Sieben-Tore-Sieg statt Sieben-Meilen-Stiefel hieß es am Samstag bei Temperaturen über 30 Grad im NLZ. Die U19 schoss den VfL Osnabrück ab und konnte sich über einen beeindruckend hohen Sieg freuen. Mit 7:0 wies man den Gegner in die Schranken. Eine überragende Leistung der jungen Löwen, die bereits in der ersten Spielminute durch Bastian Redecker in Führung gegangen war. Bis zur zehnten Spielminute schraubte Lennox Anlauf das Ergebnis mit einem Doppelpack weiter in die Höhe, ehe Bastian quasi mit dem Halbzeitpfiff und dem zweiten Doppelpack das 4:0 erzielte. Im zweiten Durchgang dauerte es wieder nur eine gute Minute bis zum ersten Treffer, Arda Aksac war der Torschütze. Mika Ketzscher und Ben Fuchs durften ebenfalls einnetzen und ließen die etwa 40 Zuschauer und die Abwehrkette der Gäste staunen.
U19-Coach Niklas Bahr entschied sich für folgende Aufstellung: Arlind Qela (46. Patrick Büttner) – Ben Fuchs (62. Jakin Abdaoui), Nummer 4, Mads Runge (62. Lasse Noster), Marvin Hounkpati – Luca Gille, Jonah Funk (C, 80. Mads Runge) – Bastian Redecker (62. Jan Strauß), Milan Gryglewski (80. Lennox Anlauf), Lennox Anlauf (46. Mika Ketzscher) – Arda Aksac (80. Ben Fuchs)
Leider gab es technische Probleme, sodass keine Fotos vom Spiel im Bericht eingefügt werden können. Meine Fotos findet ihr hier.
Als der VfL Osnabrück seine erste Ballberührung verzeichnen durfte, resultierte daraus sofort das erste Tor. Nachdem die jungen Löwen in den ersten Augenblicken den Ball zirkulieren gelassen hatten, ging es nach vorne. Dabei spritze zwar ein Gäste-Akteur dazwischen, den Pass mit dem zweiten Kontakt fing Bastian Redecker ab, zündete den Turbo und überrannte die verbliebenen Gegenspieler einfach. Über rechts drang der pfeilschnelle Flügelspieler in den Strafraum ein und vollstrecke aus 13 Metern in die untere linke Ecke. Die erste Spielminute war noch nicht abgelaufen, da durften die Blau-Gelben bereits jubeln! Das 1:0!
Der VfL versuchte direkt vom Anstoß, Torwart-Neuzugang Arlind Qela zu überlisten, doch dieser musste nicht eingreifen, da der Ball nur auf dem Tordach landete. Kurz darauf zogen die Blau-Gelben einen tollen Konter über Lennox Anlauf und Arda Aksac auf. Die Flanke von Aksac bugsierte ein Osnabrücker beinahe ins eigene Tor, am Ende flog der Ball knapp über die Latte. Acht Minuten waren gespielt, als Arda Aksac auf der Strafraumkante den Ball eroberte. Über Luca Gille kam die Kugel zu Lennox Anlauf, der seinen Gegenspieler mit einem schnellen Haken aussteigen ließ und aus zehn Metern wuchtig in die rechte Ecke vollstreckte. Das lief heute hervorragend, das 2:0!
Die jungen Löwen setzten die Gäste immer wieder früh und teilweise am Strafraum unter Druck, Osnabrück konnte sich kaum befreien. Eine Zeigerumdrehung später fing Milan Gryglewski einen Pass ab und setzte Jonah Funk in Szene. Der Kapitän zog aus 16 Metern ab, seinen Flachschuss lenkte der Torwart mit einer Glanztat um den Pfosten. Arda Aksac schlug die folgende Ecke auf den zweiten Pfosten, wo Funk den Kopf an die Kugel brachte. Das Spielgerät prallte zu Lennox Anlauf, der das Leder aus kurzer Distanz unter die Latte drosch. Der Doppelpack für den Neuzugang! Zehn Minuten waren gespielt: das 3:0 für den BTSV!
Auf der anderen Seite wurde die Blau-Gelbe Abwehrkette von einem Langen überrumpelt, ein Osnabrücker tauchte alleine vor Keeper Qela auf, umkurvte diesen und schloss aufs scheinbar leere Tor ab. Scheinbar, weil Mads Runge durch gesprintet war, seinen Körper in die Schussbahn und die Kugel irgendwie noch vor der Linie klärte. Gekämpft wie ein Löwe! Die anschließende Ecke wurde erst im zweiten Anlauf gefährlich, als ein VfL-Akteur aus der zweiten Reihe knapp über den Querbalken schoss. Eine Minute danach spielte Jonah Funk einen herrlichen Ball in den Lauf von Bastian Redecker, der seinen Verfolgern abermals davon rannte, zur Grundlinie vorstieß und das Leder auf den Elfmeterpunkt servierte. Dort zog Arda Aksac ab, donnerte das Spielgerät aber mit derart viel Wucht gegen die Latte, dass es ein kleines Wunder blieb, dass das Tor stehengeblieben war. Genau über dem Winkel war die Kugel am Querbalken eingeschlagen.
Fünf Minuten später durchschnitt ein perfekter Schnittstellenpass von Luca Gille die Osnabrücker Abwehr wie ein warmes Messer die Frühstücksbutter. Lennox Anlauf hatte freie Bahn, wurde von seinem chancenlosen Verfolger aber deutlich gezogen und am Fuß getroffen. Doch Anlauf marschierte weiter, kam so aber nicht mehr richtig zum Abschluss und stocherte die Kugel im direkten Duell dem Torwart in die Arme. Hätte er sich da fallen lassen, wäre es zumindest in einem Pflichtspiel eine Rote Karte wegen einer Notbremse gewesen. Fair gewinnt zumindest nicht in jeder Szene.
Zehn Minuten danach war es erneut ein langer Ball, der die Eintracht-Abwehr überwand. Wieder war ein Osnabrücker frei durch, traf alleine vor dem Tor aber nur den linken Pfosten. Anschließend konnten die jungen Löwen klären. Kurz darauf steckte Jonah Funk mit viel Gefühl auf Milan Gryglewski durch, der mit langen Schritten Richtung Tor marschierte und aus halblinker Position 14 Meter vor dem Tor den Abschluss suchte, den Ball aber an der kurzen Ecke vorbei gegen den Fangzaun donnerte. Die reguläre Spielzeit war bereits abgelaufen, als Bastian Redecker 35 Meter vor dem Tor gut antizipierte und einen Pass abfing. Wieder zündete der Toptorjäger der vergangenen Saison den Turbo und überrannte sechs Gegenspieler einfach. Aus 13 Metern knallte Redecker das Leder in die kurze Ecke. Der zweite Doppelpack des Tages und das 4:0!
Quasi direkt danach war Halbzeit! Die U19 hatte die Gäste mit hohem Pressing und blitzschnellen Angriffen überrascht und vor unüberwindbare Probleme gestellt. Die Vielzahl an klaren Torchancen nutzten die jungen Löwen durchaus effizient, denn trotz hohen Temperaturen waren die Blau-Gelben auf dem aufgeheizten Kunstrasen cool geblieben. Bei den Gästen saß übrigens Ex-Löwe Tim Danneberg auf der Bank, der sein Team zum Seitenwechsel so ziemlich komplett durchtauschte. Eintracht-Coach Niklas Bahr tauschte die Torleute (Patrick Büttner für Arlind Qela) und brachte mit Mika Ketzscher für Lennox Anlauf einen Offensiv-Spieler in die Partie, der auch in der anstehenden Saison noch U17 spielen dürfte.
Es war nach Wiederanpfiff eine gute Minute gespielt, als Arda Aksac auf der gegnerischen Strafraumkante so sehr gezogen wurde, dass er seinen Gürtel verlor, mit dem Leistungsdaten der Spieler ausgewertet werden. Mit dem roten Band in der Hand eroberte Aksac das Spielgerät zurück und spielte einen Doppelpass mit dem stark bedrängten Milan Gryglewski. Aus 13 Metern vollstreckte Arda Aksac in die linke Ecke. Ein Tor des Willens und wieder sehr früh: das 5:0!
Im direkten Gegenzug kamen die Osnabrücker aus 17 Metern zum Abschluss, der Ball prallte von der Latte zurück in den Strafraum, wo die Gäste erneut zum Schuss kamen, doch auf der Linie klärte der Eintracht-Verteidiger mit der Nummer 4. Fünf Minuten später landete eine Ecke der Gäste direkt am kurzen Pfosten, der Abpraller wurde dieses Mal aber nicht gefährlich. Ein paar Minuten danach marschierte Milan Gryglewski zur Grundlinie und spielte die Kugel in die Gefahrenzone. Dort nahm der aufgerückte Ben Fuchs den Ball direkt, seinen Flachschuss aus elf Metern hatte der Torwart erst im Nachfassen sicher.
Dann durfte sich auch Patrick Büttner auszeichnen, der Schlussmann pflückte einen Fernschuss souverän aus der Luft. In der Meisterminute war es Milan Gryglewski, der mit einer Balleroberung im Mittelfeld den nächsten Treffer möglich machte. Der großgewachsene Offensiv-Akteur marschierte mit langen Schritten auf den Strafraum der Gäste zu und steckte im richtigen Moment auf den startenden Jan Fuchs durch. Dieser umkurvte den Torwart und zog aus spitzem Winkel ab. Auf der Linie konnte zwar ein Verteidiger klären, schoss den Ball aber genau in die Füße von Mika Ketzscher, der das Spielgerät klasse verarbeitete und im rechten unteren Eck unterbrachte. Das Tor für den jüngsten Löwen auf dem Platz und damit war das halbe Dutzend voll, das 6:0 für die Braunschweiger Eintracht!
Auf der anderen Seite kamen die Osnabrücker im Strafraum zum Abschluss, den zentralen Schuss hatte Patrick Büttner aber sicher. Fünf Minuten später steckte die Nummer 4 auf Jan Strauß durch, der freie Bahn hatte und den Torwart mit einem Lupfer überwand. Doch die Fahne ging hoch: Abseits.
Kurz darauf verlängerte die Nummer 4 eine Freistoßflanke von Luca Gille per Kopf Richtung Tor, bugsierte die Kugel aber genau in die Arme des Keepers. Zwei Zeigerumdrehungen danach spritzte Mika Ketzscher bei einem Rückpass dazwischen, doch seinen Schuss aus leicht spitzem Winkel lenkte der Torwart noch ans Außennetz.
Eine Minute vor Ablauf der regulären Spielzeit schickte Luca Gille auf der linken Seite Jan Strauß zur Grundlinie, der den Kopf hochnahm und das Leder punktgenau auf den Fuß von Ben Fuchs spielte, der nach seiner kurzen Verschnaufpause nun im Sturm spielte. Fuchs musste nur noch einschieben und tat dergleichen: das siebte Tor des Tages und alle für die Eintracht: 7:0!
Beinahe hätten die Blau-Gelben noch einen draufgelegt, denn nur wenige Augenblicke später eroberte Mika Ketzer den Ball, spielte einen schnellen Doppelpass mit Lennox Anlauf und zog aus 13 Metern ab, dieses Mal konnte der Torwart aber parieren.
Dann war Schluss! Eine tolle Leistung der jungen Löwen, die sicherlich dennoch froh waren, dass das Spiel vorbei war, denn es war nicht nur sowieso schon sehr heiß, zusätzlich zum sehr warmen Wind strahlte der Kunstrasen auch noch eine enorme Hitze aus. Eine Abkühlung hatten sich die Blau-Gelben jedenfalls redlich verdient, denn auch in einem Testspiel ist ein 7:0-Erfolg gegen ein anderes NLZ bemerkenswert. Weiter geht es für die U19 am kommenden Sonntag, dann kommt der Hallesche FC ins NLZ. Anstoß ist um 13 Uhr.
An dieser Stelle ein großes Dankeschön an Nicole Funk für die tollen Fotos!
Tore: 1:0 (1. Spielminute, Bastian Redecker), 2:0 (8. Spielminute, Lennox Anlauf), 3:0 (10. Spielminute, Lennox Anlauf), 4:0 (45. Spielminute, Bastian Redecker), 5:0 (47. Spielminute, Arda Aksac), 6:0 (67. Spielminute, Mika Ketzscher), 7:0 (89. Spielminute, Ben Fuchs)
Bis dahin
Euer Kivi

