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Zurück im Abstiegskampf

Die Eintracht verliert das dritte Zweitligaspiel in Folge und enttäuscht die Fans das erste Mal so richtig in der neuen Saison. Gegen den Aufsteiger VfL Osnabrück kassierten die Löwen nach durchaus annehmbarer erster Halbzeit zwei Gegentore nach Ecken und ließen auch noch einen dritten Gegentreffer zu. Der zweite Saisontreffer von Yann Sturm zum 3:1 kam zu spät, dies war vor etwas mehr als 15.000 Zuschauern der Endstand.

Im kultig runtergerockten Gästeblock gab es für 4,00 Euro eine Bratwurst. Das Grillgut selbst war in Ordnung, aber keine Wucht. Das Brötchen war eine Frechheit. Extrem weich und aus einem Grund, den ich lieber nicht wissen will, auch noch nass. Zusammen mit dem Fakt, dass es die Soßen aus Tüten gab, viele schlechte Punkte. 4,5/10 von mir.

Eintracht-Coach Lars Kornetka entschied sich für folgende Aufstellung: Thorben Hoffmann (TW, C) – Mehmet Aydin, Kevin Ehlers, Andi Hoti, Fabio di Michele Sánchez (79. Noah Katterbach) – Florian Flick, Samuele di Benedetto (79. Lino Tempelmann) – Aaron Opoku (60. Junior Zé), Max Marie (60. Jan Urbich), Yann Sturm – Maximilian Entrup (73. Jovan Mijatovic)

Die Gastgeber starteten mit viel Ballbesitz, wurden aber nicht gefährlich. Anschließend übernahmen die Löwen die Spielkontrolle. Auch den ersten Torabschluss hatten die Blau-Gelben: VfL-Keeper Krumrey boxte eine Opoku-Ecke zu Samuele di Benedetto, der aus 20 Metern wuchtig abzog. Doch der Schlussmann der Hausherren konnte parieren, ließ die Kugel aber nach vorne prallen, der Nachschuss von Yann Sturm blieb im dichten Gewühl hängen. Kurz darauf gab es die nächsten beiden Ecken für die Kornetka-Elf, diese blieben aber völlig ungefährlich. Ein Kopfball von Kevin Ehlers nach einem verlängerten Einwurf flog wenig später am Tor vorbei.

20 Minuten waren gespielt, als die Kugel bei Andi Hoti landete. Der Innenverteidiger zog von der Strafraumkante ab, ein Osnabrücker fälschte noch ab. So war VfL-Schlussmann Krumrey in die falsche Ecke unterwegs, doch der Pfosten rettete für die Lila-Weißen. Drei Minuten später zog Yann Sturm von links nach innen, sein Flachschuss aus 20 Metern geriet aber etwas zu zentral. Ein paar Minuten danach kam Aydin aus der zweiten Reihe zum Abschluss, sein Versuch wurde aber geblockt. Zehn Minuten vor der Pause hatte Sturm 20 Meter vor dem Tor etwas Platz und zog einfach mal ab. Der war nicht einfach zu halten, Krumrey im Tor der Gastgeber parierte aber dennoch.

Kurz darauf köpfte Entrup nach einer Ecke weit am Tor vorbei. Zwei Zeigerumdrehungen später steckte Samuele di Benedetto auf Max Marie durch, der beim Abschluss bereits zu nah am gegnerischen Schlussmann war und die Kugel an diesem nicht vorbeispitzeln konnte. Wenige Augenblicke später zog Marie vom linken Strafraumrand ab, wieder parierte Krumrey den Abschluss. Auf der anderen Seite war es Patrick Kammerbauer, der den ersten und letzten Abschluss der Gastgeber im ersten Durchgang hatte. Der Fernschuss flog aber klar vorbei.

Keine Minute später tauchte Jonathan Gómez, Bruder von Sommer-Abgang Johan Gómez plötzlich frei vor dem Löwen-Tor auf. Mehmet Aydin zog bedenklich nahe der Notbremse am Trikot. Im Fallen scheiterte Gómez an Hoffmann. Aber die Fahne ging hoch: Abseits. Sofort ging es wieder in die andere Richtung. In einem wilden Gestochere direkt vor dem Kasten drückte Yann Sturm das Leder aus kurzer Distanz aber nur in die Arme von Krumrey.

Dann war Halbzeit. Die Löwen hatten viel Ballbesitz und oft auch in Strafraumnähe. Dabei kamen zwar einige Abschlüsse zustande, auch durchaus in aussichtsreichen Positionen, wirklich in größere Bedrängnis konnte man den Torwart der Gastgeber aber auch nicht bringen. Dafür stand die Abwehr gut und hatte keine Gefahr zugelassen.

Das änderte sich nach dem Seitenwechsel. Plötzlich bestimmten die Osnabrücker das Geschehen und drängten die Löwen in die Defensivarbeit. Eine flache Hereingabe von Kammerbauer verpassten noch mehrere VfL-Akteure, ehe Hoffmann die Kugel abfangen konnte. Fünf Minuten waren im zweiten Durchgang gespielt, als sich die Gastgeber eine Ecke erspielten. Beck brachte diese in die Gefahrenzone, wo Jacobsen zum Kopfball kam. Thorben Hoffmann konnte diesen noch parieren, aber nicht festhalten. Fabinski stieß das Leder zu Kyereh, der die Kugel aus kurzer Distanz in die Maschen drosch. Das 0:1 mit der ersten Torchance.

Ausgerechnet Kofi Kyereh, der nicht nur gute drei Jahre verletzt ausgefallen war, sondern auch noch in Braunschweig aufgewachsen ist und vier Jahre für das Löwen-NLZ die Fußballschuhe schnürte. Und beinahe kam es noch dicker. Nur wenige Sekunden nach dem Anstoß tauchten die Osnabrücker erneut am Löwen-Strafraum auf. Doch Hoffmann brachte die Fingerspitzen an die Hereingabe und verhinderte somit den zweiten Gegentreffer. Kurz darauf war der Löwen-Schlussmann erneut gefragt und parierte einen Abschluss von Badjie aus spitzem Winkel. Ein paar Minuten danach schenkten Fabio di Michele Sánchez und Andi Hoti die Kugel durch ein Missverständnis am eigenen Strafraum, Kyereh zog aus 20 Metern ab, doch erneut parierte Thorben Hoffmann. Den ersten Abschluss der Eintracht im zweiten Durchgang sahen die mitgereisten Fans immerhin schon in der 70. Spielminute. Der Fernschuss rollte aber einige Meter links am Tor vorbei.

Auf der anderen Seite traf Meißner aus spitzem Winkel nur das Außennetz. Eine Viertelstunde war noch zu spielen, als es erneut eine Ecke für die Gastgeber gab. Wieder schlug Beck den Ball in die Gefahrenzone, wieder kam Jacobsen recht ungestört zum Kopfball, doch dieses Mal konnte Hoffmann den Einschlag in der rechten Ecke nicht verhindern. Das zweite Gegentor nach einer Ecke, das 0:2.
Nun brachen die Blau-Gelben auseinander. Vier Minuten später konnte Hoffmann einen Schuss von Jonathan Gómez halblinks im Strafraum nicht festhalten. Den Nachschuss von Münst parierte der Löwen-Schlussmann erneut, war dann beim zweiten Nachschuss von Meißner aber endgültig geschlagen. Die Vorentscheidung, das 0:3.

Nun hingen die Köpfe auf dem Platz und auch im Gästeblock, das bereits 14. Gegentor aus fünf Pflichtspielen. Nach ein paar Minuten Durchschnaufen suchten die Löwen aber wieder den Weg in die Offensive, allen voran Yann Sturm. Nach dessen Dribbling sprang der Ball zu Florian Flick, dessen Direktabnahme aus 16 Metern über den Querbalken sauste. Zwei Minuten später ließ Sturm mit einem Solo mehrere Gegenspieler stehen und hatte so freie Schussbahn. Seinen Schuss aus 14 Metern lenkte Krumrey mit den Fingerspitzen noch an den Querbalken. Den Abpraller schnappte sich Jovan Mijatovic, der es etwas zu schön mit dem linken Außenrist machen wollte und so wertvolle Zeit verschenkte. Krumrey packte sicher zu. Zwei Minuten waren noch zu spielen, als der Ball über Kevin Ehlers und Jan Urbich zu Yann Sturm kam, der mit einem schnellen Antritt in den Strafraum zog und per Flachschuss vollstreckte: nur noch 1:3.

Die Nachspielzeit hatte gerade begonnen, als es Jovan Mijatovic im Strafraum aus der Drehung zum Abschluss kam, sein Versuch rauschte links am Tor vorbei. Eine Minute später rutschte der Ball durch die Abwehrkette, Jan Urbich kam aus elf Metern völlig frei zum Abschluss, scheiterte aber an Torwart Krumrey. Der Ball prallte im hohen Bogen in die Luft, Urbich köpfte die Kugel Richtung leeres Tor, auf der Linie rettete Fabinski für seinen geschlagenen Schlussmann.

Dann war Schluss. Durch einen katastrophalen Start in die zweite Halbzeit verdienten sich die Löwen eine dennoch unnötige Niederlage. Mit der dritten Pleite in Folge sind die Blau-Gelben nun wieder dort angekommen, wo sie in den vergangenen vier Zweitliga-Jahren waren: In der Nähe vom Tabellenende, auch bezeichnet als Abstiegskampf. Weiter geht es am kommenden Samstag, dann ist mit Dynamo Dresden der Vorletzte zu Gast. Anstoß im Eintracht-Stadion ist um 13 Uhr.

Bis dahin

Euer Kivi

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