Der erste Heimsieg
7 min readDie U23 kann nach einer tollen Leistung den ersten Heimsieg in der Oberliga feiern und schlägt den Heeslinger SC hochverdient mit 2:1. Die Gäste hatten bisher alle Spiele gewonnen und gingen somit erstmals ohne Punkte aus einem Spiel in dieser Saison. Das Team von Trainer Fabian Adelmann erspielte sich eine Vielzahl an Chancen, ließ aber haufenweise beste Gelegenheiten liegen. Doch noch vor der Pause traf Maksym Tytarenko nach starker Vorlage von Linus Queißer zur verdienten Pausenführung. Nachdem Aaron Tshiumanga nach etwa einer Stunde auf 2:0 erhöht hatte, sah es nicht mehr so aus, als würden die Gäste die starken Löwen nochmal in Bedrängnis bringen können. Und so brauchte es vor 160 Zuschauern ein Eigentor der Blau-Gelben für die Spannung. Doch Justin Duda und seine Abwehr ließen keinen weiteren Treffer mehr zu, sodass der Start in die Oberliga mit zehn Punkten aus fünf Spielen durchaus zufriedenstellend verlief.
U23-Coach Fabian Adelmann entschied sich für folgende Aufstellung: Justin Duda (TW) – Maxim Root, Leon Taiyo Suzuki (84. Francis Mbassi), Phil-Louis Kunze (C), Gabriel Jerome Michalek, Salem Nouwame – Jona Borsum (67. Karim Hüneburg), Lukas Sommer – Aaron Tshiumanga (60. Benjamin Mbom), Linus Queißer (88. Leonard Laatsch), Maksym Tytarenko (67. Anthony Reid)

Die Gäste waren mit drei Siegen in Serie angereist und standen punktverlustfrei auf dem zweiten Tabellenplatz. Und so hatten die Heeslinger auch die erste Torchance, die Flanke von der rechten Seite wurde aber flach rechts am Tor vorbei gedrückt. Anschließend rissen die jungen Löwen das Spiel an sich und übernahmen mehr und mehr die Kontrolle. Linus Queißer spritzte bei einem Rückpass dazwischen, kam aber erst sehr nah am Torwart an die Kugel und konnte das Spielgerät nicht mehr am Schlussmann vorbei spitzeln. Eine Zeigerumdrehung später drückte Maksym Tytarenko eine flache Hereingabe von Jona Borsum knapp am Tor vorbei. Die Anfangsviertelstunde war noch nicht vorbei, als Maxim Root am Strafraumrand den Ball eroberte und aus 14 Metern abzog. Der Torhüter parierte klasse, doch der Abpraller landete genau bei Maksym Tytarenko, der das Leder aus zwei Metern aber übers leere Tor bugsierte. Zu seinem Glück ging die Fahne aber hoch: Abseits.
Zehn Minuten später sauste ein Freistoß von Kapitän Phil-Louis Kunze knapp am linken Pfosten vorbei ins Toraus. Kurz darauf erwische Gabriel Jerome Michalek eine Freistoßflanke von Salem Nouwame mit dem Kopf, platzierte seinen Versuch aber zu zentral. Drei Minuten danach eroberte Lukas Sommer den Ball und gab die Kugel an Aaron Tshiumanga weiter, der sofort auf Maksym Tytarenko durchsteckte. Dieser tauchte frei vor dem Tor auf, schoss aus leicht spitzem Winkel aber knapp rechts am Tor vorbei. Zehn Minuten vor der Pause war es dann aber endlich so weit: Nach einem langen Ball aus der eigenen Abwehr heraus überraschte Linus Queißer den letzten Verteidiger der Gäste mit seinem Tempo und nahm ihm auf einer Strecke von etwa 20 Metern locker sieben Meter ab. Anschließend tanzte Queißer seinen Gegner im Strafraum gekonnt aus und legte quer. Maksym Tytarenko war stark mitgelaufen und schob die Kugel ins leere Tor. Die verdiente Führung für die U23 und der erste Saisontreffer für Tytarenko: das 1:0!

Beinahe hätten die Blau-Gelben schnell nachgelegt. Nach einer tollen Kombination kam der Ball über Jona Borsum und Salem Nouwame zu Linus Queißer, der frei vor dem Torwart aus halblinker Position mit dem Außenrist abzog, aber an einer starken Parade des Schlussmanns scheiterte. Wenige Augenblicke später legte sich Maksym Tytarenko den Ball mit einer herrlichen Bewegung an seinem Gegenspieler vorbei und zog in den Strafraum. Dort wurde er ziemlich robust umgerammt, doch einen Strafstoß gab der Schiedsrichter nicht. Sicherlich kein glasklares Foul, Strafstoß gab es aber auch schon für weniger. Zwei Zeigerumdrehungen danach landete eine Halbfeldflanke von Salem Nouwame bei Jona Borsum, der von der Strafraumkante aus der Drehung abzog: knapp links am Tor vorbei. Eine Minute später konnten die Gäste eine flache Hereingabe von Maksym Tytarenko in höchster Not klären.
Dann war Halbzeit. Die U23 führte verdient, aber zu niedrig. Gleich mehrere gute Chancen ließ die Adelmann-Elf liegen, hatte in der Defensive aber alles im Griff. Daher sah der Coach auch keinen Grund zu wechseln und schickte die Blau-Gelben unverändert in den zweiten Durchgang.

Die Gäste kamen wütend aus der Kabine und drängten entschlossen auf den Ausgleich, gefährlich wurden erst einmal aber nur die jungen Löwen: Eine Halbfeldflanke von Salem Nouwame rutschte an allen vorbei, bis Maxim Root 16 Meter vor dem Tor plötzlich ganz viel Platz hatte und sofort abzog, doch ein Verteidiger kam irgendwie noch mit der Schuhspitze an den Ball und fälschte die Kugel ab: Der Ball flog knapp links am Tor vorbei. Die anschließende Ecke wurde ebenfalls gefährlich, doch Michalek köpfte das Spielgerät knapp rechts am Tor vorbei. Auf der anderen Seite war dann erstmals Justin Duda gefragt, denn nach einer Flanke von der linken Seite kamen die Gäste aus acht Metern völlig frei zum Abschluss, doch Duda hielt den Ball sogar fest.
Weiter ging es in die richtige Richtung: Lukas Sommer eroberte den Ball und setzte Aaron Tshiumanga in Szene, der einige Meter mit dem Ball machte und im perfekten Moment auf Linus Queißer durchsteckte. Queißer tauchte halblinks vor dem Torwart auf und zog ab. Der Schlussmann konnte nur hinterherschauen und sah mit an, wie der Ball vom rechten Pfosten zurück ins Feld sprang und geklärt wurde. Eine Zeigerumdrehung später steckte Jona Borsum auf Maksym Tytarenko durch, der über halbrechts in den Strafraum eindringen und aus 14 Metern abziehen konnte, seinen Abschluss aber zu zentral platzierte. Nicht ganz eine Stunde war gespielt, als die jungen Löwen ihren Gegner an der Mittellinie unter Druck setzten. Jona Borsum, Maksym Tytarenko und Salem Nouwame gewannen somit gemeinsam den Ball. Tytarenko legte die Kugel für Aaron Tshiumanga ab, der von der Strafraumkante das linke untere Eck anvisierte und abzog. Der Torwart brachte zwar noch eine Hand an den Ball, konnte den Einschlag aber nicht verhindern. Auch für Tshiumanga der erste Saisontreffer und das überfällige 2:0 für die U23!

Wer auf eine Vorentscheidung gehofft hatte, wurde von der Reaktion der Gäste überrascht. Denn die fanden nun deutlich besser in die Partie und hätten kurz darauf beinahe ausgeglichen, doch der Schuss aus kurzer Distanz nach einer Hereingabe von der linken Seite zischte knapp links am Tor vorbei. Endgültig zurück ins Spiel brachten die Blau-Gelben ihren Gegner allerdings selbst. Nach einer unzureichenden Klärungsaktion schien die Flanke eigentlich harmlos, doch zwei Eintracht-Verteidiger irritierten sich gegenseitig und so prallte der Ball aufs eigene Tor. Und auch noch genau neben den Pfosten ins rechte Eck, absolut nichts zu machen für Justin Duda, der Anschlusstreffer zum 2:1 durch ein Eigentor.
Zwei Minuten später fing Anthony Reid einen Pass am gegnerischen Strafraum ab und ging scheinbar frei Richtung Tor. Doch ein Verteidiger konnte den Offensiv-Akteur noch erreichen und brachte Reid mit viel Körpereinsatz zu Boden, doch erneut erkannte der Schiedsrichter kein Foul. Dieses Mal aber auch etwas verständlicher als in der ersten Halbzeit. Drei Minuten danach legte Benjamin Mbom eine Flanke von Karim Hüneburg mit dem Kopf quer, doch ein Verteidiger klärte vor dem einschussbereiten Linus Queißer. 20 Minuten waren noch zu spielen, als Benjamin Mbom 20 Meter vor dem Tor nur mit einem Foul zu stoppen war. Salem Nouwame zirkelte den fälligen Freistoß über die Mauer aufs Tor. Der Schlussmann brachte durch einen Hechtsprung noch die Fingerspitzen an den Ball und lenkte die Kugel an den Querbalken. Von dort sprang das Leder ins Toraus.

Auch die folgende Ecke wurde gefährlich: Salem Nouwame fand wenige Meter vor dem Tor Leon Suzuki, der die Kugel per Aufsetzer auf die rechte Ecke köpfte. Eine erneute Glanztat des Keepers verhinderte das 3:1 und brachte die nächste Ecke. Diese landete über Umwege bei Benjamin Mbom, der aus kurzer Distanz abzog. Wieder schmissen sich Torwart und Verteidiger der Gäste in den Ball und verhinderten irgendwie den Einschlag. Kurz darauf brachen Benjamin Mbom und Linus Queißer gleich zu zweit frei durch, doch Mbom legte sich den Ball ein Stück zu weit vor, sodass der Torwart seine Chance gekommen sah, aus dem Strafraum stürmte und gerade noch vor Mbom an den Ball kam und klären konnte.
Ein paar Minuten danach setzte Anthony Reid mustergültig Benjamin Mbom in Szene, der aus leicht spitzem Winkel zu zentral zielte. Der Torwart packte sicher zu. Nur wenige Minuten später wurde Mbom von Karim Hüneburg bedient, zögerte aber zu lange mit dem Abschluss, machte am Ende einen Haken zu viel und verlor den Ball. Auf der anderen Seite jagte der HSC-Stürmer einem langen Ball hinterher und hatte nur noch Justin Duda vor sich, konnte den Ball aber nicht unter Kontrolle bringen. Es lief bereits die fünfte Minute der Nachspielzeit, als die Gäste noch einmal eine Ecke bekamen. Der Torwart war mit vorne und kam über Umwege nicht nur an den Ball, sondern auch völlig frei zum Schuss. Ein Eintracht-Verteidiger schmiss sich dazwischen, konnte aber nur zu einem weiteren Heeslingen-Akteur abfälschen, der aus kurzer Distanz im Fallen zum Abschluss kam. Doch Justin Duda war da und hatte den Ball im Nachfassen sicher!

Direkt danach war Schluss und Duda verschwand in einer Jubeltraube seiner Mitspieler. Die U23 hatte ihr erstes Heimspiel gewonnen und das mehr als verdient. Ärgern müssen sich die jungen Löwen nur, den Sack nicht früher zugemacht zu haben. So blieb die Partie bis zum Abpfiff spannend. Am Ende war die Siegesserie vom Gast vorbei und die Blau-Gelben haben nun eine zweistellige Punktzahl auf dem Konto. Weiter geht es für die U23 kommenden Freitag. Dann reist die Adelmann-Elf zum Flutlichtspiel nach Schönigen. Anstoß ist um 18:30 Uhr. Kommt doch mal vorbei! Mehr Bilder zum Spiel findet ihr hier.
Bis dahin
Euer Kivi

nices!! Der erste Heimsieg