Rüger hält den Sieg fest
7 min readDie U17 bestätigt die Fortschritte der vergangenen Wochen und holt mit einem 3:1-Erfolg gegen den FC St. Pauli den zweiten Sieg in dieser Saison. Nachdem Kapitän Caspar Wäldele seine Mannschaft für eine starke Anfangsphase mit dem Führungstreffer belohnt hatte, wurde es ein ausgeglichenes Spiel. Luka Diederich stellte die Zeichen mit einem Freistoßtor noch vor dem Seitenwechsel auf Sieg, doch die Gäste kamen immer wieder gefährlich vors Tor, scheiterten aber auch immer wieder am stark aufgelegten Eintracht-Schlussmann Lenn Rüger. Der war in der Nachspielzeit vor dem Pausenpfiff zwar erstmals und letztmals machtlos, verhinderte im zweiten Durchgang aber mit mehreren überragenden Paraden den Ausgleich, ehe Yassine Ali in der Schlussminute zur Entscheidung traf.
U17-Coach Niels Quante entschied sich für folgende Aufstellung: Lenn Rüger (TW) – Berk Yasin Ay, Thorben Guldbakke, Luka Diederich, Bastian Fricke, Adriano Santagata (67. Yasin Ozan) – Tom Pflücke (90. Pepe Ibe), Caspar Wäldele (C), Leo Ganski, Yaroslav Chyvra (80. Yassine Ali) – Ruben da Silva Pereira (67. Ellias Güney)

Gegen die auswärts noch sieglosen Gäste übernahmen die zu Hause noch sieglosen jungen Löwen erstmal die Spielkontrolle. Etwas mehr als eine Minute war gespielt, als eine Ecke von Bastian Fricke im Strafraum hin und her flipperte, ehe Tom Pflücke aus kurzer Distanz zum Abschluss kam. Kurz darauf setzte sich der großgewachsene Pauli-Stürmer gegen die gesamte Blau-Gelbe Hintermannschaft durch, schoss den Ball aus 17 Metern aber genau in die Arme von Lenn Rüger. Im direkten Gegenzug setzte Caspar Wäldele rechts im Strafraum Berk Yasin Ay in Szene, der nach innen zog und aus 14 Metern die untere linke Ecke anvisierte. Der Ball klatschte an den Pfosten, den Abpraller schnappte sich Adriano Santagata und zog sofort ab, sein Schuss aus spitzem Winkel 13 Meter vor dem Tor wurde aber vom Schlussmann pariert.
Wenige Augenblicke später gab es Eckball für die jungen Löwen. Den servierte Bastian Fricke auf den ersten Pfosten, wo sich Tom Pflücke im Luftduell durchsetzen konnte, die Kugel aus kurzer Distanz aber haarscharf über die Latte köpfte. Das Spielgerät blieb auf dem Tornetz liegen. Eine Zeigerumdrehung danach bediente Ber Yasin Ay links vor dem Strafraum Adriano Santagata, der es vom Strafraumeck mit einem Schlenzer versuchte, aber zu zentral zielte. Zum Ende der Anfangsviertelstunde setzten sich die jungen Löwen am gegnerischen Strafraum fest. Wie beim Handball trugen die Blau-Gelben den Ball um den Strafraum herum, bis Yaroslav Chyvra zur rechten Grundlinie vorstoßen konnte und den Ball flach in die Gefahrenzone spielte. Wenige Meter vor dem Tor grätschte Kapitän Caspar Wäldele in die Kugel und traf zur überfälligen Führung! Das 1:0 für den BTSV!

Nun wachten die Gäste auf und spielten plötzlich stringente und schnelle Angriffe. So brachen sie mit zwei Stürmern durch, Thorben Guldbakke war als letzter Mann auf sich alleine gestellt, reagierte beim folgenden Querpass aber überragend, kam mit einer Monstergrätsche an den Ball und verhinderte somit den Ausgleich. Kurz darauf spielte der letzte Verteidiger der Eintracht einen zu lässigen Pass mit dem Außenrist und schenkte so den Ball her. Ein Pass der Gäste reichte aus und plötzlich hatte der Stürmer nur noch Lenn Rüger vor sich. Doch der blieb lange stehen und blieb im direkten Duell mit einer starken Parade Sieger. Fünf Minuten später rutschte eine Flanke von Ay bis zu Santagata durch, dessen Flachschuss aus spitzem Winkel zu zentral geriet.
Ein paar Minuten danach marschierte Berk Yasin Ay über die rechte Seite zur Grundlinie und suchte mit einer Hereingabe Ruben da Silva Pereira, doch im letzten Moment kam noch ein Verteidiger dazwischen. Die anschließende Ecke landete beim Schlussmann, der mit einem schnellen Abwurf den Konter einleiten wollte. Dabei trat er aber deutlich aus dem Strafraum und das hatte der Schiedsrichter gesehen. Daher gab es Freistoß für die jungen Löwen aus einer optimalen Position. Anscheinend ärgerte sich der Keeper noch über seinen Patzer, denn so richtig gut war die Mauer nicht gestellt. Das bemerkte auch Luka Diederich, der den Ball ohne große Mühe rechts an der Mauer vorbei ins rechte Eck zirkelte. Der Ball war drin, das Tor war schön, das 2:0!

Nur eine Minute später schnappte sich Caspar Wäldele an der Mittellinie den Ball und war bis zum Strafraumrand nicht zu stoppen. Dort wusste sich sein Gegenspieler nicht anders zu helfen und foulte den Kapitän. Wieder gab es Freistoß kurz vor der Strafraumkante. Dieses Mal versuchte es aber Bastian Fricke. Der Linksfuß hob die Kugel mit viel Gefühl über die Mauer, doch der Ball flog knapp rechts am Tor vorbei. Auf der anderen Seite rutschte ein Steckpass durch und die Gäste kamen rechts im Strafraum ziemlich frei zum Abschluss, doch der linke Pfosten rettete für die jungen Löwen. Im Gegenzug versuchte es Thorben Guldbakke aus der zweiten Reihe: drüber. Drei Minuten danach verloren die Blau-Gelben am eigenen Strafraum den Ball. Ein Gäste-Stürmer zog aus 15 Metern ab und visierte die untere linke Ecke an, doch Lenn Rüger tauchte ab und lenkte den Ball um den Pfosten. Die anschließende Ecke köpften die Gäste am zweiten Pfosten knapp vorbei. Es lief bereits die Nachspielzeit, als eine eigentlich harmlose Ecke in den Braunschweiger Strafraum segelte. Doch gleich zwei Löwen traten am Ball vorbei und so staubte die Nummer 9 aus kurzer Distanz ab, nur noch 2:1.
Dann war Halbzeit! Die jungen Löwen waren nach der starken Anfangsphase etwas aus dem Tritt gekommen, konnten per Freistoß aber nachlegen. Anschließend gelang es den Gästen zu oft durch einfache Mittel zu Torchancen zu kommen. Dennoch waren die Blau-Gelben auf Kurs Heimsieg.

In den ersten 20 Minuten nach Wiederanpfiff passierte wenig. Zwei Fernschüsse der Gäste flogen am Tor vorbei, ein Kopfball nach einer Ecke landete auf dem Tordach. Danach ging es ordentlich zur Sache. Bei seiner ersten Aktion im zweiten Durchgang tauchte Lenn Rüger bei einem gefährlichen Aufsetzer-Schuss aus 19 Metern klasse ab und lenkte den Ball mit den Fingerspitzen um den rechten Pfosten. Kurz darauf rutschte eine Flanke von der rechten Seite durch, die Hamburger kamen aus zehn Metern völlig frei zum Abschluss, doch der Ball flog tatsächlich meterweit am Tor vorbei. Wenige Augenblicke später überwand ein Steckpass die Blau-Gelbe Abwehrkette, wieder war Lenn Rüger im direkten Duell gefordert, dieses Mal verhinderte der Eintracht-Keeper den Ausgleich mit einer starken Fußparade.
Im Gegenzug ging Tom Pflücke über rechts zur Grundlinie und spielte den Ball flach in den Rückraum. Aus 14 Metern zog Yasin Ozan ab, sein Schuss wurde abgefälscht und senkte sich im hohen Bogen aufs Tordach. Zwei Zeigerumdrehungen danach steckte Caspar Wäldele auf Tom Pflücke durch, der zum rechten Strafraumrand vorstoßen konnte und mit einem flachen Pass auf den Elfmeterpunkt Yaroslav Chyvra fand. Der zog aus elf Metern völlig unbedrängt ab, schob die Kugel aber genau in die Arme vom Schlussmann. Dieser machte das Spiel schnell und plötzlich war der Gäste-Stürmer frei durch, schoss alleine vor Lenn Rüger aber rechts am Tor vorbei. Fünf Minuten später kam Ellias Güney am rechten Strafraumeck zum Abschluss: drüber.

Ein paar Minuten später setzte sich Berk Yasin Ay nach einem langen Ball durch und kam aus spitzen Winkel zum Abschluss, setzte seinen Versuch aber ebenfalls drüber. Zwei Zeigerumdrehungen danach kamen die Gäste zu einer flachen Flanke. In der Mitte kam ein Pauli-Akteur aus kurzer Distanz zum Abschluss, doch Lenn Rüger riss die Hand hoch und verhinderte den Einschlag. Doch die Szene war noch nicht geklärt, den Nachschuss aus 19 Metern hatte Rüger dann aber sicher. Leider hatte der Schlussmann den Ball zu sicher und vor allem zu lange in den Händen. Daher entschied der Schiedsrichter nach Ablauf der acht Sekunden auf Eckball für die Gäste und der wurde richtig gefährlich. Beim folgenden Kopfball aus vier Metern riss Rüger die linke Pranke hoch und verhinderte abermals den Ausgleich. Wieder blieb die Szene heiß, dieses Mal flog der Nachschuss aus 15 Metern links am Tor vorbei.
Zwei Minuten danach kam ein Gäste-Spieler nach einer Flanke im Eintracht-Strafraum an den Ball, schlug einen schnellen Haken und zog aus zehn Metern ab. Wieder tauchte Lenn Rüger blitzschnell ab und hatte die Kugel sogar fest. Die letzte Aktion hatte aber nicht der überragende Schlussmann, sondern die Blau-Gelbe Offensivabteilung: Ellias Güney spielte einen herrlichen Diagonalball in den Strafraum. Dort verarbeitete Yassine Ali das Spielgerät klasse und vollstreckte aus 15 Metern in die rechte untere Ecke. Die Entscheidung! An der rechten Eckfahne bildete sich eine große Blau-Gelbe Jubeltraube, das 3:1!

Dann war Schluss! Der zweite Sieg der Saison stand fest. Damit bleibt die U17 zwar auf dem letzten Platz, ist aber punktgleich mit dem heutigen Gegner und dem VfL Osnabrück. Die jungen Löwen haben in den nächsten Wochen also die Gelegenheit, ein wenig in der Tabelle zu klettern, auch wenn das keine sportliche Relevanz hätte. Für die Einordnung in die Hauptrunde würde eine höhere Platzierung aber helfen. Weiter geht es für die Blau-Gelben am Mittwoch im Viertelfinale des Niedersachsen-Pokals. Gastgeber ist mit dem 1. SC Göttingen 05 ein Team aus der Niedersachsenliga, Anstoß ist um 19 Uhr. Am Samstag geht es dann nach Bremen zum Spitzenreiter der Staffel, Anstoß ist um 13 Uhr. Mehr Bilder zum Spiel findet ihr hier.
Bis dahin
Euer Kivi
