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Später Sieg gegen DFB-Pokal-Teilnehmer

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Arda Aksac war es, der die U23 in der vierten Minute der Nachspielzeit zum Sieg gegen den Lüneburger SK Hansa schoss. Die Gäste treten in zwei Wochen im DFB-Pokal gegen den SV Werder Bremen an, bekamen aber bereits heute die erste Niederlage zugefügt. Vor 177 Zuschauern war es Amer Buljubasic, der die jungen Löwen im ersten Durchgang in Führung bringen konnte. Nach dem Seitenwechsel sorgte ein Eigentor für den zwischenzeitlichen Ausgleich, den Jona Renner im direkten Gegenzug mit dem Tor zum 2:1 egalisierte. Den erneuten Ausgleich erzielten die Gäste per Strafstoß und es sah auch nach einem Remis aus, doch dann kam Arda Aksac.

U23-Coach Uwe Möhrle entschied sich für folgende Aufstellung: Nick Bodon – Damjan Kovacevic, Raffael Ziegele, Jakob Benstead, Marvin Hounkpati (90.+3 Andrej Schlothauer) – Hugo Afonso, Jona Renner – Glory Kiveta (67. Akram-Dine Mohamadou), Robin Placinta (78. Arda Aksac), Marvin Awuah (83. Yesua Motango) – Amer Buljubasic (90.+4 Mason Grumbach)

Die erste Aktion der Gäste wurde gleich gefährlich. Nach einem langen Ball brachen zwei Spieler frei durch, den Querpass fing Nick Bodon in höchster Not ab. Da waren etwas mehr als fünf Minuten gespielt. Zehn Minuten danach wurde Jona Renner gefoult. Den fälligen Freistoß zirkelte Glory Kiveta aus 25 Metern auf die linke Ecke, doch der Schlussmann hatte den Ball sicher. Zwei Zeigerumdrehungen später spielte Marvin Awuah auf der Strafraumkante Jona Renner an, der aus der Drehung abzog: drüber. Mitte der ersten Halbzeit prallte die Kugel 20 Meter vor dem Tor vor die Füße von Amer Buljubasic. Der Löwen-Stürmer legte sich die Kugel nochmal zurecht und zog dann per Volley ab. Das Spielgerät schlug mit einer herrlichen Flugkurve im linken Eck ein. Das 1:0 für die U23!

Ein paar Minuten danach klärten die Gäste eine Ecke von Jona Renner zu Marvin Hounkpati, der aus 16 Metern frei zum Schuss kam, das Leder aber weit am Tor vorbei jagte. Auf der anderen Seite brachen die Lüneburger über die linke Seite zur Grundlinie und mussten nach einem Querpass eigentlich nur noch einschieben, doch Jakob Benstead kam noch mit einer überragenden Grätsche dazwischen und blockte zur Ecke. Zwei Zeigerumdrehungen später schickte Robin Placinta auf der rechten Seite Glory Kiveta zur Grundlinie, dessen flache Hereingabe beinahe in einem Eigentor mündete, aber am Ende hatte der Schlussmann den Ball sicher.

Fünf Minuten später spielte Amer Buljubasic im Mittelfeld einen schnellen Doppelpass mit Robin Placinta und setzte auf dem linken Flügel Marvin Awuah in Szene. Der Flügelspieler zog nach innen und visierte an der Strafraumkante die linke Ecke an. Der gegnerische Schlussmann tauchte ab und parierte den wuchtigen Schuss zur Ecke. Aus dieser entsprang allerdings keine Gefahr. Die letzte Torchance im ersten Durchgang hatten die Gäste. Eine Flanke von der linken Seite wurde über Nick Bodon hinweg abgefälscht, am zweiten Pfosten kam ein Lüneburger aus spitzem Winkel aufs leere Tor zum Kopfball. Marvin Hounkpati konnte noch entscheidend stören, sodass der Kopfball nur im Außennetz landete.

Dann war Halbzeit! Die U23 führte durchaus verdient, konnte ihren großen Anteil am Ballbesitz aber nicht in eine dazu passende Anzahl an Torchancen umwandeln. Dennoch hatten die Zuschauer einige sehenswerte Angriffe gesehen. Trainer Uwe Möhrle verzichtete auf Wechsel.

Nach dem Seitenwechsel wachten die jungen Löwen nicht rechtzeitig auf. Unbedrängt ließen sie die Gäste flanken, die aus kurzer Distanz zum Kopfball kamen. Der Ball rauschte glücklicherweise knapp links am Tor vorbei. Keine halbe Minute war da gespielt. Ein paar Minuten danach ließ Glory Kiveta bei einem Dribbling über 40 Meter gleich mehrere Gegenspieler aussteigen, entschied sich dann aber in aussichtsreicher Position gegen den Abschluss. Sein Steckpass auf Jona Renner kam dann aber nicht an, da war mehr drin. Die jungen Löwen eroberten die Kugel zurück. Über Profi-Leihgabe Damjan Kovacevic kam die Kugel zu Robin Placinta, der sich mit einem feinen Haken Platz verschaffte und mit einem Schlenzer vom rechten Strafraumeck die lange Ecke anvisierte. Der Ball hätte beinahe genau in den linken Knick gepasst, klatschte aber nur ans Lattenkreuz.

Es entwickelte sich daraus ein Einwurf in der Mitte der gegnerischen Hälfte. Diesen führten die Löwen fast schon kurios schlecht aus, denn der folgende Ballverlust brachte die Gäste in eine perfekte Kontersituation. Ein Pass in die Tiefe reichte und die Lüneburger waren mit zwei Mann frei durch. Den folgenden Querpass erwischte der zurückgeeilte Raffael Ziegele gerade noch mit der Fußspitze, bugsierte dabei aber die Kugel gegen die Laufrichtung von Nick Bodon ins eigene Tor. Ohne diese Aktion wäre das Tor aber wohl dennoch gefallen. Der Ausgleich zum 1:1.

Direkt die nächste Aktion machte das dann aber fast schon wieder vergessen: Glory Kiveta brach über die rechte Seite zur Grundlinie und spielte den Ball maßgeschneidert auf den Elfmeterpunkt. Dort stand Kapitän Jona Renner völlig frei und nagelte das Leder mit dem rechten Fuß in die rechte Ecke. Die jungen Löwen lagen quasi sofort wieder in Führung, keine zwei Minuten nach dem Ausgleich: das 2:1!

Nur eine Minute später trug Glory Kiveta den Ball Richtung Strafraum und suchte mit einem Steckpass den startenden Amer Buljubasic. Die Gäste kamen zwar mit einer Grätsche dazwischen, doch die Kugel prallte genau zu Jona Renner, der aus 15 Metern freie Schussbahn hatte. Sein Flachschuss rauschte hauchzart links am Tor vorbei. Drei Minuten danach brachen die Lüneburger über links in den Strafraum und kamen aus spitzem Winkel zum Abschluss. Nick Bodon konnte aber parieren. Etwas mehr als eine Stunde war gespielt, als sich die Gäste im Löwen-Strafraum festsetzten. Jakob Benstead nahm im Zweikampf etwas zu sehr die Hände als Werkzeug, sein Gegenspieler fiel zu Boden: Strafstoß. Dieser schlug im linken unteren Eck ein. Der erneute Ausgleich, das 2:2.

Kurz darauf brach Jona Renner über halbrechts in den Strafraum und zog aus 15 Metern ab. Der Torwart konnte parieren, den Abpraller klärten die Gäste zur Ecke. Diese brachte allerdings nichts ein. Wenig später versuchten es die Lüneburger am linken Strafraumeck mit einer Freistoßvariante. Der folgende Schuss rauschte knapp rechts am Tor vorbei. Das Spiel war bereits tief in der Nachspielzeit, es sah längst nach einem Unentschieden aus, als Yesua Motango mit einem weiten Einwurf in den Strafraum noch einmal für Gefahr sorgte. Im Gewühl kam Akram-Dine Mohamadou aus der Drehung zum Abschluss, den gleich mehrere Verteidiger blockten. So prallte das Spielgerät vor die Füße von Arda Aksac, der per Flachschuss eiskalt vollstreckte. Der ganz späte Siegtreffer, das 3:2!

Quasi direkt danach war Schluss! Die U23 gewinnt das erste Spiel der Saison gegen den letztjährigen Tabellensechsten und Landespokalsieger Lüneburg. Es gab viel Gutes zu sehen, aber auch noch einiges an Arbeit für das Trainerteam um Uwe Möhrle. Weiter geht es für die U23 am kommenden Sonntag in Heeslingen. Anstoß ist um 15 Uhr. Mehr Bilder zum Spiel gibt es hier.

Bis dahin

Euer Kivi

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