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Keine Punkte für die jungen Löwen

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Auch bei der U19 gab es einen 2:4-Auswärtssieg zu sehen, im Gegensatz zu den Profis waren die jungen Löwen am Samstagnachmittag gegen Hansa Rostock aber selbst die unterlegene Heimmannschaft. Nach einem frühen Gegentreffer hatte Arda Aksac noch per Strafstoß die schnelle Antwort parat gehabt. Allerdings trafen die Gäste je einmal kurz vor und kurz nach der Pause und zogen dem Team von Ken Reichel damit etwas den Stecker. Als wenige Minuten vor dem Ende der vierte Gegentreffer fiel, zogen die Blau-Gelben nochmal an und betrieben vor 70 Zuschauern mit dem 2:4-Endstand von Jan Strauß noch etwas Ergebniskosmetik.

U19-Coach Ken Reichel entschied sich für folgende Aufstellung: Leon Herdes (TW) – Ben Fuchs (63. Marvin Hounkpati), Leo Klipphahn, Jakob Benstead – Ole Backfisch (C, 85. Mika Gehring), Sebastian Dabrowski (63. Karim Hassanin), Niklas Gambke (74. Luca Gille), Aurel Gega (46. Bastian Redecker) – Abdel-Haq Awali – Liam Marheineke (74. Jan Strauß), Arda Aksac

Das Spiel war kaum angepfiffen, als Sebastian Dabrowski die Kugel von Liam Marheineke bekam, mit einem schnellen Antritt an zwei Gegenspielern vorbeizog und herrlich auf Aurel Gega durchsteckte. Der linke Schienenspieler tauchte völlig frei vor dem Tor auf, kam aus 13 Metern mit seinem Flachschuss aber nicht am Hansa-Torwart vorbei. Das rächte sich bereits kurz darauf, als die jungen Löwen eine eigentlich harmlose Situation auch im vierten Versuch nicht geklärt bekamen und den Ball anschließend auch noch vor die Füße der Nummer 18 bugsierten. Diese zog einfach mal ab, der Ball setzte einmal auf und schlug unhaltbar im rechten Eck ein, der frühe Rückstand, das 0:1.

Doch quasi im direkten Gegenzug zog Arda Aksac mit einem überragenden Dribbling in den Strafraum und wurde dort umgegrätscht. Eine gelbe Karte gab es zwar nicht, den glasklaren Strafstoß aber schon. Der gefoulte selbst trat an und knallte das Leder in die linke Ecke. Der blitzschnelle Ausgleich für die jungen Löwen und das sechste Saisontor für den Torschützen. Das 1:1 nach zehn Minuten!

Zwei Zeigerumdrehungen später brach Aurel Gega über die linke Seite in den Strafraum und spielte die Kugel flach vors Tor. Dort verpasste Liam Marheineke haarscharf, der Ball rollte aber zu Ole Backfisch, der das Spielgerät aus 14 Metern direkt nahm. Ein Abwehrspieler warf sich dazwischen und blockte zur Ecke. Auf der anderen Seite wurde es nach einem der vielen langen Bälle, die die Gäste immer wieder hinter die Abwehrkette schlugen, gefährlich, doch Leo Klipphahn konnte im letzten Moment noch blocken. Sofort ging es wieder in die andere Richtung. Über Liam Marheineke und U17-Aufrücker Abdel-Haq Awali kam der Ball zu Sebastian Dabrowski, der in den Strafraum einzog, wo sein Gegenspieler stürzte. So hatte Dabrowski eigentlich genügend Zeit und Platz für einen Querpass, doch dieser misslang völlig und landete bei einem Gegenspieler.

Drei Minuten danach ging Leo Klipphahn nach einem robusten Einsatz seines Gegenspielers im eigenen Strafraum zu Boden, der Schiedsrichter ließ aber weiterspielen und so kam Hansa nach einem Querpass aus 13 Metern völlig frei zum Abschluss. Leon Herdes reagierte klasse und verhinderte den Rückstand. Anschließend wurde Dabrowski umgetreten, eine gelbe Karte gab es erneut nicht. Danach nahm sich das Spiel eine Pause. Die Gäste nutzen ihre körperliche Überlegenheit und die Linie des Schiedsrichters, der hier viel laufen ließ, bei den Blau-Gelben mit Fortschreiten der Spielzeit aber leider immer kleinlicher wurde.

Zehn Minuten vor der Pause brach Hansa über die linke Seite in den Strafraum. Die flache Hereingabe landete am zweiten Pfosten, wo ein Hansa-Akteur eigentlich frei zum Schuss kam, das Leder aber meterweit über den Kasten und auf den dahinter stehenden Rettungswagen bugsierte. Drei Minuten waren noch zu spielen, als ein einfacher Chip-Ball durch die Blau-Gelbe Abwehrkette rutschte, die Nummer 10 kam aus spitzem Winkel zum Abschluss und traf wuchtig in die kurze Ecke, der erneute Rückstand, das 1:2.

Kurz darauf war Halbzeit, die jungen Löwen gingen mit einem Rückstand in die Kabine. Offensiv gab es zu viele Ungenauigkeiten, defensiv hatten sich die Blau-Gelben zu oft von langen und steilen Pässen der Gäste überrumpeln lassen, die diese aber auch stark spielten. Trainer Ken Reichel, der als Übergangslösung bis zum Saisonende die Leitung übernahm, brachte Toptorjäger Bastian Redecker für Aurel Gega in die Partie.

Wenige Sekunden waren nach Wiederanpfiff gespielt, als Liam Marheineke kurz vor dem Strafraum den Ball eroberte und auf den gerade erst eingewechselten Bastian Redecker durchsteckte. Dessen Schuss überwand zwar den Torwart, doch auf der Linie rettete ein Verteidiger für seinen geschlagenen Schlussmann. Eine Zeigerumdrehung später spielte Redecker sein Tempo aus und zog über links in den Strafraum und an drei Gegenspielern vorbei. Bei Gegenspieler Nummer 4 war dann Schluss, zudem foulte der pfeilschnelle Redecker den Verteidiger und sah den gelben Karton.

Auf der anderen Seite rutschte ein Steckpass durch, doch Leon Herdes blieb lange stehen und blieb im direkten Duell mit dem Stürmer Sieger. Sechs Minuten nach Wiederanpfiff schlugen die Gäste eine Ecke auf den ersten Pfosten, wo ausgerechnet ein Löwen-Kopf den Ball ins eigene Tor verlängerte. Besonders bitter: Die Ecke war nur entstanden, weil der Schiedsrichter übersehen hatte, dass die Gäste einen schnellen Einwurf mindestens zehn Meter weiter vorne ausgeführt hatten. Doppeltes Pech also für die Blau-Gelben, die somit einen echten Wirkungstreffer verdauen mussten, das 1:3 für Hansa Rostock.

Fünf Minuten später packte Leon Herdes bei einem Schlenzer aus der zweiten Reihe sicher zu. Zwei Zeigerumdrehungen danach eroberte Niklas Gambke an der Mittellinie mit einem starken Tackling den Ball und steckte sofort auf Bastian Redecker durch, der aus 14 Metern zum Abschluss kam, aus halblinker Position aber zur Ecke geblockt wurde. Zehn Minuten später kam die Kugel über Liam Marheineke und Bastian Redecker zu Abdel-Haq Awali, der von der Strafraumkante abzog, aber auch der jüngste Löwe wurde geblockt. Der talentierte Mittelfeldspieler wird erst in wenigen Tagen 16 und wäre auch in der kommenden Saison noch für die U17 spielberechtigt.

Kurz darauf zog Awali erneut ab, sein Versuch aus 20 Metern zischte aber über den Querbalken. Ein paar Minuten danach marschierte Karim Hassanin über rechts zur Grundlinie, seine flache Hereingabe drückte Arda Aksac am ersten Pfosten in die Arme des Torwarts. Eine Minute später leisteten sich die jungen Löwen einen folgenschweren Ballverlust im Aufbauspiel. Der Steckpass der Gäste fand den in stark abseitsverdächtiger Position lauernden Spieler mit der Nummer 2, der frei vor dem Tor auftauchte, Leon Herdes umkurvte und ins leere Tor einschob. Die endgültige Vorentscheidung, das 1:4.

Im direkten Gegenzug spielte Luca Gille den Ball mit viel Gefühl in den Strafraum. Dort ging Jakob Benstead an seinem Gegenspieler vorbei und wurde klar getroffen, sogar 50 Meter weiter hörbar. Einen Strafstoß gab es allerdings nicht. Eine Zeigerumdrehung später eroberte Bastian Redecker am Strafraumrand den Ball, marschierte zur Grundlinie und suchte mit einem Querpass den mitgelaufenen Jan Strauß. Ein Abwehrbein kam zwar noch dazwischen, die Kugel fand aber trotzdem ihren Weg zu Jan Strauß, der aus kurzer Distanz ins leere Tor einschob. Ergebniskosmetik, nur noch 2:4.
Statt einer drückenden Schlussoffensive kamen die Gäste noch einmal nach vorne und brachen über links in den Strafraum, Leon Herdes reagierte aber erneut stark und verhinderte mit einer Fußabwehr das fünfte Gegentor.

Dann war Schluss. Die jungen Löwen verlieren zum dritten Mal in der Hauptrunde und bleiben somit erstmal auf dem dritten Tabellenplatz hinter dem Berliner AK und dem Blumenthaler SV. Weiter geht es für die Reichel-Elf am Mittwoch bei einem Testspiel gegen den BFC Dynamo Berlin. Anstoß im NLZ ist um 15 Uhr. Mehr Bilder zum heutigen Spiel findet ihr hier.

Tore: 0:1 (8. Spielminute, Bennett Peters), 1:1 (10. Spielminute, Arda Aksac), 1:2 (41. Spielminute, Mattes Kelm), 1:3 (51. Spielminute, Eigentor), 1:4 (82. Spielminute, Herman Schwarz), 2:4 (84. Spielminute, Jan Strauß)

Bis dahin

Euer Kivi

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