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Niederlage gegen den VfL Osnabrück

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Die U19 gewinnt auch im vierten Spiel in der Nachwuchs-Liga nicht und verliert zum zweiten Mal in Folge. Gegen den VfL Osnabrück ließen die jungen Löwen eine Vielzahl an klaren Chancen liegen und luden die Gäste zu oft ein. Die Lila-Weißen nutzten aus ihren ersten vier Chancen gleich drei Stück und gingen mit einer komfortablen 0:3-Führung in die Halbzeitpause. Nach dem Seitenwechsel verwalteten die Gäste ihre Führung, die Löwen wurden zu selten ernsthaft gefährlich. Ein absolutes Traumtor vom eingewechselten Karim Hassanin eine Viertelstunde vor dem Ende machte die Angelegenheit nochmal spannend, doch ein weiteres Tor sollte den Blau-Gelben nicht gelingen, die nach vier Spieltagen auf dem vorletzten Platz stehen.

U19-Coach Christian Menzel entschied sich für folgende Aufstellung: Leon Herdes (TW) – Ole Backfisch (67. Oliwier Bosacki), Ben Fuchs (53. Leo Klipphahn), Raffael Ziegele, Marvin Hounkpati (15. Noah Weisheit), Andrej Schlothauer – Basim El-Haj (C), Luca Gille (53. Karim Hassanin) – Bastian Redecker (53. Jan Strauß), Liam Marheineke, Arda Aksac (53. Aurel Gega)

Etwa zwei Minuten waren gespielt, als Arda Aksac einen Rückpass klasse antizipierte, sich das Spielgerät schnappte und freie Bahn hatte. Elf Meter vor dem Tor kam er aus halbrechter Position aber nicht am stark reagierenden Schlussmann der Gäste vorbei. Die anschließende Ecke von Ole Backfisch erwischte Liam Marheineke mit dem Kopf, doch ein Abwehrspieler konnte blocken. Marheineke nahm sich den Abpraller und legte raus auf Ole Backfisch, der auf den Elfmeterpunkt flankte. Dort schraubte ich Ben Fuchs in die Luft und köpfte wuchtig aufs Tor. Der VfL-Keeper musste sich ordentlich strecken, um den Ball mit den Fingerspitzen gerade noch über die Latte lenken zu können. Die anschließende Ecke landete erneut bei Liam Marheineke, der erneut geblockt wurde, aber im Ballbesitz blieb und das Auge für Arda Aksac hatte, der aus zwölf Metern unbedrängt zum Schuss kam, das Leder aber klar über den Kasten jagte.

Fünf Minuten später kam Bastian Redecker nach einem langen Ball einen Schritt später am Ball an als der Torwart, der das Leder aus der Gefahrenzone drosch. Eine Zeigerumdrehung danach wurde eine Flanke von Andrej Schlothauer abgefälscht und landete bei Ole Backfisch, der das Leder per Volley direkt nahm, aber weit über den Kasten beförderte. Danach wurde Marvin Hounkpati ausgewechselt, nach einer gelben Karte und einem weiteren Foul war der Innenverteidiger stark gelb-rot-gefährdet. Für ihn kam Linksverteidiger Noah Weisheit, Andrej Schlothauer rückte in die Dreierkette. Wenige Augenblicke später steckte Weisheit nach einem tollen Konter auf Bastian Redecker durch, der den Torwart umkurvte, aus vollem Lauf und aus spitzem Winkel aber über das leere Tor schoss. Auf der anderen Seite kamen die bis dahin völlig ungefährlichen Gäste zur ersten Torannäherung. Leon Herdes pflückte den ungefährlichen Kopfball nach einer Ecke aber locker aus der Luft.

Mitte der ersten Halbzeit verteidigten die jungen Löwen einen eigentlich harmlosen langen Ball nicht zielstrebig genug und bekamen anschließend keinen Zugriff mehr auf die Nummer 11, die nach innen zog, aus 14 Metern nicht ausreichend gestört wurde und platziert abzog. Vom rechten Innenpfosten sprang der Ball ins Tor, Leon Herdes streckte sich vergebens, die erste richtig gefährliche Chance der Gäste war also gleich drin: 0:1.
Drei Minuten später verloren die Blau-Gelben den Ball am eigenen Strafraum, ein Eintracht-Akteur blieb liegen, ein Foul hatte aber nicht vorgelegen. Osnabrück spielte weiter und der Schiedsrichter unterbrach die Partie ebenfalls nicht. Und so tauchte die Nummer 9 frei vor dem Kasten von Leon Herdes auf und vollstreckte aus zwölf Metern eiskalt zum 0:2.

Eine Minute später wurde es nach einem langen Ball brandgefährlich, doch Ben Fuchs rettete mit einer starken Grätsche und holte sogar einen Abstoß raus. Fünf Minuten danach steckte Noah Weisheit auf Bastian Redecker durch, der aus halblinker Position am Torwart scheiterte, den Ball zurückbekam, aus spitzem Winkel aber in die Arme vom Schlussmann der Gäste köpfte. Drei Minuten später verlagerte Basim El-Haj das Spiel auf die rechte Seite: Ole Backfisch sah und fand den völlig freien Noah Weisheit mit einer tollen Flanke. Der Linksverteidiger nahm das Leder an und stand alleine vor dem Kasten, scheiterte aus acht Metern aber an einer sehenswerten Fußparade des VfL-Torwarts, der das Leder an den linken Pfosten lenkte. Der Ball prallte zu Bastian Redecker, der aus elf Metern abzog, ein Verteidiger klärte für seinen schon geschlagenen Schlussmann von der Linie.

Auf der anderen Seite war Leon Herdes nach einer Ecke bei einem zentralen Kopfball zur Stelle und hatte das Leder im Nachfassen sicher. Zwei Minuten vor der Pause verteidigten die jungen Löwen halbherzig und machten es den Gästen viel zu einfach, die über die rechte Seite viel zu viel Platz hatten. Den ersten Schuss nach dem Querpass konnte die Eintracht noch blocken, der Nachschuss der Nummer 10 schlug unten rechts im Kasten ein, das 0:3. Fast schon aberwitzig anhand des Chancenverhältnisses, aber so ist der Fußball halt. Beinahe hätten die Blau-Gelben vor dem Kabinengang noch eine Backpfeife bekommen, denn nach einem simplen Chip-Ball tauchte der VfL-Stürmer frei vor Leon Herdes auf, doch der BTSV-Schlussmann entschied das direkte Duell mit einer starken Parade für sich.

Dann war Halbzeit. Das hatte sich Trainer Christian Menzel sicherlich anders vorgestellt. Vorne einige Riesenchancen liegen gelassen, hinten den Gegner viermal eingeladen und dreimal bestraft worden. Die Osnabrücker zeigten sich hier ähnlich eiskalt wie der VfL Bochum am Mittwoch. Solche Einladungen darf man sich in der höchsten Junioren-Klasse einfach nicht erlauben, auch wenn die jungen Löwen die Fehler der Gäste auf der anderen Seite nicht bestrafen konnten.

Die Blau-Gelben konnten in den ersten Minuten nach Wiederanpfiff keinen Druck aufbauen, die Gäste standen dicht gestaffelt und lauerten auf Konter. Den ersten Abschluss im zweiten Durchgang hatte somit auch der VfL Osnabrück: Nach einer Kombination an den rechten Strafraumrand wurde der Ball flach in den Rückraum serviert, der Schuss aus 14 Metern flog aber klar über den Kasten. Fünf Minuten später köpfte Leo Klipphahn eine Halbfeldflanke von Ole Backfisch über den Querbalken. Drei Zeigerumdrehungen danach nutzte Jan Strauß nach einem langen Ball von Basim El-Haj ein Missverständnis zwischen einem Verteidiger und dem Osnabrücker Torwart und schob den Abwehrspieler robust aus dem Weg, bugsierte die Kugel dann aber am leeren Tor vorbei.

Eine Minute später kam der Ball über Jan Strauß und Liam Marheineke zu Aurel Gega, der aus 18 Metern flach abzog. Doch der Schlussmann tauchte rechtzeitig ab und fischte die Kugel aus dem unteren linken Eck. Auf der anderen Seite blockte Leo Klipphahn nach einem Konter in höchster Not, der wuchtige Schuss aus 14 Metern wäre sehr gefährlich geworden. Ein paar Minuten danach klärte Andrej Schlothauer einen Kopfball nach einer Ecke von der Linie. Eine Viertelstunde vor dem Ende der regulären Spielzeit zeigten die jungen Löwen einen bekannten Spielzug: Liam Marheineke legte einen hohen Ball auf den Strafraumrand ab, Karim Hassanin ging aus 19 Metern volles Risiko, nahm das Leder direkt aus der Luft und donnerte das Spielgerät mit dem Vollspann in den rechten Knick. Wie auch schon in Bochum gelang der U19 also immerhin ein echtes Traumtor, nur noch 1:3!

Nur eine Minute später sorgte der Torschütze mit einer herrlichen Seitenverlagerung für Gefahr. Noah Weisheit tauchte am linken Strafraumrand auf und suchte mit einer flachen Hereingabe Aurel Gega, doch der Pass geriet zu ungenau, der Torwart schmiss sich auf die Kugel. Eine Zeigerumdrehung danach steckte Jan Strauß nach tollem Sprint auf Liam Marheineke durch, der aus spitzem Winkel abzog, doch wieder war der Schlussmann da und parierte. Kurz darauf tauchte Jan Strauß gefährlich links im Strafraum auf und hatte mehrere Anspielstationen, konnte die Kugel aber nicht im Spiel halten, es ging weiter mit Abstoß Osnabrück.

Im Gegenzug drang der VfL über rechts in den Strafraum ein, traf aus spitzem Winkel aber nur das Außennetz. Jetzt wurden die Konter der Gäste immer wieder gefährlich. So auch zwei Minuten später, als ein Osnabrücker frei vor Leon Herdes auftauchte, doch der Löwen-Schlussmann parierte den Schuss aus leicht spitzem Winkel stark. Die Nachspielzeit hatte bereits begonnen, als der Ball nach einer Ecke Andrej Schlothauer vor die Füße fiel, der es aus der zweiten Reihe einfach mal versuchte, die Kugel aber weit über den Kasten jagte. Eine Minute später versuchten es Karim Hassanin und Liam Marheineke vom Strafraumrand, wurden aber jeweils geblockt.

Dann war Schluss. Die U19 holt erneut keine Punkte und steht mit zwei Punkten und 13 Gegentoren nach vier Spielen auf dem vorletzten Tabellenplatz. Kommenden Samstag muss das besser werden, denn dann steht das emotional wichtigste Spiel der Saison an: das Derby. Bis dahin muss das Trainerteam um Christian Menzel die Probleme analysieren und versuchen, möglichst schnell Lösungen zu finden. Anstoß bei den Roten ist um 18 Uhr, das Spiel wird vermutlich erneut unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden. Mehr Bilder zum Spiel findet ihr hier.

Bis dahin
Euer Kivi

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