Vier Formate für Eintracht – eine Adresse für Fans.

Blau-Gelbe Heimmacht

7 min read

Die 2. Frauen unterstreichen ihre Heimstärke und fahren im sechsten Heimspiel den fünften Heimsieg ein. Nur gegen das beste Auswärtsteam aus Hahle setzte es eine Niederlage. Die Löwinnen passten sich den Temperaturen an und blieben gegen die SG Denkershausen/Lagershausen eiskalt, durch eine reife Leistung und drei abgezockte Tore stand es bereits zur Pause 3:0. Im zweiten Durchgang fielen keine weiteren Treffer mehr, sodass sich die Blau-Gelben mit glücklichen Gesichtern auf die warme Kabine freuen konnten. Für die Eintracht hatten Svenja Lemke, Melina Melzig und Josephine Michler getroffen.

Eintracht-Coach Sebastian Thies entschied sich für folgende Aufstellung: Theresa Roer (TW) – Lotta Bierschwall, Dilara Esen (62. Alicja Golla), Lisa-Marie Naujoks (C) – Fanny Göttling, Josephine Michler (62. Katharina Kölbel), Leandra Hampe-Michels (46. Pia Meyer) – Vanessa Schäfer (70. Lilly Schröder) – Dilara Gruschka, Melina Melzig

Beinahe hätte ein Ballverlust im eigenen Strafraum den frühen Rückstand bedeutet, doch Theresa Roer parierte den Schuss aus spitzem Winkel souverän. Zehn Minuten später schlug Leandra Hampe-Michels einen Freistoß aus dem linken Halbfeld in den Strafraum. Dort setzte sich Dilara Gruschka im Kopfballduell durch und visierte die linke Ecke an. Doch die Torfrau brachte noch eine Hand an den Ball und parierte zur Ecke. Diese brachte allerdings nichts ein. Fünf Minuten später versuchte es Leandra Hampe-Michels aus großer Ferne, schoss die Kugel aber links neben den Kasten. 20 Minuten waren gespielt, als Fanny Göttling den Ball vom rechten Flügel in den Strafraum steckte. Melina Melzig war vor der Torhüterin am Ball und wurde von dieser dann umgetreten. Doch bevor der Schiedsrichter Strafstoß pfeifen konnte, schob Svenja Lemke den freien Ball ins leere Tor, das 1:0!

Vorlagengeberin Melzig konnte zum Glück weiterspielen. Auf der anderen Seite ließ eine Gäste-Stürmerin gleich drei Blau-Gelbe stehen, brach in den Strafraum und zog aus leicht spitzem Winkel ab, Theresa Roer wehrte den Schuss mit einer starken Fußparade ab. Eine Zeigerumdrehung später eroberte Leandra Hampe-Michels tief in der gegnerischen Hälfte den Ball und steckte sofort auf Melina Melzig durch. Die hatte eigentlich noch einige Meter Platz, zog aber etwas überhastet aus 25 Metern ab und schoss rechts am Tor vorbei. Lange ärgern musste sich die Torjägerin aber nicht. Etwas mehr als zehn Minuten vor der Pause marschierte Lotta Bierschwall unaufhaltsam an vier Gegenspielerinnen vorbei und drang in den Strafraum ein. Ihren strammen Schuss aus 14 Metern konnte die Torfrau nicht festhalten. Melina Melzig stand genau richtig, stoppte den Ball irgendwie mit dem Oberkörper und staubte ins leere Tor ab. Das 2:0 für den BTSV!

Zwei Minuten später landete eine Flanke von Leandra Hampe-Michels beim zweiten Pfosten. Fanny Göttling nach das Leder direkt aus der Luft per Volley, ihr Schuss wurde aber über die Latte abgefälscht. Göttling war es auch, die die folgende Ecke auf den ersten Pfosten servierte. Josephine Michler setzte sich im Luftduell durch und verlängerte das Leder mit dem Kopf Richtung lange Ecke: knapp vorbei. Aus deutlich größerer Entfernung hatte die Mittelfeldspielerin wenig später Erfolg: Über 30 Meter vor dem Tor bekam sie den Ball von Dilara Gruschka und hielt einfach mal drauf. Die Kugel schien erst über den Kasten zu fliegen, senkte sich dann aber wie ein Stein. Die Torfrau streckte sich vergebens, das Spielgerät senkte sich unter die Latte und schlug im Tor ein, Traumtor! Das 3:0 für die Braunschweiger Eintracht!

Fünf Minuten später zog Leandra Hampe-Michels von der linken Seite nach innen und suchte aus der zweiten Reihe den Abschluss, knallte die Kugel aber rechts am Tor vorbei. Kurz darauf startete Lotta Bierschwall aus der eigenen Abwehr den Konter mit einem tollen Pass zu Vanessa Schäfer, die sofort Dilara Gruschka auf dem rechten Flügel bediente. Deren Flanke war nur einen knappen Meter zu weit für Melina Melzig, die sonst nur noch hätte einschieben müssen. Wenige Augenblicke später versuchte es Lisa-Marie Naujoks aus großer Ferne, dieses Mal packte die Torhüterin aber zu. Auf der anderen Seite rutschte ein langer Ball durch, Theresa Roer stürmte aus dem Kasten, blockte die Kugel mit dem Körper. Die Stürmerin rauschte mit der Torfrau zusammen, doch die blieb unbeeindruckt stehen und bereinigte die Situation mit einem weiten Schlag. Die Gäste reklamierten auf einen Strafstoß, aber viel klarer kann man nicht zuerst am Ball sein. Da spielte wohl der Frust mit rein.

Dann war Halbzeit. Die Eintracht war klar überlegen, und lag verdient in Führung. Die Defensive stand sicher und wenn mal etwas durchkam, war die erneut überragend aufgelegte Theresa Roer da und hielt die Null fest. Trainer Sebastian Thies hatte eigentlich keinen Grund zum Wechseln, gab der wieder einmal starken Leandra Hampe-Michels aber die Möglichkeit durchzuschnaufen. Es war der vierte Einsatz seit dem 14.11. für die Mittelfeldspielerin. Für sie kam Pia Meyer in die Partie.

Und auch nach Wiederanpfiff ging es hauptsächlich Richtung Gäste-Tor. Svenja Lemke marschierte über den linken Flügel bis zur Grundlinie und spielte die Kugel flach vor den zweiten Pfosten. Dort wurde Fanny Göttling im letzten Moment entscheidend gestört, sodass sie das Spielgerät rechts neben das Tor bugsierte. Eine Zeigerumdrehung später kombinierten sich die Löwinnen sehenswert über mehrere Stationen an den Strafraum der Gäste. Am Ende chippte Pia Meyer den Ball in den Lauf von Dilara Gruschka, die aus spitzem Winkel nicht an der Torhüterin vorbeikam. Anschließend flachte die Partie etwas ab. Den Gästen gelang wenig, die Eintracht konnte mit der klaren Führung etwas verwalten, war dem vierten Treffer aber näher als die Gäste dem Ehrentreffer. Und so gehörte den Blau-Gelben auch der nächste Abschluss. Eine Göttling-Flanke von der rechten Seite nahm Melina Melzig per Volley-Direktabnahme. Die Kugel senkte sich zwar im hohen Bogen gefährlich aufs Tor, kam aber etwas zu zentral, sodass die Torfrau sicher zupackte.

Fünf Minuten später versuchte es Lisa-Marie Naujoks bei einem Freistoß 20 Meter vor dem Tor direkt, doch ihr Flachschuss ging knapp rechts am Tor vorbei. Eine Minute danach schickte Katharina Kölbel auf der rechten Seite Melina Melzig zur Grundlinie. Deren Flanke verpasste Dilara Gruschka zentral vor dem Tor haarscharf, am zweiten Pfosten bugsierte Svenja Lemke die Kugel knapp neben das Tor. Auf der anderen Seite übersah der sehr kommunikative Schiedsrichter bei einem Steckpass eine deutliche Abseitsstellung und so waren die Gäste plötzlich frei durch. Theresa Roer blieb im direkten Duell lange stehen und verhinderte dann mit einem überragenden Reflex den Einschlag. Mit den Fingerspitzen lenkte sie das Leder noch um den linken Pfosten, eine tolle Parade!

Im Gegenzug flankte Spielführerin Lisa-Marie Naujoks aus dem Halbfeld butterweich in die Gefahrenzone. Dort stand Melina Melzig derart frei, dass die flinke Stürmerin wohl selbst etwas überrascht war und die Kugel hauchzart links neben das Tor setzte. Die Gäste setzten nun auf Standards und gingen immer wieder leicht zu Boden, die Löwinnen boten dies in etwas ungeschickten geführten Zweikämpfen aber auch an. So war Theresa Roer gleich zweimal binnen zwei Minuten gefordert. Erst tauchte sie bei einem flachen Freistoß blitzschnell ab und lenkte das Leder um den linken Pfosten, nur um dann noch einen draufzusetzen. Aus etwa 20 Metern visierte die Gäste-Spielerin den rechten Winkel an und genau dort wäre das Spielgerät auch eingeschlagen. Doch BTSV-Torfrau Roer schien von der Beschreibung „unhaltbar“ nicht viel zu halten und hielt dennoch viel, nämlich den Ball: Mit einem Hechtsprung brachte Roer noch die Fingerspitzen an den Ball und kratzte die Kugel aus dem Winkel. Überragend, spektakulär und irgendwie auch unglaublich. Selbst der Liveticker der Gäste bezeichnete die Wahnsinnstat als „spektakulär“.

Auf der anderen Seite versuchten es die Löwinnen dreimal aus der Distanz, aber sowohl Katharina Kölbel, als auch zweimal Dilara Gruschka droschen den Ball jeweils deutlich am Ziel vorbei. Fünf Minuten waren noch zu spielen, als Dilara Gruschka mit feinem Fuß auf Fanny Göttling durchsteckte. Die rechte Schienenspielerin zog aus 14 Metern wuchtig ab, scheiterte aber an einer starken Parade der Torhüterin. Über Umwege kam der Ball zu Dilara Gruschka zurück, die von der Strafraumkante schießen konnte. Wieder war die Torfrau da und parierte die Kugel dieses Mal ins Toraus. Die anschließende Ecke schlug Fanny Göttling auf den zweiten Pfosten, dort setze sich Katharina Kölbel im Luftduell durch, köpfte die Kugel aber rechts am Tor vorbei. Vier Minuten später hatte Svenja Lemke im Halbfeld etwas Platz und schlug eine Flanke auf den Elfmeterpunkt. Dort kam Melina Melzig zum Abschluss, drückte das Leder aber in direkt in die Arme der Torfrau.

Dann war Schluss! Die 2. Frauen durften den sechsten Saisonsieg feiern und beenden die Hinrunde auf dem vierten Tabellenplatz. Gegen eine der torgefährlichsten Offensiven der Liga hielt die Abwehr stand und so blieben die Löwinnen das erste Mal in der Landesliga-Saison ohne Gegentor. Da die eigene Offensive selbst dreimal zuschlagen konnte, war das Ergebnis am Ende auch dem Leistungsunterschied entsprechend. Mehr Bilder zum Spiel findet ihr hier. Weiter geht es also erst im kommenden Jahr. Ich wünsche der Mannschaft eine erholsame Zeit, wir sehen uns 2026 wieder!

Tore: 1:0 (20. Spielminute, Svenja Lemke), 2:0 (33. Spielminute, Melina Melzig), 3:0 (38. Spielminute, Josephine Michler)

Bis dahin

Euer Kivi

Kommentar verfassen

Entdecken Sie mehr von

Jetzt abonnieren, um weiterzulesen und auf das gesamte Archiv zuzugreifen.

Weiterlesen