Der erste Heimsieg
4 min readEndlich ist er da, der erste Heimsieg der Saison! Die Löwen schlugen die noch sieglosen Störche glanzlos, aber mit großem Einsatz. Nachdem das vermeintliche 1:0 von Jan Urbich durch den VAR einkassiert wurde, traf der Stürmer nur wenige Minuten danach zum tatsächlichen 1:0. Trotz Chancen auf beiden Seiten blieb es dabei und die Eintracht fuhr die Punkte fünf bis sieben ein.
Eintracht-Coach Lars Kornetka entschied sich für folgende Aufstellung: Thorben Hoffmann (TW) – Mehmet Aydin, Kevin Ehlers, Isidoros Koutsidis (57. Lukas Frenkert), Fabio di Michele Sánchez – Florian Flick – Max Marie, Samuele di Benedetto (57. Robin Heußer) – Aaron Opoku (80. Junior Zé), Jan Urbich (67. Jovan Mijatovic), Yann Sturm

Die ersten 120 Sekunden sprang die Kugel zwischen den beiden Teams hin und her, ehe ein Ballgewinn von Isidoros Koutsidis einen Gegenstoß ermöglichte. Max Marie hielt den Ball am linken Strafraumrand im Spiel und spielte die Kugel zurück auf das linke Strafraumeck. Von dort konnte Fabio di Michele Sánchez flanken. Die Hereingabe des Linksverteidigers landete im Fünf-Meter-Raum, wo Jan Urbich zuerst am Ball war und das Leder über die Linie bugsierte. Doch als der Jubel im Eintracht-Stadion langsam ruhiger wurde, schaltete sich der VAR ein: Abseits. Weiter 0:0.
Doch ärgern mussten sich die Blau-Gelben nicht lange: Nur wenige Minuten danach passte der Fast-Torschütze Jan Urbich bei einem Rückpass von Nekic ein, schnappte sich das Spielgerät, umkurvte Holstein-Schlussmann Weiner und schob die Kugel ins leere Tor. Dieses Mal zählte der Treffer, Jan Urbich durfte jubelnd zur Eckfahne abdrehen. Der vierte Saison-Treffer für den Stürmer, das 1:0 für den BTSV!

Eine Reaktion der Gäste kam nicht wirklich. Nur einmal musste Florian Flick mit einer resoluten Grätsche eingreifen, sonst hatten die Löwen alles im Griff. Etwa 20 Minuten waren gespielt, als ein aussichtsreicher Konter beinahe im Sande verlief, ehe Yann Sturm mit einer schnellen Bewegung in eine Schussposition kam, sein Abschluss aus 20 Metern flog deutlich über den Kasten. Fünf Minuten später spielte Aaron Opoku einen unsauberen Pass. Mehmet Aydin hätte das Leder unbedrängt in die Gefahrenzone spielen können. Einer von vielen Unsauberkeiten im offensiven Drittel. Eine halbe Stunde war gespielt, als die Löwen-Abwehr bei einer Freistoßflanke aus dem rechten Halbfeld pennte. Nekic köpfte aus kurzer Distanz knapp über den Querbalken. Auf der anderen Seite zog Aaron Opoku vom Strafraumrand ab, wurde aber geblockt. Kurz darauf kamen die Gäste im Löwen-Strafraum zum Abschluss, die Blau-Gelben warfen sich jeweils dazwischen und konnten blocken.
Bis zur Pause passierte nichts mehr. Beide Teams zeigten, warum sie nicht gerade mitten im Aufstiegsrennen sind. Dennoch führte die Eintracht nicht unverdient. Dennoch hätten bei den sich bietenden Räumen deutlich mehr zwingende Abschlüsse dabei herauskommen müssen. Ohne Wechsel ging es weiter in den zweiten Durchgang.

Zwei Zeigerumdrehungen waren gespielt, als Max Marie überragend durch die Abwehrkette durchsteckte. Fabio di Michele Sánchez hatte freie Bahn, ging noch ein paar Meter und zog aus leicht spitzem Winkel ab. Sein Flachschuss geriet aber zu zentral, kein Problem für Weiner im Tor der Gäste, aber da war deutlich mehr drin. Zwei Zeigerumdrehungen später brachte Mehmet Aydin die Kugel aus dem rechten Halbfeld in den Strafraum. Dort wurde Isidoros Koutsidis geblockt, der Ball prallte zu Yann Sturm, der es per Fallrückzieher probierte: links vorbei.
Fünf Minuten später kamen die Kieler über Balzi und Kapralik zum Abschluss, am Ende gab es Eckball für die Gäste. Diese verlängerten die Blau-Gelben selbst an den zweiten Pfosten, wo Sekine frei zum Kopfball kam, das Leder aber klar neben den Kasten köpfte. Im Gegenzug drang Jan Urbich gefährlich in den Strafraum, verpasste aber den Zeitpunkt zum Abschluss und blieb dann am letzten Verteidiger Nekic hängen. Zwei Zeigerumdrehungen später kombinierten sich die Löwen herrlich in den Strafraum. Dort zog Aaron Opoku aus zwölf Metern zu überhastet ab. Sein Flachschuss geriet dabei zu zentral, kein Problem für Weiner, der das Leder im Nachfassen sicher hatte.

Im direkten Gegenzug kam Balzi von der Strafraumkante zum Abschluss, sein Schuss sauste haarscharf über den Querbalken. Zehn Minuten später kam Kapralik nach einer Sekine-Flanke aus kurzer Distanz zum Abschluss, doch Lukas Frenkert warf sich in die Schussbahn und konnte blocken. Zehn Minuten waren noch zu spielen, als Yann Sturm von der linken Seite mit viel Tempo nach innen zog und mit einem Schlenzer die lange Ecke anvisierte. Das Leder flog knapp am Tor vorbei. Auf der anderen Seite blockte Flick im Rückraum gegen Ugoh. In den letzten Minuten verteidigten die Löwen leidenschaftlich und ließen nichts mehr zu. So war es Yann Sturm, der nach einem herrlichen Dribbling den letzten Abschluss hatte, aus spitzem Winkel aber geblockt wurde.
Dann war Schluss! Die Eintracht erkämpft sich den zweiten Sieg und den ersten Heimsieg der Saison. Nun brechen wichtige Wochen für die Löwen an. Neben dem Derby stehen Spiele gegen direkte Konkurrenten an. Niederlagen kann sich die Kornetka-Elf also eher nicht erlauben. Weiter geht es am kommenden Samstag in Fürth. Anstoß ist um 13 Uhr.

Bis dahin
Euer Kivi
