Heimsieg, die Zweite! Die U23 macht es wie die Profis und gewinnt ihr Heimspiel mit 2:0! Dabei fielen beide Treffer in der Nachspielzeit: Im ersten Durchgang traf Sidney Raebiger per Freistoß frech in die Torwartecke, im zweiten Durchgang machte Kapitän Jona Renner per Strafstoß den Deckel drauf. Da es die jungen Löwen verpasst hatten, frühzeitig alles klarzumachen, mussten die Blau-Gelben am Ende noch zittern, denn der Lüneburger SK Hansa schlug eine gefährliche Flanke nach der anderen. Schlussendlich war der Sieg vor 152 Zuschauern aber absolut verdient.
U23-Coach Ken Reichel entschied sich für folgende Aufstellung: Marko Rajkovacic (TW) – Mohamed Dräger, Raffael Ziegele, Gunnar Niemann, Andrej Schlothauer – Leonard Laatsch (90.+3 Ole Matthias), Hugo Luís Afonso – Marvin Awuah (89. Jarno Engler), Sidney Raebiger (46. Matteo Mazzone, 80. Mason Grumbach), Jona Renner (C) – Amer Buljubasic (86. Kacper Szczerba)
Die U23 hatte von Beginn an viel Ballbesitz und suchte nach der Lücke im Abwehrverbund der Gäste. Etwa zwei Minuten waren gespielt, als dabei ein gefährlicher Ballverlust passierte. Die Gäste kamen so aus etwa 25 Metern zum Abschluss, doch Marko Rajkovacic machte es ganz cool und nahm den Schuss mit der Brust an. Auf der anderen Seite wurde Amer Buljubasic taktisch gefoult. Gelb für die Gäste und eine aussichtsreiche Freistoßposition für die jungen Löwen 25 Meter vor dem Tor. Jona Renner versuchte es direkt, schoss aber links am Tor vorbei. Zwei Minuten später chippte Sidney Raebiger den Ball mit viel Gefühl über die Abwehrkette. Kapitän Jona Renner war im perfekten Moment gestartet und tauchte halblinks im Strafraum frei vor dem Tor auf, scheiterte mit seinem Flachschuss aber am stark reagierenden Schlussmann.
Fünf Minuten später brach Marvin Awuah in den Strafraum und legte quer, doch im letzten Moment klärte ein Verteidiger vor dem einschussbereiten Amer Buljubasic zur Ecke. Diese schlug Jona Renner flach auf den Elfmeterpunkt. Mehrere Löwen blockten geschickt den Weg frei und so kam die Kugel zu Mohamed Dräger, der das Spielgerät direkt nahm und auf die linke Ecke knallte. Den hatten die meisten schon drin gesehen, doch wieder reagierte der Gäste-Keeper klasse und verhinderte mit einer echten Glanztat den Rückstand. Eine Minute danach fing Andrej Schlothauer nahe dem gegnerischen Strafraum den Ball ab und kam aus 19 Metern zum Abschluss: drüber. Kurz darauf fand Mohamed Dräger mit einer Flanke von der rechten Seite den Kopf von Amer Buljubasic, doch der Stürmer köpfte die Kugel über den Querbalken.
Nach dem folgenden Abstoß eroberten die jungen Löwen schnell den Ball zurück, Sidney Raebiger knallte die Kugel aus der zweiten Reihe aber über die Latte. Fünf Minuten steckte Mohamed Dräger auf Jona Renner durch, der aus 16 Metern etwas zu zentral zielte. Der Schlussmann riss die Fäuste hoch und konnte abermals parieren. Danach flachte das Spiel etwas ab und beinahe wären die jungen Löwen für ihre mangelhafte Chancenverwertung bestraft worden. Ein langer Ball rutschte durch und so hatte der LSK-Stürmer nur noch Marko Rajkovacic vor sich, der aber blitzschnell reagierte, als sich sein Gegenspieler den Ball ein Stück zu weit vorlegte. Der BTSV-Schlussmann sprintete aus dem Strafraum und grätschte die Kugel im allerletzten Moment weg!
Ein paar Minuten danach klärten die Blau-Gelben eine eigentlich harmlose Ecke gar nicht gut und so durften die Gäste erneut flanken. Und bei solchen Situationen erwiesen sich die Lüneburger kopfballstark. Fast jedes Luftduell gehörte den Gästen. So auch dieses Mal, zielsicher waren die Gäste allerdings nicht, denn der Kopfball aus sechs Meter flog klar am Gehäuse von Marko Rajkovacic vorbei. Auf der anderen Seite probierte es Leonard Laatsch aus der zweiten Reihe: drüber. Die reguläre Spielzeit war bereits abgelaufen, als Jona Renner in der Nähe vom linken Strafraumeck gefoult wurde. Sidney Raebiger hatte sich die Kugel zurechtgelegt und zog den Ball per Aufsetzer scharf auf die rechte Ecke, die Torwartecke. Damit hatte der Schlussmann nicht gerechnet und wurde auf dem falschen Fuß erwischt. Das Leder schlug neben dem rechten Pfosten ein. Das 1:0 kurz vor der Pause!
Quasi direkt danach war Halbzeit! Eine absolut verdiente Pausenführung, die aber zu lange auf sich warten lassen hatte. Die jungen Löwen waren klar überlegen und hätten sowohl früher als auch höher führen müssen. Und trotz des Chancenplus war die spielerische Überlegenheit sogar noch größer. Für den Torschützen Sidney Raebiger war, wie mit Profi-Trainer Heiner Backhaus vereinbart, nach der Pause Schluss. Für ihn kam Matteo Mazzone in die Partie.
Den ersten gefährlichen Angriff nach Wiederanpfiff hatte die U23: Leonard Laatsch steckte auf Amer Buljubasic durch, der im Laufduell mit dem Schlussmann einen halben Schritt zu spät kam. So konnte der Torwart den Ball unter sich begraben. Auf der anderen Seite wurde es erneut nach einer Flanke gefährlich. Von der rechten Seite flog der Ball in die Mitte, erneut gewannen die Gäste das Kopfballduell, dieses Mal flog die Kugel knapp über den Querbalken und landete auf dem Tordach. Im direkten Gegenzug schickte Jona Renner auf der linken Seite Matteo Mazzone zur Grundlinie, der von dort zurück auf den Strafraumrand zu Jona Renner spielte. Der Kapitän zog aus 16 Metern ab. Wieder parierte der Gäste-Keeper überragend und setzte direkt danach noch einen drauf. Denn der Ball prallte zu Marwin Awuah, der aus sechs Metern eigentlich alles richtig machte und die gegenüberliegende Ecke des Tores anvisierte. Doch irgendwie war der Torwart mit einem Hechtsprung erneut da und hielt seine Mannschaft im Spiel, eine irre Szene!
Die anschließende Ecke von Jona Renner wurde zu Mohamed Dräger geklärt, der halbrechts im Strafraum aus 15 Metern per Volley-Direktabnahme abzog, aber ein Verteidiger fälschte zur Ecke ab. Aus dieser Ecke entstand ein Konter, nach dem die Gäste, natürlich über eine Flanke von der rechten Seite, zum Abschluss kamen. Dieses Mal landete der Kopfball aber direkt in den Armen von Marko Rajkovacic. Im direkten Gegenzug legte Leonard Laatsch für Jona Renner ab, der aus 20 Metern rechts neben den Kasten schoss. Zwei Zeigerumdrehungen danach schlug Gunnar Niemann einen tollen Diagonalball aus der eigenen Hälfte auf den rechten Strafraumrand. Dort kam Marvin Awuah an die Kugel und setzte Amer Buljubasic in Szene, der aus 14 Metern geblockt wurde.
Ein paar Minuten später versuchten es die Gäste aus der zweiten Reihe, der Fernschuss strich nur knapp über das Löwen-Tor. Kurz darauf verloren die Blau-Gelben am eigenen Strafraum den Ball und wieder wurde es nach einer Flanke von der rechten Seite gefährlich. Dieses Mal flog der folgende Kopfball aber weit am Tor vorbei. Fast direkt danach leisteten sich die jungen Löwen einen katastrophalen Ballverlust kurz vor dem eigenen Strafraum und so war Marko Rajkovacic im direkten Duell gefordert. Er schmiss sich in die Schussbahn und konnte den Ausgleich mit einer tollen Parade verhindern!
Die Gäste hatten hier nun ihre Chance auf den Ausgleich gewittert, wieder wurde es nach einer Flanke von der rechten Seite gefährlich, denn die Lüneburger gewannen erneut das Kopfballduell: haarscharf über den Querbalken. Im Gegenzug gelang den Blau-Gelben ein Entlastungsangriff: Jona Renner bediente zentral am Strafraumrand Mason Grumbach, der die untere linke Ecke anvisierte, doch der Gäste-Keeper war blitzschnell unten und verhinderte die Vorentscheidung. Auf der anderen Seite war es abermals eine Flanke von der rechten Seite, die zu einer Kopfballchance führte. Völlig frei am zweiten Pfosten kam der Lüneburger zum Kopfball, bugsierte die Kugel aber links am Tor vorbei.
Drei Zeigerumdrehungen danach ließ Andrej Schlothauer mit einem tollen Dribbling gleich zwei Gegenspieler stehen und setzte Jona Renner in Szene, der aus 15 Metern aber geblockt wurde. Kurz darauf kamen die Gäste nach einem Freistoß aus dem Halbfeld zur nächsten Kopfballchance, dieses Mal flog der Ball deutlich über den Kasten. Eine Minute später prallte die Kugel im Löwen-Strafraum einem Lüneburger vor die Füße, der sofort abzog, den Ball aber deutlich über den Kasten ballerte. Es lief bereits die dritte Minute der fünfminütigen Nachspielzeit, als Mohamed Dräger gefoult wurde, aber dennoch auf Kacper Szczerba durchstecken konnte. Der ging mit einem schnellen Haken an seinem Gegenspieler vorbei und wurde klar gefoult. Da das Ganze im Strafraum passierte, entschied der Schiedsrichter richtigerweise auf Strafstoß! Kapitän Jona Renner legte sich das Leder zurecht, lief an und zielte halbrechts. Der Schlussmann sprang nach links und das Ding war drin! Das 2:0 und die Vorentscheidung!
Kurz darauf war Schluss! Die U23 konnte sich über den vierten Saisonsieg freuen und springt damit auf den zwölften Tabellenplatz, ein Nichtabstiegsplatz! Ein absolut verdienter Sieg, auch wenn die vielen Torchancen der Lüneburgern nach Flanken sicherlich ein Thema in der nächsten Trainingseinheit sein werden. Weiter geht es für die jungen Löwen am kommenden Samstag, dann ist die U23 bei Atlas Delmenhorst zu Gast. Anstoß ist um 13.30 Uhr. Mehr Bilder zum Spiel findet ihr hier.
Tore: 1:0 (45.+1 Spielminute, Sidney Raebiger), 2:0 (90.+3 Spielminute, Jona Renner)
Bis dahin
Euer Kivi
