Siegreicher Schlagabtausch
7 min readDie 2. Frauen bleiben an der Tabellenspitze in der Braunschweiger Landesliga. Gegen die SG Eintracht Denkershausen/Lagershausen ließen sich die Löwinnen auch von einem 0:2-Pausenrückstand nicht aus der Ruhe bringen. In einer deutlich verbesserten zweiten Halbzeit glich Toptorjägerin Melina Melzig mit einem Doppelpack aus. In der Schlussphase sorgten Josephine Michler und Lenja Kastner für die völlig verdiente Führung. Der Anschlusstreffer der Gäste zum 4:3 sorgte nur kurz für Unruhe, quasi direkt danach beendete der Schiedsrichter die Partie.
Eintracht-Coach Sebastian Thies entschied sich für folgende Aufstellung: Theresa Roer – Pia Meyer (55. Alicja Golla), Anna Merhof, Marie Brunner, Yara Gad (46. Lenja Kastner) – Alysha Jakubowski (88. Jana Tix), Vanessa Schäfer, Josephine Michler, Svenja Lemke (C) – Uta Hahn (55. Katharina Kölbel) – Melina Melzig (88. Matilda Schwartz)

Wenige Augenblicke waren gespielt, als die Löwinnen im eigenen Spielaufbau den Ball verloren. Die Gäste nutzten das sofort für einen Fernschuss auf den Kasten der etwas aufgerückten Theresa Roer, die den halbhohen Ball aber trotzdem abfangen konnte. Im direkten Gegenzug schickte Marie Brunner mit einem langen Ball Yara Gad zur Grundlinie. Deren flache Hereingabe verpasste Melina Melzig am ersten Pfosten knapp, am Elfmeterpunkt kam Josephine Michler zum Abschluss, drückte das Leder aber über den Querbalken. Es lief die fünfte Spielminute, als die Gäste eine Ecke von der rechten Seite direkt aufs Tor zogen. Theresa Roer konnte die Kugel noch an die Latte lenken, war dann beim Nachschuss der Nummer 5 aus kurzer Distanz aber machtlos. Der frühe Rückstand, das 0:1.
Eine Minute danach setzte Uta Hahn am Strafraumrand Melina Melzig in Szene, die aus der Drehung abzog: links am Tor vorbei. Zehn Minuten später verpasste Melina Melzig eine weite Freistoßflanke von Alysha Jakubowski nur knapp. Kurz darauf knallte Uta Hahn den Ball aus der zweiten Reihe links am Tor vorbei. Fünf Minuten später prallte die Kugel von einer Gäste-Verteidigerin zu Melina Melzig, die dadurch nicht im Abseits stand und freie Schussbahn hatte, doch ihr Schuss aus spitzem Winkel rauschte links am Tor vorbei. Zwei Zeigerumdrehungen danach versuchte es Josephine Michler bei einem Freistoß aus 24 Metern direkt und visierte die rechte Ecke an, doch die Torfrau tauchte ab und konnte parieren.

Ein paar Minuten danach legte Uta Hahn für Vanessa Schäfer ab, die aus 22 Metern abzog: rechts vorbei. Wenige Augenblicke später versuchte es Uta Hahn aus 20 Metern selbst, zielte aber etwas zu zentral. Es schien hier, als wäre der Ausgleich nur eine Frage der Zeit, da rutschte auf der anderen Seite ein Steckpass durch. Theresa Roer brachte im direkten Duell eine Hand an den Ball, konnte den Einschlag aber nicht verhindern. Das 0:2.
Das hatte sich nicht gerade abgezeichnet, doch die Gäste zeigten sich hier sehr effektiv und nutzten zwei Abschlüsse im Strafraum zu zwei Toren. Währenddessen kamen die Löwinnen trotz viel Ballbesitz kaum in diesen Strafraum. Passend dazu waren die nächsten beiden Abschlüsse Freistöße. Vanessa Schäfer platzierte beide aus etwa 20 Metern aber zu zentral, so packte die Torfrau sicher zu. Etwas mehr als fünf Minuten waren noch zu spielen, als Vanessa Schäfer einen schnellen Doppelpass mit Uta Hahn spielte und so frei vor dem Kasten auftauchte. Ihr Schuss aus 14 Metern rauschte haarscharf über den rechten Winkel hinweg. Zwei Zeigerumdrehungen danach legte Josephine Michler für Alysha Jakubowski ab, die aus der zweiten Reihe abzog, den Ball aber nicht voll traf. So fehlte dem Fernschuss die nötige Wucht, um wirklich gefährlich zu sein.
Dann war Halbzeit. Die Löwinnen waren besser, überlegen und hatten mehr Torchancen. Aber zu oft versuchten die Blau-Gelben, die Situationen aber zu schnell zu lösen und wurden dabei zu hektisch. So schenkten sie auf beiden Seiten des Platzes immer wieder unnötig den Ball her. Für Yara Gad war als Leihgabe aus dem Oberliga-Team bereits nach 45 Minuten Schluss. Für Sie kam Lenja Kastner in die Partie.

Den ersten Abschluss nach Wiederanpfiff hatten die Gäste. Nach einem Freistoß prallte die Kugel zur Stürmerin, die aus spitzem Winkel an der stark reagierenden Theresa Roer scheiterte. Anschließend traten die Löwinnen ganz anders auf, lösten Situationen deutlich simpler und mit weniger Zwang. So kam der Ball über mehrere Stationen zu Josephine Michler, die aus dem Mittelfeld links im Strafraum Melina Melzig bediente. Die pfeilschnelle Stürmerin zog nach innen und fand aus 16 Metern eine Lücke zum Abschluss. Die Torhüterin brachte zwar eine Hand an den Ball, konnte aber nicht verhindern, dass der wuchtige Abschluss in der unteren linken Ecke einschlug. Der Anschlusstreffer, nur noch 1:2.
Wenige Augenblicke später erarbeitete Ura Hahn mit einem tollen Sprint und großem Einsatz eine Ecke. Diese schlug Alysha Jakubowski von der rechten Seite auf den zweiten Pfosten. Dort setzte sich Vanessa Schäfer im Luftduell durch, köpfte das Leder aber links vorbei. Ein paar Minuten danach ballerte Uta Hahn einen Freistoß aus 22 Metern weit über den Kasten. Etwa 20 Minuten waren gespielt, als Lenja Kastner den Ball von Uta Hahn bekam und sofort auf Melina Melzig durchsteckte. Die Torjägerin hatte freie Bahn und vollstreckte aus zwölf Metern in die untere linke Ecke. Der Ausgleich zum 2:2! Der siebte Ligatreffer für die Stürmerin in dieser Saison, keine Spielerin hat so viele Treffer in der Braunschweiger Landesliga erzielt.

Sofort schnappten sich die Löwinnen das Spielgerät und rannten zum Anstoßkreis, die Eintracht wollte mehr! Und beinahe hätte das sofort geklappt: Vanessa Schäfer setzte Uta Hahn in Szene, die zum Strafraum marschierte und aus 18 Metern abzog. Ihr Flachschuss hätte genau neben den rechten Pfosten gepasst, doch die Torfrau tauchte ab und lenkte das Leder mit den Fingerspitzen noch um den Pfosten. Eine Zeigerumdrehung später spielte Melina Melzig das Spielgerät auf den linken Flügel. Von dort durchschnitt Lenja Kastner die Abwehrkette mit einer Flanke vom linken Strafraumrand in den rechten Strafraumbereich. Dort kam Alysha Jakubowski aus 13 Metern völlig frei zum Abschluss, zielte aber etwas zu zentral, sodass die Torfrau erneut parieren konnte.
Wenige Augenblicke später zog Vanessa Schäfer aus der zweiten Reihe ab, donnerte die Kugel aber rechts am Tor vorbei. Fünf Minuten danach hatten die Löwinnen dann das Glück auf ihrer Seite. Nach einer Ecke kamen die Gäste aus kürzester Distanz zum Kopfball, bugsierten das Leder aber knapp über den Querbalken. Zwei Zeigerumdrehungen später kam die Kugel über Anna Merhof und Josephine Michler zu Vanessa Schäfer, deren Fernschuss aus 20 Metern knapp über den Kasten sauste. Nach dem folgenden Abstoß luchste Alysha Jakubowski einer Verteidigerin den Ball ab und steckte auf Katharina Kölbel durch. Die hatte freie Bahn, kam im direkten Duell aber nicht an der Torfrau vorbei.

Auf der anderen Seite wurde es nach einem Pressschlag auf äußerst unglückliche Art und Weise gefährlich. Der Schuss aus 18 Metern landete aber genau in den Armen von Theresa Roer. Zehn Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit schlug Lenja Kastner einen Freistoß vom linken Strafraumrand in die Gefahrenzone. Dort konnten die Gäste nicht klären. Josephine Michler reagierte am schnellsten und knallte das Leder aus wenigen Metern in die linke Ecke. Endlich führten die Löwinnen und das war verdient: das 3:2!
Direkt aus dem Anstoß entwickelte sich über wenige Stationen ein brandgefährlicher Fernschuss, der über Theresa Roer hinweg, aber auch knapp links am Tor vorbei flog. Etwa fünf Minuten nach der Führung legten die Löwinnen nach: Ein herrlicher Diagonalball von Vanessa Schäfer landete bei Lenja Kastner, die das Leder am linken Strafraumrand überragend verarbeitete und mit einem schnellen Haken in den Strafraum zog. Ihr Schlenzer aus 14 Metern schlug genau im rechten Winkel ein, Traumtor! Und das 4:2, das schien schon eine Art Vorentscheidung zu sein.

Zwei Minuten danach legte Melina Melzig einen Einwurf von Alicja Golla mit dem ersten Kontakt in den Lauf von Katharina Kölbel, die aus spitzem Winkel abzog. Wieder parierte die Torfrau. Kurz darauf wechselte Sebastian Thies beinahe das fünfte Tor ein. Josephine Michler bediente am Strafraumrand die gerade erst eingewechselte Matilda Schwartz, die gleich drei Gegenspielerinnen austanzte und auf die gerade eingewechselte Jana Tix durchsteckte. Die hatte freie Bahn, musste aber aus spitzem Winkel abziehen. Wieder war die Torfrau da und konnte parieren. Es lief bereits die Nachspielzeit, als die Gäste noch einmal eine Ecke bekamen. Diese klärten die Löwinnen auf den Strafraumrand, von wo die Nummer 13 kompromisslos abzog. Der Ball schlug in der linken Ecke ein, nur noch 4:3.
Doch quasi direkt danach war Schluss! Aufgrund einer starken Halbzeit gewannen die 2. Frauen absolut verdient mit 4:3 und grüßen weiterhin ohne Punktverlust von der Spitze. Weiter geht es für die Löwinnen am kommenden Samstag mit einer ungewöhnlichen Anstoßzeit. Bei der Zweitvertretung der SVG Göttingen ist um 18 Uhr. Mehr Bilder zum gestrigen Spiel findet ihr hier.
Bis dahin
Euer Kivi
