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Mit großem Kampf zum Sieg

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Die Eintracht hatte am Sonntag mit dem TSV Barmke einen Regionalliga-Absteiger zu Gast. Beide Teams möchten oben angreifen und mussten dementsprechend beide gewinnen. Die Gäste überließen der Eintracht den Ball und gingen dennoch früh in Führung. Lyn Meyer hatte zwar per Kopf die schnelle Antwort, doch wenig später ging Barmke erneut in Führung. Nach dem Seitenwechsel rangen die Löwinnen den Gegner mit großem Kampf nieder. Die tragende Rolle dabei spielte wieder einmal die überragende Lyn Meyer, die mit drei weiteren Treffern einen Viererpack schnürte. Der späte Anschlusstreffer von Barmke machte die Schlussphase noch einmal knackig spannend, am Ende hieß es aber durchaus verdient 4:3 für die Braunschweiger Eintracht!

Eintracht-Coach Simon Wintgen entschied sich für folgende Aufstellung: Nele Schäfer (TW) – Lea Eggers (84. Leandra Hampe-Michels), Laura Wolf, Gina Berger, Anna Fries (55. Imke Wiedenroth), Cindy Kaufmann – Jill Lange (90. Lina Herterich), Jolie Just, Celina Klebe (90.+4 Yara Gad), Charlotte Brühler (46. Marie Gollmer) – Lyn Meyer (C)

Den ersten Abschluss hatten die Löwinnen: Charlotte Brühler legte für Jill Lange ab, deren Abschluss aus 20 Metern rechts neben das Tor flog. Die Blau-Gelben waren gegen die Gelb-Blauen Gäste eigentlich durchgehend am Ball, Durchschlagskraft war aber nicht wirklich vorhanden. Barmke konstruierte da mit ihren Ballgewinnen schon deutlich mehr Gefahr. Nach einer Ecke drückten die Gäste den Ball noch am Tor vorbei. Wenig später kam Barmke nach einer Freistoßflanke von der Mittellinie aus 14 Metern zum Abschluss, doch Nele Schäfer parierte klasse.

Kurz darauf rutschte ein Steckpass durch, die Nummer 10 tauchte alleine vor dem Tor auf und ließ Nele Schäfer mit einem Flachschuss keine Chance: das 0:1.
Zwei Zeigerumdrehungen später erarbeiteten sich die Löwinnen eine Ecke von der rechten Seite. Jolie Just schlug diesen in die Gefahrenzone. Dort standen sechs Gäste gegen Lyn Meyer, die sich im Luftduell dennoch durchsetzen konnte und das Leder in die rechte Ecke köpfte. Der Ball zappelte im Netz, der schnelle Ausgleich: das 1:1!

Apropos Lyn Meyer und viele Gegenspielerinnen: Die Toptorjägerin wurde immer wieder von mehreren Verteidigerinnen sowohl umringt als auch niedergerungen. Ein Foul nach dem anderen musste die Spielführerin über sich ergehen lassen und da der sonst gute Schiedsrichter lange mit den Gelben Karten zögerte, blieb diese Option für alle Verteidigerinnen lange möglich. Und damit konnten die Gäste die Offensive der Löwinnen im ersten Durchgang etwas aus dem Tritt bringen.

Auf der anderen Seite nutzte Barmke den kurzen und seltenen eigenen Ballbesitz immer wieder für gefährliche Torchancen. Bei einem Flachschuss aus 19 Metern packte Nele Schäfer aber sicher zu. Etwas mehr als 20 Minuten waren gespielt, als ein Steckpass durchrutschte, doch Nele Schäfer blieb lange stehen und parierte im direkten Duell mit der Stürmerin stark. Doch lange war der erneute Rückstand damit nicht verhindert, denn direkt die nachfolgende Ecke flog auf den ersten Pfosten, wo die Nummer 2 aus kurzer Distanz quasi ungestört ins Tor köpfte. Wieder lag der TSV Barmke in Front, das 1:2.

Zwei Zeigerumdrehungen danach versuchte es Jolie Just bei einem Freistoß aus 25 Metern direkt: drüber. Auch die Gäste versuchten es bei einem Freistoß vom linken Strafraumrand direkt, auch der Schuss flog über den Querbalken. Und auch der nächste Abschluss der Gäste kam über einen Freistoß. Der Versuch aus 22 Metern flog aber links am Tor vorbei. Zehn Minuten später erwischte Celina Klebe eine Freistoßflanke von Jolie Just mit dem Kopf, bugsierte die Kugel aber klar am Tor vorbei. Eine Minute später fabrizierten die Gäste nach einer Ecke von Jolie Just beinahe ein Eigentor, doch Jana Burmeister im Tor der Gäste packte mit ihrer Erfahrung aus über 60 Bundesliga-Spielen sicher zu.

Kurz darauf leitete Lyn Meyer mit einem starken Dribbling die nächste Torchance ein. Am Strafraum angekommen steckte die Torjägerin auf Celina Klebe durch, die halblinks vor dem Tor freie Schussbahn hatte, im Fallen aber nicht genug Wucht in ihren Schuss legen konnte. So war der zentrale Flachschuss kein Problem für die Torhüterin der Gäste. Auch der nächste Abschluss gehörte Celina Klebe, die mit einem starken Sprint noch eine Freistoßflanke von Gina Berger im Spiel hielt. Ihren Abschluss aus spitzem Winkel konnte die Torfrau parieren, der Ball prallte zu Charlotte Brühler, die aus kurzer Distanz abzog, eine Abwehrspielerin warf sich in die Schussbahn und blockte zur Ecke. Aus dieser entwickelte sich eine Flanke von Celina Klebe. Der Ball prallte im Strafraum hin und her, ehe Lyn Meyer ansatzlos aus der Drehung abzog. Ihr Flachschuss aus elf Metern wurde noch leicht abgefälscht und zischte knapp rechts am Tor vorbei.

Danach war Halbzeit. In einem ausgeglichenen Spiel hatten die Gäste sich clever angestellt und ihre wenigen Spielanteile stark in Torchancen umgesetzt. Den Löwinnen war lange wenig gelungen, nach dem zweiten Gegentreffer war die Eintracht dem Ausgleich aber immer näher gekommen. Trainer Simon Wintgen brachte mit Marie Gollmer für Charlotte Brühler neue Gefahr für das gegnerische Tor.

Und die Löwinnen machten nach Wiederanpfiff dort weiter, wo sie im ersten Durchgang angesetzt hatten. Etwas mehr als zwei Minuten waren gespielt, als Lyn Meyer am linken Strafraumrand an den Ball kam, mit einem schnellen Antritt an zwei Gegenspielerinnen vorbeizog und mit einem herrlichen Dribbling zwei weitere Verteidigerinnen aussteigen ließ. So hatte die Stürmerin halblinks im Strafraum freie Schussbahn und mit einem platzierten Flachschuss zum Ausgleich vollstreckte, das 2:2!

Sofort warfen auch die Gäste wieder die Offensiv-Maschinerie an. Nach einer Flanke kam Barmke im Strafraum per Volley zum Abschluss, doch Nele Schäfer parierte überragend. Die Szene blieb aber heiß und es folgte der Nachschuss aus kurzer Distanz, den Schäfer ebenfalls stark parierte. Bevor der dritte Nachschuss im Kasten einschlagen konnte, warf sich Lea Eggers in den Ball und stieß das Spielgerät aus dem Strafraum. Doch die Gefahr war noch nicht gebannt und es folgte ein Fernschuss, der klar über den Kasten flog. Zehn Minuten nach dem Ausgleich klärten die Gäste eine Ecke von Celina Klebe zu Marie Gollmer, die am Strafraumrand flach abzog. Der Schuss wäre wohl links vorbei gegangen, doch Lyn Meyer stand goldrichtig und schob die Kugel in die linke Ecke. Spiel gedreht, das 3:2 für den BTSV!

Nun waren die Gäste aus dem Tritt gebracht und die Eintracht drückte auf den nächsten Treffer. Jolie Just bekam den Ball von Lyn Meyer und suchte 25 Meter vor dem Tor den Abschluss, ihr Versuch geriet aber zu zentral. Fünf Minuten später faustete die Torhüterin eine Freistoßflanke von Gina Berger zu Lea Eggers, die aus 30 Metern volles Risiko ging und das Leder per Direktabnahme Richtung Gäste-Tor donnerte: drüber. Auf der anderen Seite wurde es nach einem Konter gefährlich. Die Stürmerin grätschte im Löwinnen-Strafraum nur knapp an einer flachen Hereingabe vorbei.

Zwei Zeigerumdrehungen später erwischte Imke Wiedenroth eine Ecke von Celina Klebe mit dem Kopf, konnte das Leder aber nicht Richtung Tor drücken. Kurz darauf war auch Nele Schäfer gefragt, die bei einem zentralen Fernschuss sicher zupackte. Eine Viertelstunde war regulär noch zu spielen, als Lea Eggers und Jill Lange mit vollem Einsatz den Ball eroberten und den Konter-Express zündeten. Marie Gollmer steckte auf Lyn Meyer durch, die ihre Gegenspielerin einfach überrannte. Leichtfüßig tanzte die Blau-Gelbe Torfabrik die Gäste-Torhüterin aus und schob das Leder ins leere Tor. Der Viererpack für Lyn Meyer und das 4:2!

Doch die Vorentscheidung war das nicht, denn auch wenn sich den Löwinnen nun noch mehr Räume boten, da die Gäste alles nach vorne warfen, wurde der Druck von Barmke immer größer. Und so kam es zu einem Foul im Strafraum. Leider eine klare Sache: Strafstoß. Diesen verwandelte die Nummer 10 unhaltbar in die obere linke Ecke. Nur noch 4:3.

Kurz darauf verarbeitete Lyn Meyer einen langen Freistoß von Gina Berger überragend und brach somit durch die Abwehrkette. Doch trotz freier Schussbahn blieb ihr der Fünferpack verwehrt, da die Torfrau stark parierte. In einer Nachspielzeit, die der Schiedsrichter sehr großzügig auslegte, flog eine Flanke nach der anderen in den Strafraum der Löwinnen, aber immer wieder warfen sich die Blau-Gelben in die Schussbahn.

Und der große Kampf wurde belohnt. Lautstarker Jubel schallte nach Abpfiff über den Biberweg. Die Gäste sanken enttäuscht zu Boden, die Löwinnen lagen sich freudestrahlend und erleichtert in den Armen. Am Ende ein verdienter Sieg. Bereits in der kommenden Woche steht das nächste Spitzenspiel an. Am Sonntag treten die Löwinnen beim Tabellenführer, der SG Rodenberg an. Anstoß ist um 12 Uhr. Mehr Bilder zum Spiel gibt es hier.

Bis dahin

Euer Kivi

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