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Auf den Spuren von Harry Kane

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Wenn man eine Spielerin unserer Eintracht mit Harry Kane vergleicht, denkt man normalerweise an die personifizierte Torfabrik Lyn Meyer, die zuletzt mit der „Torjägerkanone für Alle“ ausgezeichnet wurde. Doch auch eine andere langjährige Spielerin hält dem Vergleich mit dem Bayern-Torjäger stand. Cindy Kaufmann traf mit den Testspielen bereits mehrfach vom Punkt. So sorgte die Flügelspielerin auch heute beim FC Pfeil Broistedt eiskalt für die Führung. Noch vor dem Seitenwechsel erhöhte Marie Gollmer auf 2:0. Lyn Meyer war es dann, die nach dem 2:1‑Anschlusstreffer der Gastgeberinnen die richtige Antwort hatte und den 3:1-Endstand erzielte.

Ganz so viel Auswahl wie im vergangenen Jahr gab es am Grillstand nicht. Dafür gab es die Bratwurst entweder für 2,50 Euro auf Pappe oder für einen ganzen Euro mehr mit Brötchen. Da gab es schon mal günstigere Backwaren, aber noch ein fairer Preis. Das Brötchen war auch absolut okay. Die Wurst war dafür sehr gut gewürzt, das schmeckte allen Mitfahrern. 8/10 von mir.

Eintracht-Coach Simon Wintgen entschied sich für folgende Aufstellung: Melanie Würmel (TW) – Lea Eggers (60. Antonia Farr), Lina Herterich (80. Laura Wolf), Gina Berger, Charlotte Brühler (70. Celina Klebe) – Jill Lange, Neele Wunsch, Imke Wiedenroth (85. Yara Gad), Cindy Kaufmann – Marie Gollmer (80. Katharina Kölbel) – Lyn Meyer (C)

Den ersten Abschluss hatten die Gastgeberinnen, doch BTSV-Torfrau Melanie Würmel packte bei dem Fernschuss sicher zu. Etwas mehr als fünf Minuten waren gespielt, als eine Flanke von Lea Eggers bei Neele Wunsch landete, die vom linken Strafraumeck abzog: rechts am Tor vorbei. Kurz darauf zog Lyn Meyer in den Strafraum und wurde gefoult. Klare Sache: Strafstoß! Und wie eingangs erwähnt, ist dies eine Aufgabe für Cindy Kaufmann, die das Leder aus elf Metern punktgenau in der unteren linken Ecke versenkte. Die Führung für die Löwinnen nach nicht einmal zehn Minuten, das 1:0!

Eine Gruppe von Spielerinnen in gelben Trikots umarmt sich freudig auf dem Spielfeld, während eine gegnerische Spielerin in blau im Hintergrund steht.

Es lief noch die Anfangsviertelstunde, als sich die Blau-Gelben am gegnerischen Strafraum festspielten. Lea Eggers steckte das Leder auf die startende Marie Gollmer durch, die die Kugel halblinks im Strafraum behaupten konnte und sich 14 Meter vor dem Tor in eine Position mit freier Schussbahn arbeitete. Von dort nutzte die junge Offensivspielerin ihre starke Schusstechnik und knallte das Spielgerät unhaltbar in die rechte Ecke. Da war die Torfrau erneut chancenlos wie geschlagen. Der Doppelschlag zum 2:0!

Beinahe hätten die Löwinnen wenige Minuten später bereits für die Vorentscheidung gesorgt. Innenverteidigerin Gina Berger zirkelte das Leder aus dem linken Halbfeld auf den Elfmeterpunkt. Dort kam Jill Lange herangerauscht und nahm das Leder aus vollem Lauf per Dropkick. Die Flügelspielerin traf die Kugel perfekt und jagte den Ball in den linken Winkel. Ein herrlicher Treffer, doch die Fahne ging hoch: Abseits. Das war eher falsch, Pech für die beste Torschützin nach Lyn Meyer, dass ihr dieses Traumtor verwehrt blieb. Anschließend fanden auch die Gastgeberinnen ins Spiel, die mit bereits 21 Toren die drittbeste Offensive der Liga stellten. Ein simpler langer Ball rutschte über die Abwehrkette und die flinke Stürmerin hatte nur noch Melanie Würmel vor sich, die mit einer starken Parade den Anschlusstreffer verhinderte.

Eine Gruppe von Fußballspielerinnen jubelt auf dem Spielfeld, während eine Spielerin in gelber Spielkleidung umarmt wird. Im Hintergrund sind weitere Spielerinnen und eine Werbetafel sichtbar.

Im direkten Gegenzug köpfte Lyn Meyer eine Flanke von Charlotte Brühler in die Arme der Torfrau. Sofort ging es wieder in die andere Richtung und wieder war es ein tiefer Ball, der für Probleme sorgte. Die hoch stehenden Löwinnen konnten mit dem Tempo der Stürmerin nicht ganz mithalten, die erneut freie Bahn hatte, aber erneut an der hervorragend reagierenden Melanie Würmel scheiterte. Doch die konnte sich darüber nicht wirklich lange freuen, denn nur wenige Augenblicke danach schaltete gleich die gesamte Defensive nach einem langen Ball ab und sah zu, wie die Nummer 12 ungestört auf Melanie Würmel zulaufen und das Leder im rechten Eck versenken konnte. Der Anschlusstreffer zum 2:1.

Die restlichen zehn Minuten passierte nichts Nennenswertes mehr. Nach überlegenem Beginn hatten die Löwinnen ihre Probleme mit dem Tempo der gegnerischen Offensive und kassierten so nicht unverdient den Anschlusstreffer. Anschließend war auch die eigene Offensive aus dem Tritt gekommen und zu keinem weiteren Abschluss gekommen. Ohne Wechsel ging es weiter in den zweiten Durchgang.

Eine Fußballspielerin in einem gelben Trikot dribbelt mit dem Ball auf dem Rasen, während eine andere Spielerin in blauen Farben sie verfolgt.

Wenige Minuten nach Wiederanpfiff brachten sich die Löwinnen mit einem Fehlpass am eigenen Strafraum selbst in Gefahr. Nach einem Steckpass war die schnelle Stürmerin erneut frei durch, jagte das Leder unbedrängt aus 17 Metern über den Kasten. Eine Zeigerumdrehung danach landete eine Freistoßflanke von Neele Wunsch über Umwege bei Jill Lange, die aus wenigen Metern zum Abschluss kam. Doch die Torfrau reagierte stark und verhinderte den dritten Treffer. Wenige Augenblicke später köpften die Gastgeberinnen einen langen Ball vor die Füße von Marie Gollmer, die aus 19 Metern sofort abzog und die untere linke anvisierte. Mit den Fingerspitzen kam die Torfrau noch dran und lenkte das Leder um den linken Pfosten. Etwas mehr als zehn Minuten waren im zweiten Durchgang gespielt, als Marie Gollmer zentral am Strafraumrand Lyn Meyer bediente, die mit einem herrlichen Dribbling an vier Gegenspielerinnen vorbeizog und im Strafraum freie Schussbahn hatte. Der Flachschuss schlug im rechten Eck ein, das 3:1 für den BTSV!

Und so kommen wir erneut auf Harry Kane zu sprechen. Denn mit zehn Toren in sechs Ligaspielen übertrumpft die Blau-Gelbe Torfabrik den Wert des englischen Nationalspielers sogar. Und das ganz ohne Strafstoßtore. Da ihr das in der vergangenen Saison besonders gut gelungen war, bekam Meyer am vergangenen Donnerstag beim Spiel der Deutschen Nationalmannschaft die „Torjägerkanone für Alle“ überreicht, die vom Kicker und fussball.de ausgegeben wird. Lyn Meyer hatte deutschlandweit so viele Viertliga-Tore erzielt, wie keine andere Spielerin. Als erste Frau und erst das zweite Mal überhaupt holte sie damit ein zweites Mal diesen Titel. Glückwunsch Lyn, wir sind stolz auf dich und sehr froh, dich in unseren Reihen zu haben!

Vier Spielerinnen der Eintracht feiern einen Torerfolg auf dem Spielfeld, während die Torhüterin im Hintergrund steht.

Zwei Zeigerumdrehungen danach köpfte Lyn Meyer eine Ecke von Neele Wunsch über den Querbalken. Wenig später kam Marie Gollmer aus 20 Metern zum Abschluss. Leicht abgefälscht flog die Kugel haarscharf über den rechten Winkel hinweg. In der Verletzungspause danach, in der eine Broistedt-Spielerin behandelt wurde, hatte die Schiedsrichterin diesen Fakt scheinbar vergessen, denn es ging mit Abstoß weiter. Auf der anderen Seite rutschte mal wieder ein Steckpass durch, Melanie Würmel behielt beim Abschluss aus leicht spitzem Winkel aber die Oberhand und parierte erneut stark.

Ein paar Minuten danach versuchte es Celina Klebe aus der zweiten Reihe, zielte dabei aber etwas zu zentral. Zwei Zeigerumdrehungen später landete ein langer Ball von Jill Lange bei Celina Klebe, die das Leder klasse verarbeitete und in den Strafraum zog. Dort schüttelte sie eine Verfolgerin ab und kam aus elf Metern zum Abschluss. Der Ball hätte gut in die untere linke Ecke gepasst, doch erneut parierte die Torfrau stark. Es lief bereits die Nachspielzeit, als sich Lyn Meyer im Mittelfeld robust durchsetzte und in Richtung Tor marschierte. Ihr Schuss aus 18 Metern sauste knapp rechts am Tor vorbei.

Eine Spielerin der Eintracht in gelber Kleidung dribbelt den Ball auf einem grünen Fußballfeld, während zwei gegnerische Spielerinnen in blauer Kleidung und eine Torhüterin im Hintergrund zu sehen sind.

Dann war Schluss! Ein absolut verdienter Sieg, den die Löwinnen am Ende souverän verwaltet hatten. So bleiben die Blau-Gelben Spitzenreiter Rodenberg weiter auf den Fersen. In der Liga geht es für die Löwinnen am kommenden Sonntag weiter. Dann ist der MTV Barum zu Gast am Biberweg. Anstoß ist um 14 Uhr. Mehr Bilde zum Spiel findet ihr hier.

Bis dahin

Euer Kivi

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