Die Meister der Doppelschläge
6 min readHeimsieg! Die Eintracht feiert den dritten Sieg in Folge und schlägt den 1. FC Kaiserslautern mit 2:0! Wieder war es ein Doppelschlag, der die Löwen auf die Siegesstraße brachte. Nach einer defensiv starken ersten Halbzeit wackelten die Blau-Gelben kurz und ließen Kaiserslautern ins Spiel kommen, nur um dann gleich doppelt mitten ins Herz der Aufstiegsträume zu stechen. Und natürlich trafen die überragenden Figuren der letzten Wochen: Rayan Philippe und Lino Tempelmann ließen den Tempel beben. Anschließend verteidigten die Löwen leidenschaftlich und wenn es mal brenzlig wurde, war der starke Thorben Hoffmann da und hielt die Null mit seinen unüberwindbaren Pranken fest.
Eintracht-Coach Daniel Scherning entschied sich für folgende Aufstellung: Thorben Hoffmann (TW) – Paul Jaeckel, Sven Köhler (80. Ermin Bičakčić), Jannis Nikolaou – Marvin Rittmüller (89. Fabio Kaufmann), Robin Krauße, Leon Bell Bell (70. Fabio di Michele Sánchez) – Lino Tempelmann, Max Marie (46. Julian Baas) – Rayan Philippe, Richmond Tachie (70. Levente Szabó)

Den ersten Abschluss hatten die Löwen: Robin Krauße steckte auf der linken Seite auf Rayan Philippe durch, der von der Grundlinie an den zweiten Pfosten flankte. Dort setzte sich Marvin Rittmüller im Luftduell durch, köpfte die Kugel aber klar links am Tor vorbei. Fünf Minuten später setzte der vom FCK ausgeliehene Tachie stark gegen Lautern-Keeper Krahl nach, als dieser einen Haken schlagen wollte. Von Tachies Bein sprang der Ball zwar Richtung Tor, rollte dann aber doch recht deutlich rechts vorbei. Zehn Minuten später spielte Marvin Rittmüller einen schnellen Doppelpass mit Lino Tempelmann und brachte den Ball von der rechten Grundlinie flach auf den Elfmeterpunkt. Dort stand Rayan Philippe, der Franzose konnte den Ball aber nicht aufs Tor drücken.
Ein paar Minuten später wurde eine Freistoßflanke vor die Füße von Robin Krauße geklärt, der aus 14 Meter per Volley abzog. Links am Tor vorbei. Zwei Minuten danach kam Tachie nach einer Freistoßflanke zum Abschluss, ein Gäste-Verteidiger konnte aber blocken. Zehn Minuten vor der Pause kam der Ball über Rayan Philippe zu Richmond Tachie, dessen Schuss im Strafraum ebenso wie der Nachschuss von Marie geblockt wurde. Eine Zeigerumdrehung später setzte Marie einen vielversprechenden Freistoß in die Mauer.

Dann war Halbzeit. Die Eintracht war hier klar die spielbestimmende Mannschaft und hatte noch überhaupt keinen Abschluss der Gäste zugelassen. Allerdings hatten es die Löwen trotz einiger Versuche selbst auch noch nicht geschafft, den Ball auch mal aufs Tor von Kaiserslautern zu bringen. Zum Seitenwechsel nahm Trainer Daniel Scherning den mit Gelb vorbelasteten Max Marie runter. Für ihn kam Julian Baas in die Partie.
Die Gäste kamen extrem druckvoll aus der Kabine, erstmals wackelte die Blau-Gelbe Defensive etwas. Ein wirklich gefährlicher Abschluss kam dabei zwar nicht raus, doch es war gleich mehrmals knapp. Und genau in diese Drangphase hinein stachen die Löwen zu. Breithaupt spielte den Ball 20 Meter vor dem Tor in die Füße von Richmond Tachie, der sofort aufdrehte und das Spielgerät an Baas weitergab. Dieser bediente links im Strafraum Lino Tempelmann, der 14 Meter vor dem Tor aus halblinker Position abzog. Der Ball ging durch die Beine von Heuer und schlug in der unteren rechten Ecke ein. Lautern-Schlussmann Krahl konnte den Einschlag nicht verhindern und musste mitanhören, wie hinter ihm die Südkurve explodierte. Das 1:0 und der bereits sechste Treffer für die Schalke-Leihgabe!

Während das Stadion noch hochentzückt den Führungstreffer feierte, verlor Breithaupt den Ball an Robin Krauße. Dieses Mal machte es Tempelmann löwenstark und setzte halbrechts vor dem Strafraum Rayan Philippe in Szene. Dieser zog in den Strafraum, ging an seinem Gegenspieler vorbei und zog mit seinem schwächeren rechten Fuß ab. Der Ball zischte in den linken Winkel und schlug ein, Krahl war erneut geschlagen und erneute wurde es richtig laut hinter ihm. Ein Blau-Gelbes Jubel-Knäuel bildete sich vor der Eckfahne vor den Blöcken 5 und 6, in denen sich die Eintracht-Fans voller Freude in den Armen lagen. Der Doppelschlag zum 2:0!
Zahlen, die für den Eintracht-Fan wie ausgedacht klingen: Es war die 18. Torbeteiligung für Rayan Philippe und die achte Torbeteiligung für Lino Tempelmann, der bekanntlich erst zur Rückrunde zur Eintracht gestoßen war. Knappe zwei Minuten hatten zwischen den beiden Treffern gelegen, Erinnerungen an den doppelten Doppelschlag gegen den HSV wurden wach. Im direkten Gegenzug wurde es dann erstmals wirklich gefährlich durch die Gäste, doch Redondo bugsierte die Kugel aus kurzer Distanz über den Kasten. Etwa zwei Minuten nach dem 2:0 setzte sich Marvin Rittmüller auf der rechten Seite durch und fand mit seiner Flanke Richmond Tachie, der sich in die Luft schraubte und den Ball aufs Tor köpfte. Keeper Krahl kam mit den Fingerspitzen noch an die Kugel und lenkte das Spielgerät über die Latte.

Die folgende Ecke von Julian Baas wurde in den Rückraum geklärt, wo Bell Bell aus 25 Metern abzog, doch seine Direktabnahme wurde geblockt. Es ging hier jetzt hin und her. Auf der anderen Seite klärte Rittmüller eine Flanke in die Füße von Robinson, der den Ball wenige Meter vor dem Tor aber nicht richtig traf und rechts am Tor vorbei schoss. Eine Zeigerumdrehung später verschaffte sich Tachie mit einem Haken etwas Platz und zog von der Strafraumkante ab. Lautern-Schlussmann Krahl parierte zur Ecke, die aber nichts einbrachte. Fünf Minuten danach kam Ragnar Ache nach Vorlage von Yokota aus 18 Metern ziemlich frei zum Abschluss, setzte den Ball aber auch ziemlich weit über den Kasten. In der Meisterminute visierte Ritter mit einem Schlenzer aus 18 Metern den rechten Winkel an und verpasste diesen knapp, Glück für die Eintracht!
20 Minuten vor dem Ende tanzte Rayan Philippe im und am gegnerischen Strafraum gefühlt acht Gegenspieler aus, fand aber keine Lücke zum Abschluss und wurde anschließend ins Seitenaus abgedrängt. Kurz darauf zog Lino Tempelmann aus der zweiten Reihe ab, jagte den Ball aber deutlich über die Latte. Auf der anderen Seite landete ein direkt getretener Freistoß von Ritter in den sicheren Armen von Thorben Hoffmann. Kurz darauf ballerte Ritter einen weiteren Freistoß weit am Tor vorbei. Sven Köhler hatte zuvor gefoult und etwas Glück gehabt, dass er dafür nicht die zweite Gelbe Karte sah. Für ihn kam daher vorsichtshalber Ermin Bičakčić in die Partie.

Fünf Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit führte Rayan Philippe einen Freistoß schnell auf Robin Krauße aus, der aus 14 Metern abzog. Krahl konnte den Schuss auf die rechte Ecke aber ins Toraus parieren. Diese schlug Julian Baas in die Gefahrenzone und fand Jannis Nikolaou, der aus acht Metern aber ein gutes Stück über den Querbalken köpfte. Eine Minute später zog Szabó aus der zweiten Reihe ab, sein Fernschuss wurde aber zur Ecke abgefälscht. Diese wurde zu di Michele Sánchez geklärt, der aus fast 30 Metern volles Risiko ging, das Leder aber eher Richtung Eckfahne prügelte.
Auf der anderen Seite köpfte Hanslik knapp links am Tor vorbei. Mit Ablauf der regulären Spielzeit steckte Opoku auf Ragnar Ache durch, der freie Bahn hatte und alleine vor dem Tor auftauchte. Doch Thorben Hoffmann bestand auf seine weiße Weste und hielt im direkten Duell überragend. Zwei Minuten der Nachspielzeit waren bereits gespielt, als es Alidou nochmal 24 Meter vor dem Tor aus halblinker Position versuchte. Der Ball ging rechts am Tor vorbei, Hoffmann musste nicht eingreifen.

Und dann war Schluss! Ein dritter und letzter Jubel brandete durch das Eintracht-Stadion! Der dritte Sieg in Folge war eingefahren, der dritte Sieg gegen einen Aufstiegskandidaten! Eine tolle Leistung der Löwen und ein verdienter Sieg für die Farben Blau und Gelb! Am kommenden Samstag geht es dann zum vermeintlich schwächsten Gegner der verbleibenden Spiele. Die Reise geht zum Tabellenletzten nach Regensburg. Dann ohne die gelbgesperrten Tempelmann, Jaeckel und Bell Bell. Anstoß ist um 13 Uhr.
Tore: 1:0 (51. Spielminute, Lino Tempelmann), 2:0 (53. Spielminute, Rayan Philippe)
Bis dahin und schöne Ostertage
Euer Kivi
