die Löwen den Ball erneut nicht löschen konnten. Sicker hatte viel zu viel Platz zum Flanken, am ersten Pfosten setzte sich Großer gegen Florian Flick durch und köpfte das Leder in die kurze Ecke. Das hatte sich durchaus angedeutet, das 0:1.
Doch damit nicht genug, nur zwei Zeigerumdrehungen danach ging es zu schnell für die Blau-Gelben, wieder nach einem völlig unnötigen Ballverlust im Aufbauspiel. Dieses Mal war es Rochelt, der links am Strafraum meterweit Platz hatte. An seiner Flanke sprang Andi Hoti vorbei, sodass Grodowski das Leder mit der Brust aus der Luft pflücken konnte und aus neun Metern freie Schussbahn hatte. Und so war auch der zweite Schuss auf Hoffmanns Tor drin, der Ball schlug unten links ein. Der Doppelschlag, das 0:2.

Die Mannschaft in gelben Trikots verlässt das Spielfeld nach einer Niederlage, einige Spieler zeigen ihre Enttäuschung, während sie sich zu den Fans umdrehen.

Es lief also mal wieder hervorragend auf fremdem Platz. Meine persönliche Bilanz in Bielefeld sollte heute auf einen Sieg, ein Remis und fünf Niederlagen anwachsen. Nicht das einzige Stadion, in dem der letzte Auswärtssieg zehn Jahre oder länger her ist. Jahrelanger Abstiegskampf, der Galgenhumor und die Frustration waren neben der Enttäuschung im Gästeblock deutlich zu spüren. Passend dazu rauschten Junior Zé und Florian Flick gegenseitig ineinander und taten sich weh. Während ersterer ohne Behandlung weitermachen konnte, bekam letzterer einen Turban verpasst, konnte aber weiterspielen. Ein Aufbäumen gab es aber trotzdem nicht, es gab bis zur Pause nicht einmal eine nennenswerte Aktion.

Da die Gastgeber nicht mehr mussten, gelang diesen auch nichts und dann war Halbzeit! Eine katastrophale Vorstellung. Die Eintracht enttäuschte auf allen Ebenen und spielte wie ein Absteiger. Immerhin sahen die Eintracht-Fans im Jahr 2026 schon ganze zwei Auswärtssiege, da durfte man wohl auch nicht mehr viel erwarten. Trainer Lars Kornetka schien immerhin selbst unzufrieden zu sein und wechselte gleich dreifach. Für Andi Hoti, Junior Zé und Jan Urbich kamen Lukas Frenkert, Robin Heußer und Jovan Mijatovic in die Partie.

Das Stadion zeigt das Endergebnis eines Fußballspiels: 3:1 für Arminia Bielefeld. Im Hintergrund sind zahlreiche Fans mit Fahnen und Bannern zu sehen.

Den ersten Abschluss nach Wiederanpfiff hatten aber die Gastgeber. Sicker flankte das Leder in den Löwen-Strafraum, dort legte Wörl per Kopf zu Rochelt ab, der halblinks im Strafraum 14 Meter vor dem Tor freie Schussbahn hatte. Sein Schlenzer flog aber über den rechten Winkel. Dann fand die Eintracht ein wenig in die Partie. Einen langen Ball von Thorben Hoffmann konnte Aaron Opoku am rechten Strafraumeck erlaufen. Sein Schuss flog aber deutlich über den Kasten. Auf der anderen Seite kamen die Arminen nach einer Ecke zum Abschluss, die Direktabnahme von Wöhrl verfehlte das Tor aber klar. Dann kam wieder die Eintracht: Nach einem herrlich vorgetragenen Angriff legte Max Marie für Aaron Opoku ab, der aus 18 Metern wuchtig abzog. Arminia-Keeper Kersken kam zwar noch dran, konnte den Einschlag aber nicht verhindern. Der Anschlusstreffer, nur noch 1:2!

Nur zwei Zeigerumdrehungen danach drückte Jovan Mijatovic eine Flanke mit dem Kopf klar am Tor vorbei. Die Eintracht nahm jetzt das Heft des Handelns in die Hand, zu Abschlüssen reichte es dann aber doch nicht. Die Löwen wirkten dem Ausgleich näher als die Gastgeber dem dritten Treffer. Doch manchmal trügt der Schein bekanntlich. Genau in die Drangphase der Eintracht fiel ein Konter der Bielefelder. Koudossou schickte Momuluh zur rechten Grundlinie. Florian Flick konnte nicht verhindern, dass dieser den Ball flach auf den ersten Pfosten spielte. Dort machte Grodowski das Leder fest, ließ Kevin Ehlers stehen und vollstreckte flach in die linke untere Ecke. Die Vorentscheidung, das 1:3.

Blick ins Stadion während eines Fußballspiels, mit jubelnden Fans, der Anzeigetafel, die 3:1 für die Heimmannschaft zeigt.

Zwei Minuten danach spielte Aaron Opoku einen schlampigen Rückpass, sodass sich Thorben Hoffmann ordentlich beeilen musste, um vor dem heranstürmenden Grodowski am Ball zu sein und diesen zu klären. Eine Viertelstunde vor dem Ende durfte sich der Löwen-Schlussmann das erste Mal auszeichnen. Boakye zog aus 18 Metern ab, der von einem Abwehrbein nicht leicht entschärfte Fernschuss war eine leichte Aufgabe für Thorben Hoffmann. Fünf Minuten danach zog Mehmet Aydin aus großer Ferne ab, knallte das Leder aber weit über den Kasten. Ein paar Minuten später verarbeitete Robin Heußer den Ball am Strafraumrand klasse mit der Brust und zog sofort ab. Der zu zentrale Flachschuss war keine große Aufgabe für Kersken im Tor der Gastgeber. Der letzte Versuch im Spiel kam von Tristan Wagner, der aus der zweiten Reihe geblockt wurde.

Dann war Schluss. Die Eintracht verliert das vierte Auswärtsspiel in Folge und kann erneut nicht positiv an einen Punktgewinn anschließen. Es scheint also wohl auch im fünften Jahr der Abstiegskampf zu werden. Und das ist mir persönlich mittlerweile nur noch peinlich. Das Hoch vom Derbysieg scheint jedenfalls verflogen zu sein. Nun geht es darum, vor der Länderspielpause nicht in die komplette Vollkrise zu rutschen. Dafür ist am kommenden Freitag ein Sieg Pflicht. Dann geht es um 18.30 Uhr im Eintracht-Stadion gegen den FC Energie Cottbus.

Fußballspiel zwischen zwei Mannschaften auf einem Stadionfeld, Spieler in gelben und dunkelblauen Trikots stehen auf dem Feld, während Fans im Hintergrund jubeln.

Bis dahin

Euer Kivi

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