Früher Doppelschlag zum Auswärtssieg
6 min readDie 3. Herren stellen bereits früh die Weichen Richtung Auswärtssieg. Gegen die Zweitvertretung vom SC Rot-Weiß Volkmarode stand es bereits nach sieben Minuten 0:2, nachdem Manuel Most und Marvin Schultz per Doppelschlag ihre Farben jubeln gelassen hatten. Anschließend vergaben beide Teams einige Chancen, vor allem im zweiten Durchgang wurden die Gastgeber immer gefährlicher. Doch ein verschossener Strafstoß und ein Pfostentreffer in der Nachspielzeit sorgte dafür, dass es bei einem Heimtreffer blieb. Und so durften die Blau-Gelben vor etwa 50 Zuschauern den vierten Saisonsieg und extrem wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt feiern.
Eintracht-Coach Dominik Petzold entschied sich für folgende Aufstellung: Jens Helling (TW) – Manuel Most (72. Nils Terbrack), Pascal Lau (63. Rami Hamo), Ronald Frank, Paul Lohmann – Marcel Sutter (90.+4 Tayrese Albert), Valentino Ehbrecht, André Bellon, Marvin Schultz – Sanin Becirovic – Max Reinholz (76. Kevin Lagershausen)

Keine zwei Minuten waren gespielt, als sich Marvin Schultz über die linke Seite durchtankte und den Ball flach in die Mitte gab. Die Kugel hüpfte irgendwie bis an den zweiten Pfosten zu Manuel Most, der aus zwölf Metern abzog. Dabei traf der Rechtsverteidiger den Ball eigentlich nicht gerade perfekt, aber der Bodenbelag war heute Einträchtler und so sprang die Kugel über die Hand des Torwarts hinweg ins Netz. Ein kurioser Treffer, aber Tor ist Tor! Die ganz frühe Führung für die Blau-Gelben, das 0:1!
Und auch die nächste Aktion saß! Innenverteidiger Pascal Lau bewies Auge und schlug einen überragenden Ball über 60 Meter und überrumpelte damit die Abwehrkette der Gastgeber. Marvin Schultz war im perfekten Moment gestartet und rannte seinen Verfolgern einfach davon. So konnte er unbedrängt in den Strafraum ziehen und knallte das Spielgerät aus 15 Metern humorlos und trocken in den rechten Winkel. Ein absoluter Sahnetreffer, da konnten die Hausherren nur staunen, der Doppelschlag zum 0:2!

Auch ohne Toptorjäger Kevin Vierra, der nach seiner fünften gelben Karte gesperrt fehlte, lief die Eintracht-Offensive also mal wieder prächtig. Nur fünf Teams haben mehr Tore erzielt als die Mannschaft von Trainer Dominik Petzold. Und es ging sofort weiter, auch wenn bei der nächsten Torchance die Gastgeber mithalfen. Einen Rückpass nahm der Torwart mit der Hand auf, klare Sache: indirekter Freistoß im Strafraum der Gäste. André Bellon legte ab, Marvin Schultz donnerte das Spielgerät Richtung Tor, doch ein Abwehrspieler fälschte zur Ecke ab. Diese servierte Max Reinholz auf den Kopf von Valentino Ehbrecht, der das Leder aber am Tor vorbei köpfte. Zwei Minuten später jubelten die zahlreich erschienenen und nicht einsetzbaren Spieler am Seitenrand ein drittes Mal, doch zu früh gefreut: Nach einer Freistoßflanke von Marvin Schultz hatte Manuel Most aus kurzer Distanz eingenetzt, doch der Doppelpack blieb ihm verwehrt, denn der Schiedsrichter entschied auf Abseits.
Und es kam noch dicker für die Gastgeber. Der erfolgreichste Torschütze, ein gefühlt drei Meter großer Stürmer, musste mit Ablauf der Anfangsviertelstunde verletzt raus. Einiges los also bereits früh in der Partie. Nun wachten auch die Hausherren auf. Ein Steilpass rutschte durch und ein Heim-Stürmer tauchte frei vor dem Tor auf, aber Jens Helling lenkte den wuchtigen Schuss mit einer überragenden Reaktion noch über den Querbalken. Ein paar Minuten danach sprang der Ball nach einer Ecke der Gastgeber im Strafraum hin und her, bis der Abschluss aus kurzer Distanz folgte. Jens Helling riss die Fäuste hoch und zeigte die nächste Wahnsinns-Tat: Der Löwen-Keeper lenkte den Ball tatsächlich erneut über die Latte. Im direkten Gegenzug setzte Marcel Sutter André Bellon in Szene, dessen Schuss aus 15 Metern der Torwart nicht festhalten konnte und so kam Sanin Becirovic aus fast identischer Position wie Bellon zum Nachschuss, platzierte seinen Versuch aber zu zentral. Dieses Mal hatte der Keeper den Ball im Nachfassen sicher.

Zehn Minuten später passte die Abstimmung in der Blau-Gelben Hintermannschaft nicht und so kamen zwei Volkmaroder gegen fünf Eintracht-Verteidiger zum Abschluss, aber Paul Lohmann schmiss sich in die Schussbahn und fälschte zur Ecke ab. Ein paar Minuten danach luchste Marvin Schultz dem letzten Verteidiger den Ball ab und kam aus leicht spitzem Winkel zum Abschluss, zielte aber zu zentral.
Dann war Halbzeit! Die 3. Herren führten verdient, hatten es aber verpasst, mit einem dritten Treffer alles klarzumachen. Der frühe Doppelschlag erwies sich dennoch als wichtiger Pfund im Spiel gegen die Zweitvertretung des Tabellenzweiten der Bezirksliga. Trainer Dominik Petzold verzichtete auf Wechsel.

Einige Minuten nach Wiederanpfiff versuchten es die Gastgeber mit einem Volleyschuss aus 20 Metern, der Ball flog aber klar über den Kasten. Eine Viertelstunde im zweiten Durchgang war gespielt, als die Gastgeber nach einer Freistoßflanke zum Abschluss kamen. Dabei sprang die Kugel aus kurzer Distanz einem Löwen-Verteidiger an die Hand und der Schiedsrichter entschied sofort auf Strafstoß. Bitter für die 3. Herren, keine Fehlentscheidung, dennoch pfeift das nicht jeder. Die Nummer 7 legte sich den Ball zurecht und visierte die linke untere Ecke an. Der Ball hoppelte einen knappen Meter links am Tor vorbei. Es blieb beim 0:2 für die Eintracht!
Noch kurioser wurde es zwei Minuten später. Die Gastgeber brachen über die rechte Seite in den Strafraum und spielten die Kugel in die Gefahrenzone. Die Nummer 21 musste aus fünf Metern eigentlich nur noch einschieben, schaffte es aber, das Kunststück zu vollbringen, das Leder deutlich über das Tor zu bugsieren. Eine Viertelstunde vor dem Ende war es dann so weit. Gleich mehrere Verteidiger schaltete ab, wähnten den Ball scheinbar im Toraus, doch der Heim-Akteur hielt die Kugel im Spiel und spielte den Ball flach in auf den Elfmeterpunkt. Dort stand der Unglücksrabe vom Elfmeter und zog ab. Durch die Beine eines Löwen schlug die Kugel unten links ein. Der Anschlusstreffer, nur noch 1:2.

Beinahe hätten die Löwen die sofortige Antwort gehabt, als Rami Hamo einen überragenden Pass in den Lauf von Marvin Schultz spielte, der seinen Verfolgern davon lief und am Torwart vorbeizog. Dieser trat auf der Strafraumkante zu und foulte den Eintracht-Kapitän klar. Der Schiedsrichter allerdings hatte das Foul außerhalb des Strafraums gesehen und das, obwohl sogar eine Spur im Rasen den Ort des Geschehens klar auf die Strafraumkante verwies. Doch der Schiedsrichter blieb bei seiner Meinung und verzichtete sogar komplett auf eine Karte und das war dann eindeutig falsch, denn Marvin Schultz hätte nur noch ins leere Tor einschieben müssen, also eine klare Notbremse, die nur bei einem Strafstoß mit Gelb, statt mit glatt Rot bestraft wird. Keine Karte war aber die komplett falsche Entscheidung. Rami Hamo versuchte es beim folgenden Freistoß aus 16 Metern direkt, jagte den Ball aber in die Mauer.
Fünf Minuten später wurde es nach einem langen Einwurf der Gastgeber brandgefährlich, doch im allerletzten Moment konnte Marcel Sutter noch den Ball vom Fuß des einschussbereiten Gegenspielers klären. Kurz darauf kamen die Hausherren nach einer Freistoßflanke zum Abschluss, doch auf der Linie stand ein Eintracht-Verteidiger und konnte klären. Auf der anderen Seite blockte Kevin Lagershausen einen langen Ball des Torwarts, konnte das Laufduell mit dem Torwart aber nicht gewinnen. Der Ball prallte zu Rami Hamo, der aus großer Entfernung das leere Tor anvisierte, die Kugel aber rechts am Tor vorbeischoss.

Es lief bereits die Nachspielzeit, als der Torwart der Gäste bei einem Freistoß nochmal mit nach vorne ging. Die Eintracht fing den Ball ab, schenkte ihn wieder her und beging dann kurz vor dem Strafraum ein komplett unnötiges Foul und so bekamen die Gastgeber noch einmal einen Freistoß in hervorragender Position. Die Nummer 10 zog wuchtig ab, doch der Ball klatschte an den rechten Pfosten. Der Ball blieb im Spiel und die Blau-Gelben konterten über Rami Hamo, der mit einem tollen Dribbling Richtung Strafraum zog, bei einer zwei gegen eins Überzahl dann aber nicht mehr genug Kraft für den Querpass hatte, sodass die Kugel abgefangen wurde.
Doch das war egal, denn nur wenige Sekunden später war das Spiel vorbei! Die Löwen lagen sich in den Armen, denn das hier war richtig wichtig. Der zweite Sieg in Folge und erst der vierte überhaupt in der Saison. Ganz wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt und aufgrund des großartigen Kampfes war das heute auch nicht unverdient! Weiter geht es für die 3. Herren am kommenden Sonntag bereits um 9 Uhr. Zu Gast am Biberweg ist mit der SKG Dibbesdorf dann das Schlusslicht der Liga. Klares Ziel ist also der dritte Sieg in Folge. Mehr Bilder zum Spiel findet ihr hier.

Tore: 0:1 (2. Spielminute, Manuel Most), 0:2 (6. Spielminute, Marvin Schultz), 1:2 (75. Spielminute, Silas Krems)
Bis dahin
Euer Kivi
