Mit Vorteil ins Rückspiel
5 min readAuswärtssieg! Die Eintracht macht den ersten von zwei Schritten und gewinnt das Hinspiel in der Relegation beim 1. FC Saarbrücken mit 0:2. Nach einer ersten Halbzeit ohne viele Chancen war es wieder Mal Lino Tempelmann, der zur so wichtigen Führung traf. Wenig später erhöhte Marvin Rittmüller mit seinem ersten Pflichtspieltreffer für den BTSV. Thorben Hoffmann blieb weitgehend beschäftigungslos und konnte sich bei Abpfiff mit seinen Mitspielern und 1.800 mitgereisten Eintracht-Fans über eine gute Grundlage für das Rückspiel freuen. Entschieden ist noch nichts, am Dienstag wird es eine gute Leistung für den Klassenerhalt im Nachsitzen benötigen.
Eintracht-Coach Marc Pfitzner entschied sich für folgende Aufstellung: Thorben Hoffmann (TW) – Paul Jaeckel, Ermin Bičakčić (C), Sven Köhler – Marvin Rittmüller (67. Fabio Kaufmann), Lino Tempelmann, Robin Krauße, Christian Conteh (Fabio di Michele Sánchez) – Rayan Philippe (85. Richmond Tachie), Sebastian Polter (67. Levente Szabó), Johan Gómez (85. Walid Ould-Chikh)
Vor dem Spiel gab es für 4 Euro eine Rote Wurst. Diese war wieder einmal prima. Würzig, knackig, wirklich lecker! Abzüge gibt es für „Ketchup oder Senf“ aus der Tüte und ein etwas unterdurchschnittliches Brötchen. 8,5/10 von mir.


Zudem gab es auch Börek mit Hackfleischfüllung, hier bin ich mir beim Preis aber nicht mehr sicher. Etwa 4 Euro. Leider kalt, aber sonst sehr lecker. 8/10.
Das Spiel begann mit etwas Abtasten, beide Teams wollten hier auf keinen Fall den ersten Fehler machen. Und so dauerte es bis zum Ablauf der Anfangsviertelstunde, bis mal etwas passierte. Nach einem Einwurf bekam die Eintracht den Ball nicht geklärt, Brünker setzte seinen Flachschuss aus leicht spitzem Winkel knapp links vorbei. Zehn Minuten später erwischte Rayan Philippe eine Halbfeldflanke von Sven Köhler mit dem Kopf, traf den Ball aber nicht richtig. Den harmlosen Kopfball nahm Saarbrücken-Keeper Menzel locker auf.
Auf der anderen Seite klärten die Löwen eine Flanke von Ex-Löwe Florian Krüger vor die Füße von Becker, der das Leder aber einige Meter über die Latte jagte. Zwei Minuten vor der Pause klärten die Gäste einen Köhler-Freistoß zu Marvin Rittmüller, der Robin Krauße in Szene setzte. Dieser ging mit einer feinen Bewegung an seinem Gegenspieler vorbei und spielte das Leder flach vors Tor. Am ersten Pfosten verpasste Sebastian Polter knapp, zentral vor dem Tor rutschte Ermin Bičakčić hauchzart am Ball vorbei.
Dann war Halbzeit. Viel passierte nicht im ersten Durchgang, auch wenn die Eintracht deutlich souveräner und mutiger wirkte als in den vergangenen beiden Wochen. Aber vor den Toren gelang weder den Blau-Gelben, noch den Gastgebern, die erst am letzten Spieltag auf den dritten Tabellenplatz gesprungen waren, etwas. Dennoch verzichtete Marc Pfitzner vorerst auf Wechsel, die defensive Ordnung stimmte auch grundsätzlich.

Mit dem Seitenwechsel wachten die Gastgeber auf und suchten nun aktiver den Torabschluss. Die flache Hereingabe von Rizzuto landete am zweiten Pfosten beim völlig freien Krüger, der das Leder per Grätsche aber nicht aufs Tor bringen konnte. Etwas mehr als drei Minuten waren gespielt, als Thorben Hoffmann eine Freistoßflanke aus dem Strafraum faustete. Über Rayan Philippe Sven Köhler auf der linke Seite mit einem tollen Pass Christian Conteh in Szene setzte, der heute als linker Schienenspieler auflief und den Turbo zündete. Es folgte ein überragender Pass mit dem Außenrist auf den Strafraumrand. Dort tauchte Rayan Philippe alleine vor dem Tor auf, scheiterte aus 15 Metern aber an Torwart Menzel. Der Ball prallte zu Lino Tempelmann, der das Leder aus vollem Lauf 19 Meter vor dem Tor direkt nahm und über zwei Verteidiger hinweg in den linken Winkel knallte. Riesenjubel im Gästeblock, das war richtig wichtig, das 0:1!
Die Antwort der Gastgeber kam zehn Minuten später: Rabihic schlenzte von der Strafraumkante allerdings rechts vorbei, Hoffmann hätte den Schuss aber vermutlich gehabt. Kurz darauf zog Rizzuto aus der zweiten Reihe ab, klar am Tor vorbei. Währenddessen wurde Conteh draußen behandelt und zeigte an, dass er zeitnah ausgewechselt werden muss. Für wenige Augenblicke kam er aber nochmal aufs Feld. Nachdem Rittmüllers Flanke geblockt wurde, kam die Kugel über Polter und Krauße auch nochmal zu Conteh, der mit einem schnellen Antritt an seinem Gegenspieler vorbeizog und den Ball flach vors Tor spielte. Am ersten Pfosten verpasste Polter die Kugel, diese rutschte aber durch bis zu Marvin Rittmüller, der sofort abzog. Leicht abgefälscht schlug das Spielgerät in der unteren linken Ecke ein. Das erste Pflichtspieltor vom rechten Schienenspieler, das 0:2!

Auf der anderen Seite kam Brünker nach einer Flanke von Vasiliadis zum Kopfball, beförderte das Leder aber rechts am Tor vorbei. Zwei Zeigerumdrehungen danach köpfte Sonnenberg eine Ecke in die Arme von Thorben Hoffmann. Im direkten Gegenzug wurde ein Abschluss von Lino Tempelmann zur Ecke abgefälscht. Diese schlug Rayan Philippe auf den Elfmeterpunkt, wo Ermin Bičakčić relativ ungestört zum Kopfball kam, seinen Versuch aber etwas zu zentral platzierte, sodass Menzel mit einem tollen Reflex zur Ecke parieren konnte. Den anschließenden Eckball servierte erneut Philippe erneut auf den Kopf von Ermin Bičakčić, der am zweiten Pfosten links am Tor vorbei köpfte.
Fünf Minuten danach legte Becker eine Halbfeldflanke von Rizzuto eher unfreiwillig per Kopf quer, Brünker rauschte drei Meter vor dem Tor denkbar knapp an der Kugel vorbei. Wenige Minuten waren noch zu spielen, als Sven Köhler auf der linken Seite Fabio di Michele Sánchez zur Grundlinie schickte. Der linke Schienenspieler spielte die Kugel in den Rückraum, wo Fabio Kaufmann angelaufen kam und das Leder direkt nahm. Sein Schuss zischte wenige Zentimeter am rechten Pfosten vorbei und zappelte im Außennetz.

Die reguläre Spielzeit war bereits abgelaufen, als es Walid Ould-Chikh bei einem Freistoß aus 19 Metern driekt versuchte und das Leder über die Mauer zirkelte. Menzel war aber rechtzeitig in der Ecke und boxte die Kugel mit beiden Fäusten weg. Eine Minute später dribbelte Lino Tempelmann nach eigenem Ballgewinn an der Mittellinie bis zum Strafraumrand und zog ab, Menzel parierte erneut und lenkte den Ball noch um den linken Pfosten. Die anschließende Ecke brachte nichts ein.

Dann war Schluss! Die Eintracht erledigt den ersten von zwei Schritten durchaus souverän und gewinnt das Hinspiel der Relegation mit 0:2. Und das ging auch durchaus in Ordnung. Feiern kann man nun noch nicht, denn am Dienstag geht es darum, den Teilerfolg zum Klassenerhalt umzuwandeln. Anstoß ist dann erneut um 20.30 Uhr.
Bis dahin
Euer Kivi
