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Klarer Sieg im DFB-Pokal

Die U19 erreicht im DFB-Pokal die nächste Runde und das mit einer bockstarken Leistung. Gegen die SpVgg Unterhaching, die vor kurzem erst 2:2 gegen den FC Bayern München spielten, erarbeiteten sich die jungen Löwen schnell ein Chancenplus, ehe Ben Fuchs eine Ecke von Milan Gryglewski in die Maschen köpfte. Das brachte die Gäste völlig aus dem Tritt und noch vor der Pause setzte Abdel Awali mit der Hacke Milan Gryglewski in Szene, der zum 2:0 traf. In der Nachspielzeit revanchierte sich Gryglewski und köpfte die Kugel zu Awali, der aus 19 Metern schon vor der Pause alles klarmachte. Im zweiten Durchgang setzte Milan Gryglewski noch einen drauf und traf nach einem herrlichen Konter zum 4:0-Endstand. Arda Aksac hatte die Vorarbeit geleistet. Somit ziehen die jungen Löwen in die 2. Runde von Junioren DFB-Pokal ein.

Auch in der neuen Saison steht Gerd im NLZ am Grill und zeigt, dass auch sein Grilltalent mit den Fußballtalenten der jungen Löwen mithalten kann. Nur ein leckeres Brötchen fehlte zur vollen Punktzahl. So gab es für die 3 Euro Bratwurst eine starke 9/10.

U19-Coach Niklas Bahr entschied sich für folgende Aufstellung: Leon Herdes (TW) – Ben Fuchs (75. Luca Perri), Len Schütt, Mads Runge, Marvin Hounkpati – Jonah Funk (C), Luca Gille (85. Chris-Calvin Bessambo) – Sebastian Dabrowski (67. Jan Strauß), Abdel Awali, Arda Aksac (67. Mika Ketzscher) – Milan Gryglewski (75. Ali Altay)

Nachdem die Gäste von Beginn an großen Druck entfachten, allerdings ohne wirklich gefährlich zu werden, drehte die erste Torchance für die jungen Löwen das Momentum in die Blau-Gelbe Richtung. Über Abdel Awali und Sebastian Dabrowski kam der Ball zu Arda Aksac, der vom rechten Strafraumeck wuchtig abzog. Der Torhüter konnte den Schuss nicht festhalten, Sebastian Dabrowski setzte nach und hatte aus acht Metern nur noch das leere Tor vor sich, setzte den Ball aber tatsächlich knapp links vorbei. Die Mega-Chance zur Führung, der muss eigentlich rein. Auf der anderen Seite verlor der letzte Mann im Dribbling den Ball und so waren die Gäste plötzlich frei durch. Zumindest scheinbar. Denn Len Schütt eilte zurück und verhindert mit einer Grätsche und zusammen mit Torwart Leon Herdes sowie dem ebenfalls zurück geeilten Luca Gille irgendwie den Einschlag.

Anschließend wurde es für längere Zeit nur auf der anderen Seite gefährlich. Immer wieder beteiligt: Milan Gryglewski. Der Stürmer blockte einen Befreiungsschlag des Torhüters, schaltete blitzschnell und rannte sofort dem Spielgerät hinterher. Noch vor der Grundlinie erwischte der Linksfuß das Leder, aus extrem spitzem Winkel traf er aufs leere Tor aber nur das Außennetz. Da war die Anfangsviertelstunde noch nicht vorbei. Ein paar Minuten danach beförderte Leon Herdes einen Abschlag weit in die gegnerische Hälfte. Milan Gryglewski rannte seinem Verfolger davon, drang bis zum rechten Strafraumrand vor und legte auf Luca Gille ab, der aus 15 Metern per Direktabnahme abzog. Ein Verteidiger warf sich dazwischen und fälschte zur Ecke ab. Der hätte wohl gepasst. Die folgende Ecke war Aufgabe von Milan Gryglewski, der das Spielgerät mit viel Schnitt in die Gefahrenzone servierte. Sieben Meter vor dem Tor schraubte sich Ben Fuchs in die Luft, erwischte das Leder klasse mit dem Kopf und schädelte den Ball wuchtig in die linke Ecke. Da konnte der Schlussmann nur noch hinterherschauen, das Ding war drin, die Eintracht lag in Front und wurde von der an der rechten Eckfahne zuschauenden U23 sowie den restlichen Zuschauern laustark bejubelt. 1:0 für den BTSV!

Auf der anderen Seite hatten die Gäste plötzlich viel Platz, doch Len Schütt rettete als letzter Mann mit einer überragenden Grätsche und holte sogar einen Abstoß raus. Auch seine Mitspieler gingen mit allem, was sie hatten, in jeden Zweikampf und rannten die Hachinger immer wieder hoch an. Ein großer Kampf der jungen Löwen, der hier richtig Spaß machte. Zehn Minuten vor der Pause steckte Abdel Awali auf Arda Aksac durch, der aus spitzem Winkel völlig frei zum Abschluss kam, den Ball aber etwas zu zentral platzierte. Im Nachfassen hatte der Schlussmann den Ball sicher. Eine Zeigerumdrehung später spielte Jonah Funk die Kugel zu Arda Aksac, der sofort wieder auf den Kapitän durchsteckte. Funk hatte aus etwas spitzem Winkel viel Platz, doch erneut parierte der Keeper. Jonah Funk schnappte sich den Abpraller und flankte das Leder auf den zweiten Pfosten, wo Luca Gille volles Risiko ging und das Spielgerät direkt aus der Luft per Volley auf die rechte untere Ecke beförderte. Der Unterhaching-Schlussmann eilte in die Ecke und sicherte sich mit einem Hechtsprung den Ball gerade noch.

Zwei Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit in diesem ereignisreichen ersten Durchgang ärgerte sich der ein oder andere, der es mit den Blau-Gelben hielt, da die jungen Löwen zahlreiche gute Chancen vergeben hatten und auch oft knapp vor einer großen Torchance zu ungenau agierten. Doch dann hatte Abdel Awali einen Geistesblitz und leitete einen Pass von Sebastian Dabrowski mit der Hacke in den Lauf von Milan Gryglewski weiter, der halblinks im Strafraum frei vor dem Tor auftauchte, eiskalt blieb und das Spielgerät in die untere linke Ecke schob. Herrlich gespielt und so wichtig, das 2:0 kurz vor der Pause!

Doch es kam noch besser: In der Nachspielzeit setzten sich die Blau-Gelben noch einmal am Strafraum der Gäste fest. Der Ball sprang etwas hin und her, ehe Milan Gryglewski die Kugel mit dem Kopf zu Abdel Awali beförderte. Der zog mit einem schnellen Antritt am ersten Gegenspieler vorbei, hielt sich einen zweiten mit geschicktem Körpereinsatz vom Leib und fand dann irgendwie eine minimale Lücke im Abwehrriegel. Aus 19 Metern schoss er den Ball mit dem schwächeren linken Fuß zwischen zwei Haching-Verteidigern hindurch und die Kugel schlug ebenfalls unten links ein, nichts zu machen für den abermals geschlagenen Schlussmann. War das schon die Vorentscheidung? Die Blau-Gelbe Jubeltraube wirkte gelöst und die Köpfe der Bayern hingen. 3:0 für die Braunschweiger Eintracht!

Fast direkt danach war Halbzeit! Die U19 hatte sich für großen Aufwand belohnt. Aber es war nicht nur Kampf und Leidenschaft, die die Eintracht auf die Siegerstraße brauchte. Auch fußballerisch lief es hervorragend beim Team von Trainer Niklas Bahr, der wenig Gründe zum Wechseln hatte und dies dementsprechend auch nicht tat. Unverändert ging es in den zweiten Durchgang.

Und genau so ging es auch nach Wiederanpfiff weiter. Marvin Hounkpati rannte einem eigentlich unmöglichen zu erreichenden Ball auf dem linken Flügel hinterher, erwischte das Leder mit einer Grätsche nicht nur vor der Torauslinie, sondern beförderte die Kugel in der gleichen Bewegung zu Milan Gryglewski, der aus 13 Metern zum Abschluss kam, dem Torwart aber so heftig in die Arme schoss, dass dieser erstmal auf den Rücken plumpste. Einen halben Meter weiter links oder rechts und es hätte erneut Grund zum Jubeln gegeben, denn bei diesem Geschoss wäre nichts zu machen gewesen.

Drei Minuten danach bekamen die Gäste mal eine Ecke. Doch gefährlich wurde es auf der anderen Seite. Ein überragender Konter der Eintracht brachte die nächste Torchance. Arda Aksac sah den perfekten Laufweg von Len Schütt und überspielte die Abwehr mit einem genialen Pass genau in den Laufweg vom aufgerückten Innenverteidiger, der in den Strafraum der Gäste eindringen konnte, freie Schussbahn hatte, sich aber für einen Querpass auf den mitgelaufenen Luca Gille entschied. Und das war nicht die optimale Variante, denn ein Verteidiger spritzte noch dazwischen und bereinigte die Situation.

Fünf Minuten später eroberte Milan Gryglewski in der eigenen Hälfte den Ball, gab das Leder an Arda Aksac ab und zündete sofort den Turbo. Im perfekten Moment steckte Aksac durch die weit aufgerückte Abwehrkette, die auf Höhe der Mittellinie stand. Und so hatte Milan Gryglewski 50 Meter vor dem Tor freie Bahn, war zu schnell für seine Verfolger und tunnelte den Schlussmann im direkten Duell auch noch. Die Kugel rollte aufs leere Tor, ehe der Stürmer das Leder ins Tor donnerte. Die endgültige Vorentscheidung, der Doppelpack und die vierte Torbeteiligung für den Stürmer, der heute sinnbildlich für die überragende Leistung aller Löwen stand. 4:0 für die Eintracht!

Zwei Zeigerumdrehungen danach setzte Abdel Awali auf der rechten Seite Arda Aksac in Szene, der zur Grundlinie zog. An seinem scharfen Querpass rauschten gleich mehrere Mitspieler knapp vorbei. Nur wenige Augenblicke später steckte Arda Aksac auf Ben Fuchs durch, der halbrechts auf der Strafraumkante abzog, seinen Schuss aber zu zentral platzierte, der Torwart packte sicher zu. Dann kam Unterhaching doch noch zum ersten Schuss aufs Eintracht-Tor. Doch der Kopfball nach einer Ecke landete genau in den sicheren Armen von Leon Herdes. Zwei Minuten danach steckte Abdel Awali auf Milan Gryglewski durch, der 20 Meter vor dem Tor einfach mal abzog: drüber.

Zehn Minuten später erlief Jan Strauß auf der rechten Seite einen tollen langen Ball von Len Schütt und zog zum rechten Strafraumrand. Dort steckte er auf den mitgelaufenen Luca Perri durch, der 13 Meter vor dem Tor völlig frei zum Abschluss kam, seinen Flachschuss aber hauchzart rechts am Tor vorbei schoss. Zwei Zeigerumdrehungen danach verlagerte Jonah Funk das Spiel mit einem cleveren Pass auf die rechte Seite. Jan Strauß bediente Ali Altay, der aus kurzer Distanz nicht am Torwart vorbeikam. Der Abpraller rollte vors Tor, Abel Ali versuchte im Liegen irgendwie den Ball über die Linie zu bugsieren, während zwei Gegenspieler ebenfalls im Liegen das exakte Gegenteil versuchten. Im Endeffekt gab es Freistoß für die Gäste, der Schiedsrichter hatte ein Foul erkannt. Es lief bereits die Nachspielzeit, als Leon Herdes bei einem Kopfball nochmal fliegen durfte, sich das Leder aber souverän schnappte. Im direkten Gegenzug kam Jan Strauß rechts vor dem Strafraum aus der Drehung zum Abschluss, erst im Nachfassen hatte der Keeper den Ball sicher.

Dann war Schluss! Die U19 gewinnt auch in der Höhe absolut verdient gegen die SpVgg Unterhaching und zieht in die 2. Runde vom DFB-Pokal ein. Eine überragende Mannschaftsleistung brachte den ersten Pflichtspielsieg der neuen Saison. Ein Auftritt, der Lust auf mehr macht. Noch steht nicht fest, gegen wen es in der nächsten Runde geht. In der Liga geht es am kommenden Samstag weiter. Dann geht die Reise zum Blumenthaler SV. Anstoß ist um 13 Uhr. Mehr Bilder zum Spiel findet ihr hier.

Tore: 1:0 (23. Spielminute, Ben Fuchs), 2:0 (43. Spielminute, Milan Gryglewski), 3:0 (45.+1 Spielminute, Arda Aksac), 4:0 (58. Spielminute, Milan Grgylewski)

Bis dahin

Euer Kivi

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