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Halbes Dutzend im Flutlicht-Pokal

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Die 2. Frauen erklimmen souverän die Tabellenspitze der Gruppenphase im Flutlicht-Pokal. Gegen den Lehndorfer TSV, immerhin ungeschlagen im Aufstiegskampf in der Bezirksliga, fuhren die Löwinnen einen ungefährdeten 6:0-Kantersieg ein. Dabei war das junge Team der Gastgeberinnen klar unterlegen und konnte sich auch über die Höhe der Niederlage absolut nicht beschweren. Für die Eintracht schnürten gleich drei Spielerinnen einen Doppelpack: Während Melina Melzig in der ersten Hälfte doppelt traf, schraubten Dilara Gruschka und Vanessa Schäfer das Ergebnis mit ihren je zwei Treffern weiter in die Höhe, dabei war ein Tor schöner als das andere!

Eintracht-Coach Sebastian Thies entschied sich für folgende Aufstellung: Cansu Gültekin (TW) – Lotta Bierschwall, Alicja Golla (46. Dilara Esen), Lisa-Marie Naujoks (C) – Svenja Lemke (46. Lenja Kastner), Josephine Michler (80. Leandra Hampe-Michels), Leandra Hampe-Michels (70. Alicja Golla), Fanny Göttling – Melina Melzig, Vanessa Schäfer, Dilara Gruschka

2 Grad und Regen, für die Zuschauer waren das am Mittwochabend nicht unbedingt optimale Bedingungen, auf dem Platz ging es dafür aber sofort zur Sache. Wenige Sekunden waren gespielt, als sich Leandra Hampe-Michels mit langen Schritten Platz verschafft und aus der zweiten Reihe wuchtig abzog. Ihr Fernschuss geriet aber etwas zu zentral. Zwei Minuten später stieß Svenja Lemke den Ball zu Melina Melzig, die das Leder 20 Meter vor dem Tor per Volley direkt aus der Luft nahm. Die Kugel flog Richtung linkes Eck, doch die Torfrau tauchte ab und hatte den Ball im Nachfassen sicher. Kurz darauf brach die pfeilschnelle Melzig über links zur Grundlinie durch, bei ihrer scharfen Hereingabe kam Lemke im Strafraum einen Schritt zu spät.

Die Gastgeberinnen kamen nur an den Eintracht-Strafraum, wenn die Löwinnen den Ball leichtfertig herschenkten. So auch nach etwa zehn Minuten Spielzeit. Alicja Golla konnte den Schuss aus 15 Metern zwar noch abfälschen, aber nicht verhindern, dass die Kugel dennoch aufs Tor flog. Cansu Gültekin tauchte aber blitzschnell ab und sicherte sich das Spielgerät. Die Torfrau ist die eigentliche Stammkraft der U17 aus der Bezirksliga und war heute zu den 2. Frauen abgestellt. Auf der anderen Seite ging Josephine Michler bei einem Pass dazwischen und zog sofort ab. Ihr Flachschuss aus 17 Metern klatschte an den linken Pfosten und von dort in die Arme der Torhüterin. Und auch in der nächsten Szene war Michler beteiligt. Sie spielte den Ball zu Lotta Bierschwall. Die hob das Spielgerät dem Mittelkreis über die Abwehrkette. Melina Melzig war im perfekten Moment gestartet, kam zwischen Abwehr und Torfrau an den Ball und lupfte die Kugel mit viel Gefühl über die Torhüterin hinweg. Die Kugel senkte sich herrlich und schlug unter der Latte ein. Ein richtig schöner Treffer und die verdiente Führung, das 1:0 für den BTSV!

Fast im direkten Gegenzug musste Alicja Golla in höchster Not eingreifen. Ein gefährlicher Steilpass wäre beinahe durchgerutscht, doch die Innenverteidigerin verhinderte dies mit einer überragenden Grätsche. So blieben die Löwinnen nicht nur in Führung, sie bauten diese wenig später auch noch aus. Fanny Göttling hatte das Leder auf dem rechten Flügel nahe der Mittellinie am Fuß, nahm den Kopf hoch und sah Melina Melzig starten. Göttling spielte einen überragenden Diagonalball. Flach über 30 Meter an sechs Gegnerinnen vorbei genau in den Fuß von der schnellen Stürmerin, die das Leder mit dem ersten Kontakt nahm und eiskalt in die untere rechte Ecke vollstreckte. Das nächste Tor zum Zungeschnalzen, das 2:0!

Ein paar Minuten danach fing Göttling einen Pass der gegnerischen Torhüterin ab, suchte sofort den Abschluss, wurde 19 Meter vor dem Tor aber geblockt. Vier Minuten später steckte Vanessa Schäfer im perfekten Moment auf Melina Melzig durch, die vor der Torhüterin am Ball war, diese scheinbar umkurvte und aus spitzem Winkel abzog. Doch die Torhüterin brachte irgendwie noch die Fingerspitzen an die Kugel und lenkte das Leder ans Außennetz. Zwei Zeigerumdrehungen danach legte Lisa-Marie Naujoks für Josephine Michler auf, die aus 30 Metern einfach mal abzog. Ihr Fernschuss flog halblinks aufs Tor, erst im Nachfassen hatte die Torhüterin das Geschoss sicher entschärft. Kurz darauf zog Vanessa Schäfer von der linken Seite nach innen, ihr folgender Abschluss aus 20 Metern flog aber links vorbei. Aus ähnlicher Position versuchte es wenig später Melina Melzig, auch ihren Schuss hatte die Torfrau erst im Nachfassen sicher.

Dann war Halbzeit! Die 2. Frauen hatten ihre Überlegenheit zu zwei herrlich heraus gespielten Toren genutzt. Defensiv hatten Cansu Gültekin und ihre Abwehr wenig Mühe, die Gastgeberinnen vom Toreschießen abzuhalten. Trainer Sebastian Thies wechselte doppelt. Für Svenja Lemke und Alicja Golla kamen Lenja Kastner und Dilara Esen in die Partie.

Und so ging es auch im zweiten Durchgang einseitig weiter. Kurz nach Wiederanpfiff fiel der Ball vor die Füße von Vanessa Schäfer, die es von der Strafraumkante mit dem Außenrist versuchte, ihr Kunstschuss geriet aber zu zentral. Zehn Minuten waren gespielt, als Melina Melzig auf der rechten Seite einen schnellen Doppelpass und bracht zur Grundlinie vor. Ihre flache Hereingabe landete bei Dilara Gruschka, die das Leder mit viel Gefühl an der Torfrau vorbeistreichtelte. Die Kugel rollte ins linke Eck, das 3:0!

Ein paar Minuten danach schlug Lenja Kastner eine Flanke aus dem rechten Halbfeld auf den Elfmeterpunkt. Dort kam Dilara Gruschka vor der letzten Verteidigerin an den Ball und verarbeitete die Kugel direkt aus der Luft so klasse, dass sie an ihrer Gegenspielerin vorbeitanzte und sich alleine vor der Torfrau aussuchen konnte, in welche Ecke sie schießen wollte. Entsprechend eiskalt vollstreckte die Stürmerin, der nächste Doppelpack, das 4:0!

Zwei Zeigerumdrehungen später eroberte Lenja Kastner die Kugel in Strafraumnähe, zielte aus 23 Metern aber zu zentral. Auf der anderen Seite rutschte ein langer Ball durch und die Stürmerin war plötzlich frei durch. Doch Cansu Gültekin stürmte aus ihrem Kasten und warf sich auf das Spielgerät. Das sollte auch ihre letzte Aufgabe des Tages sein, denn danach ging es wieder nur in eine Richtung. Lisa-Marie Naujoks hatte auch den Torhunger entdeckt und ließ aus 25 Metern einen echten Kracher ab. Die Kugel hätte genau in den linken Knick gepasst, doch mit einem sehenswerten Hechtsprung verhinderte die Lehndorfer Torfrau den Einschlag. Doch lange freuen konnten sich die Gastgeberinnen darüber nicht, denn die direkt folgende Ecke schlug Lenja Kastner scharf vors Tor. Dort setzte Vanessa Schäfer zum Scherenschuss an und kopierte dabei quasi das Bundesliga-Logo. Aus kurzer Distanz war die Torfrau ebenso verblüfft wie machtlos, das nächste herrliche Tor, 5:0!

Etwas mehr als eine Minute danach kombinierten sich die Löwinnen mit wenigen Kontakten schnell und direkt in den Strafraum. Dort legte Vanessa Schäfer für Dilara Gruschka ab, die aus 14 Metern nicht an der Torfrau vorbeikam. Zwei Zeigerumdrehungen später schlug Lisa-Marie Naujoks einen diagonalen Flugball auf das rechte Strafraumeck. Dort ging Melina Melzig volles Risiko und nahm das Leder direkt aus der Luft per Volley. Die Kugel senkte sich im hohen Bogen hinweg über die Torhüterin Richtung linkes Eck, flog dann aber doch denkbar knapp am Tor vorbei.

Danach wurde Leandra Hampe-Michels zurück eingewechselt, das ist im Kreispokal analog zur Kreisliga erlaubt. Wenige Sekunden zurück auf dem Feld zog die Mittelfeldspielerin bereits aus etwa 25 Metern ab. Eine Abwehrspielerin fälschte gegen die Laufrichtung ihrer Torfrau ab, die aber dennoch eine Hand an den Ball brachte. Melina Melzig zündete den Turbo und kam aus spitzem Winkel zum Nachschuss, doch abermals parierte die starke Torfrau der Gastgeberinnen. Eine Minute später fiel der Ball vor die Füße von Lenja Kastner, die aus 19 Metern abzog, knapp über den linken Winkel hinweg. Es lief bereits die letzte Minute der regulären Spielzeit, als Lisa-Marie Naujoks am linken Strafraumrand einen schnellen Doppelpass mit Dilara Gruschka spielte. Im ersten Kontakt flankte die Spielführerin in die Gefahrenzone, wo Vanessa Schäfer einlief und das Leder per Volley-Direktabnahme unter die Latte drosch. Das nächste wunderschöne Tor der Löwinnen und das 6:0!

Direkt danach war Schluss! Die 2. Frauen bedankten sich anschließend bei den mitgereisten und tapferen Fans und Angehörigen, die für das Pokalspiel zum Teil sogar aus anderen Bundesländern angereist waren. Mit dem beeindruckenden und auch in der Höhe verdienten 6:0-Kantersieg steht fest, die Löwinnen ziehen als Gruppensiegerinnen in das Halbfinale vom Flutlichtpokal ein, wo die vier Gruppenersten aufeinander treffen. Am Sonntag geht es aber erstmal in der Liga weiter, dann ist die SG Denkershausen/Lagershausen zu Gast am Biberweg. Anstoß ist um 14 Uhr. Mehr Bilder zum Spiel findet ihr hier.

Tore: 0:1 (15. Spielminute, Melina Melzig), 0:2 (21. Spielminute, Melina Melzig), 0:3 (55. Spielminute, Dilara Gruschka), 0:4 (63. Spielminute, Dilara Gruschka), 0:5 (75. Spielminute, Vanessa Schäfer), 0:6 (90. Spielminute, Vanessa Schäfer)

Bis dahin

Euer Kivi

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