Die U23 zeigt vor 75 Zuschauern eine durchwachsene Leistung am Mittwochabend. Gegen den Tabellenneunten der Landesliga Hannover, den TSV Krähenwinkel/Kaltenweide, gelang den jungen Löwen offensiv lange nicht viel. Nach dem Seitenwechsel wurden die Blau-Gelben gefährlicher, es dauerte aber bis zur 75. Spielminute, ehe Kacper Szczerba nach einer Flanke von Marvin Awuah per Kopf zur Führung traf. Da Torwart Marko Rajkovacic alle Bemühungen der Gäste zunichtemachte, blieb es auch bei dem 1:0-Sieg.
U23-Coach Fabian Adelmann entschied sich für folgende Aufstellung: Marko Rajkovacic (TW) – Jarno Engler (63. Ömer Sever), Enrique van der Lubbe (46. Maxim Root), Ole Matthias (63. Mason Grumbach), Jakob Benstead, Enes-Ayberk Gündüz – Basim El-Haj (63. Robin Placinta), Leonard Laatsch (C) – Jona Renner (35. Matteo Mazzone), Aytugcan Kaya (63. Marvin Awuah) – Marcel Reim (63. Kacper Szczerba)
Zwei Minuten waren gespielt, als Jona Renner kurz vor der Strafraumkante gefoult wurde. Enes-Ayberk Gündüz zog den Freistoß aus 17 Metern auf die linke Ecke, doch der Torwart parierte zur Ecke. Die anschließende Ecke von Leonard Laatsch wurde vor die Füße von Aytugcan Kaya geklärt, der das Leder aus der zweiten Reihe über den Kasten ballerte. Im Gegenzug packte Marko Rajkovacic bei einem Fernschuss souverän zu. Dann kam wieder die Eintracht: Jakob Benstead versuchte es aus 22 Metern, sein Flachschuss geriet aber zu zentral. Anschließend rannten die jungen Löwen an, kamen aber einige Minuten nicht mehr gefährlich in den Strafraum. Eine Viertelstunde später kam Jona Renner nach einem Doppelpass mit Basim El-Haj aus 14 Metern zum Abschluss, jagte das Leder aber knapp über die Latte.
Fünf Minuten später führte Enes-Ayberk Gündüz eine Ecke kurz aus und spielte einen Doppelpass mit Jona Renner und flankte an den zweiten Pfosten. Dort schraubte sich Enrique van der Lubbe in die Luft, köpfte die Kugel aber über den Kasten. Kurz darauf fing Matteo Mazzone einen Pass nah am gegnerischen Strafraum ab und brachte Marcel Reim in eine Abschlussposition, der seinen Schuss aus 19 Metern etwas zu hoch ansetzte. Ein paar Minuten danach eroberte Leonard Laatsch am rechten Strafraumeck den Ball und versuchte es mit einem Schlenzer, dieser geriet aber zu zentral. Kurz vor der Pause legte Jarno Engler für Matteo Mazzone ab, der aus 16 Metern direkt in die Arme des Keeper schoss.
Dann war Halbzeit. Die jungen Löwen waren überlegen, richtig gefährlich wurde es aber nur selten. In den Minuten vor dem Pausenpfiff sah das schon besser auf, doch Trainer Fabian Adelmann musste bei seiner Mannschaft noch an ein paar Stellschrauben drehen. Es hatte stark zu regnen begonnen und so verzichteten die Einwechselspieler auf Übungen und blieben im Trockenen. Bis auf Maxim Root, der Enrique van der Lubbe ersetzen sollte. Da sich bei den Gästen auch nur ein Spieler fertig machte, passten sich die beiden im strömenden Regen den Ball gegenseitig zu.
Eine Minute war im zweiten Durchgang gespielt, als Aytugcan Kaya die Kugel per Kopf in den Lauf von Matteo Mazzone legte, der völlig frei vor dem Tor auftauchte, das Leder aus zwölf Metern aber links am Tor vorbei schoss. Drei Zeigerumdrehungen danach bediente Maxim Root vor dem Strafraum Marcel Reim, der zu unplatziert abzog, leichte Beute für den Schlussmann. Im direkten Gegenzug flog ein Fernschuss der Gäste rechts am Tor vorbei. Sofort ging es wieder in die andere Richtung: Matteo Mazzone steckte auf Basim El-Haj durch, der freie Bahn hatte, alleine vor dem Tor aber rechts neben den Kasten schoss.
Beinahe hätte sich das gerächt, denn kurz darauf knallte ein wuchtiger Fernschuss der Gäste ans linke Lattenkreuz. Nur wenige Augenblicke später rutschten Maxim Root und Jarno Engler beide aus und plötzlich war der Gäste-Stürmer am Ball, zog in den Strafraum, scheiterte aus spitzem Winkel aber am stark reagierenden Marko Rajkovacic. Eine Zeigerumdrehung danach bekam Matteo Mazzone den Ball von Ole Matthias und legte auf Leonard Laatsch ab. Der Kapitän zog aus 20 Metern ab, jagte das Spielgerät aber auf den nagelneuen Hockeyplatz hinter dem Fangzaun. Fünf Minuten später ging Robin Placinta mit einer schnellen Bewegung an zwei Gegenspielern vorbei, tauchte gefährlich vor dem Tor auf und legte uneigennützig quer. Marvin Awuah musste aus wenigen Metern eigentlich nur noch ins leere Tor einschieben, traf den Ball aber überhaupt nicht gut und bugsierte die Kugel in die Arme des Torwarts, der neben dem Kasten auf dem Hosenboden saß.
Auf der anderen Seite brachte ein Querschläger bei einer Klärungsaktion einen TSV-Akteur frei vor den Kasten, Marko Rajkovacic reagierte bei dem Schuss aus sechs Metern aber überragend und parierte zur Ecke. Zwei Zeigerumdrehungen danach führte Enes-Ayberk Gündüz eine Ecke schnell aus. Matteo Mazzone legte auf Robin Placinta ab, dessen Schuss aus 20 Metern noch abgefälscht wurde und über das Tor flog. Die anschließende Ecke rutschte bis zu Mason Grumbach durch, der das Leder nochmal scharf machte und zu Jakob Benstead ablegte. Dieser zog von der Strafraumkante ab: drüber. Eine Viertelstunde vor dem Ende der regulären Spielzeit verschaffte sich Marvin Awuah am linken Strafraumrand mit einem Haken etwas Platz und flankte butterweich vors Tor. Dort stand Kacper Szczerba völlig frei und köpfte lehrbuchmäßig in die linke Ecke. Das 1:0 für die U23!
Eine Minute danach bekam Leonard Laatsch im Zweikampf einen Schlag ins Gesicht, das Klatschen hörte man über den gesamten Platz. Der Kapitän ging zu Boden und blieb liegen. Und obwohl die Eintracht den Ball zweimal bei aussichtsreichen Angriffen ins Aus gespielt hatte, als ein TSV-Akteur am Boden lag, spielten die Gäste nun einfach weiter. Unnötig in einem Testspiel, aber vielleicht ein richtiges Zeichen für den Liga-Betrieb. Kein Gegner dankt dir sportliches Verhalten. Fünf Minuten später drückte ein Gäste-Spieler eine flache Flanke aus kurzer Distanz aufs Löwen-Tor, Rajkovacic parierte mit einem überragenden Reflex erneut stark.
Auf der anderen Seite zog Matteo Mazzone in den Strafraum und ging nach einem Kontakt zu Boden. Kann man geben, muss man vielleicht nicht und tat der Schiri auch nicht. Dann lag der Ball im Tor der Eintracht. Nach einem abgefälschten Schuss aus der zweiten Reihe hatte der Stürmer den Ball ins Tor geschoben, stand dabei aber vier Meter im Abseits. Dementsprechend zählte der Treffer nicht, auch wenn sich einige der Rot gekleideten Gäste trotz der klaren Abseitsstellung beschwerten. Kurz darauf ging ein TSV-Akteur an vier Blau-Gelben Verteidigern vorbei. Das ging viel zu einfach, dafür war der folgende Schuss aus 20 Metern auch eine leichte Aufgabe für Marko Rajkovacic, der sicher zupackte. Die letzte Aktion hatten die Gäste mit einem echten Geschoss aus 19 Metern, welches Löwen-Torwart Rajkovacic aber sogar festhalten konnte.
Dann war Schluss! Ein verdienter Sieg, der dennoch aufzeigt, dass die U23 noch nicht ganz bereit für die Oberliga ist. Viel Zeit ist nicht mehr, es stehen aber auch noch drei Testspiele an. Am kommenden Samstag tritt die Adelmann-Elf beim FC Rot-Weiß Erfurt an. Anstoß beim Regionalligisten ist um 16 Uhr. Mehr Bilder zum Spiel findet ihr hier.
Bis dahin
Euer Kivi
