Am vierten Tag im Trainingslager regnete es zwar über die meiste Zeit des Tages, aber bei der einzigen Trainingseinheit auf dem Rasen blieben die Blau-Gelben trocken und es schaute sogar die Sonne raus. Nachmittags ging es für die Löwen in den Kraftraum und so hatte ich am Nachmittag Zeit für andere Dinge. Was ich heute erlebt habe, erfahrt ihr im Trainingslagerbericht direkt aus Tirol. Viel Spaß beim Lesen!
Vor dem Training und nach dem Frühstück vom bekannten Bäcker schaute ich bei einer Schokoladen-Confiserie vorbei. Recht teuer, aber sehr lecker und so hatte ich fortan schokoladige Kleinigkeiten im Gepäck. Auch in St. Johann in Tirol ist übrigens der Hauptsponsor unseres Nachwuchsleistungszentrums vertreten: New Yorker befindet sich direkt gegenüber meines Bäckers.
Apropos Bäcker: Heiner Backhaus nahm sich vor dem Trainingsstart einige Minuten Zeit, um mit den bereits früh anwesenden Fans zu plaudern. Dabei ging es vor allem um seinen Plan mit der Mannschaft und das bisherige Trainingslager. Fast pünktlich mit Trainingsbeginn kam dann auch noch unerwartet die Sonne raus. Doch bevor es losging, musste Mannschaftsarzt Dr. Florian Brand noch das Geburtstags-Spalier durchlaufen. Dabei bekam der ehemalige Passverteidiger und Linebacker der Braunschweiger Football-Mannschaft den ein oder anderen netten Geburtstagsgruß mit der flachen Hand in den Nacken.
Anschließend absolvierten die Löwen eine kurze Lauft-Einheit zum Aufwärmen und gingen dann in eine simplere Passübung. Danach wurde es deutlich intensiver. Auf mehrere Felder wurden je drei Spieler aufgeteilt, die fünf Pässe spielen sollten, während ein „Jäger“ versuchte, an den Ball zu kommen. Gelang dies nicht, musste sich der Jäger ein anderes Feld suchen. Sobald der Jäger den Ball berührt hatte, wurde der Spieler mit dem Fehlpass vom Gejagten zum Jäger. Wer am Ende der Zeit Jäger war, musste Liegestütze machen. Auch Co-Trainer Marc Pfitzner war dabei und natürlich durfte die Grätsche nicht fehlen.
Danach ging es aufs größere Feld, etwas mehr als die Hälfte des Spielfeldes wurde genutzt, um noch einmal auf den Spielaufbau einzugehen. Dabei verzichtete die pressende Mannschaft vorerst auf Zweikämpfe und immer wieder griff Trainer Heiner Backhaus für wichtige Anmerkungen ein. Nach einiger Zeit wurden die Zweikämpfe dann scharf gestellt und die Spieler hatten auch kleine und große Tore, um Punkte erzielen zu können. Dabei klappte noch nicht alles und man merkte, dass die Spieler und Heiner Backhaus eben erst wenige Tage zusammenarbeiten. Gleichzeitig konnte man aber auch erste Fortschritte sehen.
Zum Abschluss waren die Flügelspieler gefragt, denn Fabio Kaufmann, Mehmet Can Aydin, Marvin Rittmüller und Fabio di Michele Sánchez schlugen eine Flanke nach der anderen aus dem Lauf in die Gefahrenzone. Je zwei Spieler sollten den Ball ohne Gegenspieler im Tor unterbringen. Thorben Hoffmann untermauerte dabei wieder einmal seine Qualität bei Flanken und war das ein oder andere Mal zuerst am Ball. Und auch sonst schien der Schlussmann seine starke Form aus der Vorsaison bestätigen zu können. Tore gab es dennoch zu sehen und wurden auch entsprechend lautstark bejubelt.
Dann war die Einheit auch schon wieder vorbei, doch bevor die Mannschaft in den Bus stieg, gab es noch ein gemeinsames Foto mit allen anwesenden Fans. Dieses wird in den kommenden Tagen auf den Social-Media-Kanälen der Eintracht zu sehen sein. Für mich ging es dann nach Kitzbühel. Auf eine große Shopping-Tour wurde ausnahmsweise mal verzichtet, dafür fließt dann doch zu viel Kohle in das Blau-Gelbe Portemonnaie. In einer Gasse abseits der teuren Läden gab es dann ein Wiener Schnitzel. Dieses war ganz ok, die Kartoffeln erst mit etwas Salz annehmbar. Im Großen und Ganzen noch durchschnittlich.
Nach einem kurzen Spaziergang durch Kitzbühel machte ich mich auf den Weg zurück nach St. Johann in Tirol. Dort waren die Preise in den Läden zwar deutlich erschwinglicher, dennoch beschränkte ich mich auf eine Kugel Schokoladen-Eis beim weiterhin sehr guten Eiswagen. Bei den letzten Löffeln setzte auch schon der Regen ein, der bis zum Schreiben dieser Zeilen quasi durchgehend anhalten sollte. Zum Abend traf ich mich mit anderen Mitgereisten im Restaurant „Zum Dampfl“. Für mich gab es eine Portion Käsespätzle, die zum Glück nicht zu groß war. Etwas heißer hätte es sein können, alles andere war wirklich klasse.
Damit ist auch der vierte Tag schon vorbei und es ist quasi „Halbzeit“ im Trainingslager. Für morgen ist weiterhin viel Regen angesagt, hoffen wir also mal, dass wir Glück haben, die Regenschirme ausreichen oder sogar die Tribüne für uns Fans eröffnet wird. Wie es mir ergangen ist, lest ihr in dann wieder bei uns. Alle Bilder zum Trainingslager findet ihr übrigens auf meinem Flickr-Account.
Bis dahin
Euer Kivi
