Derbysieger!
5 min readDerbysieger! Die Eintracht gewinnt das Niedersachsen-Derby verdient mit 2:0! Vor ausverkauftem Haus war es Max Marie nach Ablauf der Anfangsviertelstunde, der die Führung für seine Blau-Gelben Farben besorgte. Vor dem Seitenwechsel verpassten die Löwen das durchaus mögliche 2:0. Nach Wiederanpfiff kamen auch die Roten zum Abschluss, doch ein überragender Thorben Hoffmann verhinderte den Anschluss und musste dann verletzt raus. Aber auch Benjamin Uphoff hielt den Kasten sauber und durfte mitjubeln, als Yann Sturm in der Nachspielzeit alles klar machte!
Eintracht-Coach Lars Kornetka entschied sich für folgende Aufstellung: Thorben Hoffmann (TW, C, 67. Benjamin Uphoff) – Mehmet Aydin, Kevin Ehlers, Andi Hoti, Fabio di Michele Sánchez – Florian Flick, Max Marie – Aaron Opoku, Yann Sturm, Junior Zé (67. Samuele di Benedetto, 90.+4 Robin Heußer) – Jan Urbich (79. Jovan Mijatovic)

Den ersten Abschluss hatten die Löwen, Aaron Opoku wurde halblinks im Strafraum aber geblockt. Auf der anderen Seite kam Chakroun zentral vor dem Strafraum zum Abschluss: drüber. Die Anfangsviertelstunde war gerade abgelaufen, als Jan Urbich bei einem Rückpass vor dem Gäste-Torwart an den Ball kam und zu Boden ging. Einen Strafstoß gab es aber nicht. Zwei Zeigerumdrehungen danach marschierte Max Marie an mehreren Roten vorbei und setzte rechts im Strafraum Junior Zé in Szene. Der Flügelspieler zog aus 13 Metern wuchtig ab. Der Torwart konnte den Schuss nicht festhalten, Max Marie war durchgelaufen und stand goldrichtig: Sein Nachschuss schlug im leeren Tor ein und das Stadion explodierte, die Führung im Derby! Das 1:0!
Hier spielte nur die Eintracht. Wenige Minuten nach der Führung führten Max Marie und Junior Zé eine Ecke kurz aus. Der Ball kam zu Yann Sturm, der vom rechten Strafraumrand abzog. Dieses Mal hatte der Gäste-Keeper den Ball aber sicher. Die Roten kamen kaum in die Nähe des Löwen-Strafraums und so war ein Fernschuss der nächste Abschluss Richtung Thorben Hoffmann. Und der packte sicher zu. Auch die Blau-Gelben versuchten es aus der zweiten Reihe, Torschütze Max Marie jagte das Leder aber weit über den Kasten.

Zwei Minuten später brach Aydin rechts zum Strafraumrand. Seine Hereingabe landete bei Aaron Opoku, der in guter Schussposition aber nicht zum Abschluss kam. Das tat der Flügelspieler wenig später dann aber doch. Über Kevin Ehlers und Fabio di Michele Sánchez kam das Leder zu Aaron Opoku, der von der linken Seite nach innen, sein Schlenzer vom linken Strafraumeck flog aber am langen Eck vorbei. Der nächste Abschluss der Roten war ein weiterer ungefährlicher Fernschuss, wieder packte Hoffmann zu. Es lief bereits die Nachspielzeit, als Mehmet Aydin rechts im Strafraum Yann Sturm bediente, der aus zehn Metern geblockt wurde. Die Kugel prallte zu Fabio di Michele Sánchez. Der Linksverteidiger nahm aus 25 Metern Maß, verfehlte das Ziel aber knapp. Der Ball rauschte links am Tor vorbei.
Dann war Halbzeit! Die Löwen hatten noch einige Szenen, die sie hätten besser ausspielen müssen. Das absolut mögliche 2:0 wäre etwas beruhigend gewesen, so blieb es aber spannend. Während Trainer Lars Kornetka zufrieden sein konnte und auf Wechsel verzichtete, tauschte der Gäste-Trainer gleich doppelt.

Und da sich die Roten selbst keine Chancen herausspielten, halfen halt die Blau-Gelben mit. Nach einem Missverständnis zwischen Andi Hoti und Thorben Hoffmann prallte der Ball zu Källman, der aus 25 Metern links neben das leere Tor schoss. Das weckte die Gäste aber leider auf, die Löwen kamen aus dem Tritt. Zehn Minuten später legte Hartel für Thordarson ab, der aus 18 Metern aufs rechte Eck schlenzte. Mit einer echten Wahnsinnstat brachte Thorben Hoffmann noch die Fingerspitzen an die Kugel und lenkte das Leder um den rechten Pfosten. Zwei Minuten später köpfte Thordarson nach einer Freistoßflanke über das Löwen-Tor.
Etwas mehr als eine Stunde war gespielt, als Källmann nach einer Flanke aus kurzer Distanz zum Abschluss kam. Thorben Hoffmann war blitzschnell in der Ecke und fischte das Leder weg, konnte die Kugel aber nicht festhalten. Källman kam aus kurzer Distanz zum Nachschuss. Dieses Mal parierte Hoffmann mit dem Gesicht, anschließend konnten die Löwen klären. Eintracht-Schlussmann Hoffmann blieb regungslos liegen. Sofort wurde die Partie unterbrochen und zumindest die Blau-Gelben Fans wurden ruhig. Benommen wurde der Kapitän vom Platz geführt, für ihn kam Benjamin Uphoff zu seinem Debüt. Gute Besserung, Thorben!

Nach einigen Minuten ging es weiter und die Eintracht war wieder da. Yann Sturm zog nach einem Konter nach innen, wurde klar gefoult und kam im Fallen aus 19 Metern zum Abschluss, drüber. Einen Freistoß gab es nicht, das verstand auch Lars Kornetka nicht, der von Schiedsrichter Reichel die Gelbe Karte sah. Nach einem Freistoß aus dem rechten Halbfeld kamen die Gäste zum Kopfball, Benjamin Uphoff packte aber sicher zu. Mit der Einwechslung von Jovan Mijatovic ging noch einmal ein positiver Ruck durch die Blau-Gelben Reihen. Ein Fernschuss von Florian Flick flog weit über den Kasten.
Danach setzte sich Kampfmaschine Mijatovic mehrere Minuten an der Eckfahne fest und holte einen Einwurf nach dem anderen heraus. Dabei wurde der Serbe frenetisch bejubelt. Kurz darauf wurden sieben Minuten Nachspielzeit angezeigt. Zwei Minuten davon waren bereits abgelaufen, als die Löwen tief in der Roten Hälfte den Ball eroberten. Über Max Marie kam das Leder zu Samuele di Benedetto, der sofort auf Yann Sturm durchsteckte. Dieser hatte aus zwölf Metern freie Schussbahn und vollstreckte eiskalt in die untere rechte Ecke. Nun lagen sich hier alle in den Armen und brüllten ihre Freude in den Braunschweiger Himmel. Die Löwen jubelten in einer dichten Traube direkt vor der Südkurve. Der Derbysieg, er war noch näher gekommen, das 2:0!

Nun explodierte es auch mal im Gästeblock, allerdings auf unschöne Art und Weise. Die Gästefans warfen Pyrotechnik auf Ordner, Rettungskräfte und Eintracht-Fans in der Nordkurve. Die Feuerwehr musste mit einem Wasserschlauch kleinere Brände löschen. Dabei wurden auch einige Gästefans nass, Mitleid hatte auf der anderen Seite da wohl niemand. Das Spiel war etwa zehn Minuten unterbrochen, dann ging es weiter. Nach einem Konter spielte Opoku den Ball zu ungenau in die Mitte, kein dritter Löwentreffer. Im Gegenzug kam Thordarson aus dem Gewühl zum Abschluss, die Kugel rollte nur knapp links am Tor vorbei. Fast 17 Minuten Nachspielzeit liefen zu diesem Zeitpunkt.
Und dann war Schluss! Die Eintracht ist Derbysieger! Ein am Ende völlig verdienter Sieg, welcher der Region Braunschweig ein wunderschönes halbes Jahr bringt. Damit überholen die Blau-Gelben die Roten in der Tabelle und springen in einer engen Konstellation auf den zehnten Tabellenplatz. Weiter geht es am kommenden Freitag, dann sind die Derbysieger bei Arminia Bielefeld zu Gast.

Bis dahin, ihr Derbysieger
Euer Kivi (Derbysieger)
