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Testspiel gegen die Freien Turner Braunschweig

Am Sonntag starten die von Lars Kornetka trainierten Löwen auch mit den Testspielen in die Saison 2026/27. Gegner und Gastgeber sind die Freien Turner Braunschweig, die nach der U23 und unseren Profis die sportlich beste Braunschweiger Mannschaft der abgelaufenen Saison waren. Platz acht in der Braunschweiger Landesliga wurde es für die Freien Turner. Vor dem Spiel durften wir einige Fragen stellen, die von Cheftrainer Luca Renner und dem sportlichen Leiter Christoph Kleemeyer beantwortet wurden. Vielen Dank für die Zeit und euch ganz viel Spaß beim Lesen! Anstoß im Prinzenpark ist um 17 Uhr.

Bei euch gibt es neben der 1. Herrenmannschaft, die gegen die Eintracht spielt, auch einige andere erfolgreiche Teams. Die Ü32 stand als Kreismeister im Deutschen Ü32-Supercup, die 2. Herren spielten eine solide Rolle in der Braunschweiger Kreisliga, die U19 verpasste knapp den Aufstieg aus der Landesliga, die U17 setzte sich im Aufstiegsspiel gegen JFV Göttingen durch und spielt nächstes Jahr Niedersachsen-Liga. Gibt es ein Erfolgsrezept bei euch und was sind die Ziele für die kommenden Jahre in der Jugendarbeit?

Christoph Kleemeyer: Die Jugendarbeit ist bei uns in den vergangenen Jahren noch wichtiger geworden, als sie ohnehin schon war. In Braunschweig gibt es viele gute Vereine, die das ebenfalls erkannt haben. Dadurch ist die Konkurrenz größer geworden. Gleichzeitig ist es herausfordernder geworden, Kinder dauerhaft für den Fußball zu begeistern. Da hat sich in den vergangenen Jahren einiges verändert.

Unser Ziel ist es, junge Spieler auf ihrem Weg zu begleiten und sie zu Teamplayern zu entwickeln – von der E-Jugend bis idealerweise in den Herrenbereich. Das ist ein langer Weg. Wer ihn geht, wird aber nicht nur sportlich besser. Wir verstehen uns als eine große Familie im Park. Zusammenhalt und Gemeinschaft stärken auch den Charakter – gerade in schwierigen Zeiten.

Zuletzt trafen die Freien Turner hauptsächlich auf die U23 der Eintracht

Auch im Trainerteam seid ihr sehr jung aufgestellt. Spielt das Trainer-Alter bei euch eine Rolle, gerade aufgrund der erfahrenen Vorgänger?

Christoph Kleemeyer: Entscheidend ist für uns nicht das Alter, sondern die Qualität der Trainer. Wichtig ist, dass sie ihr Handwerk verstehen und dieses Wissen an den Nachwuchs weitergeben können.

Aktuell haben wir tatsächlich einen recht jungen Trainerstab. Mit Gian Luca Renner haben wir uns im Winter ganz bewusst für ein unglaublich motiviertes und lernwilliges Eigengewächs auf der Position des Cheftrainers entschieden. Wir haben gesehen, dass sich die Mannschaft in der Rückrunde in einer anspruchsvollen Liga stabilisiert hat. Diesen Weg wollen wir gemeinsam weitergehen.

Besonders freut uns, dass der Kader weitgehend zusammengeblieben ist und im Sommer sogar punktuell verstärkt werden konnte. Das spricht auch für unseren Trainer. Gian Luca ist im besten Sinne ein absoluter Fußball-Verrückter, der enorm viel Herzblut in seine Aufgabe investiert.

Wie kam es zu dem Spiel gegen den BTSV? Welche Schwierigkeiten oder größeren Herausforderungen bei der Organisation eines doch recht großen Fußballspiels musstet ihr überwinden?

Christoph Kleemeyer: Eintracht Braunschweig tritt in der Vorbereitung regelmäßig gegen Amateurvereine aus der Region an. In diesem Sommer war einfach mal wieder die richtige Zeit für ein solches Spiel bei uns im Park. Wir freuen uns sehr, dass wir die Möglichkeit bekommen, uns mit den Profis zu messen.

Natürlich ist der organisatorische und sicherheitstechnische Aufwand an einem solchen Tag deutlich größer als bei einem Heimspiel in der Landesliga. Unser oberstes Ziel ist aber, dass die Fans beider Mannschaften einen schönen Fußballtag erleben und sich um nichts anderes kümmern müssen.

Dabei sind wir sehr dankbar, dass wir bei allen organisatorischen Fragen auf die Erfahrung und die professionelle Unterstützung der Verantwortlichen von Eintracht Braunschweig zurückgreifen können.

Gibt es bei euch Spieler oder andere Verantwortliche, die sich besonders auf das Aufeinandertreffen mit der Eintracht freuen? Was habt ihr euch für das Spiel vorgenommen?

Gian Luca Renner: Wir freuen uns alle auf dieses Spiel – von den Spielern über die Trainer bis hin zu den vielen Ehrenamtlichen, die im Hintergrund mithelfen. Viele Spieler aus dem Kader supporten die Eintracht regelmäßig im Stadion. Besonders wird es sicherlich für Julian Pohlai, der nahezu bei jedem Heim- und Auswärtsspiel bei der Eintracht in der Kurve steht. 

Sportlich wollen wir uns so gut wie möglich präsentieren und gleichzeitig jedem Spieler die Gelegenheit geben, sich mit einem Zweitligisten zu messen. Ein Großteil des Kaders durfte bereits 2022 gegen die Eintracht spielen und diese besondere Erfahrung machen. Wir wollen diesmal besser sein als vor vier Jahren.

Es soll ein unvergesslicher Tag für unseren gesamten Verein, aber auch alle Zuschauer und Fans werden. Trotzdem sind wir Sportler und ehrgeizig genug, um Erkenntnisse für unsere Spielidee und die bevorstehende Saison mitzunehmen.

Für die Eintracht-Fans, die noch nicht bei euch waren: Wie kommt man zu eurer Sportanlage? Worauf können sich unsere Leser freuen?

Christoph Kleemeyer: Unsere Sportanlage liegt mitten im Prinzenpark. Nicht ohne Grund lautet unser Vereinsclaim „Im Park zuhause“.

Parkplätze sind entlang der Herzogin-Elisabeth-Straße oder im östlichen Ringgebiet nur begrenzt vorhanden. Deshalb empfehlen wir allen Besucherinnen und Besuchern, möglichst mit dem Fahrrad oder den öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen.

Es wird drei Kassen geben. Wir raten aber trotzdem dazu, frühzeitig zu kommen oder die Tickets bereits im Vorverkauf, beispielsweise in unserem Sportheim, zu erwerben.

Für das leibliche Wohl ist selbstverständlich gesorgt. An unseren Grill- und Getränkeständen wird es eine große Auswahl an Speisen und Getränken geben, sodass sich die Besucher auf einen rundum gelungenen Fußballtag freuen können.

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