Vier Formate für Eintracht – eine Adresse für Fans.

Fünf Stück gegen Osnabrück

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Die Eintracht feiert gegen Zweitliga-Absteiger VfL Osnabrück eine gelungene Generalprobe und siegt im letzten Test mit 5:1. Dabei absolvierten die Mannschaften eine Partie über 120 Minuten, die auf zwei 45-minütige und eine 30-Minütige Drittel. Nach 90 Minuten stand es bereits 4:0 für die Löwen, neben Doppelpacker Niklas Tauer hatten Sanoussy Ba und Christian Conteh getroffen. In der Zusatzschicht erhöhte Max Marie auf 5:0, ehe die Gäste das letzte Wort kamen und durch Ercan Aday auf 5:1 verkürzten. Eine Woche vor dem Auftakt in die 2. Bundesliga konnte Trainer Daniel Scherning mit der Leistung seiner Mannschaft also durchaus zufrieden sein.

Eintracht-Coach Daniel Scherning entschied sich für folgende Aufstellung: Lennart Grill (TW, 91. Justin Duda) – Sanoussy Ba (91. Marvin Rittmüller), Kevin Ehlers (91. Leon Suzuki), Ermin Bičakčić (C, 91. Jona Borsum), Jannis Nikolaou (60. Robert Ivanov), Leon Bell Bell (78. Fabio di Michele Sánchez) – Fabio Kaufmann (78. Max Marie), Sven Köhler (91. Robin Krauße), Sidney Raebiger (60. Niklas Tauer)- Ryan Philippe (60. Levente Szabó), Christian Conteh (91. Linus Queißer)

Den ersten Torabschluss der Partie hatte ein Neuzugang und ehemaliger Osnabrücker: Christian Conteh versuchte es im Anschluss an eine geklärte Ecke aus der zweiten Reihe, verfehlte sein Ziel aber klar. Kurz darauf schickte Conteh Fabio Kaufmann auf die Reise, der zum linken Strafraumrand lief und in der Mitte Rayan Philippe suchte. Doch der Franzose trat über den Ball. Wenig später war es erneut Conteh, der Fabio Kaufmann bediente. Dessen Fernschuss flog aber weit am Tor vorbei. Zehn Minuten waren gespielt, als Sidney Raebiger den Ball von Jannis Nikolaou bekam, das Spiel mit einer gekonnten Drehung und starken Ballmitnahme schnell machte und dann das Auge für Sanoussy Ba hatte. Der Rechtsverteidiger zog nach innen und schlenzte den Ball vom Strafraumrand in die linke Ecke. Das hatte schon etwas von Arjen Robben: Das 1:0 für die Eintracht!

Ein paar Minuten danach marschierte Fabio Kaufmann über die rechte Seite und flankte die Kugel in die Mitte. Dort nahm Rayan Philippe die Hereingabe direkt, doch VfL-Schlussmann Richter konnte zur Ecke parieren. Diese führte Sidney Raebiger aus, über Umwege kam der Ball zu Leon Bell Bell, der vom linken Strafraumeck wuchtig abzog und nur knapp am rechten Pfosten vorbei schoss. Kurz darauf steckte Fabio Kaufmann auf Rayan Philippe durch, der sich mit einer eleganten Roulette-Bewegung um seinen Gegenspieler drehte und dabei unfair zu Fall gebracht wurde, klare Sache: Strafstoß. Der Gefoulte selbst führte aus und visierte die untere rechte Ecke an, doch das hatte der Schlussmann geahnt und parierte den Strafstoß stark.

Zehn Minuten später wurde Sidney Raebiger nach einem Kaufmann-Einwurf von Sven Köhler bedient und versuchte es aus etwa 20 Metern mit einem Schlenzer. Kevin Ehlers hielt im Strafraum noch den Fuß rein und überraschte den Torwart damit, bugsierte die Kugel aber doch knapp rechts am Tor vorbei. Im direkten Gegenzug rutschte ein Querpass durch und VfL-Offensivmann Wulff tauchte frei vor Eintracht-Schlussmann Lennart Grill auf. Dieser entschied das direkte Duell mit einer starken Parade für sich und verhinderte den Gegentreffer. Kurz vor der Pause versuchte es Zwarts aus der zweiten Reihe und verfehlte das Löwen-Tor mit seinem Flachschuss nur knapp.

Dann war Pause! Die Eintracht führte verdient, hatte aber etwas zu wenig aus ihrer Überlegenheit gemacht. Defensiv stand die Blau-Gelbe Hintermannschaft bis auf eine Szene absolut souverän und in der Offensive hatte Sanoussy Ba zum dritten Mal in einem Testspiel die 1:0-Führung erzielt. Unverändert ging es in den zweiten Durchgang.

Die Gäste hatten nach einer Flanke von der rechten Seite die erste Torchance nach Wiederanpfiff, doch Lennart Grill parierte den Kopfball aus spitzem Winkel souverän. Knapp drei Minuten waren im zweiten Durchgang gespielt, als Kaufmann das Leder auf der rechten Seite an Rayan Philippe weitergab. Dieser verlagerte das Spiel auf Christian Conteh, der vom linken Strafraumeck aufs Tor zog und aus 15 Metern in die untere rechte Ecke schlenzte. Das 2:0 für die Braunschweiger Eintracht!

Vier Minuten später kam die Kugel über Leon Bell Bell und Rayan Philippe zur Sidney Raebiger, der aus 13 Metern geblockt wurde. Den Abpraller schnappte sich Kevin Ehlers, der Innenverteidiger setzte anschließend sofort Fabio Kaufmann in Szene, der aus spitzem Winkel abzog, doch VfL-Schlussmann Richter konnte den Flachschuss parieren. Zwei Zeigerumdrehungen danach schickte Kaufmann mit einem langen Ball Conteh Richtung Tor, der schnelle Offensivspieler hatte freie Bahn, kam im Laufduell mit dem Torwart aber einen halben Schritt zu spät. Kurz nach ihrer Einwechslung hätten Niklas Tauer und Levente Szabó beinahe für das nächste Tor gesorgt, doch beide wurden aus elf Metern geblockt.

Nach der anschließenden Ecke von Sven Köhler zwang Ermin Bičakčić den Schlussmann der Gäste mit einem gefährlichen Kopfball zu einer starken Parade. Ba behielt den Ball im Spiel und fand mit seiner Hereingabe erneut Ermin Bičakčić, der dieses Mal über den Querbalken köpfte. Eine Minute später tauchte Fabio Kaufmann nach einer Kombination über Niklas Tauer und Sanoussy Ba an der Grundlinie auf, seine scharfe Flanke drückte Christian Conteh aus kurzer Distanz über den Kasten. Eine Zeigerumdrehung danach setzte Levente Szabó Christian Conteh in Szene, der über die halblinke Seite in den Strafraum eindringen konnte und aus 13 Metern wuchtig abzog, seinen Schuss aber zu zentral platzierte. Richter riss die Fäuste hoch und parierte den Abschluss des Neuzugangs.

Kurz darauf konterten die Löwen mit einer vier gegen zwei Überzahl über Fabio Kaufmann, der sich gegen die einfache Variante entschied und aus dem Halbfeld in den Laufweg von Szabó oder Conteh spielen wollte, mit seinem Pass aber einzigen zentral stehenden Verteidiger hängen blieb. Drei Minuten danach kam die Kugel über Tauer und Ba zu Kaufmann, dessen Schuss von der Strafraumkante abgefälscht wurde und im Außennetz zappelte. Zwei Zeigerumdrehungen schickte Kaufmann Sanoussy Ba zur Grundlinie, dessen Flanke Levente Szabó aus vier Metern und völlig ohne Bedrängnis über die Latte köpfte.

Zehn Minuten waren noch zu spielen, als eine Flanke von Fabio di Michele Sánchez bei Sanoussy Ba landete, der von der Strafraumkante abzog, aber geblockt wurde. Eine Minute später köpfte Niklas Tauer eine Ecke von Sven Köhler an den rechten Pfosten. Lange ärgern musste sich der Mittelfeldspieler nicht, denn nur knapp zwei Minuten danach eroberten die Löwen tief in der gegnerischen Hälfte den Ball. Die Flanke von Max Marie wurde vor die Füße von Tauer geklärt, der die Kugel aus 14 Metern direkt nahm und ins untere linke Eck vollstreckte. Das 3:0 für den BTSV!

Eine Minute war im zweiten Durchgang noch zu spielen, als Max Marie von der linken Seite flanken durfte, Levente Szabó kam im Fallen noch leicht an die Kugel, konnte aber keinen Druck hinter den Ball bringen, den der VfL-Schlussmann locker aufnehmen konnte. Mit Ablauf der 90. Minute durften die über 3.000 Eintracht-Fans dann noch einmal jubeln: Nachdem Sven Köhler 23 Meter vor dem gegnerischen Tor gefoult wurde, zirkelte Szabó die Kugel sehenswert gegen den Querbalken. Max Marie schaltete am schnellsten und köpfte den Abpraller aufs Tor, doch der VfL-Schlussmann reagierte klasse und konnte parieren. Niklas Tauer stand allerdings goldrichtig, staubte ab und schnürte den Doppelpack, 4:0 für die Blau-Gelben!

Direkt danach beendete der Schiedsrichter auch den zweiten Durchgang. Die Löwen hatten ihre Überlegenheit genutzt und eine Vielzahl an Chancen herausgespielt, sodass der Zwischenstand auch in der Höhe absolut in Ordnung ging. Daniel Scherning brachte für den dritten Durchgang, der 30 Minuten dauern sollte einige Spieler aus der U23 (Leon Suzuki, Jona Borsum, Linus Queißer) sowie die zuletzt angeschlagenen Robin Krauße und Marvin Rittmüller und die momentane Nummer 2 Justin Duda.

Es dauerte sieben Minuten bis zum ersten Highlight. Dann tauchte Beyer frei vor dem Löwen-Tor auf, scheiterte aber am herausragend reagierenden Justin Duda. Zudem ging die Fahne des Assistenten hoch: Abseits. Vier Minuten später kombinierten sich die Blau-Gelben über Robin Krauße und Linus Queißer an den rechten Strafraumrand. Von dort aus flankte Marvin Rittmüller, dessen Hereingabe zu Max Marie geklärt wurde. Dieser zögerte aus 16 Metern etwas zu lange mit dem Abschluss und wurde dann geblockt. Ein paar Minuten danach baute die Eintracht das Spiel von hinten auf. Über Leon Suzuki und Levente Szabó kam der Ball zu Robin Krauße, der aus dem Mittelkreis heraus die geniale Idee hatte und das Mittelfeld sowie die Abwehrkette der Osnabrücker mit einem herrlichen Steckpass überwand. Max Marie brach frei durch, umkurvte elegant den Schlussmann und schob ins leere Tor ein. 5:0 für die Eintracht!

Im Gegenzug versuchte es Wiethaupt aus der zweiten Reihe, setzte die Kugel aber aufs Tordach. Zwei Minuten danach fabrizierten die Löwen ein halbes Eigentor. Nach einem Ballverlust im eigenen Strafraum Ercan frei vor dem Kasten auf und erzielte den Ehrentreffer für den Zweitliga-Absteiger, „nur“ noch 5:1.
Eine Zeigerumdrehung später versuchte es Leon Suzuki aus der zweiten Reihe, platzierte seinen Versuch aber zu zentral. Kurz darauf landete eine Ecke von Robin Krauße bei Marvin Rittmüller, der das Spielgerät am zweiten Pfosten nicht voll traf und so links am Tor vorbei bugsierte. Zwei Minuten vor dem Ende steckte Levente Szabó auf U23-Stürmer Linus Queißer durch, doch der Torjäger kam aus spitzem Winkel nicht am VfL-Keeper vorbei.

Dann war Schluss! Die Eintracht feiert eine gelungene Generalprobe gegen einen schwachen Gegner. Das 5:1 ging auch in der Höhe in Ordnung. Am kommenden Samstag geht es für die Scherning-Elf endlich in der Liga los. Um 20:30 Uhr treten die Löwen beim FC Schalke 04 an. Mehr Bilder zum Spiel findet ihr hier.

Bis dahin

Euer Kivi

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