Vier Formate für Eintracht – eine Adresse für Fans.

Aufbaugegner Eintracht Braunschweig

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Die Eintracht verliert gegen den seit neun Spielen sieglosen SC Preußen Münster und stürzt auf den Relegationsplatz ab. Bei einer offensiv schwachen Leistung hatten die Löwen Glück, dass vor dem Seitenwechsel ein echtes Slapstick-Tor vom VAR zurückgenommen wurde. Nach dem Seitenwechsel gelang den Blau-Gelben durch Lukas Frenkert sogar der Führungstreffer, blieben dann aber nicht aktiv genug. Ein Doppelschlag der zuvor zweitschlechtesten Auswärtsmannschaft brachte die Eintracht dann aber auf die Verliererstraße. Und ganz ehrlich? So spielt ein Absteiger.

Eintracht-Coach Heiner Backhaus entschied sich für folgende Aufstellung: Elhan Kastrati (TW) – Kevin Ehlers, Patrick Nkoa, Lukas Frenkert (C, 75. Andi Hoti) – Johan Gómez, Max Marie (65. Florian Flick), Mehmet Can Aydin, Leon Bell Bell – Robin Heußer (83. Grant-Leon Ranos), Erencan Yardimci (75. Jovan Mijatovic), Aaron Opoku (75. Sidi Sané)

Spielszene im Stadion mit Spielern und Schiedsrichtern vor einem Fußballspiel. Im Hintergrund sind Zuschauer auf den Tribünen zu sehen.

Die erste gefährliche Aktion hatten die Löwen nach einem Steckpass auf Opoku, der über links zum Strafraum marschieren konnte und Robin Heußer am Strafraumrand in Szene setzte. Der wurde geblockt und die Fahne ging hoch: Abseits. Sieben Minuten waren gespielt, als Heußer aus der zweiten Reihe abzog, den Ball aber deutlich über den Kasten jagte. Im direkten Gegenzug kam Rondic aus ähnlicher Position zum ersten Abschluss für die Gäste, aber auch sein Schuss flog weit über den Kasten. Mit Ablauf der Anfangsviertelstunde steckte Rondic auf Schulz durch, der eigentlich freie Bahn hatte, sich die Kugel aber zu weit vorlegte. Hoffmann-Ersatz Kastrati schnappte sich den Ball.

Fünf Minuten später war es wieder Rondic, der sich mit dem Rücken zum Tor gegen Kevin Ehlers durchsetzte und aus der Drehung abzog. Sein Schuss aus elf Metern flog aber ein Stück über den Kasten. Zwei Zeigerumdrehungen danach verlängerte Hendrix einen langen Einwurf zu ter Horst, dessen lascher Kopfball eine leichte Aufgabe für den etwas verunsichert wirkenden Kastrati war. Im direkten Gegenzug spielte Gómez einen tollen Pass in den Lauf von Erencan Yardimci, der seinen Verfolgern davon lief und frei vor dem gegnerischen Tor auftauchte, aus elf Metern aber auf die Brust von Preußen-Schlussmann Schenk schoss. Wenige Augenblicke später ging Opoku nach einem langen Ball ins Laufduell gegen den letzten Verteidiger der Gäste und ging zu Boden, doch das war zu wenig für eine Notbremse.

Die Spieler und Trainer der Eintracht umarmen sich auf dem Spielfeld in einem Moment der Zusammenkunft nach dem Spiel, während im Hintergrund einige Zuschauer auf der Tribüne stehen.

Dann wieder Rondic: Sein Fernschuss flog aber eher Richtung Südkurve als Richtung Eintracht-Tor. Und auch der nächste Abschluss gehörte den Gästen. Nach einem Einwurf konnten die Löwen nicht klären, Heuer traf die Kugel aus 13 Metern nicht richtig und schoss links am Tor vorbei. Eine Viertelstunde vor der Pause legte Johan Gómez nach einem tollen Dribbling für Mehmet Can Aydin ab, der das Spielgerät aus 19 Metern über den Querbalken knallte. Fünf Minuten später erwischte Kevin Ehlers eine Freistoßflanke aus dem Halbfeld von Robin Heußer mit dem Kopf, bugsierte die Kugel aus wenigen Metern aber rechts am Tor vorbei.

Dann wurde es kurios. Nach einer erschreckend schwachen kurzen Ecke schlugen die Gäste den Ball lang raus. Eigentlich keine Gefahr für die Eintracht. Eigentlich. Denn Leon Bell Bell und Torwart Elhan Kastrati leisteten sich ein enormes Missverständnis, behinderten sich 30 Meter vor dem Tor gegenseitig und so prallte der Ball zu Batista Meier, der ins leere Tor einschob. Zum Glück für die Eintracht hatte der vermeintliche Torschütze den Ball dabei an die Hand bekommen, sodass der VAR das Tor einkassierte. Weiter 0:0. Noch in der Nachspielzeit folgte dann die dicke Chance zur Löwen-Führung. Eine Ecke wehrte Torwart Schenk zu kurz ab, sodass Opoku erneut flanken konnte. Aus kurzer Distanz kam Nkoa zum Kopfball, doch noch auf der Linie rettete Meyerhöfer für seinen bereits geschlagenen Schlussmann.

Dann war Halbzeit. Die Eintracht hatte zwei dicke Gelegenheiten liegen gelassen, schaffte es aber viel zu selten, aus dem Spiel heraus gefährlich zu werden. Wirklich brenzlig wurde es im eigenen Strafraum dafür auch nicht. Doch zufriedenstellend konnte die Leistung gegen einen direkten und lange sieglosen Konkurrenten nicht sein. Dennoch verzichtete Trainer Heiner Backhaus vorerst auf personelle Wechsel.

Spielszene mit Spielern der Braunschweiger Eintracht nach einem verlorenen Spiel, mit frustrierten Gesichtsausdrücken und Fans im Hintergrund.

Den ersten Abschluss nach Wiederanpfiff hatten die Blau-Gelben. Erencan Yardimci spielte sein Tempo aus und brach über rechts durch, ließ sich aber zu weit nach außen abdrängen und knallte die Kugel aus spitzem Winkel deutlich über den Kasten. Zehn Minuten waren im zweiten Durchgang gespielt, als die Eintracht einen Eckball auf der rechten Seite zugesprochen bekam. Leon Bell Bell schlug diesen auf den ersten Pfosten, wo Kevin Ehlers per Kopf in die Gefahrenzone verlängerte. Dort stand Ex-Münsteraner und Kapitän Lukas Frenkert genau richtig und köpfte aus kurzer Distanz zur Führung ein, das 1:0 für die Braunschweiger Eintracht!

Eine Gruppe von Fußballspielern in gelben Trikots steht auf dem Spielfeld, während die Zuschauer im Hintergrund auf den Tribünen stehen. Die Stadionatmosphäre ist lebhaft, mit vielen Fans, die Teamfarben tragen.

Kurz darauf wurden auch die Gäste über einen Kopfball gefährlich. Nach einer Flanke von Batista Meier köpfte Rondic die Kugel in die Arme von Kastrati. Auf der anderen Seite setzten sich die Löwen am und im Strafraum der Gäste fest, kamen aber nicht kontrolliert zum Abschluss. Am Ende wurde Opoku geblockt. Nicht ganz 20 Minuten waren regulär noch zu spielen, als ter Horst über die rechte Seite zur Grundlinie durchdringen konnte und im Rückraum Hendrix bediente. Dieser nahm die Kugel direkt und vollstreckte in die untere linke Ecke. Der Ausgleich, das 1:1. Doch damit nicht genug. So ziemlich der nächste Angriff resultierte in einem Foul nahe des rechten Strafraumecks. Batista Meier versuchte es tatsächlich direkt und überraschte dabei anscheinend Kastrati, der bei dem nicht unbedingt unhaltbaren Ball nicht ganz so gut aussah. Der Doppelschlag zum Rückstand, 1:2.

Die Löwen versuchten nun einiges, so wirklich Nennenswertes sprang dabei aber lange nicht rum. Fünf Minuten vor Ablauf der regulären Spielzeit kam Ex-Löwe Paul Jaeckel bei einer Grätsche gegen Grant-Leon Ranos deutlich zu spät und sah folgerichtig Gelb-Rot. Der folgende Freistoß von Aydin segelte an Freund und Feind vorbei. Es lief bereits die Nachspielzeit, als sich eine Flanke von Johan Gómez gefährlich Richtung Tor der Gäste drehte. Doch die Kugel klatschte nur auf die Latte. Trotz Überzahl wollte der Eintracht kein Abschluss mehr gelingen.

Fußballspiel zwischen Eintracht Braunschweig und SC Preußen Münster, mit Spielern auf dem Spielfeld und Fans im Hintergrund.

Denn dann war Schluss! Die Eintracht verliert erneut und muss Niederlage Nummer 13 verdauen. Gegen schwache Gäste waren die Löwen am Ende wieder einmal zu harmlos und blieben ihrer schlechten Torausbeute treu. Die bittere Realität heißt nun Relegationsplatz. Kein Team punktete im neuen Jahr schlechter als die Blau-Gelben. Klar ist: So kann es nicht weitergehen. Der Abstieg droht auch im vierten Jahr in Folge.

Bis dahin

Euer Kivi

1 thought on “Aufbaugegner Eintracht Braunschweig

  1. Immer zu dieser verdammte Abstiegskampf, es sah doch so gut aus nach den ganzen ungeschlagenen Spielen zum Ende der Hinrunde. Wieso konnte man das nicht in die Rückrunde mit hinein tragen? Jetzt muss man wieder drauf hoffen, irgendwie die nächsten Spiele zu punkten. Wenigstens hat man von den Spitzenteams nur noch Paderborn und Hannover vor sich. Schalke könnte schon aufgestiegen sein und vllt am letzten Spieltag nicht mehr alles an den Tag legen. In Kaiserslautern oder gegen Hertha für die es um nix mehr geht, muss was gehen, genauso gegen Nürnberg und Bochum. Das Heimspiel gegen Dresden wird auch nochmal eminent wichtig und das darf man auch unter keinen Umständen vermasseln. Gegen Düsseldorf sollte man auch mindestens 1 Punkt mitnehmen. Bei Kiel kann man auch was holen, die stecken auch enorm unten drin. Also ich hoffe, man holt irgendwie in Paderborn einen Punkt, in Kaiserslautern einen Sieg, gegen Hertha vllt ein Remis, einen Sieg gegen Nürnberg oder einen Punkt, einen Sieg in Bochum, einen Sieg gegen Dresden und einen Punkt gegen Düsseldorf und in Kiel. Dann käm ich jetzt zusammengerechnet auf 39-41 Punkte. Das müsste im Normalfall reichen. Wichtig ist es halt jetzt echt, nicht mehr zu viele Spiele in den Sand zu setzen.

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