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Halbes Dutzend im Wolters-Flutlicht-Pokal

Die U23 zieht mit einem souveränen 6:0-Erfolg beim SC Rot-Weiß Volkmarode ins Viertelfinale vom Wolters-Flutlicht-Pokal ein. Gegen den Tabellenelften der Braunschweiger Landesliga traf Jona Renner früh zur Führung, ehe Robin Placinta und wieder Jona Renner die 3:0-Pausenführung herstellten. Quasi mit Wiederanpfiff sorgte Amer Buljubasic vor knapp 200 Zuschauern für das nächste Löwen-Tor. Später sollten zwei Joker treffen: Marvin Awuah und Enrique van der Lubbe sorgten mit ihren Toren dafür, dass das Torekonto ein halbes Dutzend Treffer verzeichnen konnte. In der nächsten Runde warten dann die Freien Turner auf die jungen Löwen.

U23-Coach Fabian Adelmann entschied sich für folgende Aufstellung: Emil Strauch (TW) – Mohamed Dräger (60. Jarno Engler), Raffael Ziegele (46. Enrique van der Lubbe), Maxim Root (C), Gunnar Niemann, Enes-Ayberk Gündüz – Mason Grumbach, Leonard Laatsch – Jona Renner (60. Matteo Mazzone), Amer Buljubasic (75. Andrej Schlothauer), Robin Placinta (60. Marvin Awuah)

Gleich der erste Angriff saß: Der 39-fache tunesische Nationalspieler Mohamed Dräger konnte von der rechten Seite flanken. Im Strafraum machte Amer Buljubasic den Ball fest, von einem Abwehrbein sprang die Kugel zu Jona Renner, der aus elf Metern abzog. Leicht abgefälscht prallte der Ball an den linken Innenpfosten und von dort ins Netz. Die ganz frühe Führung nach knapp zwei Minuten, das 1:0 für die Braunschweiger Eintracht!

Wenige Augenblicke später rollte der nächste Angriff aufs Tor der Gastgeber. Jona Renner drang über links zum Strafraum vor und setzte rechts im Strafraum Dräger in Szene. Der Rechtsverteidiger, der 20 Mal in der Bundesliga aufgelaufen war, zog aus 16 Metern ab. Die Kugel knallte an die Latte und flog ins Seitenaus. Beinahe der Doppelschlag! Vier Minuten danach setzte Mohamed Dräger halbrechts vor dem Strafraum Leonard Laatsch in Szene, der es aus 19 Metern mit einem Schlenzer versuchte: knapp drüber.

Kurz darauf das umgekehrte Spiel: Laatsch steckte auf Dräger durch, der aus leicht spitzem Winkel ein Mischung aus Schuss und Pass fabrizierte. Der wäre wohl auch reingegangen, aber vor der Linie klärte ein Verteidiger. Eine Zeigerumdrehung später zog Amer Buljubasic in den Strafraum, wurde am Bein getroffen und ging zu Boden. Einen Strafstoß gab es aber nicht. 20 Minuten waren gespielt, als Robin Placinta ein paar Meter vor dem Strafraum den Ball hatte und die Kugel aus dem Fußgelenk in die Gefahrenzone chippte. An der rechten Grundlinie kam Mason Grumbach an den Ball und bugsierte das Spielgerät mit der Hacke aus der Luft im hohen Bogen zurück in die Gefahrenzone. Robin Placinta war durchgelaufen und köpfte das Leder aus wenigen Metern am Torwart vorbei in die Maschen. Herrlich gespielt, das 2:0!

Dann kamen auch mal die Gastgeber zum Abschluss: Der Fernschuss von Ex-NLZ-Löwe Florian Wendt flog aber rechts am Tor vorbei. Auf der anderen Seite störten Amer Buljubasic und Leonard Laatsch tief in der gegnerischen Hälfte und eroberten zusammen den Ball. Laatsch steckte sofort auf Robin Placinta durch, der freie Bahn hatte, mit seinem Flachschuss im direkten Duell aber nicht am stark reagierenden Torwart vorbeikam. Bei den Gastgebern folgte der nächste Fernschuss, wieder ein gutes Stück rechts vorbei. Nicht ganz zehn Minuten waren noch zu spielen, als Robin Placinta einen starken Steckpass auf Jona Renner spielte. Dieser machte eigentlich alles richtig und tanzte mit einem schnellen Haken gleich einen Verteidiger und den Torwart ab, schoss dann aber den am Boden legenden Schlussmann ab. Die Kugel prallte zurück zu Renner, der sich die zweite Chance nicht nehmen ließ und vollstreckte. Der Doppelpack für unsere Nummer 10 und das 3:0!

Bei den Gastgebern war es anschließend ein weiterer Ex-Löwe mit dem Fernschuss, der Versuch von Moritz Hindermann war aber deutlich zu hoch. Fast mit Pausenpfiff wurde es unschön. Ein Volkmarode-Spieler hatte sich bei einer Grätsche völlig verschätzt und rauschte ziemlich rustikal und ohne Chance auf den Ball von hinten in die Beine von Jona Renner. Das Ganze auf Höhe der Mittellinie und auf der Außenlinie. Ein völlig unnötiger und völliger übertriebener Einsatz, erst recht in einem Kreispokal, der fast Freundschaftsspiel-Charakter hat. Da hätten sich die Gastgeber nicht über eine Rote Karte beschweren können, es gab aber nur Gelb. Das wichtigste aber: Jona Renner konnte weiterspielen.

Dann war Halbzeit. Die Überraschung schien auszubleiben. Darauf hatte der ein oder andere angesichts der sehr unterschiedlichen Formkurven der beiden Teams vielleicht leise Hoffnungen gehegt. Doch die U23 war klar überlegen und dem vierten Treffer näher als die Gastgeber dem Ehrentreffer. Trainer Fabian Adelmann brachte Enrique van der Lubbe in die Partie, Raffael Ziegele blieb dafür draußen.

Die Gastgeber hatten zwar zweimal gewechselt, waren aber anscheinend dennoch mit den Gedanken in der Kabine und so kochte Amer Buljubasic seinen Gegenspieler in einem eigentlich aussichtslosen Zweikampf völlig ab, setzte sich stark durch und hatte 30 Meter vor dem Tor plötzlich freie Bahn. Die Gelegenheit ließ sich der Stürmer nicht nehmen, er lief Richtung Tor und knallte das Leder von der Strafraumkante unter die Latte. Das 4:0!

Drei Minuten später steckte Mohamed Dräger auf Robin Placinta durch, der aus 16 Metern halbrechts vor dem Tor abzog. Dieses Mal parierte der Schlussmann, doch Amer Buljubasic kam im Fallen an den Ball und bugsierte die Kugel irgendwie Richtung Tor. Eigentlich hätte der Verteidiger locker klären können, doch der schlug ein Luftloch und konnte nur noch dem Ball hinterhersehen. Das Spielgerät trudelte aber knapp links am Tor vorbei. Fünf Minuten danach köpfte Jona Renner eine Gündüz-Flanke über den Querbalken. Wieder fünf Minuten später wurde Robin Placinta am rechten Strafraumeck gefoult. Jona Renner zog den Freistoß direkt aufs Tor, sein Schuss geriet aber zu zentral, um wirklich gefährlich zu werden.

Auf der anderen Seite kam Emil Strauch nach einem langen Ball etwas zu spät, erwischte den Ball nicht wirklich, traf dafür aber seinen Gegenspieler mit recht hohem Bein. Auch hier gab der Schiedsrichter nur Gelb. Zwar hätten noch zwei Verteidiger eingreifen können und der Stürmer hatte keine Ballkontrolle, einige Schiedsrichter hätten für so eine Szene vermutlich dennoch glatt Rot gezeigt. Der folgende Freistoß 22 Meter vor dem Tor wurde ebenfalls direkt aufs Tor getreten. Flach unter der Mauer hindurch rauschte die Kugel knapp links vorbei. 20 Minuten vor dem Ende lief Marvin Awuah den gegnerischen Torwart an, der gegen den Flügelspieler ins Dribbling ging. Und das ging völlig schief. Awuah schnappte sich die Kugel ohne größere Mühe und schob den Ball ins leere Tor. Das 5:0!

Beinahe hätte Awuah einen schnellen Doppelpack geschnürt, verpasste aber wenig später eine Freistoßflanke von Matteo Mazzone aus dem linken Halbfeld hauchzart wenige Meter vor dem Tor. Kurz darauf prallte die Kugel zu Enrique van der Lubbe, der aus der zweiten Reihe einfach mal abzog. Sein Flachschuss ging aber einige Meter links am Tor vorbei. Im Gegenzug konnte Alexander Plaianu von der linken Seite flanken, in der Mitte erwischte Magnus-Oskar Kramer die Kugel mit dem Kopf. Von der Unterkante der Latte prallte der Ball auf oder auch hinter die Linie. Knapp war es auf jeden Fall, doch der Schiedsrichter und auch der Assistent zeigten sofort an: kein Tor!

Eine Zeigerumdrehung später prallte eine Ecke zu Leonard Laatsch, der aus 18 Metern zentral vor dem Tor abzog: knapp links vorbei. Zwei Minuten waren noch zu spielen, als Matteo Mazzone eine Ecke auf den ersten Pfosten schlug. Dort setzte sich Enrique van der Lubbe durch und köpfte das Leder wuchtig unter die Latte. Das halbe Dutzend war voll, das 6:0 für die U23!
Beinahe hätte es direkt danach noch einmal geklingelt. Mason Grumbach tunnelte seinen Gegenspieler mit einer eleganten Bewegung und hatte dann ganz viel Platz. Er trieb das Leder noch einige Meter bis zum Strafraumrand und legte dann quer. Matteo Mazzone hatte nur noch den Torwart sich, schoss diesem aus zehn Metern aber direkt in die Arme.

So blieb es beim 6:0! Die U23 zieht absolut verdient und souverän ins Viertelfinale der Stadtmeisterschaft ein. Der Sieg war von Beginn an nicht in Gefahr, keinen einzigen Abschluss musste Löwen-Schlussmann Emil Strauch parieren. Im Viertelfinale warten dann die Freien Turner. Erstmal geht es aber in der Oberliga für die jungen Löwen weiter. Am Sonntag steht die Auswärtsfahrt zum SV Wilhelmshaven an. Anstoß ist um 14 Uhr. Mehr Bilder zum Spiel findet ihr hier.

Tore: 0:1 (2. Spielminute, Jona Renner), 0:2 (20. Spielminute, Robin Placinta), 0:3 (38. Spielminute, Jona Renner), 0:4 (46. Spielminute, Amer Buljubasic), 0:5 (70. Spielminute, Marvin Awuah), 0:6 (87. Spielminute, Enrique van der Lubbe)

Bis dahin

Euer Kivi

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