Vier Formate für Eintracht – eine Adresse für Fans.

Souveräner Auswärtssieg

5 min read

Die Löwinnen schlagen Schlusslicht PSV Grün-Weiß Hildesheim nach einer tollen Leistung mit 0:5. Die alles überragende Akteurin war wieder einmal Lyn Meyer, die mit zwei Toren und drei Vorlagen an allen fünf Treffern direkt beteiligt war und ihre Mannschaft als nimmermüde Antreiberin und Kapitänin durch die Partie gegen beim Schlusslicht führte. Bereits nach zwei Minuten hatte die Torjägerin für Maya Andresen quergelegt, die zur frühen Führung einschob. Mitte der ersten Halbzeit reagierte Meyer nach einer Riemer-Ecke am schnellsten und traf zum 0:2. Nach dem Seitenwechsel war es erneut Ronja Riemer, die Lyn Meyer mit einem tollen Steilpass in die richtige Position brachte. Meyers neuntes Saisontor im siebten Spiel war dann auch die Vorentscheidung. In der Schlussviertelstunde spielte Lyn Meyer die beiden eingewechselten Celina Klebe und Neele Wunsch frei, die den Endstand auf 0:5 hochschraubten.

Löwinnen-Coach Simon Wintgen entschied sich für folgende Aufstellung: Melina Würmel (TW) – Cindy Kaufmann, Antonia Farr, Lena Ahl, Lea Eggers (67. Victoria Wiedermann) – Charlotte Brühler (60. Neele Wunsch), Jolie Just, Julia Meißner, Ronja Riemer (67. Celina Klebe) – Maya Andresen (60. Jill-Lina Lange), Lyn Meyer (C)

Etwas mehr als zwei Minuten waren gespielt, als Lyn Meyer das erste Mal den Turbo zündete und die Hildesheimer Abwehr einfach überrannte. Vor der Torhüterin legte die Torjägerin uneigennützig quer. Sturmpartnerin Maya Andresen war perfekt mitgelaufen und schob die Kugel ins leere Tor. Die ganz frühe Führung für die Löwinnen beim Schlusslicht, das 0:1 für den BTSV!

Wenige Augenblicke nach dem Anstoß kam Jolie Just aus 20 Metern zum Abschluss, traf aber nur das Außennetz. Auf der anderen Seite sorgte ein Ballverlust am eigenen Strafraum für Gefahr. Die Gastgeberinnen hatten eigentlich völlig freie Bahn, der Schuss 17 Metern flog aber mindestens zehn Meter am Tor vorbei. Fünf Minuten später wurde es nach einem weiteren Ballverlust erneut gefährlich, doch Lena Ahl rettete in höchster Not mit einer überragenden Grätsche. Zehn Minuten danach beruhigten sich nach einer Ecke von Ronja Riemer die Gemüter. Denn die Kugel fiel Lyn Meyer vor die Füße, die blitzschnell reagierte und das Leder aus kurzer Distanz in die Maschen drückte. Die Torjägerin zeigte sich nach ihrer langen Verletzungspause in der vergangenen Saison sofort in Topform und erzielte bereits ihren achten Saisontreffer: das 0:2 für die Löwinnen!

Eine Zeigerumdrehung später marschierte Charlotte Brühler über die rechte Seite und bediente im Zentrum Lyn Meyer, die sich elegant um ihre Gegenspielerin drehte, zehn Meter vor dem Tor robust am Schuss gehindert wurde. Dafür gab es auch schon mal Strafstoß, heute aber nicht. Kurz darauf war Melanie Würmel im Tor der Eintracht erstmals gefragt und pflückte einen harmlosen Fernschuss locker aus der Luft. Fünf Minuten danach setzte Julia Meißner mit einem tollen Pass Charlotte Brühler auf der rechten Außenbahn in Szene. Die Flanke der Flügelspielerin bugsierten die Gastgeberinnen aufs eigene Tor, doch die Torfrau verhinderte mit großer Mühe das Eigentor.

Wenige Augenblicke danach klärte der PSV eine Flanke von Ronja Riemer vor die Füße von Jolie Just, die aus 25 Metern einfach mal den Abschluss suchte und nur knapp links am Tor vorbei schoss. Wenige Minuten vor der Pause versuchte es Ronja Riemer bei einem Freistoß aus 22 Metern direkt, platzierte ihren Schuss aber zu zentral. Nur Sekunden danach brach Maya Andresen über links in den Strafraum, kam aus extrem spitzem Winkel aber nicht an der Torfrau vorbei. Kurz darauf versuchte es auch Julia Meißner mit einem direkten Freistoß, setzte ihren Schuss aus 20 Metern aber hauchzart links am Tor vorbei.

Dann war Halbzeit. Die Löwinnen waren klar überlegen und hatten gegen einen schwachen Gegner nur selbst durch eigene Ballverluste Gefahr vor dem eigenen Tor erfolgt. Auf der anderen Seite rollte ein Angriff nach dem anderen aufs Tor der Gastgeberinnen zu. Trainer Simon Wintgen sah somit keinen Grund zu wechseln und schickte die Blau-Gelben unverändert in den zweiten Durchgang.

Kurz nach Wiederanpfiff verschaffte sich Lyn Meyer mit einer geschickten Drehung viel Platz und schickte dann Charlotte Brühler auf die Reise, die aus spitzem Winkel per Grätsche zum Abschluss kam, doch die Torfrau parierte zur Ecke. Diese brachte allerdings nichts ein. Keine zehn Minuten waren im zweiten Durchgang gespielt, als Ronja Riemer hinter der Mittellinie im Fallen einen herrlichen Steilpass in den Lauf von Lyn Meyer spielte, die einfach viel zu schnell für ihre Verfolgerinnen war und dadurch alleine aufs Tor marschieren konnte. Die Braunschweiger Torfabrik umkurvte die Torfrau und vollstreckte ins leere Tor. Das neunte Saisontor für Lyn Meyer und die Vorentscheidung: 0:3 für die Braunschweiger Eintracht!

Fünf Minuten später köpfte Meyer eine Meißner-Flanke in die Arme der PSV-Torfrau. Die Gastgeberinnen waren nun darauf bedacht, nicht abgeschossen zu werden und verlegten sich trotz des klaren Rückstands aufs Verteidigen. Eine Viertelstunde vor dem Ende der regulären Spielzeit wurde der Bann abermals gebrochen. Über Victoria Wiedermann und Julia Meißner kam der Ball zu Lyn Meyer, die in den Strafraum zog und mit einem herrlichen und überragenden Dribbling gleich ein halbes Dutzend Gegenspielerinnen stehen ließ. Von der Grundlinie aus hatte unsere Nummer 6 das Auge für die Mitspielerin und spielte die Kugel flach auf den zweiten Pfosten. Dort stand Celina Klebe perfekt und schob die Kugel aus zwei Metern ins leere Tor. Das 0:4 durch die beste Torschützin der vergangenen Regionalliga-Saison!

Dann kamen auch mal die Gastgeberinnen zu einer guten Torchance: Nach einem langen Ball tauchte eine Spielerin plötzlich frei vor dem Tor auf, jagte die Kugel aus zwölf Metern aber mindestens sieben Meter rechts am Tor vorbei. Fast im direkten Gegenzug machte Victoria Wiedermann mit einem tollen Dribbling Meter und schickte dann Jill-Lina Lange Richtung Grundlinie. Deren scharfe Flanke drehte sich Richtung Tor, doch am Ende ging der Ball am langen Pfosten vorbei ins Toraus. Wenige Minuten waren zu spielen, als die weiße Weste von Melanie Würmel nochmal geprüft wurde. Nach einem haarsträubenden Ballverlust am eigenen Strafraumrand tauchte eine PSV-Akteurin frei vor dem Eintracht-Kasten auf, doch im direkten Duell parierte die BTSV-Torfrau mit einer überragenden Fußabwehr. Es lief die letzte Minute der regulären Spielzeit, als Lyn Meyer 40 Meter vor dem Tor den Ball behauptete und dann mit einem genialen Pass die Lücke in der Abwehrkette fand. Neele Wunsch war im perfekten Moment gestartet und hatte freie Bahn. Alleine vor dem Tor blieb sie eiskalt und traf in die rechte untere Ecke. Das 0:5 für den BTSV!

Das war auch der Endstand! Die Löwinnen feiern den dritten Auswärtssieg der Saison und schieben sich vorerst auf den zweiten Platz. Das Schlusslicht hatte gegen die stark aufspielenden Blau-Gelben keine Chance und verlor am Ende auch in der Höhe absolut verdient. Für die Mannschaft von Trainer Simon Wintgen geht es 31. Oktober weiter. Dann geht es im Niedersachsen-Pokal zum Spitzenreiter der Landesliga Hannover. Anstoß ist um 13 Uhr. Mehr Bilder zum Spiel findet ihr hier.

Bis dahin

Euer Kivi

Kommentar verfassen

Entdecken Sie mehr von

Jetzt abonnieren, um weiterzulesen und auf das gesamte Archiv zuzugreifen.

Weiterlesen