Vier Formate für Eintracht – eine Adresse für Fans.

Mit einem Kantersieg in die nächste Runde

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Die U19 siegt im Niedersachsen-Pokal mehr als deutlich. Mit einem 9:0 beim zwei Ligen tiefer spielenden VfL Westercelle ziehen die jungen Löwen in das Viertelfinale ein. Nach leichten Startschwierigkeiten traf Abdel Awali zur verdienten Führung, ehe Bastian Redecker mit gleich vier Treffern hintereinander die allerletzten Zweifel niederstieß. Arda Aksac, Ali Altay und Doppelpacker Mika Ketzscher schraubten das Ergebnis vor 250 Zuschauern weiter in die Höhe. In der nächsten Runde warten die TuS Eversten oder der 1. SC Göttingen auf die Blau-Gelben.

U19-Coach Niklas Bahr entschied sich für folgende Aufstellung: Laurin Peters (TW) – Luca Perri (70. Jakin Abdaoui), Mads Runge (64. Ben Fuchs), Jonah Funk (C), Marvin Hounkpati – Luca Gille (64. Chris-Calvin Bessambo), Abdel Awali (56. Arda Aksac) – Bastian Redecker, Milan Gryglewski, Sebastian Dabrowski (56. Mika Ketzscher) – Ali Altay

Die Gastgeber begannen das Spiel intensiv, liefen die Löwen mit mehreren Spielern an und versuchten, möglichst lange ohne Gegentor zu bleiben. Zusätzlich suchten sie mit schnellen Gegenstößen ihr Glück in der Offensive. Der erste Abschluss kam aber von den jungen Löwen: Luca Perri drang über den rechten Flügel in den Strafraum ein, seinen Abschluss aus spitzem Winkel parierte der Torwart aber zur Ecke. Zehn Minuten waren gespielt, als Ali Altay mit einem Diagonalball auf Bastian Redecker den nächsten gefährlichen Angriff einleitete. Redecker zog in den Strafraum, nahm den Kopf hoch und legte mustergültig quer. Ali Altay war durchgelaufen und zog zwölf Meter vor dem Tor völlig unbedrängt ab. Doch ein Verteidiger warf sich noch in die Schussbahn und konnte blocken.

Auf der anderen Seite überrumpelte ein von der Mittellinie weit in den Strafraum gelöffelter Freistoß die Eintracht. Der Ball kam zwischen Abwehrkette und Torwart Laurin Peters runter, ehe ein Westercelle-Akteur zum Abschluss kam, aber einen völlig ungefährlichen Schuss produzierte. Peters nahm den Ball ohne Probleme auf. Auch anschließend kamen die Gastgeber immer wieder gefährlich an den Strafraum, einen Schuss brachten sie dabei aber nicht zustande. Währenddessen bissen sich die jungen Löwen immer wieder die Zähne aus, ließen aber unermüdlich einen Angriff nach dem anderen auf das gegnerische Tor zurollen. Mitte der Halbzeit war es dann so weit. Sebastian Dabrowski tauchte nach einem Doppelpass mit Ali Altay im Strafraum auf. Bei seinem Querpass war zwar ein Fuß dazwischen, Abdel Awali nahm den Abpraller 14 Meter vor dem Tor aber einfach mal direkt und schweißte die Kugel per Flachschuss in die Maschen. Der so wichtige und verdiente Führungstreffer, das 0:1.

Beinahe hätten sich die Blau-Gelben umgehend den Ausgleich gefangen, als die Hausherren nach einem unglücklichen Abpraller aus 14 Metern zum Abschluss kamen, der Ball zappelte aber nur im Außennetz. Zwei Minuten danach fing Sebastian Dabrowski einen Pass am gegnerischen Strafraum ab, kam im direkten Duell mit dem Torwart aber nicht an diesem vorbei. Der Keeper hatte den Schuss aus leicht spitzem Winkel zur Ecke pariert: Milan Gryglewski schlug die Kugel auf den ersten Pfosten, dort setzte sich Ali Altay durch, köpfte das Leder aber an der kurzen Ecke vorbei. Zwei Zeigerumdrehungen später brach Sebastian Dabrowski über links in den Strafraum und bediente Ali Altay der am ersten Pfosten aus kurzer Distanz zum Abschluss kam, die Kugel aber ans Außennetz setzte. Den folgenden Abstoß eroberten die jungen Löwen schnell zurück. Luca Perri schlug die Kugel aus dem rechten Halbfeld über die Abwehrkette. Ali Altay behauptete im Strafraum stark den Ball und legte für Bastian Redecker quer. Der beste Torjäger der vergangenen Saison ließ sich die Chance nicht nehmen und schon das Spielgerät aus kurzer Distanz am Torwart vorbei ins Netz. Das 0:2!

Wenige Augenblicke nach dem Anstoß schlug Mads Runge einen langen Ball aus der eigenen Abwehr auf die rechte Außenbahn. Dort setzte sich Bastian Redecker stark durch und marschierte in den Strafraum. Seinen Querpass drückte Ali Altay am zweiten Pfosten ans Außennetz. Kurz darauf rutschte dem Keeper eine Flanke von Luca Perri durch die Hände. Sebastian Dabrowski schnappte sich den freien Ball, kam gegen den letzten Verteidiger aber nicht zum Abschluss aufs leere Tor. Zwei Minuten später setzte Ali Altay auf der rechten Seite Bastian Redecker in Szene, der mit einem sehenswerten Dribbling an mehreren Gegenspielern vorbeiging und auf Abdel Awali durchsteckte. Dieser wurde von gleich zwei Gegenspielern bedrängt, kam aber doch noch zum Abschluss. Seinen Schuss aus 13 Metern parierte der Torwart.

Über einen kurzen Umweg landete der Ball bei Marvin Hounkpati, der die Kugel im Mittelfeld festmachte. Über Abdel Awali und Ali Altay landete das Spielgerät wieder bei Hounkpati, der zwischenzeitlich durchgestartet war und mit Ball zwei Gegenspieler überrannte. Im direkten Duell blieb aber der Torwart Sieger und parierte zur Ecke. Diese war wieder einmal Aufgabe von Milan Gryglewski. Der Linksfuß servierte den ruhenden Ball auf den zweiten Pfosten. Dort setzte sich Bastian Redecker im Luftduell durch und köpfte das Leder in die linke Ecke. Der Doppelpack und die Vorentscheidung noch vor dem Pausenpfiff, das 0:3.!

Doch die Gastgeber drängten danach auf den Ehrentreffer und setzten sich am Strafraum der Eintracht fest. Der Flachschuss halblinks im Strafraum rutschte denkbar knapp am langen Pfosten vorbei ins Aus. Vorbei war das kurze Offensiv-Flimmern der Hausherren. Bastian Redecker fing tief in der gegnerischen Hälfte einen Ball ab und setzte sofort Sebastian Dabrowski in Szene. Dessen Schuss von der Strafraumkante wurde abgefälscht und landete genau in den Armen des Torwarts.

Dann war Halbzeit. Die Löwen waren besser, waren klar überlegen und dominierten nach Belieben. Doch es hatte einige Zeit gedauert, bis das erste Tor gefallen war. Tor zwei und drei folgten wenig später und so war die Partie bereits zum Pausen-Tee entschieden. Der ein oder andere Zuschauer war bereits auf dem Weg nach Hause. Trainer Niklas Bahr verzichtete aber vorerst auf Wechsel.

Den ersten Abschluss nach Wiederanpfiff hatte aber der VfL Westercelle. Allerdings flog der Schuss aus der zweiten Reihe nicht nur über das Tor, sondern auch über den Fangzaun und gleich aus dem Sportplatzgelände. Eine Minute später steckte Ali Altay auf Bastian Redecker durch, der seinen Verfolgern davonrannte, im direkten Duell aber am stark reagierenden Schlussmann scheiterte. Ein paar Minuten danach klärten die Gäste eine Ecke von Milan Gryglewski zurück zum Eckenschützen, der erneut flanken konnte. Seine Hereingabe erwischte Ali Altay mit dem Kopf, bugsierte die Kugel aus kurzer Distanz aber genau in die Arme vom Torwart. Eine Viertelstunde war in zweiten Durchgang gespielt, als der kurz zuvor eingewechselte Mika Ketzscher auf der linken Seite den Ball eroberte und eine schnelle Kombination über mehrere Stationen in Gang setzte. Schlussendlich steckte ebenfalls gerade erst eingewechselte Arda Aksac auf Bastian Redecker durch, der freie Bahn hatte und in die untere linke Ecke vollstreckte. Der Dreierpack, das 0:4!

Wenige Augenblicke später brach Bastian Redecker über die rechte Seite durch und spielte den Ball flach vors Tor. Dort musste Ali Altay nur noch einschieben und tat auch genau das. Doch die Fahne ging hoch: Abseits. Zwei Zeigerumdrehungen danach steckte Luca Gille im richtigen Moment auf Bastian Redecker durch, der vom letzten Verteidiger eigentlich gefoult wurde, aber auf den Beinen blieb und einfach weiterrannte. Anschließend umkurvte der pfeilschnelle Torjäger leichtfüßig den Schlussmann und schob die Kugel ins leere Tor. Sein vierter Treffer an diesem Abend und das 0:5!

Nun ließen die Gastgeber den Kopf hängen. Und das bestraften die jungen Löwen. In der Meisterminute zog Bastian Redecker auf der rechten Seite das Tempo an und ließ gleich mehrere Gegenspieler einfach stehen. Anschließend setzte er rechts im Strafraum Ali Altay in Szene, der mit einem Querpass einen Mitspieler suchte. In der Mitte verpasste Arda Aksac doch am zweiten Pfosten stand Mika Ketzscher, der das Leder unter das Tordach drosch. Das halbe Dutzend war voll, 0:6!
Wenige Augenblicke später schickte Arda Aksac über links Mika Ketzscher in den Strafraum, dessen Querpass durch mehrere Beine irgendwie den Weg vors Tor fand. Aksac war mitgelaufen und vollstreckte aus elf Metern. Das 0:7!
Kurz darauf hebelte Jonah Funk mit einem langen Ball die Abwehrkette aus, Ali Altay war auf und davon, ging auch am Torwart vorbei und schob die Kugel ins leere Tor: 0:8!
Zwei Minuten danach war es wieder ein langer Ball von Jonah Funk, der Mika Ketzscher im Strafraum fand. Dieser setzte geschickt seinen Körper ein und traf aus der Drehung zum 0:9!

Vier Tore in sieben Minuten, das hatte gesessen. Doch zweistellig verlieren wollten sie nicht in Westercelle, das merkte man. Die Gastgeber warfen nun alles rein, um dieses eine Ziel zu erreichen. Arda Aksac spielte den Ball von der linken Seite in den Strafraum, doch die Hausherren konnten klären. Allerdings nur vor die Füße von Chris-Calvin Bessambo, der aus 24 Metern per Direktabnahme abzog, aber ein Verteidiger konnte blocken. Zwei Minuten später drang Milan Gryglewski über rechts in den Strafraum und legte für Ben Fuchs ab, der aus elf Metern geblockt wurde. Nun konterten Westercelle und kam sogar aus elf Metern zum Abschluss, doch der Ball flog vier Meter links vorbei. Jakin Abdaoui hatte noch entscheidend gestört. Die letzte Aktion der Partie gehörte Jonah Funk, der die Kugel aus der zweiten Reihe weit über das Tor prügelte.

Dann war Schluss. Die jungen Löwen ziehen souverän in die nächste Runde ein und schlagen den VfL Westercelle klar und deutlich mit 9:0. Im Viertelfinale wartet der Sieger aus der Partie zwischen der TuS Eversten und dem 1. SC Göttingen 05. In der Liga geht es am Samstag nach Kiel für die Blau-Gelben. Anstoß beim KSV Holstein ist um 11 Uhr. Mehr Bilder zum Spiel findet ihr hier.

Bis dahin

Euer Kivi

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