Bei fast 40 Grad empfing die U19 im NLZ die Herrenmannschaft vom FC Einheit Wernigerode. Gegen den Tabellenzehnten der Süd-Staffel der NOVF-Oberliga entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel, bei dem die Gäste früh in Führung gingen. Doch nur wenige Minuten später kamen die jungen Löwen durch Jan Strauß zum Ausgleich. Nach dem Seitenwechsel war es Sebastian Dabrowski, der die Blau-Gelben mit seinem Tor in Führung brachte, doch durch ein Eigentor kam der Gast zum Ausgleich. In der Schlussminute traf Ben Fuchs zum durchaus verdienten 3:2-Siegtreffer.
U19-Coach Niklas Bahr entschied sich für folgende Aufstellung: Laurin Peters (TW, 46. Arlind Qela) – Ben Fuchs (75. Nummer 8), Lenn Schütt (80. Lasse Noster), Mads Runge, Marvin Hounkpati – Jonah Funk (C), Nummer 8 (46. Luca Gille, 85. Ben Fuchs) – Bastian Redecker (75. Jan Strauß), Sebastian Dabrowski (75. Arda Aksac), Jan Strauß (60. Mika Ketzscher, 80. Sebastian Dabrowski) – Arda Aksac (60. Ali Altay)
Die erste Chance hatten die Gäste, doch der Kopfball nach einer Ecke flog weit über den Kasten. Zehn Minuten waren gespielt, als die Gäste nach einem Ballverlust im Blau-Gelben Aufbauspiel durchbrachen. Die Nummer 8 stand alleine vor Laurin Peters und bezwang diesen mit einem Flachschuss, das frühe 0:1.
Auf der anderen Seite eroberte Arda Aksac den Ball im Pressing und drang in den Strafraum ein, seinen Schuss aus spitzem Winkel konnte der Torwart aber parieren. Zehn Minuten nach dem Rückstand kam Jan Strauß am Strafraumrand an den Ball und zog einfach mal ab. Durch die Beine seines Gegenspielers flog der Flachschuss genau in die untere linke Ecke. Nichts zu machen für den Schlussmann, das 1:1.
Ein paar Minuten darauf fing Mads Runge einen Pass des gegnerischen Keepers ab. Sein Flachschuss aus 19 Metern geriet aber zu zentral. Auf der anderen Seite kam Wernigerode nach einer Ecke frei und wuchtig zum Kopfball: drüber. Fünf Minuten später steckte Ben Fuchs auf Arda Aksac durch, der halbrechts im Strafraum freie Schussbahn hatte, den starken Schlussmann aber nicht bezwingen konnte.
Dann war bereits Halbzeit. Vermutlich auch den extrem hohen Temperaturen geschuldet, war auf dem Kunstrasen im NLZ wenig passiert. Doch der Ausgleich war verdient und die jungen Löwen waren spielerisch überlegen, hatten gegen die robusten Gegner aber hin und wieder leichte Probleme in den Zweikämpfen. Trainer Niklas Bahr brachte Luca Gille und Arlind Qela für den Spieler mit der Nummer 8 und Laurin Peters.
Auch im zweiten Durchgang hatten die Gäste den ersten Abschluss. Der Schuss von der Strafraumkante flog aber über das Tor. Etwa eine Stunde war gespielt, als Ali Altay auf der linken Seite Mika Ketzscher in Szene setzte, dessen Flanke erwischte Altay mit dem Kopf, doch der Torwart pariert klasse. Sebastian Dabrowski kam aus kurzer Distanz an den Ball, legte noch einmal quer zu Luca Gille, der etwas zu überrascht war und aus vier Meter an einer wirklich überragenden Parade des Keepers scheiterte. Zwei Zeigerumdrehungen später setzte Sebastian Dabrowski Bastian Redecker in Szene, der nur noch den Torwart vor sich hatte, diesen im direkten Duell aber nicht bezwingen konnte. Eine Minute danach chippte Ali Altay den Ball in den Lauf von Mika Ketzscher, der von der linken Seite in den Strafraum eindrang und im Rückraum Luca Gille fand. Der Mittelfeldspieler zog aus 16 Metern sofort ab, doch ein Verteidiger hatte noch den Fuß dran und entschärfte entscheidend, sodass der Torwart die Kugel aufnehmen konnte.
Wenige Augenblicke später kam Bastian Redecker auf der rechten Seite an den Ball und ließ seine Gegenspieler mit einem schnellen Antritt einfach stehen, kam aus 14 Metern aber nicht am Torwart vorbei. Dieser konnte allerdings nur klatschen lassen und so kam Luca Gille aus acht Metern zum Nachschuss, doch erneut verhinderte der Schlussmann mit einer Wahnsinnstat den Rückstand. Vier Minuten später leitete Ali Altay einen Ball mit dem ersten Kontakt perfekt in den Lauf von Ben Fuchs weiter, der auf der rechten Seite ganz viel Platz hatte, zum Strafraum lief und den Ball querlegte. Sebastian Dabrowski schien die falsche Entscheidung getroffen zu haben, als er mit dem ersten Kontakt etwas nach Außen zog. Doch mit einem ebenso eleganten wie blitzschnellen Haken ließ er seinen Gegenspieler verblüfft ins Leere laufen und stand somit frei vor dem Tor. Bei seinem Schuss aus zehn Metern hatte der Torwart zwar wieder die Finger im Spiel, konnte den Einschlag in der rechten Ecke aber nicht verhindern. Spiel gedreht, das 2:1!
Im Gegenzug folgte ein Fernschuss, der noch einmal gefährlich aufsetzte, doch Arlind Qela tauchte ab und lenkte das Leder zur Ecke. Zwei Zeigerumdrehungen danach suchte ein Einheit-Akteur vor der rechten Strafraumkante den Kontakt und ging nach einer minimalen Berührung zu Boden. Der Schiedsrichter überlegte einige Sekunden und entschied dann auf Strafstoß. Knifflig zu sagen, ob das im Strafraum war. Und ob der Kontakt überhaupt ursächlich für den doch sehr theatralischen Sturz war. Aber wohl auch keine klare Fehlentscheidung. Egal war es, denn der Schütze war deutlich zu arrogant und versuchte es mit einem Lupfer. Doch der segelte einen halben Meter übers Tor. So erntete der Unglücksrabe nicht nur Lacher von Seiten der Blau-Gelben Spieler und Zuschauer, sondern auch den Zorn seines Abwehrchefs. Denn dieser brüllte über den Platz: „Straff dich mal, du bist hier zu Gast!“.
Dennoch fiel kurz darauf der Ausgleich. Die jungen Löwen verloren in der Offensive den Ball und standen total offen. Ein Pass auf die rechte Seite reichte, damit ein Einheit-Akteur freie Bahn hatte. Dieser zog im Strafraum ab oder legte quer, so ganz klar war das nicht. Jedenfalls zischte ein echtes Geschoss Richtung Mitspieler. Lenn Schütt ging dazwischen und versuchte noch zu retten, bugsierte das Spielgerät aber ins eigene Tor. Der Ausgleich zum 2:2.
Kurz darauf ließ die Nummer 5 der Gäste seinen Frust, woher dieser auch immer kam, an Luca Gille aus und sprang diesen mit Anlauf im Vollsprint und mit voller Absicht in die Beine. Der Mittelfeldspieler der jungen Löwen hatte Glück, dass er nicht in die Bande krachte und nicht mit viel Gewicht auf einem der Beine stand, sonst hätte es hier eine schwere Verletzung gegeben. Völlig irre, wie man so in einem Testspiel ohne Chance auf den Ball in einen Zweikampf gehen kann. Darüber hinaus hatte der Übeltäter bereits einen Ellbogenschlag und frustrierten Schubser an Luca Gille verteilt und dafür auch schon gelb gesehen. Jetzt gab es gar keine Karte, dafür wurde die Nummer 5 sofort ausgewechselt. Luca Gille konnte nicht weitermachen und wurde durch Ben Fuchs ersetzt. Gute Besserung!
Als es dann weiterging, eroberten die Blau-Gelben den Ball und Ali Altay sah, dass der Torwart weit vor seinem Kasten stand und zog von der Mittellinie ab, verfehlte den Kasten aber deutlich. Es lief die letzte Spielminute, als Ben Fuchs das Spiel auf die rechte Seite zu Jan Strauß verlagerte. Dieser gab das Leder in die Gefahrenzone zu Ali Altay, der noch einmal zu besser positionierten Ben Fuchs ablegte. Der Verteidiger mit Stürmer-Qualitäten vollstreckte aus kurzer Distanz per Direktabnahme. Der Siegtreffer, das 3:2!
Quasi direkt danach war Schluss. Die jungen Löwen gewannen verdient gegen den Oberligisten und verabschieden sich nun in eine kurze Sommerpause, denn diese war vor der Testspielserie nur wenige Tage. Anfang August geht es dann auch schon in der Liga los, vorher wird es aber sicherlich noch weitere Testspiele geben. Mehr Bilder zum Spiel findet ihr hier.
Tore: 0:1 (10. Spielminute, Gino Dörnte), 1:1 (20. Spielminute, Jan Strauß), 2:1 (69. Spielminute, Sebastian Dabrowski), 2:2 (79. Spielminute, Eigentor Lenn Schütt), 3:2 (90. Spielminute, Ben Fuchs)
Bis dahin
Euer Kivi
