Vier Formate für Eintracht – eine Adresse für Fans.

Führung verspielt

5 min read

Es war abwechslungsreich bei der U19, doch am Ende standen die jungen Löwen wieder einmal mit leeren Händen da. Gegen den Nachwuchs vom Tabellenachten der Regionalliga Nordost gerieten die Blau-Gelben nach einem Fernschuss in Rückstand und kamen erst nach dem Seitenwechsel zurück. Nach drei herrlichen Toren innerhalb von einer Viertelstunde durch Bastian Redecker, Arda Aksac und Ben Fuchs stand es 3:1, doch auch die Gäste schafften noch drei weitere Tore und das in der Schlussviertelstunde jeweils nach Flanken. So hieß es vor 67 Zuschauern am Ende 3:4.

U19-Coach Niklas Bahr entschied sich für folgende Aufstellung: Leon Herdes (C) – Ben Fuchs, Len Schütt (C), Mads Runge, Lasse Noster – Chris-Calvin Bessambo, Sebastian Dabrowski (76. Ali Altay) – Bastian Redecker (88. Luca Perri), Abdel Awali, Mika Ketzscher (67. Tom Pflücke) – Arda Aksac

Ein Fußballspieler in gelbem und blauem Trikot bereitet sich auf einen Pass vor, während ein Torwart in rotem Trikot in der Nähe steht. Im Hintergrund sind Zuschauer und Bäume zu sehen.

Direkt nach der Übernachtung aus Kaiserslautern durchgefahren, kam ich trotz einiger Probleme auf der A7 pünktlich im NLZ an. Der Hunger war groß und so bleibt das Foto von der Bratwurst, die Gerd erneut grandios gegrillt hatte, euch heute vorenthalten. Tatsächlich sah man auch andere Gesichter, die den Freitagabend in Kaiserslautern verbracht hatten. Auf dem Spielfeld passierte in den ersten zehn Minuten wenig, bis die Nummer 7 der Gäste im Mittelfeld an den Ball kam und ungestört bis zum Strafraumrand marschieren konnte. Aus 20 Metern zog er flach ab, Leon Herdes tauchte ab und brachte die Hand an den Ball, konnte aber nicht verhindern, dass die Kugel im unteren linken Eck einschlug, das 0:1.

Kurz darauf drehte sich eine Flanke von der linken Seite direkt aufs Löwen-Tor, Leon Herdes war aber mit beiden Fäusten da und parierte. Auf der anderen Seite halfen die Gäste bei der ersten Eintracht-Chance mit. Denn ein Rückpass geriet sehr kurz, im Laufduell mit dem Schlussmann kam Arda Aksac dann aber doch einen Schritt zu spät, der Keeper klärte auf Kosten einer Ecke. Diese servierte Abdel Awali auf den Kopf von Ben Fuchs, der das Leder über die Latte bugsierte. Zwei Zeigerumdrehungen später setzte Mika Ketzscher links im Strafraum Abdel Awali in Szene, der in der Nähe der linken Grundlinie zwei Gegenspieler aussteigen ließ und aus spitzem Winkel abzog, aber nicht am Torwart vorbeikam. 20 Minuten passierte nichts, bis Awali einen Freistoß aus etwa 25 Metern direkt aufs Tor zog, seinen Versuch aber zu zentral platzierte.

Ein Fußballspiel in Aktion, bei dem ein Spieler in gelb-blauen Trikots von einem Spieler in rotem Trikot angegriffen wird. Im Hintergrund sind Bäume und ein Sportfeld sichtbar.

Dann war Halbzeit. Wie ein Spiel Letzter gegen Erster sah es hier zwar nicht aus, allerdings haben die jungen Löwen auch einen anderen Anspruch, als in einer doch eher schwachen Staffel auf dem letzten Platz zu stehen. Dementsprechend war auch heute Steigerungsbedarf notwendig. Trainer Niklas Bahr verzichtete aber vorerst auf Wechsel.

Und es wurde mit Wiederanpfiff auch sofort besser. Etwa eine Minute war gespielt, als Lasse Noster links vor dem Strafraum Mika Ketzscher bediente, dessen Schlenzer aus 20 Metern rechts neben dem Tor landete. Kurz darauf versuchte es Chris-Calvin Bessambo aus der zweiten Reihe, zielte aber zu zentral. Eine Zeigerumdrehung später köpfte Lasse Noster eine Ecke in die Arme des Gäste-Schlussmanns. Zehn Minuten waren nach dem Seitenwechsel gespielt, als Mads Runge fast vom eigenen Strafraumrand einen überragenden Flugball über das gesamte Spielfeld schlug und damit den startenden Bastian Redecker perfekt in Szene setzte. Der Toptorjäger der Blau-Gelben zog am rechten Strafraumrand nach innen und donnerte das Leder von der rechten Strafraumecke resolut in den linken Winkel, Traumtor! Da war wirklich alles wunderschön, der Ausgleich zum 1:1!

Fußballspiel zwischen zwei Jugendmannschaften, Spieler in gelben und blauen Trikots feiern ein Tor, während andere Spieler in roten Trikots auf dem Platz stehen.

Ein paar Minuten später versuchte es Torschütze Redecker aus 22 Metern, jagte die Kugel aber über den Querbalken. Zwei Zeigerumdrehungen später marschierte Mika Ketzscher über den rechten Flügel zum Strafraum und legte dort für Arda Aksac ab, der aus 18 Metern ein echtes Geschoss abließ. Mit einer überragenden Tat verhinderte der Chemnitzer Schlussmann den Einschlag und parierte auf Kosten einer Ecke, diese brachte nichts ein.

Zehn Minuten nach dem Ausgleich hatten die jungen Löwen nach einem tollen Angriff Überzahl. Abdel Awali steckte mit viel Gefühl durch die Abwehrkette, sodass Arda Aksac nur noch einen Verteidiger vor sich hatte, den er mit einer feinen Bewegung austanzte. Dadurch hatte der Offensiv-Akteur freie Schussbahn und knallte das Leder aus zehn Metern unter die Latte in die linke Ecke. Die Führung für die Blau-Gelben, das 2:1!

Junge Fußballspieler in gelben Trikots feiern ein Tor auf dem Spielfeld.

Drei Minuten später geriet ein Befreiungsschlag des Gäste-Schlussmanns sehr hoch, was beim starken Wind im NLZ dafür sorgte, dass die Kugel nur wenige Meter aus dem Strafraum herausflog und im hohen Bogen bei Arda Aksac landete. Dieser verarbeitete das Spielgerät überragend und nahm es im ersten Kontakt so mit, dass er den Sprint zur Grundlinie starten konnte. Rechts vom Tor nahm er den Kopf hoch und spielte den Ball in den Rückraum. Auf dem Elfmeterpunkt stand der aufgerückte Ben Fuchs völlig frei und nahm das Leder mit der Innenseite direkt. Das Leder schlug unhaltbar in der linken Ecke ein. Doppelschlag, das 3:1!

Wenn man jetzt dachte, das hätte den Gästen den Zahn gezogen, täuschte man sich gewaltig und wurde sehr schnell eines Besseren belehrt. Denn im direkten Gegenzug, nur eine Minute nach dem 3:1, hatten die Chemnitzer am linken Strafraumrand zu viel Platz und schlugen eine Flanke auf den zweiten Pfosten. Aus spitzem Winkel entschied sich der sehr freie Spieler, den Ball per Kopf querzulegen. Die Nummer 5 musste aus kurzer Distanz nur noch einschieben und tat das auch. Die sofortige Antwort, nur noch 3:2.

Zwei Minuten später köpfte Len Schütt eine Freistoßflanke von Abdel Awali über den Kasten. Fünf Minuten nach dem Anschlusstreffer spielten die Gäste eine Ecke kurz aus und flankten vom rechten Strafraumeck auf den zweiten Pfosten. Dort kam die Nummer 23 zum Kopfball und beförderte das Leder in die lange Ecke. Das Spiel war wieder ausgeglichen, das 3:3.

Ein Fußballspieler in gelb-blauer Trikotführung tritt den Ball auf einem Fußballfeld. Im Hintergrund sind Zuschauer und weitere Spieler zu sehen.

Beinahe wäre es noch schneller noch schlimmer gekommen, denn nur eine Minute später pennten die jungen Löwen bei einem Freistoß böse, der flach an den Strafraumrand gespielt wurde, wo ein Chemnitzer aus 16 Metern völlig frei zum Abschluss kam, doch mehrere Blau-Gelbe warfen sich in die Schussbahn und konnten den Schuss blocken. Zwei Minuten waren regulär noch zu spielen, als die Gäste eine heutige große Schwäche der Eintracht erneut ausnutzten. Über links brachen sie zur Grundlinie durch, die folgende Hereingabe drückte die Nummer 5 aus kurzer Distanz ins Netz. Spiel gedreht, das 3:4.

Und dann war Schluss. Die sechste Niederlage der Hauptrunde stand fest und damit bleibt die U19 auf dem letzten Platz ihrer Staffel. Die Gäste hingegen konnten sich über den Sprung an die Tabellenspitze freuen. Weiter geht es für die jungen Löwen am kommenden Samstag beim TSV Havelse, Anstoß ist um 15 Uhr. Mehr Bilder zum Spiel gibt es hier.

Bis dahin

Euer Kivi

Kommentar verfassen

Entdecken Sie mehr von

Jetzt abonnieren, um weiterzulesen und auf das gesamte Archiv zuzugreifen.

Weiterlesen